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„Gesichert rechtsextrem“

Nach Klage: Verfassungsschutz stuft AfD Niedersachsen zum „Verdachtsobjekt“ zurück

Nach Klage der AfD zieht der niedersächsische Verfassungsschutz die Einstufung des Landesverbands als „gesichert rechtsextrem“ vorerst zurück und stuft ihn wieder als Verdachtsobjekt ein.

Die AfD in Niedersachsen ist vorerst wieder als Verdachtsobjekt eingestuft (IMAGO/Noah Wedel)

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Der niedersächsische Verfassungsschutz nimmt die Einstufung der AfD im Land als „gesichert rechtsextrem“ zurück. Wie das Innenministerium in Hannover mitteilte, wird der Landesverband „vorerst wieder als Verdachtsobjekt“ geführt, nachdem die Partei gegen ihre Einstufung als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt vor Gericht vorgegangen war.

Noch vor kurzem hatte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens Konsequenzen für Beamte mit aktiver AfD-Tätigkeit in Aussicht gestellt. „Wenn der Verfassungsschutz eine Partei als verfassungsfeindlich einstuft, ist das das Zeichen an die Gesellschaft: Vorsicht bei dieser Partei. Und eine Hochstufung muss Konsequenzen haben. Sonst bräuchte man dieses Instrument nicht“, so die SPD-Politikerin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Parallel plante das Innenministerium ein neues Prüfverfahren für angehende Staatsbedienstete. Bewerberinnen und Bewerber sollen künftig in einem Fragebogen angeben, ob sie Mitglied bestimmter Organisationen sind oder waren. „Wer dann angibt, Mitglied der AfD zu sein, bei dem schauen wir genau hin, ob wir das notwendige Vertrauen haben, ihn oder sie zu verbeamten“, so Behrens. Falsche Angaben könnten den Verlust des Beamtenstatus nach sich ziehen.

Weiter erklärte sie: „Wer Beamter in Niedersachsen wird, schwört auf das Grundgesetz und auf die niedersächsische Verfassung. Wenn jemand gleichzeitig aktiv für eine als verfassungsfeindlich eingestufte Partei tätig ist, dann stellt sich die Frage nach der Verfassungstreue“, erklärte Behrens. Sie betonte, dies richte sich nicht gegen Wählerinnen und Wähler oder einfache Parteimitglieder.

Der Landesverband der AfD, den der Verfassungsschutz im Februar als „extremistische Bestrebung“ eingestuft hatte, wehrt sich juristisch gegen die Entscheidung. Bereits seit 2022 stand die Partei als Verdachtsfall unter Beobachtung; die jüngste Hochstufung hatte scharfe Kritik ausgelöst. AfD-Landeschef Ansgar Schledde sprach von einer „empörenden Entscheidung“ und warf dem Innenministerium „politisches Kalkül“ vor. Die Landes-AfD stehe „fest auf dem Boden des Grundgesetzes“.

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Der AfD-Vize Stephan Bothe kündigte an, Innenministerin Behrens müsse zurücktreten, sollte das Verwaltungsgericht Hannover der Partei Recht geben. Behrens zeigte sich dagegen gelassen und verwies auf die „klare Beweislage“. Sie gehe davon aus, „dass wir am Ende des Verfahrens eine Bestätigung durch das Verwaltungsgericht Hannover für die weitere Beobachtung bekommen werden“.

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82 Kommentare

  • Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute und suchen weiter.

    • Mutmaßlich gibt es beim VS jetzt Seminare für kunstgerechtes Rückwärtsrudern…

  • Verfassungsschutz abschaffen, die Beamten als Reinigungskräfte in Flüchtlingsheimen einsetzen. Ende der Geschichte.

    145
    • Die Kanalisation muss auch regelmäßig von innen geschrubbt werden …

      • Ich will Namen lesen!

        • Krause, Hausmeister 🤪

          2
    • Mehr können die auch nicht und deshalb klammern sie sich so an dem leistungslosen Einkommen fest!

    • Hohe Miterbeiter:innen hauen die Gesellschaft genüsslich in den Dreck und gehen nach Feieraben ins Studio und lassen sich ans Kreuz binden.
      Die Stunde zu 150€ aufwärts icl, Masken, Wachs und Hauen Behandlung.
      Das andere Schreibe ich nicht, da mehr Wahheit Verboten ist.

      • Ist nichts Neues.
        Vor Jahren bearbeiteten mein Freund und ich (zwei Typen also) einen Polizeihauptkommisar aus Darmstadt nach allen Regeln der Kunst.
        Oh, mein Gott. Der jammerte und jaulte………..

  • Darüber werde ich mich heute Abend umfassend von der Tagesschau informieren lassen…

  • Was für eine Niederlage.

  • Ach nee, auf einmal?
    Und wieder unsere Steuergelder rausgehauen, klasse, ist ja nicht deren Geld, nur das der Steuerzahler, macht ja nichts.
    Wieso dringt es nicht in die Köpfe der Bürger Deutschlands vor: Die Geldverschwendung muss aufhören, genug ist genug.

