Trumps Iran-Deal: Wer hat wirklich nachgegeben?
Die US-Regierung und das iranische Regime einigen sich auf ein „Memorandum of Understanding“, das den Konflikt beenden soll. Was dort aber drinsteht, weiß kaum jemand genau – und noch vor der Unterschrift laufen so völlig gegensätzliche Interpretationen an.
In der Nacht von Sonntag auf Montag war es nun so weit: In der Tagesschau hieß es Stunden zuvor noch, der Iran werde US-Präsident Trump wohl kaum noch an seinem 80. Geburtstag eine Einigung liefern, aber wenig später geschah das dann doch – zumindest nach amerikanischer Zeit. In Teheran war es da schon Montag.
Seitdem laufen die Spin-Doktoren auf beiden Seiten an: Iranische Staatsmedien versuchen, den neuen Deal als Sieg der Mullahs zu präsentieren, und listen dafür eine Reihe von US-Eingeständnissen auf. US-Beamte zeichnen gegenüber amerikanischen Medien dagegen ein anderes Bild. Der genaue Text und damit der Inhalt der Einigung sind der Öffentlichkeit weiterhin unbekannt.
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Klar ist von beiden Seiten erst mal nur, dass jetzt die Kampfhandlungen für 60 Tage stoppen und es zügig zu einer Öffnung der Straße von Hormus inklusive eines Endes der iranischen Blockade sowie der US-Blockade iranischer Häfen kommen soll. Dann sollen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm starten.
In Irans Medien heißt es dann weiter, dass die Straße von Hormus künftig unter einer Form von iranischer Aufsicht (gemeinsam mit Oman) inklusive Maut kontrolliert werden soll. Zudem sollen die 24 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen iranischen Konten am Ende eines Deals wieder in iranische Hände zurückkehren – und während der Verhandlungen soll schon die Hälfte wieder zur Verfügung stehen.
Zugleich soll während der 60 Tage dann auch vereinbart werden, wie das iranische Atomprogramm beendet wird, einschließlich der Aufgabe entsprechend angereicherten Materials. Die von iranischen Medien beschriebene Sanktionsaufhebung wäre ohne Frage dabei ein massives US-Zugeständnis an das Mullah-Regime und dürfte viele an Obamas Iran-Deal erinnern, den Trump stets scharf kritisierte und aus dem er als eine seiner ersten Amtshandlungen 2017 ausstieg.
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Trump und Teheran einigen sich vorerst auf Abkommen – Irans Atomprogramm weiterhin ungeklärt
Ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden – es soll eine 60-tägige Waffenruhe besiegeln und beiden Seiten Zeit verschaffen, die Zukunft des iranischen Atomprogramms zu verhandeln.Ob die iranische Darstellung dieses nun vereinbarten „Memorandum of Understanding“ allerdings der Wahrheit entspricht, kann derzeit kaum jemand sagen. Aus US-Kreisen werden viele der iranischen Behauptungen über die vereinbarten Punkte wieder dementiert.
Der US-Journalist Barak Ravid, der oft Leaks aus dem Weißen Haus erhält, schreibt etwa für das Portal Axios über den Deal: „Die USA werden sich dazu verpflichten, über eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder zu diskutieren, wobei die Lockerung voraussichtlich an die Einhaltung der Vorgaben durch den Iran geknüpft sein wird.“ Statt von einer Freigabe der Hälfte der iranischen Assets bereits vor Verhandlungsende ist hier also auf einmal nur noch die Rede von einer Verpflichtung, darüber „zu diskutieren“, und davon, jede Sanktionsaufhebung an konkrete Schritte der iranischen Seite zu knüpfen.
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In US-Regierungskreisen ist auch die Rede davon, dass die iranische Führung den Deal nun öffentlich mit übertriebenen Behauptungen anpreist, um Hardliner im eigenen Staatsapparat zu beruhigen. Dafür spricht etwa auch ein wenig freudiger Tweet des iranischen Präsidenten vom Sonntag; dieser schrieb auf Farsi: „Es ist bedauerlich, dass Personen, die im Rahmen offizieller Missionen und mit dem Ziel, die nationalen Interessen und die Ehre des Landes zu wahren, ihre Pflichten erfüllen, mit Etiketten wie Verrat oder Landesverrat konfrontiert werden. Kritik ist ein natürliches Recht der Gesellschaft, aber die Zerstörung jener, die gesetzlich begründete Missionen zu erfüllen haben, ist fernab von Fairness und Männlichkeit.“
Das klingt eher so, als müsste er das eigene Verhandlungsteam gegen Kritik im Regime-Apparat verteidigen. Auch sein Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi sprach defensiv davon, man müsse nun „die Medien nutzen, um den Inhalt des Memorandums zu erläutern und darzulegen, was der Iran durch die Verhandlungen erreicht hat“.
