„Können wir uns nicht mehr leisten“: Jetzt wackelt die 35-Stunden-Woche
Die 35-Stunden-Woche galt in der Metall- und Elektroindustrie jahrzehntelang als unantastbar. Doch angesichts der Industriekrise wächst der Widerstand der Arbeitgeber. Stihl-Aufsichtsratschef Nikolas Stihl fordert längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich, Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger nimmt zugleich den Achtstundentag ins Visier.
Wie viel beziehungsweise wie lange jemand arbeitet, sollte in einer freien Marktwirtschaft zunächst eine Angelegenheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein. In bestimmten Wirtschaftsbranchen, wie etwa der deutschen Metall- und Elektroindustrie, wird diese Größe jedoch seit drei Jahrzehnten durch einen Flächentarifvertrag festgelegt. Seit Oktober 1995 gilt für tarifgebundene Arbeitnehmer eine regelmäßige tarifliche Vollzeitarbeitszeit von 35 Stunden. Das hat mitunter weitreichende negative ökonomische Folgen.
Auch in Zukunft wird in der Industriesparte wohl weiterhin eine Vorgabe für die Arbeitszeit bestehen bleiben, wenngleich inzwischen Konflikte über deren genaue Ausgestaltung entbrannt sind. Den jüngsten Anstoß gab Nikolas Stihl, Aufsichtsratschef des Waiblinger Motorsägen- und Gartengeräteherstellers Stihl. „In den guten Zeiten konnte sich Deutschland die 35-Stunden-Woche leisten. Aktuell können wir das nicht mehr“, sagte er jüngst im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Er vertritt die Position, die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich zu verlängern.
Stihl verband seinen Vorstoß mit einer konkreten Erwartung an die Gegenseite. Er schaue insbesondere auf die IG Metall, weil sie die Zugeständnisse letztlich machen müsse. Wenn die Branche auf 500.000 verlorene Industriearbeitsplätze zusteuere, „sollte man nun wirklich alles tun, um die Blutung zu stoppen“, führte der Aufsichtsratschef aus.
Eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich würde die Arbeitskosten nach seinen Worten relativ schnell senken. Diese Argumentation ist durchaus nachvollziehbar: Schneller als viele andere Stellschrauben könnte eine solche Maßnahme wirken, da sie ohne beträchtliche zusätzliche Investitionen und auch ohne Entlassungen auskommt. Zugleich räumte Stihl jedoch ein, wie schwierig der Weg dorthin wäre. Die 35-Stunden-Woche sei einst mit heftigen Geburtsschmerzen vereinbart worden. „Und wenn man das Ganze zurückdrehen will, wird der Verlustschmerz sehr groß.“
Vor allem Arbeitnehmer, die sich über Jahre an die 35-Stunden-Woche gewöhnt haben, dürften kaum damit einverstanden sein, ohne zusätzlichen Lohnausgleich länger zu arbeiten. Es entsteht für sie praktisch kein Anreiz. Tarifkonflikte und großflächige Protestbewegungen wären wohl vorprogrammiert, falls die tarifliche Wochenarbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie angehoben werden sollte.
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Wie hart die Auseinandersetzungen um längere Arbeitszeiten bei ausbleibendem Lohnausgleich derzeit bereits geführt werden, zeigt sich auch in anderen Branchen, etwa in der Automobilindustrie. Erst Ende Juni regte Mercedes-Aufsichtsratschef Martin Brudermüller im Gespräch mit dem Handelsblatt mit Blick auf die rund 108.000 deutschen Beschäftigten von Mercedes-Benz an, in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr zu arbeiten. Er brachte auch die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ins Spiel. Derzeit ist die 35-Stunden-Woche für viele Vollzeit-Tarifbeschäftigte bei den großen, tarifgebundenen Herstellern und Zulieferern, mitunter auch bei Mercedes, der Regelfall. Brudermüller erklärte, länger zu arbeiten, leiste einen Beitrag dazu, auch im hohen Alter gesund und aktiv zu bleiben. Und: „Arbeit gibt den Menschen außerdem Struktur, Teilhabe und Sinn im Leben.“
Außerdem wurde als Sofortmaßnahme zur Kosteneinsparung eine tarifliche Sonderzahlung in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts für rund 90.000 Mitarbeiter auf das kommende Jahr verschoben. Die Beschäftigten wollten dies jedoch nicht einfach hinnehmen und gingen deshalb auf die Barrikaden. Im Juli folgten weitreichende Protestaktionen. Mehr dazu erfahren Sie hier: „Jetzt rebellieren die Mitarbeiter: Sparkurs bei Mercedes stößt auf Widerstand“
Auch der Gesetzgeber will die Arbeitszeit neu ordnen
Parallel zu den Auseinandersetzungen in der Metall- und Elektroindustrie sowie der Automobilbranche hat sich inzwischen auch eine gesetzliche Front gebildet, die sich mit den Arbeitszeiten in der Bundesrepublik beschäftigt. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hatte in einer Stellungnahme Anfang August die Forderung formuliert, die tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden im Arbeitszeitgesetz durch eine wöchentliche Obergrenze zu ersetzen – orientiert an der EU-Arbeitszeitrichtlinie, die 48 Stunden pro Woche erlaubt. „Die Spielräume der europäischen Arbeitszeitrichtlinie werden fast überall genutzt, nur bei uns nicht“, sagte Dulger.
