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Überparteilicher Ministerpräsident: SPD plötzlich offen für BSW-Vorschlag

Die SPD zeigt sich nach der Wahl in Sachsen-Anhalt dafür offen, einen überparteilichen Ministerpräsidenten zu wählen.

Von

IMAGO/Political-Moments

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Der Spitzenkandidat der SPD in Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann, geht auf das BSW zu. Bei der Presseerklärung der SPD äußerte er sich zum Thema eines überparteilichen Ministerpräsidenten: „Wir kennen dieses Angebot, das vom BSW stammt, schon aus der Wahlkampfzeit. Ich mache gar keinen Hehl daraus, dass ich das nicht für das erste Mittel der Wahl halte. Aber wenn es zur Auflösung einer Blockade führen könnte, sollte man es auch nicht a priori ablehnen.“

Er bezeichnete das SPD-Ergebnis als Lohn der Mühen. Es sei ein „großer, großer Unterschied“ zu den Umfragewerten, laut denen fraglich gewesen sei, ob es die SPD überhaupt in den Landtag schaffen würde. Mit 9,3 Prozent ist die Partei nun drittstärkste Kraft. Der Wahlsieg der AfD sei eine Zäsur.

Im Wahlkampf hätten weniger die Themen in Sachsen-Anhalt eine Rolle gespielt, sondern vor allem die Bundespolitik. So sei es zum Beispiel um das Renteneintrittsalter gegangen. „Es war leicht, darauf aufzusetzen. Populistisch alles zu versprechen und nichts davon solide finanziert zu haben“, sagte er in Richtung der AfD. Denn wenn man die Wahlversprechen der AfD den Einsparungen gegenüberstelle, gebe es Mehrausgaben von 2,3 Milliarden Euro pro Jahr.

Das Wahlergebnis der AfD sei ein Weckruf, auch für die Bundespolitik. Es werde nun außerordentlich schwierig, eine Regierung zu bilden, sagte Willingmann. Auch wenn man den BSW-Vorschlag nicht a priori ablehnen wolle, stünden nun erst Gespräche in den Parteigremien an.

Die Parteivorsitzende Bärbel Bas sagte auf der Pressekonferenz, dass das Wahlergebnis ein „tiefer Einschnitt für das Land, für die Menschen, aber auch für unsere Demokratie“ sei. Man stehe an der Seite all derer, die für die Demokratie gestimmt hätten.

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Der Co-Vorsitzende Lars Klingbeil sagte, dass es 1996 seine Motivation gewesen sei, der SPD beizutreten, um gegen ein Neonazi-Zentrum in der Lüneburger Heide vorzugehen. Das Zentrum sei noch im selben Jahr geschlossen worden. „Für mich war das der Sieg im Kampf gegen die Faschisten und gegen die Rechtsextremen, die sich breitgemacht hatten in unserer Gesellschaft. Und umso bitterer ist ein Abend wie gestern, wenn wir im Jahr 2026 auf einmal sehen, eine völkische, rechtsextreme Partei holt auf einmal wider 45 Prozent im Landtag.“ Die SPD stehe vor einer Generationenaufgabe.

Die SPD werde alles dafür tun, dass Deutschland ein weltoffenes Land bleibe und dass Menschen sich sicher fühlten. Man wolle ein „deutliches Signal“ an die Zivilgesellschaft senden, ebenso an Kirchen und Kultureinrichtungen, so Klingbeil auf der Pressekonferenz in Berlin. „Wir werden der AfD nicht die Hand ausstrecken.“ Auch wenn eine Stimmabgabe demokratisch sei, bedeute das nicht, dass die Partei demokratisch ausgerichtet sei. Das sei eine Lehre aus der Geschichte der Sozialdemokraten. Die Union müsse nun eigene Lehren ziehen, doch erwarte Klingbeil, dass die Union klar bleibe. „Die politische Mitte muss geschlossen bleiben.“

Mehr dazu in Kürze.

mra

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45 Kommentare

  • Es ist ganz einfach ungeheuerlich, dass auch nur einer auf die Idee kommt, eine 44%-Partei würde nicht den Regierungschef stellen!

    66
    • Das ist so ungeheuerlich wie all das andere, was in Deutschland passiert bzw. unterbleibt.