Fakt ist: Was in der Einigung steht, kommt erst heraus, wenn die Öffentlichkeit den Text sieht. Die iranische Darstellung deutet aktuell auf durchaus schmerzhafte Eingeständnisse der USA hin – ist aber eben nicht verifiziert und wird in großen Teilen von US-Regierungsvertretern dementiert. Die wiederum haben bisher noch nicht die Chance genutzt, den Deal öffentlich zu machen, um entsprechende Sorgen auszuräumen.
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Endet der neue Iran-Deal in einem Ausgang, der auch nur Obamas Deal von 2015 ähnelt, wäre das eine Blamage für Trump. Beendet Trump den Konflikt aber im Grunde unter den Bedingungen des status quo ante oder gar mit weiteren iranischen Zugeständnissen bezüglich des Atomprogramms, wäre dies unterm Strich ein Gewinn für die USA: Man hätte Irans Führung teils ausgeschaltet und geschwächt und dem iranischen Militär massiv zugesetzt.
Ebenso denkbar ist eine prinzipielle Einigung auf dem Papier sowohl auf ein Sanktionsende durch die USA als auch auf eine umfassende Aufgabe des Atomprogramms, die dann wieder an den Details scheitert, in denen man sich weiter uneinig ist – und so nur die nächste Runde des Konflikts wieder anstößt. So geschah es schließlich zuletzt sehr häufig.
Alle drei Optionen sind nach dem aktuell sehr undurchsichtigen Stand denkbar. Mit einer Veröffentlichung des gesamten Textes, wohl bei der Unterschrift unter das Dokument am Freitag, gäbe es jedenfalls mehr Klarheit.
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Alles Theater und reine Ablenkung.
Unsere Medien können es doch gar nicht abwarten, Trump als Verlierer darzustellen.
Manche stehen dem mörderischen Mullah Regime näher als zu Amerika.
Was erwarten wir denn von einem 80-jährigen, der allem Anschein nach auch an Demenz leidet?
Die Mullahs ziehen Trump doch über den Tisch.
Es wird Zeit, dass J.D. Vance übernimmt.
Immerhin hat Trump eine Wende eingeleitet… im Sinne von „der darf das nicht!“ zu „das darf er doch, und es ist gar nicht mal so schlimm, wie die ÖR berichten“
wer war J.D.Vance gleich nochmal?????
Der neue Sheriff demnächst auch in Deiner Stadt!
Ich fasse mal zusammen: Es ist jetzt dann also alles wie vorher, nur wir sind etwas ärmer, andere etwas reicher. Sind damit dlle Kriegsziele erreicht?
So oder so ist das iranische Volk der eigentliche Verlierer. Ich sehe das Ganze deshalb als Farce an.
Sehr bedauerlich, dass sich die Mullahs an der Macht halten konnten. Und die Europäer haben – wieder einmal – Israel und die USA im Stich gelassen.
Sobald die Absichtserklärung veröffentlicht ist – und zwar in beiden Sprachen -, erst dann ist es möglich den Inhalt zu zerpflücken.
Der Westen bis heute noch nicht erkannt, dass es ab Osteuropa (ausgenommen die deutschen Ostgebiete) gen Ost weder die Aufklärung (Kant’sche Idee sich seines eigenen Verstandes zu bedienen) noch die liberale Moderne (ab 1945) je gegeben hat. Ein Demokratieverständnis liegt in den Ländern des Nahen Ostens – mit Ausnahme Israel – einfach nicht vor.
