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Nach Wahlparty

„Völlig indiskutabel“: AfD-Spitze distanziert sich von Streamer „Aktivist Mann“

Mehrere AfD-Spitzenpolitiker haben sich von dem Streamer „Aktivist Mann“ distanziert. Gegenüber dem Pioneer-Journalisten Johann Paetzold gab etwa der Sprecher von Alice Weidel an, das Verhalten des Streamers sei „völlig indiskutabel“.

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Der Telegram-Kanal des Streamers „Aktivist Mann“ (IMAGO/Hanno Bode)

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Mehrere Spitzenpolitiker der AfD haben sich von dem rechten Streamer „Aktivist Mann“, der vor allem auf YouTube und X aktiv ist, distanziert. „Aktivist Mann“ war zuletzt wegen seines Auftretens im Umfeld von AfD-Veranstaltungen kritisiert worden. „Die Parteispitze stuft das Verhalten des Herrn auf der Wahlfeier am Sonntag als völlig indiskutabel ein“, sagte etwa der Sprecher der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel, Daniel Tapp, gegenüber dem The Pioneer-Journalisten Johann Paetzold.

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Laut Paetzold soll der weitere Umgang mit dem Streamer bei einem Treffen des AfD-Bundesvorstands am kommenden Montag diskutiert werden. Auch die Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch brachte gegenüber Paetzold ihren Unmut über „Aktivist Mann“ zum Ausdruck: „Wir müssen besser sein, als diejenigen, die uns anpöbeln und persönlich angreifen, wie linke Aktivisten und die Antifa. Wer sich genauso verhält wie die, gehört nicht zu uns. Wir erwarten angemessene Umgangsformen, insbesondere auch gegenüber den politisch Andersdenkenden.“

Der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Lucassen äußerte sich gegenüber Paetzold ähnlich: „Die vermeintliche Nähe solch ungehobelter Personen zur AfD schadet unserem Anspruch, Regierungsverantwortung in Deutschland zu übernehmen. Wer Journalisten auf AfD-Veranstaltungen unflätig und pöbelnd bedrängt, muss seine Zugangsberechtigung umgehend verlieren.“

„Aktivist Mann“, der bürgerlich Matthäus Westfal heißt, ist bereits seit einigen Jahren im Umfeld der AfD als Streamer aktiv und erreichte dabei in der Vergangenheit eine verhältnismäßig große Reichweite. Für bundesweite Diskussionen sorgte sein Verhalten vor wenigen Wochen, als er am Rande einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Sachsen-Anhalt Journalisten des Spiegel verbal heftig attackierte, während er den Vorgang live im Internet streamte. Auch auf der AfD-Wahlparty am Sonntag attackierte er die Spiegel-Journalistin Ann-Kathrin Müller verbal.

Das Verhalten des Streamers sorgte anschließend in den sozialen Medien und sogar im Umfeld der AfD für Kritik. Nutzer bemängelten etwa, dass ein solches Auftreten dem Ruf der Partei schade. „Aktivist Mann“ äußerte sich seinerseits auf X kritisch über die Distanzierung durch die Parteispitze. Auf X schrieb er: „Wer sich distanziert, verliert“. Westfal reklamierte in dem Post für sich, durch sein Wirken der AfD wichtige Prozentpunkte bei der Wahl in Sachsen-Anhalt beschafft zu haben.

ahz

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129 Kommentare

  • Richtig so. Ich fand seine Umgangsformen und auch Teile seiner Aussagen ungehobelt und beschämend.

    Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass dieser Typ eine Art Agent Provokateur ist.

    301
    • @Klarnamenpflicht
      Zustimmung. Ein Punkt der mich an AfD und Umfeld am Meisten stört ist tatsächlich das sich EINIGE WENIGE auf das Nivau der Gegenseite herablassen. Die AfD kann besser, wenn sie will, und sie sollte genau so einen Anspruch haben besser als die Gegenseite zu sein.

      Natürlich kann ich sehr gut nachvollziehen das gerade bei einem Medium wie Der Spiegel einem regelmäßig die Hutschnur platzt, aber man muss sich auch zusammenreißen können, das zeigt Größe. Auf der anderen Seite kann man so sehr gut Personen aussortieren die nur schaden, daher finde ich es gut wie die Partei darauf reagiert und hoffe es werden entsprechende Maßnahmen getroffen.