      28
    • Die CDU hatte in den 70ern im Bund auch schon mal mehr und hatte auch knapp die absolute Mehrheit verfehlt und dennoch haben danach SPD und FDP in einer Koalition regiert. So funktionieren die parlamentarischen Spielregeln.

      Wenn die AfD keinen Koalitionspartner hat, dann kann sie nicht regieren.

      -4
    • Auch 49% reichen nicht aus du Vollhonk.
      Die Mehrheit liegt bei 51% und die haben wir Linken.
      Aber provvoziert hapt ihr genug, jetzt wird ausgemistet.

      -34
      • Genau Dich als Mathe-Genie, Polit-Experte und Rechtschreibungs-Künstler wage ich es kaum, dir deine Leistungsunfähigkeit aufzuzeigen

        10
      • Orthografie bitte aufkloen – hapt sieht so hässlich aus.

        4
        • Sorry es stimpt „Honck“ heist es mit ZeCkah.

          0
      • Wo haben fie Zecken 51%???zuviel Abflussfrei gekokst du Knaller.

        2
  • AfD, bitte überprüft die Briefwahl!

    54
    • Ja, auf jeden Fall die Briefwahl nachprüfen.

      Die Verlierer tun sich zusammen. – Aber auch das ist nicht neu.

      25
  • Da bin ich ja auf den Kandidaten gespannt. Hape Kerkeling?

    26
    • Ich tippe auf den von Widersetzen in den Frauenkleidern.

      13
    • Dass die überhaupt noch jemand ernst nimmt 🤦

      0
    • Didi!

      2
  • Moin , Absurd ist doch wenn man die Wahl verloren hat jetzt plötzlich Dinge ins Spiel bringt wo man zuvor dagegen war.. Die Politiker müssen sich nicht mehr wundern , dass die Bürger die Nase voll haben. Nur eigene Befindlichkeiten spielen eine Rolle.

    23
  • Ich wäre für Didi Hallervorden! Aber mal ehrlich: Wer soll die Regierung stellen? Die Wähler wollen zu 43% (Ok, Endergebnis ist noch nicht draußen) den Herrn Siegmund. Wenn sich jetzt die CDU mit allen kleinen Parteien zusammentut, evtl. noch unter der Oberaufsicht eines abgewählten Ministerpräsidenten, wäre das wohl nicht demokratisch. Ich sehe im Moment nur Neuwahlen (die werden sich nicht einigen) vielleicht nur mit begründeter Briefwahl.

    6
  • Ich wär für Stefan Homburg…

    5
  • Die SPD hat offenbar nicht verstanden, dass ihr zahlenmäßiger Zuwachs in S-A auf taktisches Wählen durch vorzugsweise Linken-Abhänger zurückzuführen ist. Ansonsten wären sie nicht einmal über die 5%-Hürde gekommen (s. Insa-Umfrage).

    3
  • Mich würde es nicht wundern, wenn einer vorgeschlagen würde, der mal SPD-Mitglied war und aus irgend einem nicht näher bekannten Grund ausgetreten ist.

    Auf diese Weise hat bei uns mal ein Ex-SPDler die Landratswahlen gewonnen: erst Parteiaustritt und dann als „unabhängiger“ Kandidat angetreten – und schwupps! Die Wähler sind drauf reingefallen. Keiner merkte offenbar, dass die SPD auf einen eigenen Kandidaten verzichtete.

    1
  • Gibts wirklich noch Wähler die diese Spd wählen?

    Bärbel hatte in allem recht!

    20
  • Die “Unsere Demokratie” muss weiterleben! Auf das Steuergeld noch lange weiter verteilt werden kann.

    5
  • Was für ein politisches Schmierentheater! Da holt die AfD den klaren Wahlsieg, aber die Verliererparteien rotieren panisch im Kreis. Jetzt klammert sich die SPD also verzweifelt an den Strohhalm des BSW und schwurbelt von einem „überparteilichen“ Ministerpräsidenten. Wie rührend flexibel die Genossen plötzlich werden, wenn es darum geht, den Wählerwillen mit aller Macht zu sabotieren. Hauptsache, man kann die stärkste Kraft im Land irgendwie umgehen und sich die eigenen Posten sichern. Demokratisches Grundverständnis? Fehlanzeige. Da wird lieber jeder noch so absurde Trick aus dem Hut gezaubert, um eine demokratische Wahl nachträglich zu annullieren. Ihr habt den Schuss echt nicht gehört.

