Werbung:

Werbung:

Zehdenick

Trotz Abwahl: Ex-Bürgermeister bekommt in den nächsten Jahren 370.000 Euro Sold

Nach 11 Tagen im Amt als Zehdenicks Bürgermeister erkrankte Alexander Kretzschmar. Nach 10 Monaten wurde er abgewählt und hat jetzt dennoch saftige finanzielle Ansprüche. Allein auf die Stadt Zehdenick kommen rund 370.000 Euro Kosten zu.

Von

Die Stadt Zehdenick muss auch in den nächsten Jahren ihren abgewählten Bürgermeister bezahlen. (IMAGO/Jürgen Ritter)

Werbung

Im beschaulichen brandenburgischen Zehdenick wurde am 23. Januar Bürgermeister Alexander Kretzschmar abgewählt. 97,2 Prozent der Wähler stimmten für die Abwahl des erst am 16. März 2025 gewählten Bürgermeisters. Kretzschmar setzte sich damals in der Stichwahl gegen den AfD-Politiker Rene Stadtkewitz mit 63 zu 37 Prozent durch. Der massive Vertrauensverlust der Wähler in Kretzschmar rührt daher, dass dieser nur 11 Tage nach seiner Amtseinführung krank wurde und seitdem nicht mehr gearbeitet hat.

Auch wenn die Abwahl des Bürgermeisters jetzt den Weg für eine Neuwahl freimacht, bleibt der Ex-Bürgermeister der Stadt noch einige Zeit erhalten – zumindest auf der Kostenseite. Als Bürgermeister war Kretzschmar ein Wahlbeamter. Er wurde für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Daher hat er nach dem brandenburgischen Gesetz Anspruch auf Besoldung und Versorgung, bis seine Amtszeit regulär abgelaufen ist.

Dabei gliedern sich die Kosten wie folgt auf: Für den Monat, in dem der Bürgermeister abgewählt wurde, und die drei darauffolgenden bekommt der abgewählte Bürgermeister seinen vollen Sold. Danach bekommt Kretzschmar fünf Jahre lang nur 71,75 Prozent davon. Die restlichen Jahre seiner Amtszeit bekommt Kretzschmar dann ein Ruhegehalt vom Kommunalen Versorgungsverband Brandenburg. Die Höhe des Ruhegehalts wird von dem Versorgungsverband bestimmt.

Nach Berechnungen der Märkischen Allgemeinen Zeitung kostet Ex-Bürgermeister Kretzschmar die Stadt in den nächsten Jahren noch rund 370.000 Euro. Dies sorgt für Kritik, zumal er diese Summe für gerade einmal elf Tage Amtszeit bekommt. So forderte der örtliche SPD-Ortsvorsitzende, dass „die rechtlichen Rahmenbedingungen künftig unbedingt verändert werden“ müssen.

ww

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

57 Kommentare

  • Und eine andere Arbeit kann der Mann nicht machen?

    • Hätte da mal den Vorschlag Tennis spielen!

    • Gelernte Arbeitskräfte sitzen doch nur in der AfD. Was will er also machen ?

    • Wozu, die Vergütung sollte doch reichen.

      Schließlich hat er sich heroisch im „Kampf gegen rechts“ zur Wahl gestellt und gewonnen.
      Das sollte den Menschen vor Ort doch wohl eine Vollversorgung wert sein?

  • Was früher der Adel war sind jetzt die Verwaltungsbeamten 💸

    • Der war Wahlbeamter. Warum für
      8 (!).Jahre gewählt ?

      • Die Amtszeit eines Bürgermeisters ist in der Gemeindeordnung vom Gesetzgeber auf eine reguläre Amtszeit von 8 Jahren festgelegt worden.

  • Suchen die einen Nachfolger?
    Wo kann ich mich bewerben?

    • Zu spät.Ich war schneller.

      • Zu spät.
        Ich war NOCH schneller.

        😎

        • Das ist keine Frage der Schnelligkeit, sondern des Parteibuches ! 🙂

          6
    • Und ich war letzte Woche schon da!😀

  • Das Thema mit den Wahlbeamten ist Jahrzehnte alt. Kommt immer mal wieder hoch – nur ändern tut sich nix. Im Prinzip wie bei allen andern Problemen im Land. 🙁

    • Was ändert sich in Deutschland? Nichts!
      Der Wähler wählt immer wieder die deutsch feindlichen Politiker und sieht nicht das was sie vorhaben. Es ist die vorsätzliche Zerstörung des Wohlstands!

    • Wenn jetzt Jemand dafür ist, diese Situation zu verschlechtern … ?
      Könnte ja sein, dass er in den nächsten Jahren dieselbe Chance hat?

      Äääähhh … also … jaanee, lieber Alles so lassen!

  • Ich wüsste jetzt nicht, dass wenn der Bürgermeister meiner Stadt dienstunfähig ist, es an irgendwetwas mangeln würde.
    Ergo: das Amt kann dann wohl weg.

  • Man kann den Mann nur beglückwünschen. Möge er gesund werden und ein sorgenfreies Leben vor sich haben!

  • Naja, wenn die Rechtslage so ist, dass ihm das zusteht:

    Mal ehrlich: würdet Ihr tatsächlich freiwillig auf die 370.000 Euro verzichten?

