„Regime Change“ oder nicht? Trumps Plan für den Iran
Dauert der Iran-Krieg noch Monate oder nur Tage? Und geht es um den Sturz des Regimes oder nicht? Das „Messaging“ der US-Regierung scheint aktuell manchmal widersprüchlich – was das für einen Hintergrund hat.
Wie lange dauert der Iran-Krieg noch? Und was ist Trumps Ziel, sein Maßstab für einen US-Sieg? All das scheint aktuell in der Luft zu hängen. Stand jetzt, an Tag elf des Krieges, haben die USA bereits Irans Machthaber Ayatollah Chamenei, mehr als ein Dutzend der wichtigsten iranischen Militärs sowie mehrere mögliche Nachfolger ausgeschaltet. Der nun neu ernannte Oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, ist iranischen Berichten zufolge ebenfalls schwer verletzt und womöglich kaum handlungsfähig – manche spekulieren, dass nun stattdessen die ebenfalls hart getroffenen Revolutionsgarden an seiner Stelle die Führung des Landes übernommen haben.
Die Signale, wie weit die USA nun in dem Konflikt gehen wollen, gehen dabei weit auseinander – und das seit Beginn. In seiner Ankündigungsrede zum Einsatz erklärte US-Präsident Trump, man habe die „Operation Epic Fury“ gestartet, um „unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime zu beseitigen“: konkret das Nuklearprogramm, das Raketenarsenal, die Marine und seine ausländischen Terrorgruppen. Er erklärte aber, gerichtet an das iranische Volk, auch: „Wenn wir mit unserem Einsatz fertig sind, übernehmen Sie Ihre Regierung. Sie wird Ihnen gehören. Dies wird wahrscheinlich Ihre einzige Chance für Generationen sein.“
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In den Tagen, die folgten, sagte Trump dann, die Operation könne Wochen und Monate dauern – und womöglich auch noch Bodentruppen erfordern. An diesem Montag ging dann eine Schlagzeile um, nach der Trump davon sprach, der Konflikt sei bereits „fast vorbei“. Zugleich meinte US-Kriegsminister Pete Hegseth, man führe eben doch keinen „Regime Change“-Krieg. Was also ist der Plan? Hat die Trump-Regierung ihre Position wieder geändert und sucht einen schnellen Ausweg?
Das meinen bereits seit Tagen manche Beobachter. Tatsächlich hatte Trump aber am Montag auch gesagt: „Wir könnten es jetzt schon als einen enormen Erfolg bezeichnen. Oder wir können noch weiter gehen. Und wir werden noch weiter gehen.“ Genau danach sieht es aktuell auch aus – mit weiteren Luftschlägen und zum Teil noch größeren angekündigten Angriffen setzt das US-Militär seinen Einsatz fort.
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Kriegsminister Hegseth erklärte derweil im Interview mit CBS die widersprüchlichen Aussagen zum „Regime Change“: Demnach hätte man durchaus gerne eine andere, demokratische Regierung im Iran, man wolle nur keinen „Regime Change“-Krieg im Sinne eines „Nation Building“ wie zu Beginn der 2000er. Das kann man nur als neuen Spin der US-Regierung abtun; die Realität ist aber: Hegseth war selbst in Afghanistan im Einsatz und hat dort miterlebt, wie man versuchte, der afghanischen Stammesgesellschaft amerikanische Demokratie beizubringen – und daran scheiterte. Genau das wolle man im Iran nicht wiederholen, meint Hegseth, und verweist darauf, dass die Iraner ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen sollten.
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Die schwankenden Äußerungen zum Zeitplan und zu den Zielen verraten aber auch noch etwas anderes: nämlich die einfachere Realität, dass sich die Kriegsziele schlicht am Möglichen orientieren und sich im Konfliktverlauf ändern. Ganz offensichtlich wäre aus US-Sicht das „Best-Case“-Szenario ein schneller „Regime Change“ – rein durch US-Luftangriffe und dann eine vom iranischen Volk getragene Revolution von unten. Ohne US-Bodentruppen und langfristige Präsenz.
