Thüringen
Landesregierung muss einräumen: Mario Voigt nahm fast zwei Jahre lang an keiner Sitzung des MDR-Rundfunkrats teil
In Thüringen gerät CDU-Ministerpräsident Mario Voigt erneut unter Druck. Nun muss er zugeben: Fast zwei Jahre lang nahm er an keiner Sitzung des MDR‑Rundfunkrats teil. Anspruch auf Aufwandsentschädigung hatte er trotzdem.
In Thüringen reißen die Skandalmeldungen rund um Ministerpräsident Mario Voigt nicht ab. Nachdem die TU Chemnitz Voigt den Doktortitel aberkannt hat, steht er nun wegen seiner Tätigkeit beziehungsweise Nichttätigkeit im MDR-Rundfunkrat unter Druck. Denn seit März 2024 hat der CDU-Politiker an keiner Sitzung des MDR‑Rundfunkrats teilgenommen. Das belegen die veröffentlichten Sitzungsprotokolle des Gremiums. Dennoch hatte er Anspruch auf die monatliche Aufwandsentschädigung von 834,23 Euro – insgesamt rund 18.000 Euro seit Beginn seiner Abwesenheit.
Während einer Regierungsbefragung im Thüringer Landtag am 3. Dezember 2025 stellte der AfD‑Abgeordnete Jens Cotta Voigt dazu die klare Frage, weshalb Voigt seit Monaten an keiner Sitzung teilgenommen habe. Statt eine eindeutige Antwort zu geben, lenkte der Ministerpräsident auf formale Aspekte ab. „Wie Sie wissen, ist die Sitzung ja auch hybrid, das heißt, man hat die Chance, digital teilzunehmen“, erklärte er. In Erwartung einer rechtlichen Prüfung habe er das bereits überprüfen lassen. „Die nächste Sitzung ist am 26. 1., und da werde ich auch teilnehmen.“
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Die Nachfrage des Abgeordneten zielte erkennbar auf die tatsächliche Teilnahme am MDR‑Rundfunkrat – Voigt indes verwischte den Bezug, indem er allgemein auf hybride Formate verwies. Seine spätere Antwort blieb ebenfalls vage: „Wie ich Ihnen gerade sagte, habe ich, nachdem ich Ministerpräsident geworden bin, das rechtlich prüfen lassen, sowohl durch den MDR als auch durch die juristische Begleitung der Landesregierung, und die hat jetzt festgestellt, dass ich daran teilnehmen kann. Deswegen werde ich das Recht auch weiter wahrnehmen.“
Doch nun bringt eine schriftliche Antwort der Staatskanzlei auf eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Cotta und Dietrich, die Apollo News vorliegt, Klarheit in die Sache: Seit März 2024 gab es keine hybriden Sitzungen des MDR‑Rundfunkrats. Alle Beratungen fanden ausschließlich in Präsenz statt; hybride Formate seien gemäß Paragraf 19 Absatz 4 des MDR‑Staatsvertrags nur in Notlagen zulässig. Online‑Teilnahmen waren dagegen lediglich bei den Sitzungen der separaten MDR‑Landesgruppe Thüringen möglich – einem anderen Gremium.
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Die Anwesenheitslisten des MDR bestätigen zudem: Seit März 2024 ist Voigt in keiner Rundfunkratssitzung verzeichnet – weder in Präsenz noch digital. Erst an der Sitzung vom 26. Januar nahm er wieder wie angekündigt teil. Doch selbst bei Sitzungen der Landesgruppe fehlte er regelmäßig, „teils aus persönlichen oder terminlichen Gründen“, wie es in der Antwort der Landesregierung heißt.
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Warum soll Voigt ein Anrecht auf die Sitzungsgelder haben – wenn er an keiner Sitzung teilnimmt?
Solche Vorgänge beschädigen das Vertrauen in die Politik wesentlich mehr, als
Populisten es je tun könnten.
WEIL ER ES KANN!
Wer regt sich denn auf? Oma wählt ihn stumpf weiter, weil er irgendwas mit Kaffeetrinken faselt. Kaffee ist immer lecker, auch salzig!
Aha. Alte Frauen sind also doof. Nicht so helle wie Sie…
Das hat er nicht gesagt. Ist es nicht so, dass viele Ü60 ihre Informationen noch immer aus dem ÖRR-Schundfunk beziehen? Zwar nimmt auch in dieser Gruppe die Nutzung alternativer Medien zu, aber langsam. Daher wird die Propaganaflüstertüte ÖRR einen Teufel tun, über solch unappitlichen Vorgänge „unsereDemokratie“Politiker zu berichten.
wieso sind eigentlich politiker im rundfunkrat ? sollten medien nicht unabhaengig sein ? wie will der mdr denn neutral ueber politische skandale berichten, wenn der thueringer ministerpraesident (cdu) da im rundfunkrat sitzt ? das ist ja bei allen sendestationen und ard und zdf dasselbe. solche rundfunkraete gibt es in grossbritannien zum beispiel ueberhaupt nicht.
