Mut gibt es nur gegen die Masse
Die angegriffenen Apollo News-Reporter in Erfurt blieben allein im angesicht einer entgrenzten Masse. Menschen traten auf sie ein, die nichts über sie wussten und nur einer Regel folgten: Wenn alle auf einen einschlagen, werden sie schon recht haben.
Der Tagesspiegel stellt die sehr berechtigte Frage: „Warum haben sich von Hunderten Demonstrantinnen und Demonstranten, die für Demokratie und Menschenrechte kämpfen wollten, nur wenige zwischen die Reporter und die Schläger gestellt?“
In der Tat ist das fast das Wesentliche, das von den Geschehnissen aus Erfurt bleibt. Am Anfang stört die Demonstranten die Kamera unserer Reporter. Dann beschleunigt es sich, bis irgendwann Hunderte einsteigen in einen Mob, der gröhlt und schreit, der mit Flaschen wirft, der immer schneller läuft und schließlich schubst, schlägt und tritt. Der Kopftritt kurz vor Eintreffen der Polizei markiert den Moment, in dem der Furor der Masse zur Siedehitze gekocht ist, in der totalen Entgrenzung zu allem bereit. Am Ende traten Menschen auf unsere Reporter ein, die nichts über sie wussten, die nicht einmal die Entstehung des Konflikts miterlebt haben, weiter angeheizt von Durchsagen von der Bühne. Diese Gewalt folgt irgendwann nur noch einer Logik: Wenn alle auf einen einschlagen, werden sie schon recht haben.
Luisa Neubauer, wenige Meter entfernt von der Tat und bis heute ganz leise, hielt ein Schild hoch: „Sie haben Hass, wir haben Haltung“. Genau das hatten sie nicht. Man hatte eben keine aufrechte Haltung, gestreckt zu Höherem, man bückte sich zum Boden und ließ sich, befreit von allen Zweifeln, gehen im Rudel.
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Totalitäre Regime konnten immer vor allem auf die Massenseele bauen, in der das bewusste Gewissen schwindet, der komplexe Charakter eines Individuums ausgeschaltet wird. Eine Masse kennt keine Verantwortung und keine Skepsis, sie ist angesteckt und gleichgeschaltet, gesteuert von plumpen, extremen Gefühlen. Die Masse bringt immer das Schlechteste am Menschen hervor. Nur aus dem Mob heraus waren Bilder wie diese möglich.
Der Ärzte-Bassist Rodrigo González wird vom WDR gefragt, für wen er nicht bremsen würde – „für Nazis“, sagt er lächelnd. Politische Morde sind bekanntlich sehr lustig. Auch das ist ein Phänomen: Die Leute, die am meisten von Weimar sprechen, haben in der Regel noch nicht einmal den Wikipedia-Artikel gelesen. Und so kommt es, dass die Widersetzen-Demonstranten zeigen, wie wenig diese Leute verstanden haben von der sogenannten Erinnerungskultur und ihren Lehren: beispielsweise von der unbedingten Pflicht des Einzelnen zur eigenen Urteilsbildung. Der Vater eines der Täter entschuldigt den Angriff in Erfurt noch halb mit „Gruppendynamik“ – wollten wir aber gerade nie wieder gelten lassen, dass ja „alle mitgemacht“ hätten? Der Charakter eines Bürgers, wie ihn eine liberale Gesellschaft braucht, definiert sich aus seiner Fähigkeit, sich der Masse zu verweigern, ihrem Sog zu widerstehen und auf einem eigenen Urteil zu beharren.
Der Widersetzen-Sprecher Suraj Mailitafi liefert nach fast einer Woche im Stern eine explizite Nicht-Distanzierung von Gewalt und behauptet auch noch, unsere angegriffenen Reporter seien „mit der Absicht“ zur Demonstration gekommen, verprügelt zu werden. Das ist nicht nur ein erschütternder Abgrund an Menschenfeindlichkeit; es zeigt einen Menschen als Sklaven einer politischen Masse, der es – berauscht von totalem moralischem Überlegenheitsgefühl – geschafft hat, sein eigenes Gewissen schlichtweg abzuschalten. Er verzichtet auf jede Nuance von Nachdenklichkeit und bleibt in seinen Positionen total – das geht so weit, dass selbst jeder Anflug von Mitgefühl angesichts von Kopftritten gegen Menschen abgedreht werden kann.
