Verfassungskrise in Polen: Wie es zum Machtkampf um die Justiz kam
Der Machtkampf um Polens Verfassungsgericht ist am Freitag eskaliert. Präsident Karol Nawrocki hat seine Reise in den Senegal abgebrochen und sich in der Nacht den Weg in das Gerichtsgebäude gebahnt. Der Konflikt zwischen der Regierung von Donald Tusk und dem PiS-nahen Lager reicht bis ins Jahr 2015 zurück.
In Polen hat Ministerpräsident Donald Tusk einen lange schwelenden Konflikt zwischen Regierung und Opposition weiter eskaliert. Im Zentrum steht das politisch heftig umkämpfte Verfassungsgericht, um dessen Kontrolle beide Lager ringen. Die Absetzung des amtierenden Gerichtspräsidenten stellt dabei nur den jüngsten Höhepunkt des Konflikts dar. Dessen Ursprung reicht bis ins Jahr 2015 zurück.
Aus dem jahrelangen Streit um das polnische Verfassungsgericht wurde am Freitag ein offener Machtkampf: Sieben vom Parlament gewählte Richter erhielten Zugang zum Gericht. Daraufhin erklärte die Richterin Anna Korwin-Piotrowska, die Amtsgeschäfte des bisherigen Gerichtspräsidenten Bogdan Święczkowski und seines Stellvertreters Bartłomiej Sochański für einen Monat auszusetzen.
Sie übernahm anschließend selbst die Leitung des Gerichts. Die bisherige Gerichtsführung und Präsident Karol Nawrocki erkennen diesen Schritt jedoch nicht an und sprechen von einer rechtswidrigen Machtübernahme. In kürzester Zeit versammelten sich Hunderte Anhänger der konservativen PiS-Partei, um dagegen zu demonstrieren.
Präsident Nawrocki brach angesichts der Entwicklungen sogar seine Auslandsreise in den Senegal ab und ließ sein Flugzeug mitten auf dem Weg nach Afrika umkehren. „In einem solchen Moment muss der Präsident in Polen sein. Ich breche meinen Flug nach Senegal ab. Ich kehre zurück“, schrieb er auf X.
Kurz nach Mitternacht traf er am Verfassungsgericht ein und drängte sich unter körperlichem Gerangel an den im Eingangsbereich stehenden Richtern vorbei ins Gebäude. Videoaufnahmen zeigen, wie er sich den Weg durch eine Menschenmenge bahnte. Nawrocki blieb mehrere Stunden im Gericht und stellte sich hinter den suspendierten Gerichtspräsidenten. Anschließend sprach er von einer „gewaltsamen Übernahme eines Verfassungsorgans“ und forderte den Abzug der Polizisten.
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Der heutige Machtkampf um die Kontrolle der Justiz ist das Ergebnis eines Konflikts, der Polen seit mehr als zehn Jahren beschäftigt. Seinen Anfang nahm er 2015, als die konservative PiS-Partei unter Jarosław Kaczyński die Parlamentswahl gewann.
Hintergrund war, dass im Herbst 2015 die Amtszeiten von fünf Verfassungsrichtern ausliefen. Das damals von der liberalen Bürgerplattform (PO) dominierte Parlament ernannte noch kurz vor der Parlamentswahl alle fünf Nachfolger, obwohl während seiner Amtszeit nur drei Sitze neu zu besetzen waren – zwei Ernennungen waren also verfassungswidrig. Die PiS, die anschließend die Wahl gewann, erklärte sämtliche Ernennungen für ungültig und ließ eigene Kandidaten wählen.
Der Konflikt weitete sich in den folgenden Jahren auf das gesamte Justizsystem aus. Die PiS-Regierung nahm weitere Änderungen am Obersten Gerichtshof, am Landesrat für Gerichtswesen und an den Disziplinarverfahren gegen Richter vor. Sie begründete die Reformen mit dem Ziel, ein aus ihrer Sicht überkommenes und ineffizientes Justizsystem zu erneuern, was zu heftigem Gegenwind aus der EU führte.
