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Belastung

Linke Kultmarke gegen Zuckersteuer: Fritz-Kola warnt vor „Bürokratiemonster“

Die Bundesregierung plant zuckerhaltige Getränke künftig zusätzlich zu besteuern. Doch der Widerstand wächst – und kommt nun auch von unerwarteter Seite. Fritz-Kola, bekannt für sein linksalternatives Markenimage, warnt vor erheblichen Belastungen für den Mittelstand.

Auch die linke Kulturmarke Fritz-Kola wendet sich gegen eine Zuckersteuer (IMAGO/imagebroker)

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Bis zu 32 Cent je Liter könnte der Bund ab Juli 2027 auf zuckerhaltige Getränke erheben – doch die Getränkewirtschaft will das nicht auf sich sitzen lassen. Der Widerstand der Branche wächst. Nun hat sich mit Fritz-Kola überraschenderweise auch ein Unternehmen, mit einem eher linken Markenimage, gegen die Pläne ausgesprochen.

Gründer und Geschäftsführer Mirco Wolf Wiegert zufolge benachteiligt die Zuckersteuer den Mittelstand und begünstigt die Marktführer. Die Ausnahmeregelung des Entwurfs gelte „ausschließlich für Kleinunternehmen mit einer Abfüllmenge von bis zu einer Million Liter“. Mittelständische Hersteller wie Fritz-Kola, die oberhalb dieser Grenze liegen, stünden hingegen ungeschützt da. Das Hamburger Unternehmen beschäftigt rund 340 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von rund 116 Millionen Euro. Konzerne wie Coca-Cola verfügen über große finanzielle Polster, um die Belastungen, die durch die Zuckersteuer entstehen könnten, hinzunehmen. Laut Wiegert kann der Mittelstand die zusätzliche Belastung jedoch „kaum abfedern“.

Auch andere Unternehmen setzen sich aktiv gegen die Zuckersteuer ein. Wesergold-Chef Andreas Reimer machte zuletzt im Gespräch mit der Wirtschaftswoche deutlich: „Wir lehnen diese Steuer komplett ab.“ Reimer sieht darin ein „zweifach gebrochenes Versprechen“. „Die Bundesregierung hat zugesagt, dass es keine weiteren Steuern geben werde.“

Der Widerstand wird jedoch wohl wenig helfen. Politisch ist die Steuer quasi beschlossene Sache. Das Bundeskabinett hat am 14. Oktober eine Formulierungshilfe verabschiedet, die die Fraktionen von Union und SPD in den Bundestag einbringen sollen. Ende November könnten dann endgültige Entscheidungen getroffen werden, wenn der Etat für das kommende Jahr beschlossen wird. Angepeilt wird die Einführung der Steuer zum 1. Juli 2027.

Vorgesehen sind zwei Stufen: 26 Cent je Liter ab fünf Gramm Zucker je 100 Milliliter und 32 Cent ab acht Gramm. Betroffen wären Cola, Limonaden, Eistees, Energydrinks und Fruchtnektare. Reine Säfte, Pflanzendrinks, Milch und Getränke mit Süßstoff würden hingegen steuerfrei bleiben. Das Finanzministerium rechnet mit 690 Millionen Euro Mehreinnahmen im Jahr 2027 und 925 Millionen Euro im Jahr 2028.

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Für Fritz-Kola ist die Rechnung einfach: die 330-Milliliter-Flasche der Hamburger Marke enthält 10,5 Gramm Zucker je 100 Milliliter und läge damit über der Schwelle für die höchste Steuerstufe.

Doch nicht nur die Höhe der Steuer, sondern vor allem auch die entstehende bürokratische Belastung dürfte den Mittelständler finanziell stark belasten. Fritz-Kola bezeichnet das Vorhaben als „Bürokratiemonster“: Der Bund will die Abgabe über ein Steuerlagermodell erheben, wie es bei Tabak und Alkohol üblich ist – inklusive Zollkontrollen. Allein beim Zoll sollen 200 neue Stellen entstehen. Für Zoll und IT kalkuliert der Bund bis 2029 mit Kosten von rund 89 Millionen Euro. Wiegert fordert stattdessen ein digitales Meldeverfahren. Den Starttermin zum 1. Juli 2027 hält das Unternehmen für zu ambitioniert.

Bemerkenswert ist am Ende dennoch, wer hier letztlich protestiert. Fritz-Kola ist seit Jahren als eher linksalternative Marke bekannt. Das Unternehmen kooperiert mit dem FC St. Pauli und sammelt u.a. Spenden gegen den „Rechtsextremismus“. Außerdem verlegte das Unternehmen seine Zentrale in diesem Sommer ins Hamburger Schanzenviertel. Das Hamburger Viertel ist seit Jahren für die Gentrifizierung der Hansestadt, die linksalternative Szene, aber auch für Partytourismus, sowie die Trink- und Eventkultur bekannt.