Auch aus der Politik gibt es hierfür Zustimmung: Union und SPD haben die Möglichkeit einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit bereits im Koalitionsvertrag vereinbart. Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet im Herbst einen Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Bärbel Bas.
Wenn der Tarif den Markt ersetzt
Ökonomisch betrachtet existiert unabhängig von den aktuellen Konflikten durch die Tarifbindung beziehungsweise die generell begrenzte Wochenarbeitszeit ein Markt, auf dem der Preis der Arbeit nicht mehr frei gebildet wird. Arbeitszeit und Entgelt sind festgelegt: Ob ein einzelner Betrieb dringend Arbeitskräfte benötigt oder seine Beschäftigten kaum auslasten kann, verändert den Stundenpreis nicht.
Ein zweiter Streitpunkt: Ein einheitlicher Tarif entkoppelt das Entgelt von der individuellen Leistung. Wer schneller, besser oder länger arbeitet, erhält dafür innerhalb des Tarifgefüges nicht automatisch mehr Geld. Kritiker erklären, dass dadurch die Anreize sinken, die eigene Produktivität über den vereinbarten Standard hinaus zu steigern. Auch der Gruppendruck, sich einem niedrigeren Leistungsniveau anzupassen, kann dadurch verstärkt werden.
Letztlich gilt festzuhalten: In einer freien Marktwirtschaft sollte jeder selbst entscheiden dürfen, wie viel er arbeitet. Das sollte weder die Politik noch der Arbeitgeber oder die Gewerkschaft einseitig vorschreiben.
Eine Gewerkschaft, die das Arbeitsangebot ihrer Mitglieder gezielt verknappt – etwa durch festgelegte Wochenarbeitszeiten –, kann erhebliche negative Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Aufschwung haben. In Zeiten voller Auftragsbücher kann dies die Profitabilität der Unternehmen beeinträchtigen.
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Dank den Folgen der Schwarz-Rot-Grünen Energiewende haben viele IG-Metaller bald eine 0 Stunden Woche. Und Dank der 100% Unterstützung der ROT- Grünen Funktionäre dieser Industrieabbau-Energiewende darf der verbleibende Rest länger arbeiten und später in Rente gehen. So geht die Politik des Brandmauerkartells.
Dazu kommt noch die Strom-Unsicherheit als grüne Zukunft.
Länger arbeiten mit weniger AK macht mehr Arbeitslose. Oder sollte man es industrieelles Gesundschrumpfen nennen. Sie hinterlassen mit Absicht einen Scherbenhaufen für die Alternative.
Nein, nun wird einfach die Demographie eingepreist.
Eine 35 Stundenwoche ist halt im internationalen Vergleich, gerade mit China, absolut lächerlich wenig, und der Wettbewerb ist nicht mehr nur vor der Haustür, sondern primär in China, Südkorea, Indien, USA. Die USA schotten sich zollseitig ab, während die EU und die Bundesregierung die Chinesen sogar noch mit Subventionen locken, Bsp. E-Auto-Prämie, anstelle sie auszusperren und mind. 80 % Lokalisierungsanteil in DE/EU zu fordern. Dann hätte sich deren Kostenvorteil sofort erledigt. Trump schützt seine Wirtschaft, verschafft ihr eine Schnaufpause und sorgt durch intelligente Maßnahmen (ganz im Gegensatz zur regulatorischen EU) für eine Rückverlagerung von R&D sowie Produktion in die USA. Mag sein Clan sich privat auch die Taschen füllen, er macht etwas, während deutsche und EU-Politiker uns, ihre Bürger und ihre Industrie, verraten haben (und sich auch die Taschen füllen).
Der Strom wird für die Kriegswaffenherstellung gebraucht und die Arbeitslosen müssen ja auch bezahlt werden! Also alles geplant und die Gewerkschaften stecken mit denen unter einer Decke!
Die Arbeitnehmer dürfen nun durch Verzicht die hohen Energie- und Produktionskosten ausgleichen. Zum Glück werden die wenigsten de Zusammenhang verstehen und die Maßnahme für alternativlos halten.