      122
    • @Klarnamenpflicht solche Menschen gibt es überall, die irgendwas als Rechtfertigung benutzten um anderen anpöbeln, provozieren …
      Ignorieren, Distanzieren und ggf zurechtweisen.
      Man sieht das doch auch hier in Kommentar Breich das sich einige auch so benehmen, deshalb sollte Apollo auch Blacklisten einführen damit man die Leute selsbt ignorieren kann

      • Warum sollte AN Blacklisten führen?
        Das wäre doch auch wieder eine Art Paternalisierung.
        Mittlerweile kennt man doch die Pöbler hier oder erkennt Neue sehr schnell und kann selber entscheiden, ob man den Kommentar liest.
        Wenn ich bestimmte Nicks lese, dann überspringe ich den Kommentar.
        Da benötige ich keine Blacklisten von AN.

        • So einfach ist das nicht.
          Wenn einer von denen z.B. den angemeldeten Nick eines Kommenators klaut, um diesen zu diskreditieren, sehe ich auch rot, egal ob das mein Nick ist oder der Nick einiger Mitkommenatatoren.
          Klar, die meisten Leser wissen, dass das nicht die Angemeldeten sind, aber es nervt gewaltig.
          Es sind einfach nur Stänkerer – manche können ohne Stunk nicht leben.

          1
      • Am besten wäre es, wenn man selbst eine eigene Ignore-Liste erstellen könnte, also Nutzer selbst für sich blockieren könnte. Eine von AN geführte Blockliste fände ich nicht gut, da ich gerne selbst entscheiden möchte, wessen Beiträge ich lesen will und welche nicht. Alles Andere wäre m.M.n. Bevormundung.

      • Pöbel ’n sie einfach zurück ‼️

        -14
    • Vieleicht ist er nebenberuflich V-Mann

    • Selbstverständlich ist er ein U-Boot

      • Kenne ihn aus meiner Schulzeit.
        Nur mit Vorsicht zu genießen.
        Setzte Lehrer massiv mit erfundenen Anschuldigungen unter Druck.
        Es gab sogar Frühpensionierungen.

    • Mir kommt er auch vor wie ein linker Agent Provokateur. Mag den Typen überhaupt nicht.

    • Absolut!!!!

    • Depperte Distanzerities! Was hat er denn gemacht? Was hat er anders gemacht als jeder andere Journalist der etablierten Medien?
      Nein, niemand muss besser sein solange es einseitig ist!

  • Vollkommen richtige Entscheidung der Parteispitze. Ein solches pöbelndes Auftreten gegenüber Journalisten schadet dem bürgerlichen Ruf und dem Anspruch der AfD, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Wer sich im Ton vergreift und andere verbal attackiert, hat auf unseren Veranstaltungen nichts verloren. AngemesseneUmgangsformen sind Pflicht, gerade auch gegenüber politisch Andersdenkenden. Nur mit Professionalität und Respekt gewinnen wir langfristig das Vertrauen der Wähler.

    • Nun, werter Friese, vielleicht eine Überlegung dazu:

      Man liest, „Westfal reklamierte in dem Post für sich, durch sein Wirken der AfD wichtige Prozentpunkte bei der Wahl in Sachsen-Anhalt beschafft zu haben“ – und man wird diese Behauptung wohl nur schwer widerlegen können.

      Nur scheint sich dieser „Influencer“ doch – lt. Artikel – schon seit Jahren im AfD-Umfeld zu bewegen. So mag es ja tatsächlich sein, daß er Stimmen für die AfD mobilisieren konnte. Aber, wenn dem so sein sollte ist es ebenfalls nicht widerleglich, daß er seine „Reichweite“ (nennt man das so?) doch wohl in nicht unerheblichem Maße gerade diesem Umfeld oder Dunstkreis, in dem er sich bewegt(e), verdankt.

      Und, wenn ich das System richtig verstanden habe, gibt es doch wohl eine Korrelation zwischen „Reichweite“ und „Kanaleinkünften“(?). Mithin wird man also konstatieren müssen, daß er wohl über Jahre hinweg durch seine „AfD-Nähe“ nicht unerheblich profitiert haben dürfte …

      • Genau so wird ein Schuh draus.

      • Natürlich haben beide seiten voneinander profitiert.
        Neben seinem gepöbel, welches mit der zeit nachweislich aggressiver wurde, hat er allerdings auch live und ungefiltert die Wirklichkeit gezeigt.
        Und da standen die anti afd schwurbler bei nachfragen immer wieder blank da.
        Das hat für mich den Mehrwert seines Wirkens geboten und nicht die Pöbelei die mehr und mehr dazu kam.
        Anfangs sah ich diese als Versuch seine Worte überhaupt durchzubringen wenn er von der anderen seite ebenfalls nur angeschrien wird.

