Wirtschaftstag
Merz mit klarer Absage an Minderheitsregierung: Werde mich nicht abhängig von „radikalen Kräften“ machen
Auf dem Wirtschaftstag bleibt Merz hinsichtlich künftiger Reformen vage. Deutlich wird er hingegen bezüglich der Option einer Minderheitsregierung. „Ich werde sie nicht eingehen und ich werde sie nicht auslösen“, so Merz hierzu.
Bundeskanzler Friedrich Merz nahm am Dienstagabend wieder am Wirtschaftstag des Wirtschaftsrats der CDU teil. Im vergangenen Jahr erklärte er bei der gleichen Veranstaltung: „Die Probleme unseres Landes sind aus eigener Kraft lösbar.“ Doch unter Führung von Friedrich Merz ist hiervon bislang nichts zu spüren. Ob im Handwerk oder in der Industrie, die Stimmung ist schlecht, die Insolvenzen und die Spritpreise verharren auf einem Höchststand.
„Ich weiß, die Stimmung im Land ist kritisch, sehr kritisch“, leitete Merz seine Rede in diesem Jahr ein. Er nehme dies sehr ernst, führte der Kanzler aus. Die Verunsicherung greife in Deutschland um sich, das wisse er. „Insolvenzen und Arbeitsplatzverlust, das macht etwas mit unserem Land“, so Merz. Das Wohlstandsniveau in Deutschland sei seit 10 Jahren nicht mehr angewachsen. Angewachsen sei lediglich die Verwaltung. Merz spricht hier gar von „verlorenen“ Jahren. Aktuell seien es vor allem der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus, die die deutsche Wirtschaft unter Druck setzten. „Nicht alles liegt in unserer Hand“, so Merz.
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Das sei die Bestandsaufnahme, erklärt Merz. Zur gegenwärtigen Situation erklärt Merz: „Die Krisenstimmung in Deutschland hat sich mittlerweile verselbstständigt“. Fakt sei aber, dass Deutschland seine Stärke nicht verloren habe. Die ganze Welt beneide Deutschland um seinen Mittelstand, und die Industrie sei nach wie vor zu außergewöhnlichen Leistungen fähig. „aber es ist klar geworden: Diese Stärke die wir immer noch haben, die trägt sich nicht mehr von selbst“. Doch: „Deutschland hat die Kraft für einen neuen Aufbruch“, so Merz. Schon 2035 könne Deutschland ganz anders aussehen.
Er glaube an eine massive Digitalisierung des gesamten Staatswesens, insbesondere der Verwaltung. Es sei möglich, Arbeit und Familie besser vereinbar zu machen, und Deutschland könne ein Industrieland mit hervorragender Infrastruktur bleiben. Zudem könne die Bundeswehr die leistungsfähigste Armee Europas werden. „Ich glaube daran, dass das alles geht“, so Merz. All dies sei „keine ferne Utopie“, sondern „erreichbar“.
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Klar sei jedoch, dass die Regierung hierfür nun ins Handeln kommen müsse. Er bedaure, dass man bislang nicht mehr erreicht habe. Dann attackierte er direkt die SPD. Trotz der Erfahrungen mit der Bundesrepublik glaube die Partei nach wie vor an den „demokratischen Sozialismus“. Er sei „sehr geduldig“ mit der SPD gewesen. Die CDU habe viele Kompromisse gemacht. Doch nun sei die Zeit gekommen, dass auch die SPD gewisse Blockadehaltungen aufgebe.
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Doch die SPD solle diese Absage nicht falsch verstehen. Entlastungen seien „das Gebot der Stunde“. Doch weiter erklärte Merz, dass gewisse Reformen, etwa die des Bürgergeldes, mit der SPD möglich gewesen seien. Dies zeige, dass die Koalition eben doch in der Lage sei, notwendige Strukturreformen umzusetzen. Auch die kürzlich verabschiedete Gesundheitsreform unter Gesundheitsministerin Nina Warken, die er ausdrücklich lobt, erwähnt Merz hier.
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Zudem erklärte Merz, dass weitere Schulden nicht mehr machbar seien. Nicht erwähnt er hier, dass Vizekanzler Lars Klingbeil erst jüngst die Eckwerte für die künftigen Bundeshaushalte bis 2030 ausarbeitete. Demnach müsse der Bund bis 2030 etwa 800 Milliarden an weiteren Schulden aufnehmen. Als Nächstes wolle Merz jedenfalls eine Reform der Rente angehen. Klar sei hier, dass man zunehmend zu einer Kapitaldeckung übergehen müsse.
Er selbst bleibe jedenfalls Optimist. Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Deutschland seien engagiert. Die Start-up-Gründungen seien auf einem Höchststand. Auf EU-Ebene müsse man die Bürokratie zurückfahren, so Merz. Zuletzt sei es aber etwa gelungen, dafür zu sorgen, dass die KI vermehrt im Maschinenbau genutzt werden könne. Es gebe durchaus Erfolge, so Merz. Doch es liege auch an den Bürgern. „Wohlstand entsteht durch Arbeit“, so Merz. Doch man müsse in Deutschland wieder das Gemeinsame voranstellen. Mit einer „not in my backyard“-Mentalität komme man nicht voran. Auch Politik und Wirtschaft müssten wieder vermehrt den Schulterschluss suchen.