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Unsere Reporter in Erfurt sind alleine geblieben gegen einen Mob in einer Trance der Gewalt. Auch das ist das Bild, das bleibt: nur wer bei sich ist, kann nachdenken, nur der Einzelne hat ein Gewissen. Und Mut gibt es nur gegen die Masse.
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(1/2) Jeden Sonntagmorgen bin ich gespannt auf das neue Editorial von Herr Mannhart. Der heutige Beitrag gehört für mich zu seinen besten. Er beschreibt eindringlich ein Problem, das unsere Gesellschaft seit jeher begleitet: die Neigung vieler Menschen, Meinungen, Stimmungen und vermeintlichen Wahrheiten zu folgen, anstatt sich ein eigenes Urteil zu bilden.
Die Ereignisse in Erfurt und die Bilder der dortigen Jagdszenen machen deutlich, wie schnell sich Gruppendynamiken entwickeln können. Wo zunächst ein gemeinsames Denken entsteht, kann daraus gemeinsames Handeln werden – bis hin zur Ausgrenzung und Einschüchterung Andersdenkender. Eine freiheitliche Gesellschaft lebt jedoch davon, dass unterschiedliche Meinungen respektiert und Konflikte im Rahmen von Recht und Gesetz ausgetragen werden.
(2/2) Die Diskussionen der vergangenen Jahre – etwa über die Coronamaßnahmen, die Energiepolitik oder die Chatkontrolle – haben gezeigt, wie wichtig es ist, kritisches Denken zu bewahren und auch abweichende Positionen auszuhalten. Demokratische Debatten gewinnen nicht durch Gleichförmigkeit, sondern durch den offenen Austausch von Argumenten.
Chapeau, Herr Mannhart! Ich wünsche diesem Editorial viele Leser – und vor allem die Bereitschaft, über seine Botschaft nachzudenken.
und?
hat sich was geändert?
nein!
der immer gleiche Gaul wird von verschiedenen Seiten aufgezäumt und geritten.
Ändern würde sich erst dann etwas, wenn die vielen Mitläufer der einen Masse gegen die Mitläufer der anderen Masse sich durchsetzen.
Und immer schön weiter im ideologischen Gebetskreis …
Zuerst konnte ich Ihren Kommentar nicht einordnen, Nachdem es weitere von Ihnen gibt: Ja, wuerde mir auch auf den Sack gehen wenn immer wieder und wieder der Finger in die Wunde gelegt wird….
Franz Josef Wanninger—Solche Aktionen entstehen aus einer geschürten, unterschwellig politisch geforderten, zumindest teilweise geduldeten fehlgeleiteten links radikalen Massendynamik.
Sie braucht zum letzten Schritt jedoch einen aufpeitschenden Katalysator.:
Die HETZENDEN Sprecher der Demo-Leitung. Anleitung zu massiven Straftaten!
Verantwortungslose Neu-Nazis in historischem Kontext. Goe—Klone.
Lt. Broder: weil sie so sind, wie jene damals waren!
Ja das ist das Hammel-Herden Syndrom, kannst Du nicht ändern Franz, das war schon immer so, damit verdient ja auch die Mode Geld. Denen kannst Du erzählen was die willst, die glauben an GEZ und hocken abends artig auf der Couch und genießen die Lügenschau und – das wahr schon in der Schule so – jede Klasse und jeder Klassenlehrer braucht in den Schulklassen Mobbingopfer und Agressionen von sich abzulenken und das wird immer noch praktiziert!
Und ich freue mich jeden Sonntagmorgen auf das neue YouTube Video von Carsten Neumann (Kempinger Rohrreinigung Berlin). Wurstduschen und ein paar tote Ratten, Wetwipes und überlaufende Toiletten interessieren mich mehr, als ein Mannhart-Editorial es je könnte.
(Jetzt hätte ich fast „Aber jedem das …“ gesagt.)
