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Georgia

Vetternwirtschaftsvorwürfe gegen führende Staatsanwältin: Trump-Anklage vor Zusammenbruch?

Neue Vetternwirtschaftsvorwürfe gegen Distriktstaatsanwältin Fani Willis drohen Trumps Anklage in Georgia platzen zu lassen. Ihr wird die illegale Einstellung eines „Sonderstaatsanwalts“, mit dem sie eine Beziehung haben soll, vorgeworfen.

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In insgesamt vier verschiedenen Orten wurde Trump im vergangenen Jahr von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Einer davon ist Fulton County im US-Bundesstaat Georgia. Dort drohen nun explosive Vorwürfe gegen die zuständige Distriktstaatsanwältin Fani Willis ihre Anklage zum Platzen zu bringen.

Ein Antrag einer der Mitangeklagten bezichtigt Willis der Vetternwirtschaft. Demnach habe sie eine „unangemessene, geheime persönliche Beziehung“ zu einem verheirateten Anwalt, Nathan Wade, unterhalten, den sie dann im Verlauf der Beziehung als „Sonderstaatsanwalt“ engagierte.

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Weiter heißt es darin, dass „die gesamte Strafverfolgung ungültig und verfassungswidrig“ sei, da Willis nie die Genehmigung der Fulton County Commission erhalten hat, Wade einzustellen, wie es das Gesetz des Bundesstaates vorschreibt. Daher sei Wade, „der dabei geholfen hat, beide Anklagen der Grand Jury zu erwirken“, nicht rechtmäßig ernannt worden. In den USA entscheidet bereits über die Anklageerhebung eine spezielle Geschworenen-Jury, jene „Grand Jury“.

Dementsprechend fordert nun der Antrag, dass sowohl Willis Büro als auch Wade von einer weiteren Beteiligung am Fall ausgeschlossen werden, was bedeuten würde, dass eine andere Staatsanwaltschaft den Fall übernehmen und das Verfahren völlig neu aufrollen bzw. nach einer Prüfung sogar beenden könnte.

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Willis wird ebenfalls vorgeworfen, diverse Luxusurlaube mit Wade unternommen zu haben, bezahlt von Wade, während ihr Büro ihm „geschätzte 1.000.000 US-Dollar in Anwaltsgebühren“ zahlte. Das würde bedeuten, dass auch Vorwürfe wie Betrug und illegale Kickbacks gegen Willis im Raums stehen.

Am selben Tag, an dem jener Antrag der Verteidigung bei Gericht einging, berichtete das Wall Street Journal zudem, dass ein Anwalt von Wades Ehefrau Fani Willis in ihrem Büro eine Vorladung zugestellt hat, wonach die Distriktstaatsanwältin nun gezwungen ist, im Scheidungsfall der Wades auszusagen. Willis muss sich selbst also womöglich bald vor Gericht zu den Vorwürfen äußern.

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