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MDR-Wahlarena

„Redet dieses Land permanent schlecht“: Schulze wirft der AfD vor, schlechte Stimmung zu schüren

In der MDR-„Wahlarena“ prallten vor der Landtagswahl vor allem die Positionen zur AfD aufeinander. CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze machte einmal mehr deutlich, dass er jede Zusammenarbeit mit der Partei ausschließt. Linken-Kandidatin Eva von Angern warnte davor, „dem Opfermythos“ der AfD zu verfallen.

Die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt trafen am Mittwochabend beim MDR zusammen.

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Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kam es zu einem ersten öffentlichkeitswirksamen Aufeinandertreffen der Spitzenkandidaten der größeren kandidierenden Parteien. In der MDR-Sendung Fakt ist! Wahlarena stellten sich die Spitzenkandidaten von AfD, CDU, FDP, Grünen, SPD, Linken und BSW den Fragen von 50 Bürgern. Neben Bildung, Migration, Energieversorgung und dem Krieg in der Ukraine ging es regelmäßig um die Polarisierung der Gesellschaft und die Frage, wie die anderen Parteien künftig mit der AfD umgehen wollen.

Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze wurde gleich zu Beginn gefragt, ob er an der sogenannten Brandmauer zur AfD festhalte. Ein Zuschauer kritisierte, dass mehr als 40 Prozent der Wähler politisch ausgegrenzt würden. Schulze führte lange aus, dass er das Wort ablehne. „Brandmauer ist ein Begriff, den ich nicht benutze“, sagte er. Auf diese erste Frage ging er länger ein, ohne aber tatsächlich inhaltlich Stellung zu beziehen.

Erst auf Nachfrage erklärte der CDU-Politiker dann doch schließlich: „Ich habe nicht vor, mit der AfD hier zusammenzuarbeiten.“ Mit AfD-Wählern wolle er durchaus ins Gespräch kommen. Die Partei selbst stelle jedoch keine überzeugenden Lösungen für die Zukunft des Landes bereit. Schulze warf der AfD vor, die schlechte Stimmung im Land anzufachen: „Ich rede dieses Land hier nicht permanent schlecht, so wie es die AfD macht, denn wenn man sein Land permanent schlecht redet, kann man es auch nicht regieren“, so Schulze.

Im späteren Verlauf der Debatte erklärte Schulze dann noch, dass in einer von ihm geführten Landesregierung weder ein AfD- noch ein Linke-Minister sitzen werde. Damit dürfte die Regierungsbildung nach der Wahl jedoch quasi unmöglich werden. Selbst mit der SPD und den Grünen zusammen wäre man von einer Parlamentsmehrheit weit entfernt. Schulze würde im Falle seiner Wiederwahl eine ausgesprochen schwache Minderheitskoalition anführen.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wies die Kritik von Schulze unterdessen zurück und präsentierte seine Partei als politische Kraft des Wandels. Siegmund sprach von einer positiven Stimmung im Land. Er selbst erlebe „ganz viel Aufbruchstimmung“ und positive Reaktionen. Gleichzeitig warb Siegmund für einen grundlegenden politischen Kurswechsel. Die AfD wolle staatliche Ausgaben reduzieren, sich stärker auf Deutschland konzentrieren und Geldflüsse in die Ukraine beenden. „Wir leben über unsere Verhältnisse“, sagte der AfD-Politiker. Man müsse sparen und „unnötigen Ballast abwerfen“.

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Auch die von der AfD geforderte Abkehr von der Schulpflicht wurde thematisiert. Siegmund sprach sich für eine Bildungspflicht aus, die auch Lernen zu Hause ermöglichen solle. Dies könne insbesondere Kindern helfen, die in der Schule massiv gemobbt würden. Die übrigen Parteien sprachen sich hingegen für die Beibehaltung der Schulpflicht aus.

Im Übrigen kam es vor allem zwischen der AfD und der Linken zu verbalen Auseinandersetzungen. Linken-Kandidatin Eva von Angern warnte davor, „dem Opfermythos“ der AfD zu verfallen. Indes führte Siegmund immer wieder aus, dass man mit niemandem prinzipiell nicht zusammenarbeiten wolle. Auch in Richtung der Linken-Spitzenkandidatin sagte er: „Ich reiche Ihnen doch die Hand, Frau von Angern“. Zudem lud er sie auf einen Kaffee ein. Diese entgegnete hierauf jedoch nur: „Warum sollte ich das tun?“ Zuvor hatte sie Siegmund vorgeworfen, die AfD würde die Redner anderer Fraktionen im Landtag niederbrüllen.

Die AfD liegt in Umfragen deutlich vorn und ist nur wenig von einer absoluten Mehrheit entfernt. Eine Erhebung des Instituts Pollytix im Auftrag von Campact sah sie zuletzt bei 43 Prozent. Die CDU kam auf 23 Prozent, die Linke auf 13 Prozent. SPD und Grüne wurden mit sieben beziehungsweise fünf Prozent gemessen. BSW und FDP lagen unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt.