        Ich bin allerdings der persönlichen Auffassung, dass man gleiches nicht mit gleichem vergelten sollte.
        Die Spiegelreporterin stand doch nun schon vollkommen hilflos da.

      • @pisso: liest du täglich die bildzeitung (online kostenlos) unkritisch?

  • AktivistMann ist normalerweise freundlich, gutmütig und leidenschaftlich in seiner Politik. Ich schaue gerne seine YouTube-Livestreams. Allerdings hat er sich von seiner Leidenschaft im Pressebereich der AfD hinreißen lassen, was bedauerlich war. Ich denke, wenn er den Vorfall bei der AfD-Veranstaltung als Chance nutzt, aus seinem Fehler zu lernen, wird er es beim nächsten Mal besser machen.

    • Wetten: die wenigsten werden diesen „Vorfall“ gesehen haben

    • Kenne ihn aus meiner Schulzeit.
      Nur mit Vorsicht zu genießen.
      Setzte Lehrer massiv mit erfundenen Anschuldigungen unter Druck.
      Es gab sogar Frühpensionierungen.

  • Ich kenne den überhaupt nicht, da ich nicht auf solchen Portalen bin.

    • Sie waren noch nie auf Youtube?

  • Absolut richtig sich zu distanzieren.. solche Leute tun der Partei nicht gut und schaden dem Ansehen als Volkspartei.

    Ich erhoffe mir weitere Entgleisungen von unserem Herrn Merz wie gestern bei der Generaldebatte. Dann wird es schneller Neuwahlen geben mit einer sehr starken AFD die dann endlich an der Reihe ist die Regierung zu bilden .

  • Dieser Typ repräsentiert zwar sich selbst aber nicht den AfD-Wähler. Das sage ich, obwohl ich gar kein AfD-Wähler bin.

    • Kenne ihn aus meiner Schulzeit.
      Nur mit Vorsicht zu genießen.
      Setzte Lehrer massiv mit erfundenen Anschuldigungen unter Druck.
      Es gab sogar Frühpensionierungen.

  • Das distanzlose Verhalten von Aktivist Mann finde ich unangemessen und unerträglich. Habe ihm entsprechend eine freundliche Mail geschickt, die bisher unbeantwortet ist. Ich wünsche ihm, dass er einen gesunden Weg zu einem fairen Streamer findet.

  • Richtig so.

  • Vielleicht ist er ein U-Boot? Man weiß ja nie.

  • Gerade Leuten die der AfD nahe stehen sollte doch klar sein wem sie mit solch einem Verhalten dienen. Die AfD hat gar keine andere Wahl sich von solchen Leuten zu distanzieren.
    Gäbe es hunderte Pro-AfD Journalisten würde das Verhalten wahrscheinlich nicht auffallen, so aber schadet es dem Großen Ganzen einfach nur. Man muss sich auch nichts gefallen lassen aber ständig rumprovozieren geht einfach nicht. Sowas überlassen wir Markus Lanz und Co.

  • Wovon man sich heute alles distanzieren muss, ist schon bemerkenswert. Wen interessiert das denn?

    Der Streamer hatte schon den einen oder anderen Schenkelklopfer hervorgerufen – ansonsten spiegelt er eigentlich nur das Verhalten der Gegenseite. Wenn man das verurteilt, muss man im selben Zuge auch das Verhalten des ein oder anderen „Journalisten“ des ÖRR verurteilen.

    Ist sein Verhalten drüber? > natürlich! Das ist ja das Konzept bei ihm. Mir ist das völlig egal – man muss es sich ja nicht angucken.

  • Es gibt nur sehr wenige Streamer die ausgewogen, neutral berichten und journalistische Standards beherrschen. Einer davon ist zum Beispiel der „Beobachter Live“ auf Youtube.

  • Damit hat die AfD mir einmal mehr bewiesen, das sie nur Mittel zum Zweck sind. Wenn sie im Bundestag aufgeräumt hat, wird sie wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

    -18
  • Bei solchen Leuten muss man sofort davon ausgehen, dass diese vom Verfassungsschutz eingesetzt sind. Derartig sinnlose Aktionen helfen der AFD überhaupt nicht. Daher ist die Distanzierung von dieser Person völlig richtig. Der Spiegel beweist doch täglich, das er nur eine Linke Propaganda-Zeitschrift ist. Daher einfach ignorieren und abwarten. Die Zeit läuft so oder so für die AFD, da die Sozialistische Linke Politik der Altparteien zum wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands führt.