Sie müssen sich auch nicht freuen. Ich darf es aber. Und ich werde es auch in Zukunft dürfen, weil wir (meinesgleichen) etwas wie Sie (und Ihresgleichen) aushalten. Mit Toleranz nämlich. Denn: In Wahrheit sind Sie (und Ihresgleichen) viel weniger als ich (und meinesgleichen). Deshalb werden wir gegen Sie (und Ihresgleichen) bestehen, denn Sie (und Ihresgleichen) sind stets gescheitert mit den „hehren“ Zielen für das Wohl (angeblich) Aller!
Ach Junge, mach Dich mal locker, oder gehst Du zum Lachen in den Keller?
Und was soll dieses bloede „Wir“ vs. „Sie“ Gequatsche? Ich bin AfD-Waehler der ersten Stunde, habe aber eine Allergie gegen das pathetische Geschwurbel des „Chefs“ dieser Schülerzeitung hier.
Hier ein Beispiel. Da ist doch jedes Mannhart-Editorial „ein Scheiß dagegen“ 🙂
https://www.youtube.com/watch?v=dqqQl5MZ7xc
Sehr gute Analyse, Herr Mannhart.
Leider werden zu wenige Ihre Worte lesen und ins Nachdenken kommen.
Und leider agieren und reagieren Menschen in der Masse mehrheitlich ohne Hirn und Verstand getrieben von denen, die in einer Situation die Macht haben. Sie alle sind die gefürchteten Mitlöufer und Trittbrettfahrer, die Diktatoren zur Macht verhalfen und verhelfen werden.
Der Mensch ist ein Herdentier, Massenpanik, Massenhysterie, Massengewalt…da gibt es keine Nervenimpulse bis zum Großhirn mehr,bleibt alles im Stammhirn….
William Golding: „Der Herr der Fliegen“. Erschienen 1954.
oder Todd Strasser’s „The Wave“ über Ron Jones reales Experiment von 1967.
Das zitieren dann Leute, die jenseits der Schullektüre nie etwas gelesen haben.
Was vermutlich von Leuten behauptet wird, die noch nicht einmal die Schullektüre durchbekommen haben.
Na, wenigstens weißt du auch, was zumindest in der Schule gelesen wird. Hopfen und Malz sind also noch nicht ganz verloren bei dir.
@Hechler – Wie dumm und Hetzerisch, du sagst wenn man A sagt, dann kennt man die anderen Buchstaben des Alphabetes nicht. Was für stumpfe Hetze.
A PI,C U, T,EX VIx mups, Rex
Hechlerhechler: Wie kriegst du eigentlich die ganzen Schranktrümmer aus deiner Behausung weg? Versuch doch mal draußen zu laufen. Und trink nicht aus allen Tassen gleichzeitig, dass sieht so ungelenk aus.
Deshalb lese ich AN: Weil ihr auf die inneren moralischen Widersprüche eines politischen Lagers hinweist, dem ich einst auch mal angehört habe, das sich heute aber nur noch im vollständig herdenförmigen Hochhalten der immer gleichen Phrasen-Pappschilder mit den immer gleichen Sprüchen und einer fest einbetonierten Weltsicht ohne jede Offenheit, Differenziertheit und eingestandene Widersprüchlichkeit ergeht. Die Linke braucht euch mehr als ihr lieb ist.
Well spoken.
Ich finde es gut, dass dieses Bild nicht gepixelt wurde. Wer in der Öffentlichkeit Straftaten begeht, hat kein Recht auf Anonymität.
Die Masse ist wie ein eigener Organismus, seine Zellen sind die einzelnen Menschen. Wenn sich die Masse in Gang setzt, kann der Einzelne kaum mehr austreten. Ob die Masse sich begeistert für den Sieg der Fußballmannschaft, ob sie „Heil“ brüllt, weil sie vom Redner auf dem Reichsparteitag aufgepeitscht wurde, ob sie sich in Gang setzt, um Juden zu töten und ihre Häuser niederzubrennen wie bei einem mittelalterlichen Pogrom oder ob sie vermeintliche Fremde und Eindringlinge jagt wie jüngst in Erfurt – die Masse ist nicht mehr beherrschbar. Sie ist zu allem fähig. Mancher von denen, gewiß nicht jeder, die in der Masse bei einem Verbrechen mitgemacht haben, mag, wenn er wieder allein zu Hause ist, darüber nachdenken, was er getan hat. Solange er aber in der Masse aufgeht, ist dieses Denken gegenüber dem exzessiven Rausch ausgeschaltet. Es ist ein ungeheures Glücks- und Lustgefühl, sich der Masse und ihrem Drängen hinzugeben.