Weil er theoretisch hätte teilnehmen können.
Je älter ich werde desto mehr bereue ich das ich was anständiges gelernt habe und kein Studium abgebrochen habe um in die Politik zu gehen.
Warum nicht? Er war dort! Fragen Sie Günther; er war bei Lanz oder auch nicht. Das Gericht hat entschieden, dass er dort war, oder auch nicht. Verstehen Sie?
Die Frage ist doch : Hat er den Anspruch auch in Anspruch genommen?
Das müsste geklärt werden. Vorher ist da nichts zu machen.
Falls doch, kann er sich auf was gefasst machen.
Gut, dass DU informierst was doch die Frage ist
Was wären wir bloß ohne diese wichtigen Kommentare
mario hat nicht mal seinen eigenen wahlkreis (saale holzland kreis) bei der letzten LTW im sept. 2024 gewonnen ! er kam ueber die parteiliste dahin, wo er jetzt sitzt. der wahlkreis ging an eine afd-kandidatin und die war nicht mal thueringerin, wohingegen mario geborener thueringer ist. diese parteilisten gehoeren abgeschafft und ein anderes wahlsystem nur mit direktwahl sollte genutzt werden. natuerlich hat der mario kein interesse am wohl der buerger, wenn er nicht direkt von einer mehrheit gewaehlt wurde, sondern ueber die partei an seine posten kam.
Er war „spiritistisch dort“. Verstehe?
Weil er es kann. Das sieht UnsereDemokratie so vor. Schließlich muss er auch Antworten auf Fragen erfinden.
Also ich würde sagen – meine Meinung – der Typ ist ein fauler und ehrloser Typ.
Geld kassieren ohne Gegenleistung… woran erinnert mich das?
Achja, Goldstücke aus aller Welt
Danke an Apollo News.
Wegen solcher Berichte ist dieses Portal den etablierten Parteien ein Dorn im Auge.
Jeder Arbeitnehmer bekäme die Kündigung.
Er ist aber kein Arbeitnehmer sondern ein strafrechtlich immuner Steuergeldempfänger. Er ist ein Großkopferter.
How dare you? 😉
Eine Mitarbeiterin hat mal ein übrig gebliebenes Brötchen einfach gegessen. Die fristlose Kündigung wurde vom Arbeitsrichter bestâtigt. Nix Bagatelle. Zerstörung des Vertrauensverhâltnisses.
Aber man muss den Herrn verstehen: Die Armut fängt ab Abgeordneten aufwârts an. Ironie aus.
GEZ Gelder …
Glaube ich nicht. Schließlich handelt es sich hier um 18.000 € und nicht um so etwas gravierendes wie einen Pfandbon.
Mich wundert nichts mehr.
MDR: „Werden MDR-Rundfunkratsmitglieder für ihre Tätigkeit bezahlt?
Nein. Die Mitglieder des MDR-Rundfunkrates arbeiten ehrenamtlich. Sie erhalten eine monatliche Aufwandsentschädigung von 852,58. Der oder die MDR-Rundfunkratsvorsitzende erhält eine monatliche Aufwandsentschädigung von 1.231,69 Euro, seine Stellvertreter oder Stellvertreterin, die Vorsitzenden der Landesgruppen und der Ausschüsse 1.041,92 Euro.
Außerdem erhalten die Mitglieder des MDR-Rundfunkrates für ihre Teilnahme an den Sitzungen und Ausschüssen ein zusätzliches Sitzungsgeld in Höhe von 71,07 Euro pro Sitzungstag. Die Vorsitzenden des MDR-Rundfunkrates sowie der Ausschüsse und Landesgruppen erhalten ein Sitzungsgeld in Höhe von 142,15 Euro pro Tag der von ihnen geleiteten Sitzung.“
Darüber würde sich so mancher Rentner freuen. Bekommt man das alles für das Nichtstun, dann ist das ein sehr stattlicher Stundenlohn.
https://www.mdr.de/mdr-rundfunkrat/aufgaben/fragen-und-antworten-arbeit-mdr-rundfunkrat-100.html
Welchen Aufwand hat der denn, wenn er gar nicht teilgenommen hat ?
Die mtl. Prüfung vom Eingang der Zahlungen.
Als nicht Doktor nimmt das einige Zeit in Anspruch.
fuehrende politiker einer politischen partei, ja sogar ministerpraesidenten, sind also in einem „rundfunkrat“, wo sie einfluss auf das fernsehprogramm und die berichterstattung nehmen koennen, welche von zwangsgebuehren der buerger finanziert werden. so mit diesem „rundfunkrat“, der nicht neutral ist, laeuft es ja bei allen deutschen sendeanstalten. absurder geht es nicht mehr ! und alle machen mit, sonst haette es ja schon mal ein journalist irgendwo angesprochen. vielleicht sollte apollo das thema mal aufgreifen.
Und warum wählen die den dann ???