Besonders bemerkenswert ist auch: im Februar 2026 trat dieselbe Firma als Sponsor des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart auf und stellte dort mehrere Paletten Getränke bereit. Wiegert erklärte dem NDR zwar, man habe vor der Bundestagswahl 2025 identische Beträge an CDU, SPD, Grüne und FDP gespendet. In den sozialen Medien löste das jedoch unter linken Anhängern der Marke gewaltigen Gegenwind aus.

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31 Kommentare

  • Die Antifa-Cola kann ruhig von den sozialistischen Linken enteignet werden.

  • Ich würde sie in Merz-Klingbeil Kola umbenennen.
    Alles ungeniessbar.
    Go woke…Ende.

  • Was heißt denn „unerwartet“ und „überraschenderweise“? Auch ein linker Unternehmer ist halt zuerst Mal ein Unternehmer, der auf Umsatz und Gewinn achten muss. Und es ist ja nicht so, als würden sie Bio-Smoothies oder vegane Haferdrinks herstellen. Das linke Image ist halt vor allem eines: Image.

  • Das Bürokratiemonster wächst und wächst, und es entsteht der Eindruck mit diesem Wachstum sollen neue Arbeitsplätze als „Kontrolleure“ geschaffen werden. Man schaue auf die Bäckertüten. Steht der Name der Bäckerei drauf, muss das Geschäft nachweisen, aus welchem Material die Tüte ist. Bei der gleichen Tüte aus dem gleichen Material ohne Namenszug ist dies nicht notwendig.
    So werden die Bäcker jetzt wohl bald das Brot wieder auf den Ladentisch legen – wie es in der DDR üblich war. Und jeder bringt seinen eigenen Beutel mit. Geht auch.

  • Linke Kultmarke Fritz Kola gegen Zuckersteuer.

    Da ist man doch für Doppel Besteuerung bei ‚ Fritze Kola ‚ alleine wegen der Big Freundschaft mit den Linken . 😂😉

  • Go woke, go broke… man lernt nur durch Schmerzen. Willkommen im Club, FRITZ-Cola 😂

  • Einfach kein Zucker mehr reintun.
    Nein mal in Ernst, ich kaufe nur noch zuckerfreie Softdrinks. Was da zum Großteil in 100ml an Zucker drin ist, das kann doch nicht mehr gesund sein. Die Auswahl ist aber teils sehr eingeschränkt.
    Oft sind zuckerfreie Sorten nicht verfügbar oder werden erst gar nicht angeboten. Bestes Beispiel Coca Cola Cherry oder Lemon.
    Die sind Zuckerfrei hier bei Rewe und Edeka einfach nicht im Sortiment. Aldi hat zeitweise mal die 1,25 Liter Flaschen.

    • Wuetburger, Sie wissen aber, dass Zucker wie auch Fett Geschmacksträger sind. Und die Süßungsmittel aus dem Chemielabor sind auch nicht gesünder wie Zucker. Also nicht verblenden lassen von Menschen, die meinen, sie seien für uns verantwortlich.

      • Süßungsmittel sind sogar schädlicher als Zucker. In der Tiermast werden diese eingesetzt, damit die Viecher mehr fressen und schneller an Gewicht zunehmen,

    • Kann man sich auch sehr leicht selber mixen:
      n Schluck reinen Fruchtsaft, paar Spritzer Süßstoff rein, und mit 1 l Leitungswasser auffüllen, ggf. noch CO2-Blubbers rein – und so direkt jede Menge Zucker, Kalorien und Euros gespart …

      (Aber nicht weitersagen – sonst kriegen die mich noch dran wg. Steuerhinterziehung … 🙂 )

      • Nimm lieber Zucker, musst ja nicht die Unmengen reintun wie die Lebensmittelindustrie, die setzen neben den Zucker auch Säuerungsmittel wie künstliche Zitronensäure ein, weil es sonst zu süß und ungenießbar wäre.
        Ein wenig Zucker ist gesünder als Süßstoff, welcher als Appetitanreger wirkt und zu mehr Nahrungsaufnahme anregt und Übergewicht fördert.
        Keine Süßung in Tee oder Kaffee ist möglich, statt Fruchtsäfte oder Cola Wasser trinken, dann kann man auch ab und zu ein wenig Zucker konsumieren

  • Manche würden sagen:
    man warnt NICHT,
    man versammelt sich und man boykottiert!!!

    Endlich mal Demokratie leben. statt vorzugaukeln.

  • fritz cola hat Recht Zuckersteuer ab Werk.
    Einfach und gerecht.