Thomas Mann bezeichnete den Antikommunismus als „Grundtorheit unserer Epoche“. Vermutlich war er beeinflusst von seinem älteren Bruder Heinrich, der die stalinistischen Schauprozesse hochjubelte, weil dabei angeblich Ankläger und Angeklagte gemeinsam um „die Wahrheit“ rangen.
Die Grundtorheit unserer Epoche ist es, den Stalinismus als das kleinere Übel anzusehen. Wir haben in einer Endlosschleife „Aufarbeitung“ des Nationalsozialismus betrieben, was auch immer und immer wieder notwendig ist – wir haben dabei aber sträflicher Weise die Aufarbeitung des Kommunismus vernachlässigt. Dass das linke Denken und Handeln schon im Ansatz – bei Marx, Lenin, Rosa Luxemburg, Mao – totalitär ist, das zu benennen wäre ebenfalls immer und immer wieder notwendig. Leider geschieht es nicht.
Psychologie der Massen von Gustave Le Bon beschreibt es perfekt.
Ja, genau! Erstmals richtig krass bemerkt habe ich dieses Phänomen in der C-Zeit. Da lernte man Menschen richtig kennen, die man glaubte, seit der Kindheit gut zu kennen, und die sich auf einmal als etwas entpuppten, das erschütterte.
Es endete zwar nicht in körperlicher Gewalt, aber im Ausschluss aus der Familie, weil ich gegen die strengen Maßnahmen war. Das ist mindestens psychische Gewalt.
Eine enge Verwandte von mir sorgte für meine Ausgrenzung, nachdem ich sie aufgefordert hatte, doch selbst einmal nachzudenken.
Die bezeichnende Antwort war: Die Mehrheit befolgt es. Und was die Mehrheit tut, kann nicht falsch sein.
Mehrheitsmeinung entsteht nicht durch Nachdenken, sondern durch Nachahmung. Die Mehrheit schwimmt in der Masse mit, fühlt sich dort sicher, und wird erbarmungslos gegen alle, die nicht mit schwimmen.
Das nützt die Politik gnadenlos aus, denn ihren Le Bon (Psychologie der Massen)
haben sie dort alle gelesen.
Exakt meine Erfahrungen. Aber es ist für meine geistige Gesundheit unerlässlich, mit diesen elenden Mitläufern, Untertanen, aber auch Hetzern, egal in welcher Beziehung man mal stand, keinen Umgang mehr zu haben.
So sehe ich das auch. Auch wenn es eine schmerzhafte Erfahrung war: jetzt im Nachhinein bin ich froh, dass es so kam, denn ich lebe wesentlich freier und entspannter und weiß, woran ich bin.
Und nicht ein Einziger von denen ist sich irgendeines Fehlverhaltens bewusst, geschweige denn käme auf die Idee, dafür um Entschuldigung zu bitten. Sie leben einfach weiter, als wäre nichts gewesen.
@Name der ..: Die können sich ihre geheuchelten Entschuldigungen ohnehin stecken, ich will keine hören.
Es kann… solchen Leuten sage ich als Beispiel:
Macht es doch wie die Lemminge. Immer in guter Gesellschaft. Wenn schon untergehen dann bitte gemeinsam. Immer der dumpfen Herde folgen. Ohne mich.
Sehr guter Beitrag, Herr Mannhart.
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!
äh, mit Strom ?, also E-Fische ?
Nein. Denn die Annahme, nur Mut würde helfen, ist derselbe Trugschluss, der den Mob mutig gegen das Individuum eskalieren lässt.
Der Mob ist der Fortschritt nach der Pubertät. Denn Menschen entwickeln sich in Phasen. Nach der Pubertät folgt die Konformität. Quelle: Ich-Entwicklung
Erst anschließend löst sich der Ketzer als Individuum aus dem Mob – nicht umgekehrt. Sich dem Gruppendenken des Mobs bewusst zu werden, ist die Herausforderung – nicht Mut.
Die aktuelle Epoche Aufklärung kann einen Trugschluss (z.B. diesen) nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.