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73 Kommentare

  • Das Land ist schlecht (gemacht) geworden, das kann keiner mehr schlecht reden, meint eine AfD-Wählerin, die nicht mit Schulze ins Gespräch kommen möchte.

    • Von wem wurde das Land schlecht gemacht?

      -38
      • Stadtbild mitbekommen?

        • Nur noch AFD💙💙💙💙💙💙Nur noch AFD💙💙💙💙💙

          3
      • Von allen Altparteien und ihrem Sozialismus!

      • …, hauptsächlich von der CDU mit Hilfe der restlichen Altparteien.

      • Die Frage ist hoffentlich nicht Ernst gemeint?! Ansonsten, schlaf weiter!

  • „Redet dieses Land permanent schlecht“
    Tja, die Wahrheit ist eine bittere Pille. Schwer zu schlucken. Aber sie ist der erste Schritt hin zur Besserung. Ohne sie wird’s nur noch viel viel schlimmer …

    • Das Land wird nicht von der AfD permanent schlecht geredet sie weist nur – und das zu recht – auf das permanent Schlechte hin, das von den letzten drei Regierungen Deutschland angetan wurde.
      Soviel Schlechtes kann man sich gar nicht ausdenken!
      Es bleibt daher nichts übrig was noch schlecht geredet werden könnte.

    • Ach Schulze:
      – marode Infrastruktur
      -Straße und Bahn verrotten, Brücken sind unsicher
      – Schulen kommen ihrem Bildungsauftrag nicht nach
      – Universitäten sind international nicht wettbewerbsfähig
      – Sozialkassen am Ende
      – Rente ist ein Witz
      – Energie so teuer wie nie
      – Firmenpleiten und Abwanderung auf Rekordnivau
      – Clnkriminalität und marodierende Islamisten bestimmen śdas Stadtbild
      – Merkelpoller anstatt Weihnachtmärkte und Feste

      Und dann Schulze, reden alle nur noch vom Krieg.

      Aber klar Schulzi, alle reden das Land schlecht…..

  • Es gibt die AfD.
    Und es gibt die anderen Parteien die kaum über etwas anderes reden als die AfD.
    Sollen sie froh sein daß die AfD existiert, ansonsten würde jeder bemerken daß sie dem Volk nichts mehr zu sagen haben.

    • Ich wähle die AFD nicht weil Sie so gut sind.
      Ich wähle die AFD weil die anderen so (Zensiert) sind.

  • Dann war er aber auch an keinem der vielen Infostände im Land. Aufbruchstimmung, Optimismus und gute Laune sind das, was die AfD dort tatsächlich verbreitet.

  • Die AFD braucht dieses Land nicht schlecht reden, es reicht, wenn die Bürger in ihren Alltag schauen !
    Das linke reframing hat sich auch abgenutzt.

  • In Sachsen-Anhalt geht es demnächst um „Hit oder Schnulze“!

  • Ich weiß zwar nicht, wofür ich stehe, aber ich finde alles knorke. Klasse Wahlkampfeinstellung, das muss klappen!

  • wenn es ja was positives zu berichten gäbe. Ich kann gern positiv über die deutsche Bevölkerung sprechen, aber das bringts halt nicht.
    Ich würde gerne über unsere Leistung sprechen, die wir definitiv haben. Aber das bringts nicht, wenn die durch politische Vorgaben vernichtet wird.
    Wir haben das niedrigste Wirtschaftswachstum aller OECD Staaten der letzten 7-10 Jahre. Selbst Länder, die bereits auf extrem hohen Niveau sind wie die Schweiz, oder Schweden haben ein Vielfaches an Zuwachsraten.
    Und egal was man aus der Politik hört.
    Es sind immer zwei Sachen die am Ende übrig bleiben. Die arbeitende Person hat weniger Geld als vorher. Und, es lohnt sich immer weniger überhaupt noch zu arbeiten.

    Die Politik könnte richtig mies sein. Die könnten uns komplett überwachen, kontrollieren und sonstwas (so wie in China), das könnte man alles noch ertragen, wenn es einem dadurch, oder trotzdem, immer besser gehen würde von Jahr zu Jahr.
    Aber bei uns ist das Gegenteil der Fall.

  • Eine Regierung, die die Opposition dazu braucht, sie zu loben und ihre Regierung schön zu reden, darf daheim bleiben, danke.

  • ‚“denn wenn man sein Land permanent schlecht redet, kann man es auch nicht regieren“, so Schulze.‘

    Doooch! Wenn man alles toll findet, kann man nichts verbessern.

    Warum merkt er so etwas nicht, während er es ausspricht?

    Die AfD gibt den Blockparteien damit sogar die Möglichkeit trotz rosaroter Migrationsbrille die Probleme zu erkennen – und was machen sie daraus? Schmettern es ab – aus purem Hass 😂

    • Warum merkt er sowas nicht… – Aus einem verzagten Arsch komnt kein fröhlicher Furz. – sagte Martin Luther

  • Eigentlich sollte man das Land katastrophal zerstört reden.
    Denn das ist es.

