Werbung:

Werbung:

Debanking

Sparkasse kündigt Konten des freien Journalisten Flavio von Witzleben

Flavio von Witzleben versteht sich als systemkritischer Journalist, er ist vor allem auf Youtube aktiv. Nun hat ihm die Sparkasse Karlsruhe seine Konten gekündigt. Gründe nannte das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut keine.

Von

Die Sparkasse Karlsruhe hat dem Journalisten von Witzleben sein Geschäftskonto gekündigt (IMAGO/CHROMORANGE)

Werbung

Erneut wurde einem Vertreter der neuen Medien Konten gekündigt: Auf X veröffentlichte der freie Journalist Flavio von Witzleben ein Schreiben der Sparkasse Karlsruhe. Darin werden ihm durch die Bank sein Girokonto und sein Tagesgeldkonto gekündigt. Eine Begründung für die Kündigung liefert das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut nicht – stattdessen wird knapp auf Ziffer 26(1) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen hingewiesen. Darin ist festgelegt, dass die Bank fristgerecht die Geschäftsbeziehung kündigen kann.

Zur Kündigung schreibt von Witzleben auf X: „Die Sparkasse Karlsruhe hat ohne Angabe von Gründen mein Geschäftskonto gekündigt. Ich hatte seit jungen Jahren bei dieser Bank mein Konto und mit einem derartigen Schritt nicht gerechnet. Die Bank gefährdet damit meine Existenz.“ Er führt die Kündigung auf Willkür zurück.

Der Fall von Witzleben reiht sich ein: Bereits vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass der freien Journalistin Aya Velázquez das Konto bei der GLS-Bank gekündigt wurde. Zuvor gab es bereits Kontokündigungen bei neuen Medienprojekten, darunter dem Schweizer Online-Radiosender Kontrafunk oder dem rechten österreichischen Portal Auf1. Die Kontokündigungen erfolgen dabei meist ohne Angabe von Gründen – mittlerweile hat sich jedoch ein Muster herausgebildet. Vor allem Aktivisten und Journalisten aus dem konservativen und rechten Spektrum sind betroffen. Aya Velázquez betont allerdings, dass sie sich „politisch links“ verortet. Es könne „regierungskritische Journalisten von rechts bis links“ treffen, schrieb sie auf X.

Von Witzleben ist insbesondere auf YouTube erfolgreich: Dort hat er inzwischen fast 170.000 Abonnenten. Er führt immer wieder Interviews durch und moderiert Streitgespräche. Das Streitgespräch zwischen dem AfD-Mann Björn Höcke und Ulrike Guérot erhielt etwa fast 900.000 Aufrufe innerhalb weniger Monate. Unter anderem hat von Witzleben bereits AfD-Chef Tino Chrupalla und den ehemaligen SPD-Politiker Wolfgang Wodarg (mittlerweile bei der Kleinpartei Die Basis) interviewt.

Auf Anfrage von Apollo News teilte ein Sprecher der Sparkasse Karlsruhe mit, dass man „zu etwaigen Kundenbeziehungen“ keine Auskünfte geben würde.

bc

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

94 Kommentare

  • „Ein kommunistisches System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert.“ — Alexander Issajewitsch Solschenizyn

    175
    • „Wenn Sie nicht aufpassen, werden die Zeitungen Sie dazu bringen, die Menschen zu hassen, die unterdrückt werden, und die Menschen zu lieben, die sie unterdrücken.“
      ― Malcolm X

      „Wenn sich eine Regierung erst einmal dem Prinzip verschrieben hat, die Stimme der Opposition zum Schweigen zu bringen, gibt es nur einen Weg: den Weg zu immer repressiveren Maßnahmen, bis sie zu einer Quelle des Terrors für alle Bürger wird und ein Land schafft, wo jeder in Angst lebt.

      Wir müssen uns daher vor Extremisten hüten, die uns zu polizeistaatlichen Maßnahmen drängen. Diese Personen befürworten die Abschaffung der in der Bill of Rights verankerten Garantien, um gegen die Kommunisten vorzugehen.

      Sie vergessen, dass alle Gruppen, selbst die konservativsten, durch die Willkür der Regierung gefährdet wären, wenn die Bill of Rights ausgehebelt würde.“
      ― US-Präsident Harry S. Truman, Sonderbotschaft an den US-Kongress über die innere Sicherheit der USA, 08.08.1950

      • Aktueller denn je!