Warum habt ihr alle mitgemacht, war die Frage der 68er an ihre Eltern zur NS Zeit. Ihre Enkel in der gewaltbereiten Antifa sind jetzt genauso faschistisch und gewalttätig. Schon der RAF Terror zeigte, wozu diese Linkssozialisten in der Lage sind und ihre Linken Anhänger bei den Morden Beifall klatschten.
Genauso, Juerge! Die Zeit ist eine andere, aber wieder passiert es so wie damals.
Atlas heute in geheimer Mission.
Woher kommt eigentlich ihre Abneigung gegen Ältere?
Hatten sie so eine schlechte Kindheit?
Ich beschreibe einen Befund hier im Kommentarbereich, das ist nicht dasselbe wie „Abneigung“. Den Gedanken hat übrigens der Jürgen eingeführt. Lern also erst mal Lesen, Denken und Verstehen.
Sie können diese Frage nun auch ihren Kindern stellen.
Schon die 68er hätten bei der NSDAP mitgemacht. Sie sind die Brücke, die das Verhalten der NSDAP über (wie von ihnen schön beschrieben) RAF und Schuldkult bis in die Gegenwart transportiert hat. Die 68er sind in ihrem narzisstischen Verhalten und Pseudo-Opfer Gehabe hauptverantwortlich dafür, dass sich in Deutschland niemals eine wehrhafte Demokratie mit kritischen Denken etablieren konnte.
IQ, Zimmertemperatur.
also, bei den Temperaturen – hoher IQ
Inzwischen werden schon Kinder zu IMs „unserer Demokratie“
https://journalistenwatch.com/2026/07/12/kuenftig-sollen-schon-16-jaehrige-fuer-den-verfassungsschutz-spitzeln/
Jetzt weisst du wie 1933 entsteht. 5 bis 10 Radikalinskis, der Rest Bückbürger die der vermeintlichen Mehrheit hinterher rennen und mitmachen.
Wir sollten alle genau verfolgen was für eine Strafe gegen diese brutalen Schläger verhängt werden.
§ 223
Körperverletzung
(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
gegebenenfalls – eher unwahrscheinlich:
§ 224
Gefährliche Körperverletzung
(1) Wer die Körperverletzung
1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung
begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
Kommt darauf an, wem man was konkret nachweisen kann.
Wenn keine bleibenden Schäden beim Geschädigten, dürfte eher § 223 zur Anwendung kommen.
Wenn bisher nichts gegen den Angeklagten vorliegt, in aller Regel Geldstrafe.
4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung
Diese Abschnitte könnte man durchaus als gegeben erachten.
Strafe? Steinmeier verleiht denen einen Orden, für herausragende Verdienste der „unseren Demokratie“.
Das vielleicht nicht. Aber wer hat gesagt „Tun wir, was getan werden muss“?
@Kinderfreund
Steinmeier – und zwar unkonkret und zu Deutungen und Missdeutungen einladend.
https://www.swp.de/panorama/steinmeier-die-rede-vom-9-november-im-wortlaut-78443564.html
Dort sprach er von „Brandmauern“ und „Parteienverbot“.
Allerdings äußerte sich in dieser Rede nicht konkret dazu, auf wen sich diese Passagen der Rede eigentlich beziehen sollten.
Merkwürdig.
Nach meinem Kenntnisstand hat auch kein Journalist jemals bei Steinmeier nachgefragt, was und wen dieser mit seinen kyrptischen Andeutungen eigentlich ganz genau meinte.
Könnte man immer noch nachholen, scheint aber nicht zu passieren.
😇
„Kulturpessimisten, Untergangspropheten, Nöler, Nörgler, empörte Berufskritiker: Wegtreten!“
F. Merz beim Landesparteitag der nordrhein-westfälischen CDU in Düsseldorf…
„Steinmeier verleiht denen einen Orden“
Wie kommen Sie eigentlich auf so einen Unsinn?
Sie wissen doch ganz genau, dass es für eine Straftat keinen Orden geben wird.
Hauptsache, eine möglichst griffige, aber sinnfreie Parole in die Tasten hauen?