  • Es soll den Mittel Stand treffen! Das ist doch die Absicht, die hinter dieser Steuer steckt. Den Mittelstand weiter schwächen und dem Verbraucher die letzten Cent aus der Tasche ziehen! Und natürlich Arbeitsplätze schaffen – staatliche Arbeitsplätze natürlich – damit die Staatsquote weiter hoch knallt. Das ist Sozialismus, das ist Planwirtschaft. Und genau das wird seit fast zwei Jahren von der Bevölkerung, ohne Murren, akzeptiert, obwohl jeder normal denkende Mensch sehen kann, dass es uns nur schadet.

  • 🤣🤣🤣 gerade denen wünsche ich die volle Breitseite ihrer linken Hass&Hetze-Ideologie. Möge Fritz Kola untergehen. „Go woke, go broke!“ 🤣🤣🤣

  • Bürokratiemonster liebt die BRD-Regierung doch. Denn solch ein Monster besteht aus Beamten, die vom Staat leben, von ihm abhängen. Solch ein Bürokratiemonster ist also Merz‘ und Klingbeils Monster – ein treuer Diener seiner Herren.

  • Fahre BMW und trinke Fritz Cola .
    und bei Roschmann kaufe ich ein.

    -10
  • Jegliche Steuer ist in meinen Augen ein Raub! Die Kirche und Fürsten verlangten nur den „Zehnten“, da könnte man beinahe zum Royalisten mutieren. Bitte vergleicht, was in der BRD früher für Steuern getan wurde. Nun ist es trotz der unglaublichen Einnahmen vorbei mit einer vorbildlichen Infrastruktur, Vorsprung mit Technik (ein alter Werbeslogan) und dem Bildungssystem. Jede neue/alte Steuer bleibt fast immer ewig erhalten, wie die Salzsteuer (wofür eigentlich?), die Sektsteuer zum Ausbau der kaiserlichen Marine und ähnliches. Nun bald Zuckersteuer, noch höhere Tabaksteuer und und und. 128 Milliarden sind laut offiziellen Zahlen in die Ukraine geflossen, nur aus Deutschland. Nicht eingerechnet die ukrainischen Flüchtlinge und deren Kosten im Land. Und Merz wiederholt die Lüge von 2015, niemand wird etwas weggenommen. Derweil brechen Brücken zusammen, Strassen zerbröseln, alles wird teurer.

  • Oh, wie traurig… Antifa Lars macht etwa schlechte Politik? Kann nicht sein. Bitte Meldestelle wg Desinfirmationen informieren

  • Nomen est omen:
    da ist der personifizierte Inbegriff der Dauerpleite ja schon im Namen enthalten …

  • ..aber die Zuckersteuer ist eine Trump Steuer…..warum nicht eine Kaugummisteuer ..eine .Bananensteuer ( Zucker .. ) …warum keine Stollensteuer ? …Traubenzucker… ? … .

    -12
  • So eine dämliche Aussagen kann nur von einen Linken kommen! Coke und Pepsi sind genauso betroffen wie die arme Fritz Cola!

  • Trink ich eh nicht. Cola für Antifanten🤮

  • Das ist nichts weiter als eine Asylantensteuer, damit die weiterhin alles in den Allerwertesten geschoben bekommen können. Ach ja, und nicht den Gierschlund Selenskji vergessen…

  • „… bekannt für sein linksalternatives Markenimage …“
    Die Hipsterei der 2010er-Jahre war nicht „links“, sondern im Kern reaktionär. Aber sowas versteht man in einer Schülerzeitung nicht.

    -26
    • Wozu kommentierst du dann in einer Schülerzeitung?

      • Nennt sich Aufklärung.
        Aber gut manche fühlen sich nur in einer Blase wohl.
        Da braucht es keine Weitsicht.

    • Es geht hier um das „Image“, also wie die Firma gesehen werden möchte. Was hat das mit dem „Kern“ zu tun??? – Ich glaube allerdings gern, dass es auch heute (noch oder wieder) verschiedene Fraktionen gibt, die sich darüber streiten, wer die „wahre Linke“ ist – aber müssen wir Außenstehenden dazu Stellung beziehen?

      • Käse.

        Auf die Idee, dass die Beobachtung von nicht-linker Seite kommen könnte, kommen Sie natürlich nicht.

        Sind sind ja gerade zu alle erotisch besessen von dem, was Sie für „links“ halten.

        -14
        • Hab die Linken in meiner Teenie-Zeit in einer ultralinken Unistadt miterleben müssen – – –
          weiß also durchaus, was „links“ ist – und bin davon geheilt für’s Leben!!!

          Und erkenne nicht den geringsten Unterschied zu den heutigen Linken.

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