Werbung:

Werbung:

Kommunalwahl am Sonntag

In der eigenen Gemeinde deutlich beliebter als auf Landesebene: Umfrage sieht AfD in Bayern auf Platz 2

Die CSU liegt in Bayern kurz vor der Kommunalwahl klar an der Spitze der Umfragen. Dahinter folgt die AfD vor Grünen und Freien Wählern. Doch in der eigenen Gemeinde wird die AfD viel besser bewertet als in ganz Bayern, wie eine Umfrage von GMS zeigt.

Markus Söder und Friedrich Merz: Die Aussichten der Union bei den kommenden Landtags- und Kommunalwahlen könnte besser sein. (IMAGO/Metodi Popow)

Werbung

Am Sonntag finden in Bayern Kommunalwahlen statt. Deswegen hat das Meinungsforschungsinstitut GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern nicht nur gefragt: „Welche Partei gefällt Ihnen am besten?“, sondern auch eine Differenzierung nach Landesebene und der eigenen Gemeinde vorgenommen. Dabei zeigen sich für AfD und Grüne auf der einen Seite sowie CSU und Freie Wähler auf der anderen Seite gewisse Unterschiede.

AfD und Grüne kommen vor Ort beide besser an als „in ganz Bayern“. Während die AfD auf Landesebene nur elf Prozent der Befragten am besten gefällt, sagen das für ihre eigene Gemeinde 14 Prozent. Bei den Grünen ist der Effekt etwas schwächer ausgeprägt: Acht Prozent finden die Partei in Bayern am besten, zehn Prozent in der eigenen Gemeinde.

Umgekehrt sind die Parteien der Staatsregierung in der eigenen Gemeinde weniger gut gelitten als im gesamten Freistaat. Die CSU kommt auf Bayern-Ebene auf 36 Prozent, vor Ort nur auf 33 Prozent. Die Freien Wähler erreichen vor Ort statt 13 Prozent nur elf Prozent. Bei den Sozialdemokraten und den Kleinstparteien bestehen keine wesentlichen Unterschiede dieser Art.

Wie sich diese Umfrageresultate in Wahlergebnisse übersetzen lassen, bleibt offen. Denn Kommunalwahlen sind in erster Linie Persönlichkeitswahlen. Das gilt in Bayern auch besonders für die Wahlen der Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage, bei denen jeder Wähler so viele Stimmen hat, wie Sitze zu vergeben sind. Dabei können Wähler ihre Stimmen sowohl „kumulieren“ (also bis zu drei Stimmen an eine Person vergeben) als auch „panaschieren“ (also über mehrere Listen verteilen). Durch dieses komplizierte Wahlsystem wird eine Vorhersage der Wahlergebnisse erschwert.

Die Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, Ursula Münch, geht derweil davon aus, dass AfD-Kandidaten mancherorts in Stichwahlen einziehen werden. Einen AfD-Sieg im zweiten Wahlgang hält sie jedoch für unwahrscheinlich, da 80 Prozent der Wähler jede Partei einer „extremistischen“ vorziehen würden, sagte sie der dpa.

Lesen Sie auch:

Am Sonntag werden in Bayern neben den Gemeinde- und Stadträten sowie den Kreistagen auch die meisten (Ersten) Bürgermeister und Landräte gewählt. In München kommen die Bezirksausschüsse der Stadtbezirke hinzu. Die Bezirkstage für die sieben bayerischen Bezirke hingegen werden stets gemeinsam mit der Landtagswahl neu bestimmt. Kommunalwahlen finden in Bayern alle sechs Jahre statt.

Wäre am Sonntag Landtagswahl, so erzielte laut GMS die CSU mit 39 Prozent wieder mit weitem Abstand die meisten Stimmen. Auf Platz zwei käme die AfD mit 18 Prozent der Gesamtstimmen. Drei weitere Parteien liegen aktuell über fünf Prozent: die Grünen mit 13 Prozent, die Freie-Wähler-Partei von Hubert Aiwanger mit zehn Prozent und die SPD mit sieben Prozent. Gegenüber Januar legen damit die Grünen auf Kosten der Freien Wähler zu. Die Linke, FDP, BSW, Bayernpartei und alle anderen Parteien kommen jeweils höchstens auf drei Prozent der Stimmen.

Das von Dr. Helmut Jung gegründete Institut hat auch bundesweite Vergleichswerte veröffentlicht. Demnach könnte die CDU/CSU mit 26 Prozent der Zweitstimmen rechnen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre. Damit gewinnt sie zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Januar. Die AfD hingegen verliert drei Punkte auf 24 Prozent. Die Sozialdemokraten erreichen 16 Prozent, die Grünen zwölf und die Linke zehn. FDP und BSW wären mit drei Prozent weiterhin genauso wenig im Bundestag vertreten wie die Freien Wähler, die auf zwei Prozent taxiert werden.

