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Christoph Möllers

Statt Parteiverbot: Verfassungsrechtler will AfD staatliche Millionen entziehen

Statt die AfD zu verbieten, will Verfassungsrechtler Christoph Möllers ihr die staatlichen Millionen entziehen. Damit hofft er, die Partei finanziell unter Druck zu setzen und zu einem politischen Kurswechsel zu bewegen.

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Der Verfassungsrechtler Christoph Möllers schlägt vor, der AfD die staatliche Parteienfinanzierung zu entziehen. (IMAGO/Panama Pictures)

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Der Verfassungsrechtler Christoph Möllers bringt einen Ausschluss der AfD von der staatlichen Parteienfinanzierung als Alternative zu einem Parteiverbot ins Spiel. „Ich halte das für eine ernsthafte Alternative“, sagte Möllers der Zeit. Ein Ausschluss von der staatlichen Finanzierung sei „sehr wirkungsvoll“, würde jedoch „weniger politische Risiken“ mit sich bringen als ein Parteiverbot. Nach Ansicht des Verfassungsrechtlers ließe sich der Bevölkerung leichter vermitteln, dass der Staat eine Partei, die er für verfassungsfeindlich hält, nicht finanzieren müsse.

Möllers schlägt deshalb vor, vor einem möglichen Verbotsverfahren zu prüfen, ob der AfD zunächst die staatlichen Zuschüsse entzogen werden können. Auch die steuerlichen Vergünstigungen für die Partei und Spenden an sie würden bei einem erfolgreichen Verfahren entfallen. Die AfD könnte hingegen weiterhin an Wahlen teilnehmen, ihre Abgeordneten würden ihre Mandate behalten. Auch die staatlichen Fraktionsmittel wären von dem Ausschluss nicht betroffen.

Für die AfD hätte ein solcher Schritt erhebliche finanzielle Folgen. Nach Angaben der Bundestagsverwaltung wurden für das Jahr 2025 staatliche Mittel in Höhe von rund 18,2 Millionen Euro für die Partei festgesetzt. Diese Einnahmen würden bei einem Finanzierungsausschluss wegfallen.

Voraussetzung für den Finanzierungsausschluss wäre eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das die Verfassungsfeindlichkeit der Partei feststellen müsste. Eine solche Feststellung wäre nach Ansicht des Juristen auch für die Frage relevant, ob AfD-Mitglieder im Staatsdienst beschäftigt werden können. Über die Beschäftigung einzelner Parteimitglieder müsste weiterhin gesondert entschieden werden.

Von dem finanziellen Druck erhofft sich Möllers zudem eine Veränderung der politischen Ausrichtung der Partei. So könne ein Finanzierungsausschluss für die AfD einen Anreiz schaffen, „sich von den völkischen Elementen zu trennen“ und sich zu einer rechtsnationalen Partei zu entwickeln. Die politischen Gegner der AfD müssten sich derweil weiterhin mit der Partei und ihren Wählern auseinandersetzen, statt sich auf ein Verbot zu verlassen.

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Möllers hatte sich bereits zuvor mit einem möglichen Verbot der AfD beschäftigt. Im Juni 2026 wurde ein umfangreiches Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte veröffentlicht, das die AfD für verfassungswidrig hält. Möllers und die Rechtswissenschaftlerin Sophie Schönberger überprüften die Untersuchung als externe Gutachter und bestätigten deren wissenschaftliche Vorgehensweise. An der ursprünglichen Erstellung waren sie nicht beteiligt (Apollo News berichtete).

Ein Ausschluss von der staatlichen Parteienfinanzierung ist seit 2017 in Artikel 21 Absatz 3 des Grundgesetzes vorgesehen. Im Januar 2024 entschied das Bundesverfassungsgericht erstmals auf dieser Grundlage und schloss die frühere NPD, die sich inzwischen „Die Heimat“ nennt, für sechs Jahre von der staatlichen Finanzierung aus. Auch bei der AfD würde ein solcher Ausschluss zunächst sechs Jahre gelten. Eine Verlängerung wäre möglich.

Die juristischen Hürden sind allerdings weiterhin hoch. Das Bundesverfassungsgericht müsste feststellen, dass die AfD planvoll darauf ausgerichtet ist, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen. Anders als bei einem Parteiverbot müsste nicht zusätzlich nachgewiesen werden, dass konkrete Anhaltspunkte für eine mögliche Durchsetzung ihrer verfassungsfeindlichen Ziele bestehen.

Möllers selbst hatte bereits im Januar 2024 im Deutschlandfunk erklärt, dass ein Finanzierungsausschluss juristisch „genauso kompliziert“ sei wie ein Verbotsverfahren. Der Unterschied bestehe lediglich darin, dass der Nachweis der sogenannten Potenzialität entfalle. Politisch könne der Entzug staatlicher Gelder hingegen leichter zu vermitteln sein.