Er wird nicht gewählt, sondern er ist auserwählt. So war das schon zu DDR-Zeiten mit den Großkopferten.
er hat nicht mal seinen wahlkreis bei der LTW gewonnen. der ging an die afd-kandidatin. trotzdem ist er ministerpraesident von thueringen. da gibt es auch noch kandidaten der gruenen und spd, die 3 bzw 7 prozent bei der letzten BTW in thueringen bekamen und trotzdem jetzt im bundestag sitzen, einer sogar als minister. – das ganze wahlsystem funktioniert so nicht mehr.
852,58 Euro für einen ‚Aufwandsmonat‘ gegen 852,84 Euro (12x 71,07) für elendlich knapp zwei Sitzungswochen-Präsenz. Da wäre ich doch stolz, dem Sender 26 Cent Ersparnis vorschlagen zu dürfen – ohne mich selbst zu schädigen? Eines sollte man Super-Mario nicht vorwerfen: er könne nicht logisch rechnen.
Wahrscheinlich hat er in dieser Zeit, dass thüringische Mettbrötchen weiterentwickelt…
er hat ein Buch geschrieben. Doktortitel leicht gemacht
Und täglich selbst getestet. Das käme hin.
Und eine oder mehrere Haxen als Nachspeise?
Mette Mario …….er kann es halt
Man muss jetzt aber ganz schnell wieder etwas gegen die blaue Partei finden, um von diesem Thema abzulenken, ganz schnell. 🙂 🙂
Er nehm an keiner Sitzung teil. Hat er gtrotzdem Sitzungsgelder bekommen?
Ich bitte sie, ein Ministerpräsident hat wichtigeres zu tun. Er muss sich auch auf seine nächste Doktorarbeit vorbereiten.
Söder, Dreyer..z.B. saßen oder sitzen auch im Rundunkrat. Ich wüsste gerne mal, ob diese teilnehmen oder ob sie die 10000 Euro jährlich auch nur zusätzlich einstreichen.
Verbrecher allesamt
Ist der Ruf ruiniert, lebt es sich ungeniert.
Kann sich dort jeder einschreiben? 830€ zusätzlich für’s Nichtstun nehme ich auch gerne an.
manche leute verdienen das netto pro monat mit harter arbeit.
Soll er mal die 18.000 Euro zurückzahlen.
„Landesregierung muss einräumen: Mario Voigt nahm fast zwei Jahre lang an keiner Sitzung des MDR-Rundfunkrats teil“
Weshalb sollte er denn auch? Der MDR bzw. seine Belegschaft tun doch freiwillig und mit allerhöchstem Engagement das, was von ihnen erwartet wird.
stimmt genau. vorauseilender journalistengehorsam funktioniert in D
Friedrich Merz arbeitet sich ständig an der AfD ab, statt vor der eigenen Haustür zu kehren.
In der CDU gibt es genug offene Baustellen. Mario Voigt verlor nicht nur seinen Doktortitel, sondern hat auch fast zwei Jahre lang keine Sitzung des MDR-Rundfunkrates besucht, obwohl dafür Geld floss.
Glaubwürdiger wäre es zuerst in den eigenen Reihen für Ordnung und Konsequenzen zu sorgen, bevor man ständig auf andere Parteien zeigt, denen man politisch offenbar nichts mehr entgegenzusetzen hat.
Der Mario halt; er musste noch ein paar Haxen genießen. Oder waren es Mettbrötchen?
Und immer wieder : Zucker auf sein Mettbrötchen und Salz in den Kaffee.
Hauptsache man sammelt Posten und kassiert. Dann muss man auch teilnehmen und die Interessen des Volkes wahrnehmen
„Dennoch hatte er Anspruch auf die
monatliche Aufwandsentschädigung von 834,23 Euro
– insgesamt rund 18.000 Euro seit Beginn seiner Abwesenheit.“
—
***AUFWANDS-ENTSCHÄDIGUNG***
Na, wer hat ES bemerkt ?? 😉
Aber der AFD vorwerfen, dass sie legal Verwandte von Abgeordneten beschäftigen!
In der Wirtschaft bekommen „Bummelanten“ keinen Lohn – in der Wirtschaft. 🙂
Ehrlich gesagt, was will er dort auch. Die machen doch auch ohne seine Anwesenheit das, was die Altparteien wollen.
Spielt der auch Tennis(Walter Ulbricht Gedächtnispokal)? Dann ist er entschuldigt.
Monatlich 834,23 Euro steuerfreie Aufwandsentschädigung für dauerhafte Abwesenheit.
Warum muss der das nicht zurück zahlen?
Er opfert sich geradezu für das Volk auf!
Vor lauter Kampf gegen Rechts, keine Zeit für der mdr-aufsichtsrat.Vorbildlich!
Sarkasmus off!
Mit anderen Worten: 18.000 Euro für Nichtstun. Minimal-Maximal-Prinzip in Vollendung. Und es ist noch nicht einmal rechtswidrig!