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Erreicht man das aber nicht, ist es auch gut möglich, dass bereits die massive Zerstörung der militärischen Fähigkeiten des Irans ausreicht, um „Mission Accomplished“ auszurufen: Also die Bedrohung durch Irans ballistische Raketen auszuschalten, das Atomprogramm noch nachhaltiger zu zerbomben als im letzten Jahr und die verschiedensten Streitkräfte, gerade der Revolutionsgarden, militärisch extrem zu schwächen – etwa durch die Zerstörung der Marine, die bereits jetzt im vollen Gange ist.
Das Mullah-Regime hätte dann überlebt, aber mit vielen seiner entscheidenden Köpfe tot und seinem Militär- und Terrorapparat über Jahrzehnte geschwächt. Es wäre nicht ansatzweise die gleiche Bedrohung wie noch vor ein paar Jahren. Und würde weiterhin die Tür für eine Revolution gegen das dann geschwächte Regime offenhalten.
Beide Szenarien sind möglich. Worauf aber aktuell viele Anzeichen hindeuten: Man will keine monatelangen Bodenkämpfe von US-Soldaten im Iran, wie es in anderen US-Kriegen der Fall war. Stattdessen hält man sich eher die Option offen, den Konflikt lieber früher als später zu beenden, falls ein Sturz der Mullahs nicht mehr realistisch erscheint. Auch das scheint eine Lehre aus den Nahost-Kriegen der letzten Jahrzehnte zu sein.
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Gut möglich und zu erwarten ist also, dass das „Messaging“ aus Weißem Haus und Pentagon sich auch daher noch eine ganze Weile nicht auf das eine oder andere Ergebnis festlegen will. Weil „Regime Change“ hin oder her – eine jahrelange US-Präsenz will man auf keinen Fall.
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Das „Messaging“ der US-Regierung scheint aktuell manchmal widersprüchlich – was das für einen Hintergrund hat.
Da hat man mal wieder die AfD, bei Apollo News und NIUS zu Unrecht in die Pfanne gehauen, da sie nicht gleich jubelten , sondern sich besorgt zeigten ! Aber da will man heute jetzt nicht mehr wissen
Operation: Epstein Fury
Epstein Photo
Donald Trump hat ja nun erklärt, wer sich ergibt, bekommt volle Immunität. Wer sich bis jetzt nicht ergeben hat, darf sich also nicht beschweren. Früher hätte sich damit z.B. jeder Belagerer einer Burg im Recht befunden „Tabula Rasa“ zu machen.
Vielleicht ist jetzt mal ein Staat des Westens bereits eine sehr klare Kante zu zeigen?
Dieser Feldzug wird genau so erfolgreich, wie alle anderen in den letzten Jahrzehnten. Da bin ich zuversichtlich.
In Syrien hat man nach fast 10 Jahren Krieg einen weltlichen Diktator durch einen islamistischen ausgetauscht. Das ist zersplittert.
Libyen hat jetzt zwei, statt nur einem Diktator. Das Land ist zersplittert.
Irak ist auch zersplittert und de facto ein Militärstützpunkt der USA.
In Ägypten hat man einen islamistischen Diktator durch einen militärischen Diktator ausgetauscht.
In Afghanistan hat man nach 20 Jahren Krieg und Besatzung die Taliban an der Macht gelassen.
Im Iran will man die islamistische Diktatur durch eine weltliche ablösen.
Epstein und Gaza werden den Schlussstrich unter den Westen ziehen.
Stefan Homburg trifft auf seinem Youtube-Kanal mit seiner aktuellen Analyse, dh mit den historischen Fakten ins Schwarze. Und das leider zu meinem Bedauern, denn ich war auf der Seite von USA u Israel.
Stefan Homburg ist ein hervorragender Finanzwissenschaftler.
Das historische Kapitel in seiner „Allgemeinen Steuerlehre“ ist aber leider völlig unbrauchbar — Geschichte ist halt nun mal nicht sein Fachgebiet.
Schuster, bleib bei Deinen Leisten.
Herr Homburg ist ein sehr kluger Mensch, aber kein Militär. Um in solchen Konflikten zu siegen ist nur eins erforderlich: absolute Rücksichtslosigkeit. Die USA kann dafür sorgen, dass jemand kommen muss, um die Karte neu zu malen.