In dem, was die Regierung in Deutschland nun anstoßen wolle, blieb Merz insgesamt vage. Dies gilt vor allem bezüglich seiner knappen Ausführungen zur angekündigten Rentenreform. Deutlich wurde Merz vor allem in seiner Absage an eine Minderheitsregierung und in dem Appell an die SPD, endlich gemeinsam Reformen umzusetzen. Wie ernst die SPD diese Worte angesichts der schwachen strategischen Lage, in die sich Merz und die Union im Hinblick auf eine Zusammenarbeit mit der AfD hineinmanövriert haben, nehmen wird, bleibt fraglich.
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Er werde sich nicht abhängig von „radikalen Kräften“ machen, so Merz.
Und was sind die linksextremen Genossen der SPD und die Genossen aus der Union? Sind das keine radikalen?
… nicht nur das … sie sind auch AntiFa …
Man muss das anders verstehen: „ICH werde sie nicht eingehen und ICH werde sie nicht auslösen“ Was er also sagen will: Bitte, liebe CDU-Fraktion, macht der Tragödie ein Ende, ich selbst finde mich so klasse, dass ich weitermachen werde, bis die nächste CDU-Fraktion nur noch halb so groß ist.
Und was ist an der Politik der AfD radikal? In den 1100 Seiten stand bekanntlich nichts!
Wenn Falsches immer wieder wiederholt wird, wird es nicht richtiger!
Herr Merz, Sie haben einen Wählerauftrag und den sollten Sie erfüllen!
Man hat ja gesehen, wie radikal der Dämon der AfD ist, nämlich deutlich unradikaler als die Abschaffungs-SPD.
Ich dachte, er meint die Grünen.
Der Wählerauftrag ist klar: Eine demokratische Regierung ohne Rechtsexreme!
Was ist Ihrer Meinung nach an der AfD rechtsextrem?
Da ich diese Partei seit 2013 wähle und das Programm gelesen habe, eine ehrliche Frage – bislang von linker Seite unbeantwortet.
Der Typ hat long Tagesschau, mein beileid.. Einfach solche linken spinner ignorieren..
Das ist das was linke nun einmal machen.. Alles als rechtsradikal / extrem brandmarken, weil ihnen der weitere Argumentationshorizont fehlt. Ist schlichtweg einfach als sich mit der anderen Seite auf Augenhöhe zu unterhalten..
Er hat „Rechtsexreme“ geschrieben.
Woher nehmen Sie die Zuversicht, dass er weiß, was er damit meint?
Neeeee, der Auftrag war ohne linksextreme!!!
Die Etikettierung der AfD als rechtsextrem ist das pseudojuristische Festzurren einer nicht zu haltenden Brandmauer und das Eingeständnis, dass das Stellen mit Argumenten nie möglich war, da dann der Fokus auf die hinter der Brandmauer versteckten Wahrheiten der AfD gelenkt würde.
Rechts ist da, wo der Daumen Links ist.
Die radikale Politik seit 2015 und früher wurde nicht von der AFD gemacht.
Herr Merz, jetzt sind sie abhängig von radikalen Kräften. Nachdenken hilft ungemein.
Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik. Er müsste einfach weniger Rücksicht auf den sensiblen Lars nehmen. Wenn die SPD dann ihre Zustimmung verweigert, dann würde es faktisch auf eine Minderheitsregierung hinauslaufen – aber formal auslösen müsste dies die SPD, indem sie ihre Minister abzieht.
Also wenn diese Koalition zerbricht, stürzt Merz so oder so.
Ganz sicher nicht – eine Regierung ohne CDU ist nicht möglich!
Die SPD würde ALLES nehmen, was €€€-Zugriff verspricht …
Theoretisch schon …..grins
… so sieht‘s aus
„Schon 2035 könne Deutschland ganz anders aussehen.“
DA hat Merz ausnahmsweise mal recht.
Fragt sich nur, ob seinetwegen oder dank einer AfD-Kanzlerin: Der Betrag des Andersseins wird in beiden Fällen enorm sein, das Vorzeichen diametral.
„Wir wollen und wir müssen mit dieser Koalition, die wir jetzt haben, erfolgreich sein.“
Friedrich Merz
Mein Vorschlag: diesen Wunsch in einen Brief schreiben und an den Nordpol schicken.
Wenn das nicht klappt, weiß ich auch nicht weiter.
Das würde klappen. Aber nur, wenn Merz den Brief persönlich zustellt.
Was macht er denn momentan?
Es gibt nur ein Problem: wenn Merz stürzt, kommt eventuell Söder. Und das ist auf keinen Fall besser. Er kann die Bürger besser einwickeln, das kann die Regierung wieder etwas nach oben bringen. Ohne Nutzwert für uns.
Er hat sich doch schon von Anfang an abhängig gemacht. Von linksradikalen Kräften.