„Der Charakter eines Bürgers, wie ihn eine liberale Gesellschaft braucht, definiert sich aus seiner Fähigkeit, sich der Masse zu verweigern, ihrem Sog zu widerstehen und auf einem eigenen Urteil zu beharren.“ Sehr richtig, Herrn Mannhart, aber das hatte wir schon einmal, noch nicht einmal hundert Jahre her. Schon einmal haben die Bürger den Kopf eingezogen – bis es zu spät war. Übrigens gilt gleiches auch für den „Pöbel“, denen wir immer mehr unser öffentliches Leben überlassen: Sei es in den Innenstädten, den Parks, den ÖPV, den Freibädern etc. Noch sind sie nicht die Masse, weshalb stellen wir uns ihnen nicht mit aller Kraft entgegen???
Die Konditionierung auf ein Feindbild, das von allem Menschlichem befreit ist, schafft erst die Voraussetzung für ein gewaltsames Meutenverhalten, das für die Menschlichkeit kämpft. Ein Paradoxon, das sich die Herrschenden mitunter zunutze machen.
Einst notierte ein kleinwüchsiger klumpfüßiger Doktor: „Propaganda muss die Verschiebung von Aggressionen erleichtern, indem sie Ziele des Hasses benennt“.
Die auf diese Weise heute kanalisierten und erleichterten „Ziele des Hasses“ sind dann keine Menschen mehr, sondern „Faschisten“ oder „Nazis“. Gegen das Böse ist fast alles erlaubt, wenn es nur dazu dient, „Demokratie“ und „Menschenrechte“ zu „schützen“, die man in Wirklichkeit mit Füßen tritt. Sogar physisch.
Die Finanzierung solcher Gruppen ist nicht zufällig, denn sie dient der gezielten Verschiebung nützlicher Aggressionen. Aber jetzt ist nicht nur die AfD, sondern auch die CDU für das „Bündnis Widersetzen“ Feindbild. Worüber man plötzlich sehr besorgt ist und sich selektiv empört,
Die gesetzlosen Desperados, auch Antifa genannt, sind eine Gefahr für freie Gesellschaften. Von der linken Ideologie zerfressen und in den Hochschulen instrumentalisiert, sind diese rücksichtslosen Gesellen sogar zu äußerster Gewalt bereit. In den USA hat man dies erkannt und geht nun unter Donald Trump gegen sie vor. In unserem Land werden sie noch mit Steuergeldern gepäppelt. Der Staat bezahlt Terroristen zum „Kampf“ gegen Andersdenkende und die Opposition. Und das unter einem Unions-Kanzler. Der Zweck heiligt die Mittel. Ein gefährliches Spiel auch und gerade für den Staat. Die Unterwanderung hat schon begonnen. Zeit für den politischen Wandel, bevor es zu spät ist.
Ein sehr guter Artikel, Herr Mannhart, vielen Dank dafür! Ja, wir leben mittlerweile in einer Zeit, in der alle Andersdenkenden zum Abschuss freigegeben sind! Menschen, im eigentlichen Sinne sind für diese Linksextremisten nur sie selbst und die mit ihnen verbündeten Islamisten. Alle anderen sind für die Linken keine Menschen mehr und verlieren den Schutz der Menschenrechte. Das ist die Vorstufe zum Massenmord! Wie konnte es nur so weit kommen? Seit Ende der 60iger Jahre hat sich die politische Linke in die staatlichen Institutionen eingefressen und den Staat nach ihren Vorstellungen umgebaut. Was ist das Schicksal von uns hart arbeitenden Menschen, die wir politisch rechts von der Mitte stehen und die wir durch unsere Steuern den Staat am Leben halten und die soziale Hängematte unserer linken und islamistischen Gegner gleich mitfinanzieren? Wir haben zu arbeiten, Steuern zu zahlen und die Fresse zu halten. Machen wir nur den leisesten Pieps sind wir sofort zum Abschuss freigegeben!
Man muß sich endlich eingestehen, daß diese Leute keine Demokraten sind, auch wenn sie sich als solche bezeichnen! Vielmehr möchte man, wie seine politischen Vorbilder (APO und RAF), die Demokratie zum Sozialismus transformieren. Wer dabei im Weg steht, ist ein Faschist und gehört beiseite gedrängt!