2017 leitete die EU-Kommission erstmals ein Rechtsstaatsverfahren nach Artikel 7 gegen Polen ein. Auch in den Folgejahren griffen die europäischen Institutionen wiederholt in den Konflikt um die polnische Justiz ein. So erklärte der Europäische Gerichtshof 2021 unter anderem die Disziplinarordnung für polnische Richter für unvereinbar mit EU-Recht. Die PiS-Regierung betrachtete die Interventionen aus Brüssel als Einmischung in die nationale Souveränität, die Vorwürfe wies sie freilich zurück.
Ihre Umsetzung erwies sich jedoch als schwierig. Da der damalige Präsident Andrzej Duda zentrale Umbau-Vorhaben verhinderte, griff Tusks Regierung zunehmend auf administrative Maßnahmen zurück. So stellte sie die Veröffentlichung von Urteilen des Verfassungsgerichts im staatlichen Gesetzblatt ein, weil sie dessen Besetzung für illegitim hielt.
Auch der personelle Umbau der öffentlich-rechtlichen Medien Ende 2023 stieß dabei auf erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken. Die Regierung setzte die bisherigen Führungsgremien ab und berief neue Verantwortliche, ohne das reguläre Verfahren zur Neubesetzung abzuwarten. Das Vorgehen wurde als Widerspruch zu Tusks Anspruch kritisiert, bei der vermeintlichen Wiederherstellung des Rechtsstaates selbst rechtsstaatliche Grundsätze einzuhalten.
Wie der Konflikt nun beigelegt werden soll, ist derzeit völlig offen. Beide Lager beanspruchen die rechtmäßige Kontrolle über das Verfassungsgericht und erkennen die Vorgehensweise der Gegenseite nicht an. Während die Polizei das Gebäude weiterhin sichert und sich erneut Hunderte Demonstranten vor dem Gericht versammelt haben, bemüht sich Nawrocki um Gespräche mit den parlamentarischen Parteien.
Er begründete die Einberufung der Krisengespräche mit einer „Gefahr für die innere Sicherheit der Republik Polen“ und erklärte, Ziel sei es, „die politische Lage zu stabilisieren und die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen“. Tusk verteidigte das Vorgehen seiner Regierung hingegen in einem Beitrag auf X mit den Worten: „Die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit ist unsere Pflicht. Einen anderen Weg gibt es nicht.“
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Zitat:“ So erklärte der Europäische Gerichtshof 2021 unter anderem die Disziplinarordnung für polnische Richter für unvereinbar mit EU-Recht. Die PiS-Regierung betrachtete die Interventionen aus Brüssel als Einmischung in die nationale Souveränität, die Vorwürfe wies sie freilich zurück.“
Es geht hier also im Kern um die Frage, ob EU-Recht dem polnischen Landesrecht übergeordnet ist oder nicht – oder anders gesagt: Ist ein EU-Mitgliedsland in seiner Judikative noch souverän oder muss es sich Vorschriften aus Brüssel gefallen lassen?
Ein interessanter Aspekt, wenn man bedenkt, welche Folgen es hat, wenn EU-Recht mehr zählt als Landesrecht. Kein Wunder, dass der EU-Verfechter Tusk diese Rangordnung gerne vom Verfassungsgericht unterstützt sähe, was von der gegenwärtigen Besetzung aber nicht zu erwarten ist.
Ebenso interessant ist, dass Tusk ausgerechnet die Abwesenheit des Staatsoberhaupts auf einer Afrikareise dazu benutzen wollte, um Tatsachen zu schaffen.
@Effi
Sie übersehen dabei, dass auch das polnische Verfassungsgericht selbst die Nichtanerkennung der drei 2015 regulär und rechtmäßig gewählten, aber von Duda und vom neuen PiS-dominierten Parlament nicht akzeptierten Richter als unrechtmäßig verworfen hatte.