    • Vor Jahren gab es schon mal die schöne Ausrede von Massen: Wir haben doch von Nichts gewusst!

  • Interessanter Vorgang – zeigt er doch wieder einmal, daß der VS (bzw. die VS-Ämter der Länder) bei diesen Einstufungen offentichtlich recht willkürlich vorgeht/vorgegangen ist. Also ohne ausreichende Belege!
    Sollte in einem Rechtsstaat SO nicht möglich sein, ist jedenfalls meine Auffassung zu derartigenVorgängen.
    Aber was weiß ich schon…

    • Ja! Zumal diese merkwürdigen Einstufungen völlig willkürlich ohne jedes gerichtliche Urteil stattfanden.

      Sowas kenne ich eigentlich nur von der Stasi.

  • Und nun Frau Behrens anzeigen.

    • Dienstreise für 10 Jahre nach Nordkorea anordnen.

      • aber bitte OHNE Rückfahrkarte

  • Ein Bild, Eine Aussage…..

    • Oma…

  • Exakte Kopie im Vorgehen wie beim Bundesamt für Verfassungsschutz im Mai 2025. Schnell ein negatives Verdikt rausposaunen, das hält dann ein paar Tage und wird in der Folge auf Eis gelegt. Mal schauen, ob der Ausgang ähnlich erfolgreich sein wird wie auf Bundesebene, wenn es zum Eilverfahren kommt.

  • „Wer dann angibt, Mitglied der AfD zu sein, bei dem schauen wir genau hin, ob wir das notwendige Vertrauen haben, ihn oder sie zu verbeamten“

    Wer das angibt, ist selber Schuld. Aber der Wind dreht sich…

  • So ein Staatsstreich will solide vorbereitet sein

  • Dieses Land macht es nicht lange.

  • endlich einen neutralen Verfassungsschutz einsetzen.

  • Pingpong.

    Es NERVT.

  • Manchmal muss man wirklich nur das Gesicht anschauen.

  • Wohl eher „gesichert unbequem“ für einige bestimmte Leute! So wird ein Schuh draus!

  • Bei den Rückschlägen, die der verfassungsschutz derzeit so kassiert, sollte man mal über eine ISO-9001-Zerifizierung zur Qualitätssicherung nachdenken! Jede Reha-Klinik hat die inzwischen und zeigt damit, dass ihr Qualität der geleisteten Arbeit sehr wichtig ist…

  • Jetzt schon ein Objekt und kein Fall mehr?

  • Welch Ausbund an Anmut und Liebreiz! Wo finden die nur immer solche Schönheiten?

  • Die Niederlage der verschiedenen weisungsgebundene Ämter für Verfassungsschutz auf Raten …
    Es stellt sich mir mich die Frage, ob die Ämter auf dem Boden unserer FDGO stehen, und ob sie ggf als Verdachtsfall einzustufen sind ….
    Kann mir da jemand weiterhelfen?

    • Den haben sie schon lange verlassen. Das Landesamt für Verfassungsschutz Niedersachsen ist gesichert Linksextrem.
      Da war doch mal was mit wir sind Antifa?
      Meine Meinung.

    • Das Landesamt in Thüringen garantiert nicht.

  • Klar-weil die AfD doch so gefährlich ist. Vermummt geht sie auf Polizisten los, sabotiert Strom und Bahn, schreibt „Bekennerschreiben“ und fährt in Menschenmengen. Ich habe gehört sie will ein Kalifat einrichten und der AfD-Kalif soll in Brüssel residieren zuerst die Medien unterwerfen und dann Planwirtschaft und Denunzianten-büros einrichten damit die Ungläubigen schnell erfasst und unschädlich gemacht werden können. Aus ihren Untertanen wollen sie Arbeitssklaven machen die immer mehr arbeiten und immer mehr Steuern zahlen sollen. Rente bekommen die dann kurz vor der Beerdigung und müssen „Danke“ dafür sagen. Und einen Russlandfeldzug möchten sie auch befehligen damit ihr Machtbereich weiter nach Osten expandiert.
    Die ist schon sehr gefährlich diese AfD und ihre direkte Diktatur mit der sie den Leuten alles diktieren und vorschreiben wollen. Eine Opposition würden die nie erlauben-die würden sie glatt verbieten.
    Ich bin so froh, daß unsere Verfassung so gut vor ihr beschützt wird.

    • Eine interessante Persiflage zum Thema haben Sie hier abgeliefert 😉

  • Schafft diese weisungsgebundene Behörde ersatzlos ab. Diese willfährigen Einstufungen, die regelmäßig zurückgenommen werden müssen, kosten nur unser Steuergeld und machen den Laden nur lächerlich.

  • ich glaube nicht, dass der Otto Normalverbraucher unterscheidet, zwischen Verdachtsfall und gesichert. Allein die Bezeichnung Verdachtsfall reißt für ihn schon alles Nazis.

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