Das ist doch mal eine gute Nachricht, die weitere positive Entwicklung von Deutschland wird weiter gehen, Danke Friedrich….
Hehe, ich mag so sarkastische Kommentare 😉
Ich verstehe auch nicht, warum alle fordern, die CDU solle sich von der AfD tolerieren lassen.
Im Gegensatz zur CDU ist die AfD nicht lebensmüde und lässt die CDU Lemminge hoffentlich alleine in den Abgrund springen.
Wer sagt es ihm, dass 87% nicht mit ihm zufrieden sind?
Merz mit klarer Absage an Minderheitsregierung: Werde mich nicht abhängig von „radikalen Kräften“ machen … wohl aber von sozialistischen Kräften
Das ist es eben. Wenn nicht gedacht rechts so doch wenigstens ein bisschen Linksfaschist. Schön dieses denken in links und rechts. Heute jedoch so brauchbar wie eine Handsense um 1 ha Heu zu mähen.
Dem deutschen Volke …
Herr Merknix hat sich von radikalen Kräften abhängig gemacht und die AfD verdoppelt. Gut, dass Herr Merz nicht denselben Fehler machen möchte.
Um mal Herrn Poschadt zu zitieren: „Macht nur genauso weiter“.
Hat er sich doch schon längst, was denkt er was die SPD ist?
Radikalen Kräften???
Mach Politik für uns Bürger,die in diesen Staat die Steuern zahlen.
Dann hätte man keine “ radikalen Kräfte“,die ich nicht sehe.
Herr Merz erteilt einer Minderheitsregierung eine klare Absage und spricht von einer Zerrissenheit der Gesellschaft. Nun, man könnte hierbei von moralischer Entkoppelung oder Projektion ausgehen.
Eines jedoch ist sicher, seine globalistischen Häuptlinge, einschließlich „Uschi“ auf der Arbeitsebene der Hierarchie, werden ein Ende von Merz niemals zulassen.
Mit etwas Wissen über die Agenda und BlackRock lassen sich die Aussagen von Herrn Merz wie eine Schablone anlegen. Seine Zitate zur Beschwichtigung sind unter anderem gespickt mit Schönfärberei und Hinhaltetaktik, um Zeit zu gewinnen.
Snoopy hat wieder lange Weile – schlimm!
… dennoch ist es, wie Snoopy es beschreibt …
Keine Abhängigkeit von „radikalen Kräften“?
Bas, Schneider und Klingbeil werden entlassen? Starker Beginn!
Und kein Kuscheln mehr mit Dröge und Kreischinek?
Keine neue Billion mit Hilfe der Grüninnen und der Stasi-SED?
Merz, ich bin ja seit dem Wahlabend sehr skeptisch bei Ihren Versprechen.
Lieber mal skeptisch gegenüber der rechtextremen AfD!
Lieber mal skeptisch gegenüber der linksradikaler Einheitspartei und der SED!
Demokratische AfD. Eine Rechte, aber keine Rechtsextreme Partei. Da gibt es Unterschiede. Rechtsextreme Parteien sind „Die Heimat“ und „Der 3.Weg“.
AfD rechtsextrem? In welchem Belang?
Nicht linke Parolen, BELEGE!
Merz stellt sein Ego über das Wohl der Menschen und des Landes.
Man kann über Merz denken was man will, im Umgang mit den Rechtsextremisten ist er konsequent!
Dafür umso legerer wenn es um die Zusammenarbeit mit Linksextremen geht.
Was soll an der AfD radikal sein!
Welche Rechtsextremisten?
Größtenteils extrem Konservativen, die er als Extremisten darstellt und die als Extremisten dargestellt werden.
Wo immer viele Menschen erreicht werden können, steht irgendein linkiban-kämpfer und ruft es ohne begründung in die Menge. Überall finden sich auch ein paar linkiban-kämpfer im Publikum, die dann ganz besonders laut eskalieren. Unternehmen fühlen sich unter Druck gesetzt (glaube ich), ihre AfD-abneigung öffentlich kund zu tun, bevor ihnen die linkibans das Geschäft vermiesen.. irgendwo muss das einfach in der Unternehmenshistorie verankert sein, um nicht beim kleinsten Vorfall hoffnungslos ins Visier zu geraten.
„Trotz der Erfahrungen mit der Bundesrepublik glaube die Partei nach wie vor an den „demokratischen Sozialismus“. Er sei „sehr geduldig“ mit der SPD gewesen. Die CDU habe viele Kompromisse gemacht. Doch nun sei die Zeit gekommen, dass auch die SPD gewisse Blockadehaltungen aufgebe.“
Herr Merz, es ist Mai, das ist nicht die Zeit für alberne Büttenreden.
Wenn Sie keine Blockade der SPD mehr wollen. müssen Sie die 3 Vollblockierer aus der Regierung entlassen. Bas, Klingbeil, Schneider. Alles andere geht dann von selbst.
Und wenn Sie keine Minderheitsregierung wollen, dann übergeben Sie die Verantwortung endlich an einen Nachfolger, der das kann.
Ganz typisch links: es sind immer die Anderen Schuld.