Nur, weil das alte PO-dominierte Parlament Mist gebaut hatte, gab das der PiS natürlich nicht das Recht, dann auch erkennbar unrecht zu handeln – so nach dem Motto: Wie du mir, so ich Dir.
Die EU-Sache ergab sich erst im Nachgang dazu, nach der Verfassungsgerichtsentscheidung und nachdem die PiS die Entscheidung des alten PO-dominierten Parlaments vollständig (!) aufgehoben hatte und damit zu Unrecht und gegen die Verfassung drei Richter einfach nicht akzeptierte.
Mir ging es in meinem Kommentar um das Grundsätzliche – der streitigen Kompetenzenregelung der beiden Ebenen EU und Land.
Die von Ihnen ausführlich beschriebenen Vorgänge sind nur Ausfluss dieses Konfliktes.
@Widerspruch
Im Prinzip richtig, aber a) völlig unerheblich für den Sachverhalt, ob sich die EU einmischen und damit Landesrecht brechen darf und b) war, soweit ich mich entsinne, die Argumentation der PiS, dass nicht festgestellt werden kann, welche der 5 Richter die 3 legitimen waren.
Den Mist hat also die PO (schon damals unter Führung von Tusk) gemacht, der auch zu jener Zeit bereits ein EU Schoßhündchen war.
Es ist also wie immer: Linke und die unterwanderte EU stellen irgendwas in den Raum. Wenn sie ertappt werden lügen sie und beschuldigen den politischen Gegner.
Uschis Marionette Tusk hat das alles nicht nur während Nawrockis Afrikareise getan. Er hat es auch am Abend vor dem wichtigsten polnischen Feiertag gemacht. An diesem Abend reisen die meisten Landsleute und sind komplett mit anderen Dingen beschäftigt. Diese Hinterfotzigkeit hat er wohl im EU-Parlament gelernt.
Ich hatte die Vorgeschichte – seit 2015! – heute aufgrund des ersten Artikels bei AN bereits recherchiert und dort auch gepostet.
Mach ich hier noch mal. Ist sogar etwas ausführlicher als dieser Artikel und kann vielleicht aufzeigen, wie verkeilt die beiden Lager da inzwischen sind. Die Akteure, die jetzt da zanken, haben einen alten ungelösten Konflikt übernommen.
Meines Erachtens einziger Ausweg:
Gesunder Menschenverstand beider Lager – was impliziert, dass anerkannt wird, dass beide Lager auch Mist gebaut haben.
5 Teile in den Antworten (dann hat sich die durchaus längere Recherche wenigstens gelohnt) 😉
Teil 5:
Zusammenfassend:
1) Mit Blick auf die Vergangenheit
Man sollte einen offenkundigen Fehler der einen Seite (des alten PO-dominierten Parlaments) nicht mit einer ebenso zweifelhaften Vorgehensweise des (PiS-dominierten) neuen Parlaments beantworten.
2) Mit Blick auf die Gegenwart
Es hilft nichts: Die beiden Seiten müssen sich gefälligst zusammensetzen – in gutem Willen zum Wohle Polens und beide vermutlich zähneknirschend – und eine gemeinsame Lösung finden.
Eine Krise, die schon so lange schwelt, wird nicht dadurch aufgefangen, dass beide Seiten sturköpfig auf „ihrem Recht“ beharren und keine Kompromissbereitschaft zeigen.
Polen muss aus dieser Dauerkrise wieder raus.
Also bitte: Setzt Euch zusammen – für Polen!
Vielen Dank für Deine Übersicht.
Was etwas fehlt sind die Forderungen der EU, die die Änderungen der PIS nicht will, die im Grunde genommen eher dem deutschen System entsprachen als dem früheren polnischen.
Beide Systeme geben vor mehr zu sein als sie es können oder gar wollen, auch die Judicative( wie die anderen Säulen auch) bleibt eine Illusion, wenn sie Ihre Glaubwürdigkeit verliert.