    24
    • Nicht aufregen- sollen sie das doch machen….dann hat die AFD bei der nächsten Bundestagswahl 50 Prozent….. dann können sie wirklich politische Arbeit machen, auf Bundesebene!

      15
    • ..man kann das ganze schon jetzt auch aus einer anderen Perspektive und zeitlichen Blickrichtung sehen, dieses Rumgeeiere und Gekrümme, dann wird es wieder sinnig und schlüssig: Aus Sicht der Wähler am 20., da ist die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Jeder martialische Satz von Merzhausen und seinen Regime-Funktionären wird dann zum surrealen Zerrbild und Wendehammer. Interessanterweise scheint der bayrische Öder das zu tun…

      3
  • Besser gesagt, „Wenn es zum Erhalt meiner „Pfründe“ taugt, dann ist es mir recht!“ 😉

    11
  • Die Wahlverlierer positionieren sich und versuchen gleich das BSW mit in den Verderb zu ziehen. Ich hoffe, die haben aus Thüringen etwas gelernt. Es kann nur einen Ministerpräsidenten geben und zwar der Kandidat der Partei, die mit 44 % diese Wahl haushoch gewonnen hat, Herr Siegmund von der AfD.
    Alles andere würde nur bestätigen, dass von den Altparteien manipuliert und betrogen wird.

    0
  • Da blühen in nahenden Herbst die Sumpfblüten …..
    Der Irrsinn muß doch weitergehen!
    Ich fasse es nicht!

    0
  • Zwergenaufstand?

    7
    • In deinem Garten?
      Oh mein Gott alles rennet rettet flüchtet

      0
  • „Man stehe an der Seite all derer, die für die Demokratie gestimmt hätten.“
    Wenn ich diese Worte aus dem Munde der Solizalisten Bärbel Bas höre wird mit Angst und Bange um Deutschlands Demokratie!
    Sie werden nun mit allen Mitteln versuchen, am Ende schlagen Sie noch Frau Brosius-Gersdorf vor!

    0
  • Oh Gott, Bas mit Rüschenkragen. Hab mir meine Schweisserbrille aufgesetzt.

    5
    • Ich hab meine Brille abgesetzt. Bei -9 Dioptrien sehe ich danach nichts mehr.🤣

      1
  • Das ist der Weg der Schrumpfdemokraten. Schon Angebot an Sveniboy Hüber geschickt?

    4
  • Nein.
    Punkt.

    14
  • Kann man sich nicht ausdenken:
    „…..Einschnitt in die Demokratie“
    Unfassbar

    1
  • Überparteilicher MP? Schwachsinn!
    Man erinnere sich an den Schaden, den die sognante Expertenregierung untrr Mario Monti in Italien angeliche hat.
    Diese Leute sind noch nicht einmal ihren Wählern gegenüber verantwortungsbewußt.
    Obwahl das sind die „Basse“ der Altwarteien auch nicht, wiecMerz und Barbock es ja auch schon zum Ausdruck gebracht haben.

    1
  • Es ist doch einfach lächerlich, wenn die SPD auf seriös macht und sich angeblich um das Land sorgt. Sie sorgen sich und ihre Vasallen um ihre Pöstchen und haben Angst, dass sie sich auf dem Arbeitsmarkt beweisen müssen.

    6
  • Die SPD sollte Mal ganz ruhig sein von wegen Rente und Rentenversicherung und Renteneintrittsalter. Was glaubt die SPD eigentlich wer die ganzen Pensionen bezahlt und wer das System bis an den kommenden Zusammenbruch weitergeführt hat ? Das war nicht die AfD. Und wer das wohl war der jahrzehntelang die Bürger regelrecht für dumm verkauft hat

    5
  • Mit 9,3 Prozent landet ihr am Hauptbahnhof in der Gosse! Da wo ihr von der SPD hingehört!

    11
    • Blau ist der Himmel,Rot ist die Sonne wenn sie untergeht !!!

      5
  • Der Soze Armin Willingmann hat den BSW Vorschlag entweder nicht verstanden oder er ist noch nicht in der Realität seiner eigenen Bedeutung angekommen.

    Ein zweiter Kandidat wird zur Wahl vorgschlagen. Gewählt wird dann Siggi. Wer sonst?

    0

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