  • Alle gegen einen ist nun mal kein Erfolgsmodell mehr, um Wahlen zu gewinnen.
    Im Grunde genommen ist der mangelnde Willen sich auf Sachebene auseinanderzusetzen, genau das was die Wähler immer mehr ankotzt. Sie wollen keine rhetorischen Seiltänzer, sondern Leistungsträger welche positive Entwicklungen erzeugen.

  • Nö, die AFD redet das Land nicht schlecht, sie hält lediglich den Altparteien den Spiegel dafür vor, was diese aus diesem Land gemacht haben!

    Das die dafür verantwortlichen Altparteien darüber stinkig sind, ist nachvollziehbar.

    Dabei ist die Sache doch ganz einfach: Wenn das Land durch die AFD wirklich nur schlecht „geredet,“

    Können die Altparteien doch einfach weitermachen wie bisher und werden ganz sicher wieder gewählt. Es gibt ja auch keine Probleme mit Ausländergewalt, dem Stadtbild allgemein. Auch gehen nicht täglich zahllose Firmen pleite oder hätte unsere Automobilindustrie Probleme.

    Also macht schön so weiter und redet die Früchte Eurer politischen Arbeit „schön.“ Die Wähler der AFD werden sicher noch merken und scharenweise zu Euch zurückkehren liebe Altparteien 😉

  • Nie wieder CDU. Frag doch mal bei der Wirtschaft nach was mit diesem Land nicht stimmt. So wie die Union zurzeit reagiert, so reagierte auch ein E. Honecker, jetzt fehlt nur noch die Aussage von Mielke und alles ist wieder perfekt wie damals: ich liebe euch doch alle, alle Menschen. Sie haben nicht verstanden das der einfache Arbeiter sich kaum noch etwas zu essen leisten kann und die Spritpreise (ich meine nicht den Weißenkorn vom Discounter) dermaßen hoch sind das die Leute nur noch arbeiten gehen um auf Arbeit zu kommen. Das ist schon mal eine der drängensten Frage zur Zeit: warum sind die Benzin Preise nur in Deutschland so hoch und nicht im europäischen Ausland wie bei unserem direkten Nachbarn, Polen nicht… Das sind die Probleme die eine CDU nicht mehr angehen kann. Und das sind nur wenige kleine Frage, noch nicht einmal das große Ganze… ( Jetzt hätte ich doch beinahe VR Polen geschrieben 🤣)…

  • Ich hab es mir angeschaut. Leider. ÖRR, wie immer. Gleich zu Beginn durfte ein AfD-Wähler eine Frage stellen, ansonsten das übliche. Beifall für Linke und Grüne und eine SED-Kandidatin, die Uli immer wieder unterbrochen hat und immer wieder das übliche „gesichert blabla“. Nicht zum Aushalten. Man muß den ÖRR einfach ablehnen. Selbst einem neutralen Beobachter dürfte diese Einseitigkeit und Hetze auffallen.

  • Mir wird dagegen schlecht, wenn ich höre, was Schulze so von sich gibt.

  • Was denkt er sich…..? Sollen wir die offensichtlichen Probleme „schönreden “ und ihn und sein Parteienkartell weiter machen lassen.

  • „Redet dieses Land permanent schlecht“: Nicht das Land, sondern den Irrsinn der Regierung, die das Land, die Wirtschaft und den Wohlstand zerstört und schlecht macht!

  • Was für ein primitiver Wahlkampf von der CDU.

  • Da hat er recht. Der AfD Politiker hätte es leichter, wenn er über gute und Erfolgreiche Dinge , in diesem Land reden würde . Dann würde seine Rede nur 15 Sekunden dauern

  • die Stimmung ist schlecht, weil diese Regierung grottenschlecht ist.
    Da braucht man sich nicht großartig anstrengen, etwas schlecht zu reden.

  • Das war keine „Wahlarena“ sondern ein vom MDR inszenierter Vernichtungsversuch von Ulrich Siegmund.
    90% der Fragesteller waren so offensichtlich gecastet, dass es schon peinlich wurde.
    Auch die Vertreter der Altparteien zeigten einen offenen Hass gegen den AfD-Kandidaten.
    Super, dass die AfD den ÖRR auflösen will!👍🏻

  • Mit der Wahrheit hat es die SED 2.0 nicht so denn dieses Land und seine Politik ist schlecht, da braucht man nichts schlecht zu reden!

  • Deindustrialisierung, zu hohe Steuern und Sozialabgaben, Gewalt durch Migranten, unsichere und teure Energieversorgung, Wohnungsmangel, mieses Bildungssystem, erodierende Sozialkassen. Nee, ich weiß auch nicht warum Siegmund immer so negativ ist. Ist doch alles supi hier in der Germanenklappse!

    • Rotgrüne Genderklappse 😆🥳 wäre vermutlich besser gewesen.

  • „Beziehungstat“: Mann richtet Ehefrau mit 10 Messerstichen hin – da können die Kartellparteien ja mal wieder alles schönreden!

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