Die war in den Jahren nach der Revolution bis 2015 in Polen unterirdisch.
Das System galt(gilt?) bei den Polen als hochkorrupt und ebenso wie die anderen Säulen als verachtenswert….
Was sagt uns das?
In keiner Parteiendemokratie der Welt gibt ein größeres Problem als die Parteien, die überall und immer, wie verfassungswidrig auch immer möglich, die Finger drin haben.
Deshalb müssten sie von den Souveränen per se verboten werden, zusammen mit einer Volksabstimmung über eine jeweils neue Verfassung, die eine direkte smarte Demokratie begründet.
Das würde in Parteienstaaten immer Mehrheiten generieren..
Teil 4:
4) Und heute?
Heute geht es erneut darum, wer überhaupt rechtmäßig Richter des Verfassungsgerichts ist und wie das Gericht in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung mit diesen Streitfragen umgehen darf.
Hinzu kommt die Frage, ob der Präsident die Vereidigung von Richtern verweigern darf, die vom Parlament gewählt wurden.
Das Verfassungsgericht selbst ist in seiner Zusammensetzung umstritten. Damit stellt sich zwangsläufig auch die Frage, inwieweit seine Entscheidungen von allen Beteiligten als verbindlich und legitim akzeptiert werden.
Es fehlt also praktisch eine Instanz, deren Entscheidungen von allen Seiten gleichermaßen als verbindlich anerkannt werden.
Teil 3:
Die PiS-Mehrheit hielt an ihren fünf Richterwahlen fest. Die Folgen waren:
Präsident Duda (PiS) nahm den Eid der drei rechtmäßig gewählten Richter aus der vorherigen Legislaturperiode nicht entgegen.
Die drei PiS-Kandidaten, deren Wahl für die bereits besetzten Stellen verfassungswidrig war, konnten dennoch ihre Tätigkeit am Verfassungsgericht aufnehmen.
Die Regierung veränderte die gesetzlichen Regeln für die Arbeitsweise des Verfassungsgerichts.
Das Gericht wurde dadurch in seiner Arbeit erheblich behindert.
Und damit hatten wir den Salat.
Auch die EU wurde in den Konflikt hineingezogen. Insbesondere die Europäische Kommission und die Venedig-Kommission des Europarats kritisierten die Vorgehensweise der PiS und verlangten, dass die Entscheidungen des polnischen Verfassungsgerichts respektiert und umgesetzt werden.
Teil 2:
2) Dezember 2015
Das neue PiS-dominierte Parlament wählte am 2. Dezember seinerseits fünf andere Richter.
Damit erklärte es nicht nur die Wahl der beiden Richter für unzulässig, deren Stellen erst während der neuen Legislaturperiode frei werden sollten, sondern bestritt auch die Rechtmäßigkeit der drei anderen Richterwahlen.
Es behandelte damit eine teilweise unzulässige Wahl so, als wäre die gesamte Wahl unzulässig gewesen.
3) Das Verfassungsgericht
Das polnische Verfassungsgericht versuchte daraufhin, die Rechtslage zu klären.
Es entschied:
Die drei Richter, die vom alten Parlament zeitlich korrekt gewählt worden waren, waren rechtmäßig gewählt und sollten ihr Amt antreten können.
Die beiden anderen Stellen durfte das neue PiS-dominierte Parlament besetzen.
Die Wahl von drei PiS-Kandidaten für genau jene drei bereits rechtmäßig besetzten Stellen war also verfassungswidrig.
Hätte die PiS diese Entscheidung akzeptiert, wäre der Konflikt beendet gewesen. Tat sie aber nicht.
Auf gesunden Menschenverstand ist leider wenig zu hoffen.
Es herrscht ein ausgeprägtes Freund-Feind-Lagerdenken zwischen Links und Rechts, wobei die Linken grundsätzlich sich für die alleinig Guten halten.
