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„Gewinnschwelle senken“

„Muss auch um Werksschließungen gehen“: VW will Kosten bis 2028 um 60 Milliarden Euro senken

Volkswagen scheint an deutlich massiveren Einsparungen zu arbeiten als bislang bekannt. 20 Prozent der Kosten sollen eingespart werden – das entspricht im gesamten Konzern etwa 60 Milliarden Euro.

IMAGO/Henricus Lüschen

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Volkswagen plant, seine Kosten um 20 Prozent zu senken – das entspricht etwa 60 Milliarden Euro. Das berichtet das Manager Magazin aus einer internen Sitzung der VW-Spitze im Januar. Der enorme Sparplan, der schon bis 2028 umgesetzt werden und die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns wiederherstellen soll, habe demnach viele der 120 Führungskräfte überrascht.

Der Volkswagen-Konzern plant damit wohl, noch weit über die Pläne hinauszugehen, die bislang bekannt waren (mehr dazu hier). Angesichts verpasster Sparziele war die Konzernspitze zunächst auf den mächtigen Betriebsrat zugegangen. Eigentlich sollten dadurch Schließungen verhindert werden. Im Gegenzug wurden Effizienz- und Kostenziele vereinbart. Zunächst war von 15 Milliarden Euro jährlich bis 2030 die Rede.

Angesichts der Wettbewerber aus China und höherer Handelshemmnisse will VW die „Gewinnschwelle“ senken. Autos sollen zu einem niedrigeren Preis verkauft werden können und gleichzeitig noch Gewinn abwerfen. Doch dafür müssen die Produktionskosten gesenkt werden. Insbesondere der hohe Personaleinsatz bei hohen Stundenlöhnen und relativ niedriger Produktivität macht die VW-Autos teuer.

Welche Bereiche zu den Einsparungen in Milliardenhöhe beitragen sollen, ist bislang nicht bekannt. Im Raum steht eine verbesserte Kooperation der verschiedenen Marken. Neben Volkswagen sind auch Audi und Porsche sowie international Škoda, SEAT, CUPRA, Lamborghini, Bentley und Ducati Teil des Konzerns.

Letztlich wird zur Erreichung dieser Summe aber überall gespart werden müssen. „Das wird ein Sanierungsprogramm“, zitiert das Manager Magazin einen der Beteiligten. Selbst Materialkosten werden als möglicher Bereich für Kürzungen in den Raum gestellt. Aber auch alle Schritte von der Entwicklung bis zum Vertrieb und der Verwaltung wären wohl betroffen.

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Die Stellenkürzungen bei der Marke VW, wo bis 2030 35.000 Stellen wegfallen sollen (Apollo News berichtete), könnten insoweit nur der Ausgangspunkt für weitere Personalreduktionen und sogar die Aufgabe ganzer Standorte sein. „Es muss auch um Werksschließungen gehen“, bringt ein Insider die Realität im einst weltgrößten Autohersteller laut Manager Magazin auf den Punkt.

Eine besondere Belastung für den Konzern stellt derzeit der misslungene Übergang zur Elektromobilität dar. Die Produktion von E-Autos in Sachsen wird aufgrund von Überkapazitäten eingestellt (Apollo News berichtete und mehr dazu hier). Gleichzeitig sollen die Investitionen des Konzerns gesenkt werden. Selbst 160 Milliarden Euro binnen fünf Jahren sind demnach noch zu viel.

Auch andere Automobilkonzerne sind von sinkenden Margen betroffen, etwa Mercedes (mehr dazu hier). Grund sind auch hier die sehr hohen Personalkosten in Deutschland. Einerseits verdienen die Arbeiter und Angestellten bei deutschen Automobilunternehmen sehr gut. Hinzu kommen hohe Nebenkosten, insbesondere die in den letzten Jahren massiv angestiegenen Sozialversicherungsbeiträge, die zu etwa 50 Prozent von den Arbeitgebern getragen werden müssen.

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63 Kommentare

  • Go Woke Go Broke.
    Und diejenigen die das verbockt haben, haben sich finanziell abgesichert.

    • Zahlen denn die Vereinten Nationen so gut?

    • Nur leider geht Deutschland damit auch broke!

      60 Milliarden würden ca. 500.000 Jobs entsprechen, wenn man keine anderen Kosten berücksichtigt. Es geht insofern um weitere zigtausende Jobs in D!
      Da wird sich Frau Bas aber riesig freuen, wenn sie noch mehr Abnehmer für das Bürgergeld hat. Kriegt sie bei diesen Erfolgen eigentlich noch einen Bonus?

      Für alle jungen, leistungsorientierten Leute bedeutet dies allerdings: bloss weg hier!

    • Und dann gehen auch VW-Mitarbeiter mit VW-Aktien auf die Straße….

  • Ich sehe das wie immer positiv. Wer entlassen wird hat mehr Zeit um gegen die AfD zu demonstrieren und für die gelungene Energiewende und die progressive gute Politik der Regierungen der letzten 20 Jahre.

    • Manchmal hilft wirklich nur noch Sarkasmus

  • Der Sozialismus hinterlässt seine Spuren!