    • wen wunderts? Der gesamte öffentliche Dienst ist mit Linken unterwandert. So auch die öffentlich-rechtlichen Sparkassen. Gibts nicht ein aktuelles Urteil, das den Sparkassen Debanking verbietet?
      Aber etwas Gutes hat die Sache: Viele Leute werden jetzt von dem hervorragenden Guerot/Höcke-Gespräch auf Witzlebens Youtube-Kanal hören.

      https://www.youtube.com/watch?v=kP176sz_-xo

      • markus haintz kuemmert sich bereits darum

        **Im Gegensatz zu Privatbanken können Sparkassen nicht ohne Begründung Bankkonten kündigen, da sie als Anstalten des öffentlichen Rechts einer direkten Grundrechtsbindung unterliegen.

        Gemäß der Nummer 26 (1) der AGB der deutschen Sparkassen können diese nur bei „Vorliegen eines sachgerechten Grundes“ ein Bankkonto kündigen. Ein solcher Grund liegt offenkundig nicht vor.**

      • Määäh da jammern sie wieder ins Internet, statt sich endlich mal zur Wehr zu setzen…

        -58
        • Wie stellen Sie sich dieses „zur Wehr Setzen“ konkret und praktisch vor? Und was für ein Gesicht würden Sie dabei ungefähr machen?
          Bin gespannt.

          28
        • Der Klaus.
          Welche Demo gegen Links hat er aktuell organisiert? Wir kommen gerne.

          26
        • Sitzt auf seinem hohen Schaukelpferd und will andere zu etwas ermutigen, wozu er selbst nicht die Chuzpe hat. Köstlich 😋

          5
        • Wie wehren Sie sich?

          9
    • Mit dieser Aussage hatte er natürlich Recht.

    • Die vorherrschende Allianz aus Parteien, Medien und NGO’s kann sich nur noch
      mit immer sichtbarerem Vernichtungswillen gegen ihre Kritiker wehren.
      Ein Dialog ist nicht mehr gewünscht, der Gegner muss neutralisiert werden

  • Witzleben kannte ich bisher noch nicht. Jetzt werde ich ihn mir einmal anschauen.

    • @ Hans Wurst
      v. Witzleben ist ein sehr seriöser Journalist, mit Bildung. Er stellt exzellente Fragen und interviewt sehr interessante Menschen.

    • Vorsicht! Bei Witzleben gibt es ziemlich viel Kritik an Israel. Könnte den einen oder anderen hier schockieren. Besonders diejenigen mit Israel-Fähnchen im Profil.

  • Ich hatte einige Videos von ihm vorgeschlagen bekommen und angeschaut. Also sanfttöniger (suaviter en modo) geht’s kaum. Die neuen Interview-Formate auf Youtube stehen im Geiste von Alexander Kluge und Günter Gauss.

  • Mit Vollgas in den Totalitarismus.

    Wieder einmal.

    • Chinesische Staatsform – chinesische Banken.

      Alles normal soweit.

    • Die Sparkasse muss ein P-Konto führen. Insofern könnte Herr von Witzleben die Sparkasse ärgern. Zerstört vermutlich aber die Bonität

  • Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“

    Benedikt Lux

  • Ich dachte Sparkassen dürfen keine Konten kündigen…
    Von Witzleben hat übrigens extrem spannende Diskutanten bei sich. Das Guerot/Höcke-Gespräch ist legendär.

    • Weltklasse! Habe ich mir schon zweimal komplett reingezogen…

  • Direkt abonniert den Kanal.

  • Ähm… als Azubi bei der Sparkasse habe ich mal was von Versorgungsauftrag gelernt.

    „ Der „Versorgungsauftrag“ der Sparkassen bezieht sich auf ihren öffentlichen Auftrag, eine flächendeckende Versorgung mit standardisierten Bankdienstleistungen sicherzustellen. Dazu gehören die Bereitstellung von Bargeld (z.B. durch Geldausgabeautomaten), das Angebot von Basiskonten und der Zugang zu Finanzdienstleistungen für alle Bevölkerungsschichten, auch in ländlichen Regionen. Der Auftrag unterscheidet sie von privaten Kreditinstituten. “

    Wie können die dann ein Girokonto kündigen?

  • Die Sparkasse darf, anders als private Banken, Konten nicht einfach ohne Angabe von Gründen, kündigen. Es gibt ein Recht auf ein Konto, das auch als Recht auf ein Basiskonto bezeichnet wird. Als öffentlich-rechtliche Institutionen, dürfen sich die Sparkassen nicht am politischen „Debanking“ bezeichnen. Flavio von Witzleben, dessen Arbeit ich seit Jahren sehr schätze, sollte den Rechtsweg einsachlagen.

    • ,,, aber nur, wenn du innerhalb des Geschäftsbereich deinen Wohnsitz hast. also wenn du in Bayern lebst und deine Hausbank ist in Karlsruhe … Pech gehabt.

  • Dabei ist Witzleben an sich ein neutraler Interviewer. Hatte wohl zu viel rechte Gäste.