Im Februar 2026 hatte das Verwaltungsgericht Köln der AfD im Rechtsstreit mit dem Verfassungsschutz einen vorläufigen Erfolg zugesprochen. Die Richter untersagten dem Bundesamt für Verfassungsschutz, die Bundespartei bis zum Abschluss des erstinstanzlichen Hauptsacheverfahrens als gesichert rechtsextremistisch einzustufen. Zwar gebe es innerhalb der AfD verfassungsfeindliche Bestrebungen, diese prägten nach der vorläufigen Bewertung des Gerichts jedoch nicht die Gesamtpartei in dem für die Einstufung erforderlichen Ausmaß (Apollo News berichtete).

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57 Kommentare

  • Die Verzweiflung ist mit beiden Händen greifbar.

    • Wird noch viel absurder werden, wart mal ab. Wenn erst das erste Land im Westen blau wird kannst Du auf „Affenzirkus Maximale“ setzten. Noch gibt’s Resthirn und einen Ansatz von Stolz, dann brechen alle Dämme.

  • Wir sollten allen Parteien das Geld entziehen.

  • „Nach Ansicht des Verfassungsrechtlers ließe sich der Bevölkerung leichter vermitteln, dass der Staat eine Partei, die er für verfassungsfeindlich hält, nicht finanzieren müsse.“

    Ein Verfassungsrechtler müsste doch eigentlich soviel Grips in der Birne haben, um zu wissen, wer der Souverän ist?
    Erstaunlich!

    • Souverän? Das ist inzwischen Träumerei! Wir werden uns wohl mit dem Gedanken auseinandersetzen müssen, dass es nur mit Mistgabeln zu wenden ist.

  • Wie wird man eigentlich Verfassungsrechtler?

    • Und warum in einem Land das leider immer noch keine Verfassung hat, nur ein Grundgesetz?

  • Wieso stellt man das Grundgesetz nicht unter den Parteienvorbehalt der Brandmauerparteien? Dann könnte man sich diese ewigen Diskussionen sparen.

  • Tja dann….wenn in einem solchen Fall 15 Millionen Wähler der AfD Geld spenden, dürfte eine schöne Summe zusammenkommen.

    • Der Mann spricht von 18 Millionen Euro. Wenn 10 Millionen Menschen jeweils nur 2 € Spenden, hätte unsere demokratische AfD das wieder drin.😆

  • Und da lehrt man die jungen Leute die Grundpfeiler der Demokratie und freiheitlich demokratischen Grundordnung:
    Gewaltenteilung, Unabhängige Justiz, passive und aktive Meinungsfreiheit, aktives und passives Wahlrecht.
    Ich bin fest überzeugt davon, sehe aber eine furchtbare Erosion dieser Grundwerte.
    Wir können wählen. Und dann ???

  • Dann müsste man der Linken sofort alle staatlichen finanziellen Mittel entziehen. Siehe Berlin.

  • Möllers war Prozessbevollmächtigter der Bundesregierung im Verfahren über die Vorratsdatenspeicherung vor dem Bundesverfassungsgericht[8] und verteidigte die Vorratsdatenspeicherung auch danach aktiv in der öffentlichen Diskussion.[9] Er war u. a. auch Bevollmächtigter der Bundesregierung im Verfahren gegen das BKA-Gesetz[10] und zusammen mit Christian Waldhoff Bevollmächtigter des Bundesrats im NPD-Verbotsverfahren.[11] Er selbst ordnet sich als politisch „liberal“ ein.[9] Möllers war zunächst Anhänger der Grünen und wurde später Mitglied der SPD.[5]

    https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Mllers

    noch Fragen ?

    • OK, Danke. Keine Fragen mehr. Ich dachte mir schon, das dieser Mann kein Anhänger von FDP oder CDU ist.

  • DDR 40 Jahre, 11 Monate und 26 Tage. Wie lange hält die DDR 2.0 noch.

    Auch die DDR bezeichnete sich als demokratisch. Diesem Modell folgt man immer mehr.

  • Keinen Euro mehr

    • Höchstens Rubel für Putins AfD!

      -14
      • Ja, die Gelder der Antifa in den Arsch schieben, du Vollotto🤨

      • Nicht mal Rubel für diese Versager!