    111
    • Ich hab den noch nie wahrgenommen, aber solche Personen findet man in jeder Ecke, also die irgendwas auf Fahnen Schreiben, mitziehen,.. um sich so zu benehmen. kennt man von Antifa & Co
      Ignorieren, keine Bühne geben der ist Nichtmal die Kommentare hier wert

      • Es ist einfach eine neue Form von Geschäft. Je provokanter, leider auch umso erfolgreicher. In der Politik wird diese Popularität gerne mitgenommen, um bestimmte Wählerschichten zu erreichen. Das ist aber ein sehr gefährliches Spiel, welches auf dem direkten Weg in einen Unrechtsstaat führt.

        • Naja übertreiben wir nicht, aktuell werden solche Persönlichkeiten durch Tiktock und Co noch bestärkt. Jeder kann da selsbt was tun, einfach ignorieren & Dislike. Ich bekomme so was nicht mal angezeigt, scheine was richtig zu machen XD

          12
      • TinTin: 🥴 Ich hab den noch nie wahrgenommen 🥴 Ignorieren, keine Bühne geben der ist Nichtmal die Kommentare hier wert

  • Hiermit distanziere ich mich offiziell von Aktivist Mann. Die Führung meiner Partei, der AfD, hat es so befohlen. Und natürlich folge ich diesem Befehl gern.

    -71
    • Der Witz war jetzt auch eher so 1992. Gähn…

    • Dann kehre zum Kartell zurück wenn du kein Rückgrat hast. Da kannst du dich täglich von allem möglichen distanzieren.

      • @Mark Harz: Merken Sie denn nicht, dass der Typ ICE. nie woanders war?

        • Das ist doch unser gewöhnlicher Foren-Troll, der auch in Juerge.pr’s und meinem Nick weiter oben schreibt.

          3
  • Ich kenne den nicht, aber wenn der permanent pöbelt und der AfD damit schadet: Was hat er auf einer Wahlkampfparty dieser Partei zu suchen? Ist es so schwer, dem zu sagen: Wir wollen dich nicht?

  • Solche Menschen schaden der AfD und damit unserem Land.

  • Wurde auch Zeit! Das ist ein U-Boot

  • Das Verhalten war wirklich Mist.

  • Korrekt: Keine Gewalt. Das ist primitiv und politisch dämlich. Straßenpöbler und -schläger braucht kein Mensch!

  • Er soll sich einfach zusammenreißen. Nur weil er einerseits der Partei hilft, muss er sich nicht aufführen wie ein Elefant im Porzellanladen.

  • Ich habe W. erstmals in der C-Zeit als Streamer im Netz gesehen und habe ihn als sehr engagiert, aber doch sympathisch in Erinnerung. Er sagte mehrmals, dass er praktizierender Christ sei und Gewalt ablehne.

    Dann war er eine Weile „weg vom Fenster“.

    Als ich nun seine Videos auf den Wahlkampfveranstaltungen in Sachsen-Anhalt sah, war ich erschrocken über die Art und Weise, wie er sich dort gab und habe diese als viel zu laut empfunden. Er ließ sich provozieren und schrie manchmal über den Platz Leute an.

    Das ist nicht die Art, die man haben sollte, wenn man Journalist/Reporter sein will.
    Und es ist auch nicht die Art, wie ich ihn in Erinnerung hatte.

    Mein Gedanke war, dass er der AfD schaden könnte mit seinem Auftreten.
    Und mein nächster Gedanke war das mulmige Gefühl, dass genau das der Zweck war. Fragt sich nur, wer oder was ihn so verändert hat.

  • „Wir erwarten angemessene Umgangsformen, insbesondere auch gegenüber den politisch Andersdenkenden.“ 👍
    Wer in Deutschland etwas ändern und verbessern will, darf sich vom Linkspöbel nicht provozieren lassen und muss auf der Sachebene arbeiten ☝️

  • Riecht nach Inszenierung.

  • Vielleicht sollte man mal überprüfen ob dieser Typ nicht ein eingeschleust er Agent Provocateur ist. Oder ist das eine Unmöglichkeit?!

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