Seit 9/11 hat sich der Westen nicht darum geschert, wie die Gesellschaftsstruktur und die Kultur, die wir Deutschen durch Migranten seit 2015 massivst in Deutschland kennenlernen müssen, ist. Ensprechend sind und waren die Kriege und Auseinandersetzungen mit dem Irak, Afghanistan, mit dem Iran und seinen terroristischen Schlagarmeen – grundsätzlich mit dem Islam – von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Erst einmal abwarten und Tee trinken.
Ich bin nicht so optimistisch. Zumal für den
Iran die Libanonfrage eine zentrale Rolle spielt;
man von Israel jedoch hört, es wolle weiterkämpfen.
Wenn Donalds Geburtstagssause vorbei ist,
spätestens am Wochenende, wenn die Börsen
schließen, heißt es wieder: April, April! Der Iran
ist schuld; wir vernichten ihn gänzlich.
Nach meiner Einschätzung ist die innenpolitische Komponente entscheidend. Da irrlichterte doch durch die deutschen Qualitätsprodukte der Medien der Fakt, dass wenn eine militärische Ausseinandersetzung länger als.. dauert, es dann einer Genehmigung durch die us-Gremien bedarf. Jetzt ist erst einmal für 60 Tage Pause(60 Tage Zeit Munition und Raketen zu produzieren). Das us-Militär zieht ja nicht ab. Die Fortsetzung kann sich jeder ausmalen: ..die us-Öffentlichkeit wird sich beruhigen, der Iran wird wieder provozieren, das Uran wird nicht herausgegeben(..die Maut ist ja die Bezahlung dafür)… dann gehts wieder los…dann aber richtig.
Trump weiß was er tut, in jede Richtung, an allen Fronten gleichzeitig, dank Antropic.
..und Trump ist auch ein Lebemann, der schaut jetzt WM, genießt seinen Geburtstag bei Kaffee und Kuchen und Käfigkämpfen…jetzt ist erst mal Pause … .. .
Die Wahrheit erfahren wir, wenn überhaupt, frühestens am FRE, wenn ISR die Füße im Süd-Libanon & Gaza(bis dahin) stillhalten kann. Da war der Iran sehr eindeutig & klar …
Wer mit dem Feuer spielt … , sollte wissen worauf er sich einläst & top vorbereitet sein . . .
Den letter of understanding hat Trum sich beim Golfspielen nur erträumt, so wie einige andere Verlautbarungen vorher die genauso wenig existierten.
Womöglich sind die Geschichten nur Donald’s Demenz geschuldet.
Soeben aus U.S. Medien entnommen:
Trump kritisierte auf seiner Plattform Netanyahu wegen der gestrigen Bombardierung von Beirut, welche den Abschluß des Memorandum of Understanding mit dem Iran verzögerte – O-Ton:
„I was so pissed off. I let him know he has no fucking judgment.“
Da muss er sich dran gewöhnen: Netanjahu lässt sich eben nichts vorschreiben.
Ein sehr sympathischer Ausnahme-Politiker.
Trump kann machen was er will nach Deutschland und seinen Trump Hater hat natürlich Trump verloren. Sollte er das Mullah Regime in Zukunft massivst Wegbomben ….
Eines könnt hier dann nicht sagen das er keine Geduld hatte.
Ach nee diese Geduld nennen die Trump Hater er habe keine Strategie
Kleine Anmerkung: diese Geduld mit Bomben zwischendurch nennt sich auch Zermürbungsstrategie.
So sehr ich radikale Islamisten und ihre wirre Doktrin auch verachte, es ändert nichts daran, daß die Amis für das meiste Elend auf der Welt der letzten 60 Jahre verantwortlich sind – zusammen mit israelischen und westlichen Zionisten.
Das betrifft ganz besonders den Nahen Osten.
Sie hatten in Geschichte bestimmt eine 5.
Im Gegenteil, Harry hat gut aufgepasst….
Trump hat doch schon zun n-ten mal (N=eine hohe zweistellige Zahl) den totalen Sieg erklärt und Irans totale Unterwerfung und Zerstörung bekundet – und nun sowas.
Das wird Freund Satanjahu nicht gefallen. Genauere Info’s gibts auf uncutnews.ch
Genau – uncutnews, in einem antisemitischen Blatt finde ich sicher die objektiven Informationen …
Das Wortspiel haben Sie selber generiert – oder Ihre KI?