Es ist durchaus legitim die Demokratie abzulehnen und den Sozialismus zu befürworten, aber wenn es in einen gewaltsamen Umsturz ausartet, ist die Grenze zu Extremismus überschritten und die Personen gehören bestraft. Shlomo Finkelstein ist wegen wesentlich harmloseren Sachen zu Unrecht verurteilt und in den Knast gesteckt worden! Er mag provozieren und sehr harte Kritik verwenden, aber er ist kein politischer Extremist!
Trotz allem haben die beiden sich nicht gerade wie Alphamännchen verhalten.
Und Masse braucht Einpeitscher. Es waren am Ende diese „Demonstranten“ und die DGB-Hetzer. Ihnen vorausgegangen sind aber die Hetzkampagnen von der Spitze des Staates: vom Bundespräsidenten, von den Spitzen der linken Parteien einschließlich des Kanzlers, von den Bischöfen, von den öffentlich-rechtlichen Medien, von Frau Hayali. Das sind diejenigen, die „unsere Demokratie“ und unsere politische Kultur zerstören. Braucht es Tote, bis sie zur Besinnung kommen? Ich fürchte ja.
Der Deutsche braucht eine Obrigkeit und einen Sündenbock, dann wird er zur Bestie. Mich wundert über dieses Volk seit Corona gar nicht mehr. Sie sind überall, in Deiner Familie, Deinem (ehemaligen) Freundeskreis, am Arbeitsplatz, ja sogar in der örtlichen Postfiliale, wo so eine dumme Nuss mir keine Briefmarke verkauft hat, weil ihr der Sitz meiner OP-Maske nicht ganz passte. Sie waren nie weg!
Und Masse braucht Einpeitscher. Es waren am Ende diese „Demonstranten“ und die DGB-Hetzer. Ihnen vorausgegangen sind aber die Hetzkampagnen von der Spitze des Staates: vom Bundespräsidenten, von den Spitzen der linken Parteien einschließlich des Kanzlers, von den Bischöfen, von den öffentlich-rechtlichen Medien, von Frau Hayali. Das sind diejenigen, die „unsere Demokratie“ und unsere politische Kultur zerstören. Braucht es Tote, bis sie zur Besinnung kommen? Ich fürchte ja.
„Mut gibt es nur gegen die Masse“ – diese „heroische“ Schlagzeile verstellt den Blick auf die Umstände.
Es gibt nicht die „ungesteuerte Masse“, sondern die von Kadern vorbereitete, informell *geframte“, „indoktrinierte“ und die vor Ort taktisch „angefeuerte“ und „wilde“ Kohorte. – Es sind eben keine „Massen“, sondern Kohorten mit lokalen organisierten Zusammentreffen und dazu die „Fans.“
Politisch kaum relevant, wären da nicht die Presseleute vor Ort und die Medien, lokale Sekundenereignisse episch aufblasen, und die Hinterleute und Kader verdecken, entlasten!
Der wahre Mut besteht darin, die Kader und Hinterleute, die Anmelder und materiellen Unterstützer der Feinde der Pressefreiheit zu stellen und zur Stellungnahme zu zwingen!
Die Gretchenfrage: wieso vergeuden Menschen wertvolle Freizeit und „vor-Ort-Demokratiezeit“, und setzen sich in Busse & Bahnen, um an einem anderen Ort zu demonstrieren? Unsere Verfassungsdemokratie und das Parteiengesetz begründen die vor-Ort-Demokratie“ (siehe §7 PartG) und benötigen Präsenz & Engagement jeweils vor Ort! Die dafür notwendige Fleiß- und Kärrnerarbeit tun aber zu wenige. Die Parteien haben weniger als 1% Organisationsgrad unter den Wahlberechtigten – das ist zu wenig, für gute und nachhaltige Politik, zu wenig auch für notwendigen Pluralismus und zu wenig für interkulturelle Toleranz!
Das Programm DEMOKRATIE LEBEN erstattet offenbar Fahrtkosten und fördert so die Zerstörung und Ablenkung von unserer auf kommunale Selbstverwaltung, Recht, Gesetz, Geschäftsordnungen und Arbeitsteilungen aufgebauten Demokratie!
Um Deutschland wieder auf ordnungspolitischen Kurs zu bringen, sollten nur noch Bildungsreisen zu politischen Akademien bezuschusst werden!