RANIAN OFFICIAL TO CNN:
We plan to impose Security fees on ships belonging to countries allied with the United States
They can use the Strait of Hormuz in exchange for a fixed amount of money
In Zukunft dürfen wir tiefer in die Tasche greifen, dank Trump und Co. Iran wäre heute eine Demokratie, Dulles und andere mussten Mosaddegh stürzen und dann kam auf den Pfauenthron Mohammad Reza Pahlavi und sein Terrorregime. Danach errichtete ein Ruhollah Chomeini den islamische Staat, und jetzt verkaufen sie uns den Tod des Krebskranken Ali Chamenei als Präzisionsschlag, dabei geht es in den nächsten Wochen erst richtig los.
schrecklich, wo sollen die Geissens denn jetzt wohnen?
Und kann Epstein überhaupt noch seinen Lebensabend glücklich und zufrieden (mit Bart) in Tel Aviv verbringen?
Trump hat Europa das Osterei ins Nest gelegt. Die Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten insb. Iran werden in Deutschland mit einer Explosion der Sozialausgaben enden. 2015 wird sich wiederholen und die einzige Möglichkeit darauf zu reagieren:
Jetzt sind se halt da (mind. 500.000 Iraner werden sich auf den Weg machen)
Die werden das Pragmatisch betrachten. Wenn die Menschen dort das Momentum verwenden können um das Regime zu stürzen wird das sicher begrüsst. Wenn die Menschen das aber nicht selber schaffen sind die militärischen Kosten einfach zu groß und übersteigen den nutzen. Auch weil wenn nicht jetzt wann dann? Sollte sich da nichts tun in den nächsten 1-2 Wochen dann ist das ganze wieder fertig.
Mit anderen Worten: außer für die Rüstungs- und Energiekonzerne und deren Aktionäre war die ganze kriminell Aktion für die Katz. Wieviel Trump und seine Cronies mit ihren Insider-Informationen an der Börse verdient haben, wäre interessant.
sersiöser Kanal bei YT. Glenn Diesen. Neutral und sachlich aber seine Interviewpartner aus der ganzen Welt kommen zum selben überaschenden Schluss:
USA sind raus aus dem Golf, die Weltordnung ist bald eine ganz neue, Weltwirtschaftskriese wird katastrophal, Europa ist verloren. Bleibt nur die Frage wie es mit Israel weitergeht: Samson-Option oder Lower Eastside?
Vor 3 Tagen:
Außenminister Rubio ordnete – als „emergency“ deklariert – die Lieferung von 20.000 Bomben ( $ 650 Millionen ) an I’l an, ohne Genehmigung vom Kongeß …
Trump hat sich verrechnet. Nach diesen Kriegsverbrechen dürfte der Hass gegen die USA/Israel grösser sein als vorher und das stärkt die Mullahs.
Wann es endet wird der Iran entscheiden. Für den Iran geht es um viel mehr.
Israel bekommt jetzt sein eigenes Gaza.
Wie wäre es mit einen Regime Change in Israel
Ich erinnere
bevor der Gaza Krieg begann
war er mächtig unter Druck vor Gericht zu landen und dann mit Sicherheit wäre er auch verurteilt worden
und würde hinter Hintern light sitzen.
Auch möchte ich erinnern das es einen internationalen Haftbefehl
gegen dieser zweifelhaften Person gibt.
Keine gute Idee, du Judenhasser. Gewöhne dich dran, daß Israel seinen Feinden i m m e r überlegen sein wird.
…träum weiter. die zionisten stehen vor dem untergang….
dummes Geschwafel. Iran wird den Krieg gewinnen.
Wer noch mit den Kriegsverbrechern Bibi & Donny gemeinsame Sache macht, muss und wird ebenfalls bestraft werden.
Die USA hätten einen Regime change machen können. So wie in der Ukraine 2014. Aber die Israelis sind ihnen zuvorgekommen mit ihren plumpen Bombardierungen. Die wollen nämlich keinen Regime Change mit einem starken demokratischen Iran. Die Israelis wollen nur ihre Vormachtstellung im Nahen Osten behalten. Da blieb den Amerikanern nichts anderes übrig als mitzumachen, um nicht das Gesicht zu verlieren.
Lb. Johann: Völlig richtig! Das ist übrigens auch das Hauptthema der amerikanischen konservativen Journalisten.
hat in der Ukraine ja auch so toll geklappt. Neonnathsis an die Macht putschen. Ha!