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„I am coming“

Mesut Özil verherrlicht Wolfsgruß und könnte extra zum Türkei-Spiel kommen

Der Ex-Nationalspieler Mesut Özil sorgt erneut für Aufsehen: Vor dem EM-Spiel der Türkei veröffentlichte er ein Foto mit einem Tattoo, welches das Symbol der „Grauen Wölfe“ zeigt. Am Spieltag teilte er zudem ein Bild von Merih Demiral beim Zeigen des türkisch-rechtsextremen Grußes.

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Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil veröffentlichte am Samstag, dem Tag des Viertelfinalspiels der Türkei gegen die Niederlande, ein Bild auf Instagram, welches den türkischen Innenverteidiger Merih Demiral beim Zeigen des rechtsextremen Wolfsgrußes ablichtete. Demiral wurde wegen der Geste von der UEFA für zwei Spiele suspendiert.

Nur wenige Stunden vor Demirals Skandal-Jubel postete der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil ein Foto seines Oberkörpers auf Instagram. Dabei kam ein Tattoo zum Vorschein, welches das Symbole der „Grauen Wölfe“ zeigt – drei Halbmonde und einen heulenden Wolf. Özil, der 2014 mit Deutschland Weltmeister wurde, hatte schon 2018 für Aufregung gesorgt, als er sich mit dem türkischen Präsidenten Erdogan ablichten ließ.

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In einer weiteren Instagram-Story postet Özil ein Bild, das ihn vermutlich in einem Anzug zeigt. Über das Bild legt er die Worte „I’m coming“. Aus dem Hintergrund des Fotos kann man schließen, dass sich Özil wohlmöglich in einem Flugzeug auf dem Weg nach Berlin befindet.

Posting fällt auf Jahrestag eines Massakers an Aleviten

Der türkische Wolfsgruß ist ein Handzeichen, bei dem der kleine Finger und der Zeigefinger ausgestreckt sind, während die anderen Finger zum Daumen gebeugt werden. Dieses Zeichen soll einen Wolfskopf darstellen, trägt jedoch eine tiefere symbolische Bedeutung.

Alparslan Türkeş, der Gründer der nationalistischen, antisemitischen und rechtsextremen Bewegung der Grauen Wölfe erklärte die Symbolik wie folgt: „Schau her, der kleine Finger symbolisiert den Türken, der Zeigefinger den Islam. Der beim Wolfsgruß entstehende Ring symbolisiert die Welt. Der Punkt, an dem sich die restlichen drei Finger verbinden ist ein Stempel. Das bedeutet: Wir werden den Türkisch-Islamischen Stempel der Welt aufdrücken.“

Es mag derweil Zufall sein, aber sowohl das Tattoo-Posting von Özil als auch die Jubelgeste von Demiral fielen genau auf den 31. Jahrestag des Sivas-Massakers. An diesem Tag hatten türkische Ultranationalisten ein Hotel in Sivas (Türkei) angegriffen, in dem sich Teilnehmer eines alevitischen Kulturfestivals aufhielten – das Gebäude wurde in Brand gesetzt, 35 Menschen getötet. Wie der CDU-Innenexperten Christoph de Vries dem Tagesspiegel sagte, sind die Aleviten „auch heute noch Feindbild der Grauen Wölfe“.

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