Das drückt sich auch im allseits gefochtenen „Kampf gegen rechts“ aus, wobei bezeichnend ist, dass nicht einmal mehr einstige bürgerliche Parteien heute noch als „rechts“ ausgewiesen werden wollen und auch die EU-Führung auf dieser Welle mitschwimmt.
Im Grundsatz gilt dieser Kampf nicht der Rechtsstaatlichkeit. Das halte ich für einen Vorwand. Wahres Ziel ist es, die Souveränität der Staaten aufzuweichen und schließlich aufzuheben, und das funktioniert nun mal am besten, wenn man die Rechtssprechung beherrscht.
Tusk steht auf der Seite der EU, die PiS auf der Seite der nationalen Souveränität.
Nun sagen Sie mir: wie soll bei diesen prinzipiellen strategischen Gegensätzen gesunder Menschenverstand helfen? Es gibt nur ein Entweder oder.
@Effi
Ich weiß es nicht. So leid es mir tut.
Ich wollte nur aufzeigen, wie alt der Konflikt eigentlich ist.
Wenn die Polen sich für ein Entweder-Oder entschließen, werden sich die beiden Lage über sehr lange Zeit spinnefeind gegenüberstehen und auf eine Revanche warten und hoffen.
Hatte eigentlich etwas Hoffnung in Walesa gesetzt. Der scheint sich aber auch klar auf eine Seite stellen zu wollen.
Also: Ich habe keine Lösung.
Müssen die Polen selbst hinbekommen, oder auch nicht.
P.S: Ich fand Ihren Beitrag bei dem anderen Artikel heute gut und habe sogar noch einmal einen ganzen Abschnitt kopiert und „repostet“.
Das war er:
„Hier geht es um den Grundsatzstreit zwischen Linken und Konservativen, wer demokratisch ist und wer nicht.
Ein gesundes Demokratieverständnis sieht einen solchen Machtkampf nicht vor, sondern setzt den Willen voraus, trotz weltanschaulicher Unterschiede zum Wohl der gesamten Gesellschaft zusammen zu arbeiten.“
Ganz genau! Soll’n se machen!
Ich habe wenig Hoffnung, dass das passiert. Dafür ist Polen finanziell zu abhängig von der EU (großes Nehmerland). Zwar gelingt es Polen sehr gut, mit diesen Geldern seine Wirtschaft aufzubauen – aber es ist auch Grenzland im Konflikt mit Russland/Ukraine und – was noch mehr wiegen mag: es weigert sich standhaft, die Massenmigration zu dulden.
Deshalb glaube ich: es geht hier um die Machtfrage zwischen Brüssel und Warschau und nicht zwischen Tusk und der PiS.
Teil 1:
Alles sehr kompliziert.
Also zurück in alte Zeiten – zu dem Zeitpunkt, als die Probleme anfingen.
Die grundsätzliche Regelung der polnischen Verfassung:
Amtszeit eines Richters endet – zuständiges Parlament wählt einen Nachfolger – Präsident nimmt Eid des gewählten Richters entgegen – neuer Richter nimmt seine Tätigkeit auf.
1) Oktober 2015
Das noch von der PO dominierte alte Parlament wählte am 8. Oktober fünf neue Verfassungsrichter.
Drei dieser Richter sollten Stellen besetzen, deren Amtszeiten noch während der laufenden Legislaturperiode des alten Parlaments endeten.
Zwei weitere sollten Richter ersetzen, deren Amtszeiten erst nach Beginn der neuen Legislaturperiode im November endeten.
Damit hat das alte Parlament dem danach gewählten Parlament die Wahl von zwei Richtern praktisch „weggenommen“, indem es diese Entscheidungen vorgezogen hat.
Das gefiel der PiS, die im neuen Parlament die Mehrheit gewann, natürlich gar nicht.