Mit der Bundesregierung unzufrieden sind 67 Prozent der Bayern. Friedrich Merz persönlich lehnen 65 Prozent ab. Deutlich anders sehen die Zustimmungswerte der Bayerischen Staatsregierung aus: 52 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden, sieben Prozentpunkte mehr als im Januar. Im Gegensatz zu Merz ist Söder unbeliebter als seine Regierung. Er überzeugt lediglich 49 Prozent als „guter Ministerpräsident“, zwei Prozentpunkte mehr als vor zwei Monaten.

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

13 Kommentare

  • Wer ernsthaft glaubt das die Verursacher der Probleme auch
    der Schlüssel zur Lösung sind , dem ist nicht mehr zu helfen !

    • Die meisten weigern sich immer noch, die Probleme überhaupt zu erkennen.

  • Es verwundert sehr, dass die Bürger in der Mehrheit trotz der desaströsen Wirtschaftslage und Schuldenorgie in Deutschland immer noch die Brandmauer-Kartellparteien wählen wollen.

    • Viele Bürger erscheinen mir ferngesteuert.

  • Auch in Bayern muss sich einiges ändern.
    Darum drücke ich die Daumen, dass es einen großen Sprung nach vorne für die größte Oppositionspartei gibt.

  • Ganz Bayern geht die Energie aus. Leere Gasspeicher. Weggesprengte Kraftwerke. Vernichtetes Gewerbe. Vernichtete Industrie.

    Ab Montag wird für die Industrie das Gas rationiert. Vorher schon werden die Produktionsanlagen runtergefahren, weil die Energiepreise explodieren.

    Das Gewerbe und die Industrie werden durch die Energiewende ins Nichts zerstört.
    Die kommunalen Finanzen gleich mit.

    Die Täter sind von der Leyen in Brüssel (CDU) Manfred Weber (CSU) eben dort, die Ampel, Graichen, Habeck, Merkel, Merz u.v.a.m.

    In Bayern sind die Haupttäter Söder und Aiwanger. Die haben Gundremmingen und Grafenrheinfeld weggesprengt, Isar 2 stillgelegt und der Industrie in Bayern jede gute Zukunftsperspektive genommen.

    Wer die Zerstörer der Industrie wählt, die Zerstörer der Kraftwerke, die Zerstörer der kommunalen Finanzen, der hat ein gewaltiges Brett vor dem Kopf.

    Die Selbstzerstörung ist immer noch mehrheitsfähig, wie 1942 nach Stalingrad. Die Nordstreamsprengung i s t das Stalingrad der BRD.

    • Bis auf den letzten Satz völlig richtig

    • Sie sind auch die Zerstörer des Stadtbilds und der bayerischen Kulturlandschaft.

    • Der Gasspeicher in Bierwang hat noch 32,4% Füllstand.Ist bei mir vor der Haustür.
      Du hast recht die Bayern, wählen ihre Schlächter selber.
      Mein Opa hat CSU gewählt dann wähle ich auch CSU,mein Papa hat CSU gewählt,dann wähle ich auch CSU.Mit dem selbst nachdenken,daran müssen wir noch üben.😉

  • CSU, ihr habt seit Corona soviel Scheiße gemacht und wollt alles unter den Tisch kehren. Nur noch AFD, jetzt erst recht. Besonders in Bayern

  • Der sogenannte mündige Bürger hat am Sonntag die Möglichkeit einen Wechsel an zu stossen. Wenn er durch die ganzen Falschmeldungen , verdrehte Meldungen, maipulierte Meldungen, siehe Verfassungsschutzbericht der laut Verwaltungsgericht Köln , NICHTS weiter ist als eine Ansammlung von bedrucktem Papier, selbst sich nicht weiter Informiert, und ein weiter so wählt. Dann bitte nicht mehr jammern wenn der Arbeitsplatz weg, die Kosten steigen und das öffendliche Leben sich immer mehr zum schlechten ändert.

  • Wir in Bayer haben leider den schwachen Hobby-Landesvater Söder, der durch seine planlosen Unzuverlässigkeiten und Vorteilsnahmen leider – wie Holozek – nix zu bieten hat … aber immer noch Welten besser ist wie die Berliner Mischpoke oder die Grünen IBoote Wüst und Günter …

  • 80% lehnen Extremistische Parteien ab, damit kann ja die AFD nach dem Eilurteil vom VG Köln nicht gemeint sein! Frau Münch haben sie von diesem Eilurteil nichts gehört oder labbern sie nur nach was ihnen der ÖRR vorgibt!!

Werbung