      • dann wäre es ja die AFR

        -14
  • Ist das noch der Rechtsstaat, als das er mal entworfen wurde?
    Ist es in einer Demokratie nicht illegal, die Opposition zu schikanieren und indirekt zu verbieten oder schwer zu schädigen?
    Die aktuellen Volksvertreter leben m.E. in einer Blase, die aber nur noch von 20-25% der Bevölkerung „mitgetragen“ werden und somit einen Grossteil der Bevölkerung quasi ignorieren und/oder das Gegenteil dessen machen, was das Volk fordert.
    Funktioniert das System überhaupt noch?

  • wenn man sich fragt was für juristen es damals waren-genau solche.

  • ,,Nach Ansicht des Verfassungsrechtlers ließe sich der Bevölkerung leichter vermitteln, dass der Staat eine Partei, die er für verfassungsfeindlich hält, nicht finanzieren müsse.“

    Stimmt.
    Dann verschwinden die Probleme ,die die Kartellparteien geschaffen haben,mit Sicherheit. 🙈🤡🤣

  • An was erinnert mich das nur?
    -kauft nicht bei
    -meidet sie
    -enteignet sie
    -sperrt ihnen die Bankzugänge
    -etc.

  • Es finden sich eben immer wieder „Juristen“, die die größte Oppositionspartei auf irgendeinem Wege ausschalten wollen. Ein „Verfassungsrechtler“, der dafür plädiert, hat die Verfassung nicht verstanden. Das ist ein Aktivist, kein Jurist.

    • Was wird denn mittlerweile beim Jurastudium vermittelt????
      Solche Ergebnisse lassen nichts Gutes vermuten.

  • Von welcher Verfassung kann man eine Expertise haben, also von einer nicht existenten dt. bestimmt nicht.

    Man hat nur ein Gesetz (von Politiker für Politiker), das von westlichen Besatzungsmächten beeinflusst und Zustimmung brauchte, wo genau formuliert ist, das das dt. Volk OHNE Macht ausgestattet ist und eine Parteienkratie statt Demokratie fixiert, würden manche hinweisen.

    Da muss man eben den Art20 und 146 genau lesen, der zwar behauptet das vom Volk alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht, jedoch ALLE 3+1 Gewalten durch Parteien(vertreter) besetzt und/oder bestimmt werden.

    https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20.html
    https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_146.html

    Auch die Erstellung und das Inkrafttreten einer Verfassung ist nicht in den Händen des Volkes sowie einen Termin in Art146 vage formuliert bzw. seit mehr als 36 Jahren überfällig.

  • Ich denke, dass man allgemein den Parteien und dem angeschlossenen Sumpf das Geld so weit wie möglich entziehen sollte.

  • Ab heute wird es eklig.
    Der Bonzenstaat greift nach den Waffen.

  • Dann machen wir es nach Antifantenart. Wir betteln um Spenden

  • Apollo, bitte mehr Rücksicht zur späteren Stunde. Das Bild hat mir einen Schock versetzt. Ich sehe einen neunmalklugen Antipathen, verschollen in seiner selbstherrlichen Arroganz. Auf gut Deutsch gesagt, ein Wichtigtuer oder Klugscheißer.

    • 16.000 Euro netto im Monat.

    • So etwas schockt Sie noch?
      Sie sind hier doch jeden Tag, solch einer bildlichen Konfrontationstherapie, ausgesetzt.
      Gibt an dieser Stelle (und anderen Medien) doch fast kein Bild, welches nicht eine von Ihnen beschriebene Person darstellt.

  • Rechtsverdreher statt Rechtsgelehrter

  • Der Bürger soll die verfassungsfeindliche AfD nicht mehr finanzieren müssen .Hahahaha Das trifft ja vor Doppelmoral wenn hier was verfassungsfeindlich ist dann die Altparteien duch gebrochen Versprechen in mehreren Dutzend durch Merz die unsägliche Ukraine Hilfen wo hier in Deutschland die Pflege zusammen gestrichen wird doch Steuererhöhungen durch Klingbeil Zucker, Tabak ,Plastik ,co2 Steuer von 18cent auf 1 €uro pro Liter an der tanke die Zerstörung der Natur durch die Windräder der grünen Klimaideologie oder auch die Enteinungsfantasien der linken bei dehnen werden wir im Sozialismus Kommunismus auf wachen als was ist besser Pest oder Cholera der Altparteien oder eine AfD die das Land wieder auf Kurs bringt .

  • Verfassungsrechtler bei Kim in N Korea?
    Und allen die das begrüssen zeige ich den ausgestreckten Mittelfinger

  • Vielleicht sollte der Verfassungsrechtler einmal einen Kurs in Verfassungsrecht nehmen.
    „das die Verfassungsfeindlichkeit der Partei feststellen müsste“
    Daran haben sich all Ihre Gesinnungs-Genossen bereits die Zähne ausgebissen …

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