Wären die politischen Vorzeichen der Beteiligten umgekehrt, würde man von Putsch sprechen. Wenn aber EU-Liebling Tusk so vorgeht, schaut man drüber weg
Nun, vielleicht sollte man der Vollständigkeit halber erwähnen, daß Frau Anna Korwin-Piotrowska keineswegs Verfassungsrichterin ist, sich aber selbst zur Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs „ernannt“ und dessen bisherige Leitung für „abgesetzt“ erklärt hat.
Das konnte kaum ohne die Zustimmung des Ministerpräsidenten erfolgen. Faktisch stehen wir daher in Polen vor einem Staatsstreich, der von der (aus Versehen gewählten) Regierung ausgeht, die bereits jetzt über keine Mehrheit in der wahlberechtigten Bevölkerung mehr verfügt.
Danke. Das hat was von Machtergreifung und passt in das Schema, welches linke Parteien in allen Staaten versuchen durchzusetzen (USA Besetzung des Supreme Courts -> Besetzung gefällt nicht also sollen es mehr als die normalen 9 sein bis man die Mehrheit hat. Brasilien -> Besetzung durch ähnliches Vorgehen wie in Polen. Ungarn -> Richter der abgewählten Orban werden als illegitim definiert und abgesetzt. Besetzung des Verfassungsgerichtes in Deutschland, usw.)
Das ist kein Zufall, das ist ein System, welches weltweit mit dem Ziel eingesetzt wird alle abweichenden Meinungen zu unterdrücken und nationale Positionen zu verhindern.
Links ist einfach nicht gut. Bringt immer Ärger und kostet Geld.
Was ist hier die Grundursache?
Die seit 2015 unversöhnliche Haltung zwischen den politisch Rechten und Linken, die auch international zu beobachten ist.
Da jede Demokratie zum Funktionieren auf die Kompromissfähigkeit der beteiligten Politiker angewiesen ist, bildet diese Kluft zwischen Links und Rechts bereits eine Bedrohung.
Woher kommt diese unüberbrückbare Kluft zwischen Links und Rechts?
In Europa ist diese Kluft seit 2015 entstanden, die linken pro-EU Kräfte meinten unter Berufung auf moralische Grundsätze den Willen des Volkes ignorieren zu können und durch unkontrollierte Massenmigration sowohl Volk als auch Nation auflösen zu können, vom Kampf gegen die Familie unter dem Banner der Gleichberechtigung von Minderheiten ganz abgesehen.
Diese Kriegserklärung wurde von Rechts als solche akzeptiert, seitdem wächst dieser Konflikt in Tiefe und Breite.
Der polnische Konflikt um die Verfassungsrichter ist nur ein offener Ausbruch des schwelenden Brandes, weitere werden folgen.
Viele Polen möchten nicht das aktuelle europäische Recht. Sie möchten das EU von 2004. Darum in den letzten Wochen die Opposition über den Austritt aus EU debattiert. Tusk ist pro europäisch…
Das könnte ihm nicht gefallen. Außerdem der Polnische Zloty ist im Grundgesetz geschützt. Das müsste wegen Einführung des digitalen Euro in Polen abgeschafft werden. Darum ist so wichtig,dass man eigene Leute im Verfassung Gericht hat.
Uschis Vasall Tusk soll den nicht unbeträchtlichen Goldschatz Polens heim ins EU-Reich der Eurozone holen. Und es geht natürlich wie immer auch um Lebensraum im Osten – für notleidende Migranten natürlich.
Mehr dumme Lügen.
Nun haben auch die Polen erkannt, was für ein System sie mit dem EU-hörigen Herrn Tusk gewählt haben. Unterwerfung war in Polen noch nie angesagt. Mit falschen Versprechungen hat Herr Tusk die Polen belogen und sie wären sich jetzt dagegen.
Auch Deutschland wurde genauso betrogen, nur sind hier, gerade in den gebrauchten Bundesländern, noch viel zu Viele Systemtreu.
Wie jetzt, die Justiz war nie unabhängig? Nun gut, sicher kein Bug sondern nur ein Feature unserer Demokratie. Gehen Sie bitte weiter.