    • … aufrechte … Gäste

  • Ich dachte, dass Sparkassen im Gegensatz zu normalen (privatrechtlichen) Banken nicht einfach Konten kündigen dürfen, da sie als öffentliche Institute bestimmte Versorgungspflichten haben. Der Geschädigte von Witzleben sollte unbedingt prüfen, ob er dagegen gerichtlichlich klagen kann.

    • Die arbeiten im vorauseilenden Gehorsam mit der GEZ zusammen, denen traue ich keinen Meter. Dann lieber eine private Bank.

  • die Sparkasse ist ein steuerfinanziertes Staatsunternehmen mit öffentlichem Interesse und MUSS nach meiner Kenntnis jedem deutschen Staatsbürger ein Konto zur Verfügung stellen

    • Genau darum geht man gerade nicht zur Sparkasse.

  • Wer ist im Jahre 2025 noch bei der veralteten Sparkasse und zahlt für ein Girokonto Geld?

    • Jeder Zahlt für sein Konto.

      -20
      • Blödsinn, bei Trade Republik bekomme ich jeden Monat einen ordentlichen Batzen Geld auf mein Konto, bei der Sparkasse wurde mir monatlich 10 € berechnet.

        • bei TR habe ich das Konto nach einem Monat wieder aufgelöst – negative Presse, negative Forenbeiträge, App schlecht, ID-Check funktionierte auch nur mit Stundenlanger beschäftigung, Support praktisch nicht erreichbar, keine vernünftige Einlagenversicherung. Die erschienen mir höchst unprofessionell.

          7
  • Der Laden ist ohnehin viel zu teuer.

  • Volksbanken und Sparkassen sind bekannt dafür.
    Also nichts Neues.

  • Nigel Farage hat man auch die Konten gekündigt .

  • Spätestens jetzt würde ich Konten bei der Sparkasse fristlos kündigen.. habe ich schon vor 35 Jahren gemacht wegen unmöglicher Konditionen der ‚Spasskasse’…

  • Eine Bank muss ein Basiskonto unabhängig von der Kündigung anbieten. Man könnte also bei der Bank nach der Kündigung einfach eins beantragen. Ablehnung und Kündigung bedarf einen Rechtsgrund.

  • Sparkasse Karlsruhe, das geht gar nicht. Ein Glück, dass ich dort kein Konto habe.
    Aber Herren von Witzleben finde ich richtig gut und sehr gebildet. Genial.

  • Wird wohl der nächste Youtuber sein, der in die Schweiz umzieht. Kein Konto kein Bademantel. Weswegen auch immer.

  • Wo ist das Problem? Moderne Anbieter gibt es genug und ein Konto ist definitiv zu wenig. Man sollte sich immer ein Backup zulegen.
    https://youtu.be/Zm336k0vjCc

    • „Wo ist das Problem?“ – Für Sie ist’s also kein Problem. Rechtsstaatswidriges Verhalten einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Wachen Sie auf, bevor es zu spät ist, denn es IST in Wirklichkeit ein riesiges Problem.

  • Es wird doch sonst immer behauptet, jeder behalte das Recht auf ein Konto, weil die Sparkassen kontraktpflichtig seien bzw. keine Kontrahierungsfreiheit haben
    Wie szeht es denn damit heute?

  • Ob es da ein Gespräch mit
    der Politik gab ??!!??

    oder mit einer „N“GO. 🤔

    Die OgR waren ja in diesem Kontext
    bereits aktiv, erinnere das noch sehr gut.
    Der weitere Kontext war die
    AFD.

  • Sparkassen sind Boomer-Relikte und Eigentümer sind öffentlich-rechtliche Träger.

  • Nun, von Witzleben …

    Was ein Witz-Leben: Ich nehme an, der junge Mann stammt aus der thüringischen Uradelsfamilie und ist irgendwie mit Erwin von Witzleben, GFM & OB West, verwandt.
    Und, wer es einmal gesehen hat, vergißt es nicht, wie der alte Feldmarschall mit den Händen in den Hosentaschen (um sie zu halten, denn Bund, Gürtel oder Träger hatte man ihm genommen, um ihn zur Witz-Figur zu machen) als Angeklagter des 20. Juli vor Roland Freisler, dem Hin-Richter, stand und von diesem mit schlimmster Häme und ehrverletzender Beleidigung überschüttet wurde, weil er daran beteiligt war, einen üblen Diktator zu beseitigen.

    Und, wer heute wieder – und dann noch ein Witzleben, unter Verweis auf bürgerliche Freiheiten die Indizien benennt, daß wir uns zum „Schutze der Demokratie“ wieder auf dem Gleise in eine neue Diktatur befinden könnten, bekommt erst einmal die Konten gekündigt (was übrigens nach dem 20. Juli auch den „Verschwörern“ umgehend passiert ist). Geschichte wiederholt sich doch …

Werbung