    • Halte mich für dumm, aber: Ja.
      Bürgermeister ist nicht einfach ‚ein Job‘.
      Er tritt die Ehre und Würde des Amtes mit Füssen.
      Überhaupt wäre es ein Rücktrittsgrund, ein anvertrautes Amt nicht ausfüllen zu können.
      Delegitimierung und so.

    • Ähhh, da muss ich nicht lange überlegen: „Nein“.

    • Versch….n hat er sowieso, da kann er doch ruhig noch mal zugreifen?
      „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert!“

    • Nein! Natürlich nicht!

  • Eigentlich würde man sich vorstellen, daß ein Bürgermeister, der seinen Amtspflichten nicht gewachsen ist oder ihnen sonstwie nicht nachkommen kann, zurücktritt und sich nicht abwählen läßt. Leider wird hier nicht berichtet, welche Erkrankung der abgewählte Bürgermeister hatte. Spekulierte er auf die Fortzahlung der Bezüge bei Abwahl? Wie wäre das bei einem Rücktritt gewesen?
    Auf jeden Fall sind die gesetzlichen Regelungen abenteuerlich. Das kann man keinem vernünftigen Menschen erklären.

    • Laut B.Z. hat er „Long Covid“ als Grund angegeben. Egal ob das stimmt oder nicht – es wäre ja eigentlich nichts, was urplötzlich auftritt. Hätte er das nicht vorher wissen können/müssen?

      • Long Covid oder etwas doch eher 3 x mit Plörre vervackziniert?!

    • Er hat eine Allergie gegen Büromöbel.

    • In Deutschland sind 80% der Deutschen nicht zurechnungsfähig, da sie diesen Zustand durch ihre immer wiederkehrende Wahl beschleunigt haben! Und bis heute glauben sie noch, das die CDU, welche uns zerstört den Zustand bessern könnte!

  • Beim Lesen dieses Beitrags drängt sich mir die Frage auf, was wir Normalbürger falsch gemacht haben, wie Ausbildung, Studium (evtl. Wehrdienst) danach arbeiten bis zur Rente. Im nächsten Leben werde ich Politiker.

  • Bedingungsloses Grundeinkommen heisst das heute.

  • Prima, was für ein Klima. Es scheint, in Berlin ginge das auch trotz Amt.

  • Mit etwas Ehre würde der Kurz-Zeit-Bürgermeister verzichten, denn er wird ja kaum vorher ohen Einkommen gewesen sein und damit wohl auch mal wieder in die alte Beschäftigung zurückkehren können.

  • Wer Noten liebt,der macht Musik!
    Wer Banknoten liebt,macht Politik!

  • Nur schlechte Menschen können sich nach solchen Vorgängen demokratieverdrossen zeigen.

  • Was passiert, wenn der gute Mann stirbt? Würde dies die Kosten reduzieren?

    • Hoffentlich haben Sie einen Bademantel.

  • Warum finden die Bürger ihn dann nicht und lösen ihr kostenintensives Problem selbst?
    So wichtig scheinen ihnen die 370.000 dann doch nicht zu sein.

    • Sie sind NICHT regenrinne!!

  • nunja,die Gesetze kann man ändern,wenn man wollte…..aber dann denkt jeder „Politiker“ an sich und den Notfall und sie bleiben bestehen

  • Das ist ein ganz ordentlicher Stundenlohn: Wenn er als Beamter 8 Stunden pro Tag gearbeitet hat, wären das in der ersten Woche 40 Stunden, dann zwei Tage Wochenende und dann noch mal vier Tage zu je acht Stunden = 32 Stunden. Also hat er insgesamt 72 Stunden „gearbeitet“. 370.000,- € : 72 Stunden ergibt einen Stundenlohn von 5138, 89 €. Dafür würde ich es auch machen …

  • Der AfD-Kandidat wäre die bessere Wahl gewesen. Wer nicht hören will muss fühlen.
    Gehört ein Gesundheitszeugnis nicht zu den Zulassungsvoraussetzungen für eine Bürgermeisterwahl ?

    • Diese Zeugnis brauchst du, wenn du in einer Pommes Bude anfängst und nur ein paar Kröten verdienst und dann mit den Steuern eben diese leistungslosen dicken Gerhälter finanzieren musst!

    • Zu Ihrer rhetorischen Frage: Aber Hallo!!! Nur: So geht’s halt zu im Lande der rotgefärbten „Ick-fühl‘-mir-Nich’s“: Man kennt sich, man hilft sich…

  • Das fällt denen aber früh ein. Wer lässt sich solche Märchenverträge eigentlich einfallen?

  • Ich würde Ihn dem Gesundheitsamt vorstellen um ein Gutachten zu erwirken , ob er nicht in die Registratur oder Telefondienst mitwirken kann !! Ich hoffe , dass die Bürger nun richtig wählen und die AfD diese gesetzliche Möglichkeit nutzt !!

    • Der Mann soll Salz streuen. Wenn er Salz kriegt.

  • Cool….was bekommt der Normalo Michel nach 6 Wochen Krank?

  • Sold…ja so nennt sich das bei Parteisoldaten…😉

  • Vielleicht war es ja ein besonders Zuverlässiger, Systemtreuer im puterroten Woidke-Wilke-Brandenburg – 36 Jahre nach der so genannten „Wende“?

  • Es kotzt einen so an! Steuergelder werden verballert, ohne Ende. Und niemand unternimmt dagegen etwas!

    • Bei der Wahl haben die Leute die Wahl. Noch.

Werbung