Tusk ist ein typischer EU Aparatschick , der Polen mit Asylanten fluten will und die Souveränität Polens untergraben will. Die Polen sollten sich genau überlegen, wen sie demnächst wählen .
@Tina Maulbeerbaum
„der Polen mit Asylanten fluten will“
Nein, das stimmt nicht.
Tusk steht der EU grundsätzlich positiv gegenüber.
In der Migrationspolitik verfolgt er jedoch einen ausgesprochen harten Kurs.
“We are firmly defending the border against illegal migration; we have our own asylum policy (we do not accept applications); we deport those who break Polish law,” he wrote.
„On security, we will be ruthless,“ he said. „That is what European leaders heard from me in Brussels.“
https://www.polskieradio.pl/395/7784/Artykul/3743513poland-wont-pay-for-other-countries-mistakes-pm-tusk
Schon 2024:
https://www.deutschlandfunk.de/polen-plant-voruebergehende-aussetzung-des-asylrechts-100.html
Ebenso
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/polen-migration-tusk-100.html
Dort wird auch erläutert, dass Polen mit der Grenze zu Russland und Belarus gerade dort Grenzssicherung betreiben muss, um nicht von dort mit „Flüchtlingen“ geflutet zu werden
Fakten fruchten bei diesen Leuten nicht mehr.
Irgendwann muss eben die Polizei ran.
Was soll ich dazu sagen?
Bin etwas betroffen, dass das gerade so zwischen Ihnen und den Anderen eskaliert. Weiß nicht, ob das notwendig ist.
Schade.
Finde jedenfalls nicht, dass „die Polizei da ran muss“ oder „Linke Politiker verhaftet“ werden sollten.
Ladies & Gentlemen!
Vielleicht alle etwas verbal abrüsten (ich eingeschlossen natürlich)?
Das ist gelogen. Das ist nachweißlich gelogen aber Apollo erlaubt es dir solche Lügen zu verbreiten.
Wo lügt er?
Erzähl mal.
Das sieht Uschi definitiv anders.
Aber dann nicht jammern, wenn Tusk sein wahres, linkes Gesicht zeigt.
@Linke Politiker verhaften
Was denn, schon wieder jemand mit totalitären Allmachtsfantasien?
Jammern? Du bist emotional in die Innenpolitik eines anderen Landes so involviert, dass du daraus ein Fernsehdrama machst. Auf der einen Seite die böse Uschi und ihr Handlanger Tusk, auf der anderen Seite die armen PiS Richter. Fakten fruchten bei euch Idioten nicht.
Polens Premierminister Donald Tusk verfolgt einen harten, auf Abschottung und Grenzsicherung ausgerichteten Kurs in der Migrationspolitik. Er hat das Asylrecht ausgesetzt, lehnt den EU Migrationspakt ab und tritt für rigoros harten Grenzschutz ein. Das er Polen mit „Asylanten fluten will“ ist eine dumme, freche Lüge. Die Geduld mit Lügnern ist vorbei.
Bist du es Atlas?
Ein linker Pole mit Doppelpass.
Könnte passen.
Nun, die „Trolle“ verraten sich – und ihre habituelle Dummheit – stets durch mangelhafte Kenntnis von Vokabular, Orthographie, Interpunktion und Syntax.
Die AfD Blase verrät sich dadurch, dass sie mit ihren Prognosen und Lebensmodellen immer komplett 180 Grad entgegengesetzt der Realität liegt. Der Rechtspopulismus wird überall zurückgedrängt.
Konservative beschweren sich immer sie könnten nix von ihren Versprechen umsetzen, weil ihnen Gerichte dazwischen funken würden.
Aber Tusk lässt einfach mal die aufgerüstete Polizeitruppe anrücken und schiebt Richter aus dem Weg.
Starke Sache. Würde ich gerne auch in Deutschland sehen.
geh doch nach Russland, da sieht Du es hautnah
Für Russenstuss geh ich zu Apollo News.