    • Einen Kapitalismus, der technologisch bereits so weit vorangeschritten ist, dass er immer mehr auf menschliche Arbeitskraft verzichten kann, als Sozialismus zu bezeichnen, ist schon eine beeindruckend mentalakrobatische Meisterleistung.

      Sie haben vergessen zu erwähnen, dass nur noch die AfD uns retten kann. Dann wäre es perfekt gewesen.

      -50
      • Diese Benennung ist überflüssig, Du hast es doch auch erkannt.

      • In der Produktion sind die meisten Menschen in der Montage, Endmontage und Qualitätssicherung beschäftigt. Auch in diesem Bereich kann durch mehr Rebotik eine Einsparung erreicht werden, Gerade mit den E-Auto kann in diesem Bereich das Personal stark durch Robotik ersetzt werden, statt wie beim Verbrenner.

        • Was meinst du wieviel Personal durch die Erfindung von Maschinen damals ersetzt wurde?
          Trotzdem wurden durch Wachstum Arbeitsplätze geschaffen.
          Wenn der Staat allerdings durch erfundene Abgaben, micromanagement, bürokratie und die teuerste energie der welt immer mehr abschöpft gehen Arbeitsplätze und Investitionen verloren.

          1
      • Nur in Deutschland ist dann dieser Kapitalismus so weit vorangeschritten, dass wir tausende industriebetriebe schließen können, weil sich die arbeit von selbst erledigt?
        Seltsame Theorie.

      • Oje, das viele bunte NGO-Geld wird gerade in uns „re-investiert“ … der links-grüne Troll „Atlas“ ist wieder unterwegs 🙂

        • @Atlas

          z. B. Meyer Werft

          2
        • Anstatt die Diskussion zu stören, könnten Sie mir folgende Fragen beantworten:

          Wo sind zentrale Produktionsmittel verstaatlicht? Wo existieren staatliche Fünfjahrespläne? Wo wird Ihnen vorgeschrieben, welchen Beruf Sie auszuüben oder wo Sie zu wohnen haben?

          In Deutschland gibt es keinen Sozialismus.

          -2
      • Glaube nicht, dass die AfD diesen Atlas retten wird. Zu trollig.

        Wer soll Deutschland retten, wenn nicht wir ? fragt manche Kommunalpolitikerin der AfD.

        Und, was glaubt der Atlas ? Merz Klingbeil Merkel Steinmeier Söder von der Leyen Weber Ramelow Mett Mario und Reichinnek werden Deutschland retten ? Da lach ich mich scheckig.

        Deutschland wird nie wieder so leistungsfähgig, so lebenswert und so liebenswert sein, wie es am 3. Oktober 1990 war. Das ist nicht das Werk der AfD.

        Das ist das Werk aller, die Deutschland seit 1990 systematisch und dauerhaft inklusive Nordstreamsprengung ohne Gegenwehr vernichtet haben und weiter vernichten.

  • Ich fahre meinen altes Schätzchen, bis es auseinander fällt. Ist BJ 2011, kleiner Benziner ohne Smart-Schnickschnack, dafür mit geringem Verbrauch. Brauche mein Auto nicht als Statussymbol oder als Rennwagen, sondern als zuverlässiges Fahrzeug für Einkäufe und allgemeine Mobilität.

  • Irgendwie ist mir das egal. Und Wolfsburg wird bald genauso pleite sein wie Stuttgart. Andere werden folgen.

  • Völlig überteuerte Autos, ein völlig überzogenes E-Auto Angebot, viel zu hohe Lohnkosten – irgendwann fällt halt der Vorhang.

    • und die Fehler und deren Reparaturkosten 🫣
      und dieser ekelige Werkstattzwang durch Spezialwerkzeuge und VW-Serveranbindung.

      Kundenorientierung sieht anders aus.

  • Nun, wenn man nicht haben kann, was einem gefällt, muß einem halt gefallen, was man hat …

  • Ich wünsche viel Vergnügen.

  • Hört sich gut an, gleich mal schauen, was ein guter Einstiegskurs wäre.

  • Die Richtung stimmt. Aber, viel zu schüchtern. Autos / Mitarbeiter, Gewinn / Mitarbeiter wird damit unterer Branchendurchschnitt. Da ist noch viel Luft zur Spitzengruppe. Auch die End-Produkte sind noch nicht konkurrenzfähig und die Entwicklungszeiten für neue Produkte passen bei weitem noch nicht. Die Geschwindigkeit in der Produktion ist ebenfalls nicht wettbewerbsfähig. War halt für viele, Manager und Mitarbeiter sehr bequem.
    It‘s along way to the top.

  • Wann wird China VW übernehmen.

    • Was hat VW unterschrieben um in China verkaufen zu dürfen?
      Von anderen Firmen mal ganz zu schweigen….
      Dagegen sind RTL-Knebelverträge ein Witz.

    • Wozu und was?

  • Umsatzerlöse 2025
    238,7 Mrd. Euro
    (leichter Anstieg um 0,6 % gegenüber Vorjahr)
    VW will bis 2028 (also innerhalb der nächsten 34 Monate)
    ein Viertel des Jahresumsatzes einsparen.

    D.h. die rechnen damit, dass innerhalb der nächsten 34 Monate
    der Umsatz um ein Viertel einbricht und ein Viertel des Personals
    nutzlos wird.

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-personalchef-kilian-100.html Personalchef verlässt das Unternehmen Stand Juli 25

    Die Marke Volkswagen beschäftigt weltweit rund 134.000 Mitarbeiter, davon etwa 72.000 in Deutschland.

    Die müssten in Deutschland weitere 1 8. 0 0 0 Mitarbeiter in der Kernmarke vor die Tür setzen, um klarzukommen.

    • VW beschäftigt weltweit ca. 684000 Mitarbeiter.

  • Doppelpost. Sorry.

  • Bei den LTW 2021 holte die SPD in WOB 36.7%, bei den BTW 2025 nur noch 23.2%.

    Stirbt mit VW in Niedersachsen auch die SPD?

    • Das wäre ein netter Beifang.

  • Wieso will VW denn 60 Milliarden sparen? Die Zinsen auf dem Sparkonto sind eh zu niedrig; versteh‘ ich nicht. Mal Günther fragen.

  • Das zweite VW wurde in China gebaut. Die bauen jetzt Autos unter €15.000 Endpreis in China für den Kunden und nur mit Teilen aus China. Ich finde unsere Experten haben sich alle das Bundesverdienst verdient.

  • Wenn „… eine Fabrik verschwindet“ (Cramer et al., 2001), ist es zuvörderst die beste und modernste. Das heißt: Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen der Wirtschaftsordnung sind unmenschlich. Das wird auch künftig so bleiben, falls die längst auf dem Tisch liegenden Erkenntnisse zur Frage des Konstituens des Menschseins insbesondere von der IG Metall weiterhin von demselben gewischt werden. Nicht zuletzt der Vorstand der Volkswagen AG hat dann keine andere Wahl mehr als Werksschließungen und massenhafte Freisetzungen von Personal. Die aktuell auf 20% bezifferten Entlastungen für die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) sind somit die Probe aufs Exempel, ob die weltweit mitgliederstärkste Einzelgewerkschaft noch willens ist, einer dadurch zutiefst falschen Praxis eine Abfuhr zu erteilen zugunsten einer richtigen Praxis zum Wohle aller.

    • Vielen herzlichen Dank für die Einblicke in Ihre Doktorarbeit. Warum geht’s eigentlich?

      • Viel Linkes aufgeblasenes Sozialisten-Tätaratä.

    • Nur zur Erinnerung: Auf eine Anfrage insbesondere zum Suizid von Peter Edelmann als einem Mitglied des Beirats als dem höchsten beschlussfassenden Gremium zwischen den Gewerkschaftstagen, der erklärtermaßen der „Richtigkeit“ (Scherer/Schaaf, 1984: 678) verpflichtet war, antwortet die Erste Vorsitzende Christiane Benner nicht einmal. Bereits daran ist erkennbar, welch überaus geringen Stellenwert in der IG Metall es hat, die conditio humana zu gewärtigen. Anstatt also sich zu entschließen, vor allem Goethes Ausruf: „Und so, über Gräber, vorwärts!“ zu würdigen, gehen dort so manche unter dem Vorwand, vermeintlich die Interessen der Belegschaften in den Unternehmen zur Geltung zu bringen, in Wirklichkeit auch künftig buchstäblich über Leichen.

  • Solange die noch Millionenboni an ihre Pseudomanager ausschütten, solange ist Mitleid fehl am Platz.

    • Wird womöglich die nexte Millionenboni-Welle für die Vorstände.

  • Dafür werden wir co2 neutral. Man muss Prioritäten setzen und auch zu Opfern bereit sein. Also die Klasse der normal sterblichen. Die Kaste aus dem politmedialen Bereich betrifft das natürlich nicht.

  • Die Werkbank steht nun in fernost.Finde den Fehler.

  • Der „meltdown “ hat begonnen. Zum Glück handelt es sich bei VW um ein Staatsunternehmen, nicht?

    • Mit einer grünen Autohasserin im Aufsichtsrat.

      • Sie macht aber einen guten Job! Sie kann’s halt.

    • Der altbekannte Spruch „Wenn VW hustet, hat Niedersachsen Grippe“ wird auch hier zur Wahrheit werden.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass hier der Bund einspringen wird, wenn das Land das allein nicht packt. Wovon auch? Hängt ja als sozialistischer-woke Teilstaat auch am Tropf des Länderfinanzausgleichs.

  • Arbeiter werden entlassen. Häuser können evt. nicht mehr abbezahlt werden. Familien leiden darunter aber Hauptsache Vettern-Wirtschaft in der Politik bleibt erhalten und die Diäten steigen!

    • Ja, Wählen hat eben auch seine Konsequenzen.

  • Wie war das mit den Millionen-Boni-Zahlungen für die Vorstände von VW? Steigen die dann nochmals?

  • „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“ by Erich H. Zitat ein großer deutsche Demokrat 😅

  • Macht VW dicht. Skoda wird schon überleben …

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