Selbst eine 70-Stundenwoche und die Rente mit 95 würde die hohen Energiekosten nicht kompensieren können. Ebenso wenig wie 300% Lohnsteuer das Haushaltsloch stopfen könnte, denn sie werden immer mehr ausgeben als sie einnehmen. Das Ausland, insbesondere die Ukraine, braucht Geld und außerdem: wie war doch noch gleich das Motto? Ach ja, äh? Hauptsache die Deutschen haben es nicht! Richtig?
Achtung! Warnhinweis für Allergiker: dieser Kommentar kann Spuren von Sarkasmus und Ironie enthalten.
Wer hat diese Untergangs Typen gewählt ? Jetzt kommt die Quittung
So ist es. Aber blicken Sie mal auf aktuelle Bundes-Umfragen, lediglich 28% würden der AFD ihr Vertrauen schenken. Das heißt satte 72%!!! der Wählerschaft will genau ein weiter so, nämlich eine Abwrackung Deutschlands zum Armenhaus Europas. Diesem Doof-Michel ist offensichtlich nicht bewusst, dass sich Deutschland bereits seit geraumer Zeit in einem gigantischen Abwärtsstrudel befindet, sozusagen in einer Todesspirale direkt in die Hölle. Tagtäglich sperren Dutzende Betriebe zu oder wandern ab aus Europa, tagtäglich gehen Tausende Arbeitsplätze verloren. Aber was macht der Michel? Er wählt weiterhin das linke Einheits-Kartell. Dann viel Spaß noch beim Untergang Deutschlands!
nicht ganz.
bei den 72% sind dabei:
20 bis 25% wollen den puren Kommunismus bzw Öko-Kommunismus.
„weiter so“ wollen eigentlich nur die 2 ehemaligen, mächtig geschrumpften sog. Volksparteien und die kümmerliche FDP, die von Lindner und Gräfin Dracula selbst ins Aus geschickt wurde.
Hat ER sich wieder an Jürgen festgebissen.
Willkommen im nächsten Akt: „Jürgen, mein Aufhänger“.
Früher hat ER immer darüber philosophiert, dass Jürgen verdächtig oft als erster einen Kommentar abgibt, was unzweifelhaft ein Beweis für Jürgens Autorentätigkeit bei AN wäre. Heute nutzt er Jürgens „erste“ Kommentare um sich ganz oben dranzuhängen und seine perfiden Erziehungstechniken nebst seinem perfiden Narzissmus an den Mann zu bringen.
ER (m/w/d) gehört ebenfalls zum Apollo Team mit der Aufgabe, Klicks und Kommentarzahlen zu boostern und Reaktionen zu provozieren.
Erkennt man daran, dass „ER“
1. nie zum Thema schreibt, sondern nur auf Kommentare reagiert und
2. offensichtlich Narrenfreiheit genießt, wo andere Kommentartoren sich ihre Worte dreimal überlegen müssen. Sonst wäre er längst gesperrt.
Einfach links liegen lassen.
Aufgrund des hohen Mitteilungsbedürfnisses und der relativ hohen Zahl an Buchstaben pro Kommentar, gehe ich ferner davon aus, das „ER“ weiblich oder KI-generiert ist.
Wenn die IG-Metaller eine 0 Stunden Woche haben, dann wird drum herum wohl auch so einiges wegfallen.
Zulieferbetriebe, die Baubranche, die um den Großbetrieb die Häuser baut, Lebensmittelläden usw…
Diese Betriebe haben auch heute noch einige Mitarbeiter, die dann auch Dienstleistungen in Anspruch nehmen ect.
Dank der IGM sowie des DGB zuallererst! Die beide mit kompetenzbefreitem, unprofessionellen und berufspraktisch unerfahrenen „Führungspersonal“ punkten.
Die Verteilungskämpfe haben gerade erst begonnen. Ich beneide die nachkommenden Generationen wirklich nicht.
Gefragt sind jetzigen jungen AN, wenn die es nicht schnallen, dann ist denen nicht zu helfen, man weiß es, man macht nichts dagegen, dann will man es so. Aber es werden doch recht viele ihre Heimat verlassen müssen, weil Arbeitsplätze Mangelware werden.
Anschnallen –an was ? . in den 90ern gabs lange Phasen von Einstellstopps und wer da gerade an Uni fertig hatte dauerhaft ein „Schwarzes Loch“ Problem im LL –sprich Auswandern war damals noch nicht so ….Aber sowas wie ( befeuert auf durch Feminismusprinzesschensyndrom) die heiraten nicht , also die Absage als Boomer-Abtreibungsmittel ….gut zu sehen bei den nun wenigen Millenials und noch weniger GenZ.
Das mit dem Auswandern –wohin – Thailand , Bali, Argntinien(!) kanada oder doch die Schweiz , oder gar nach China wo es >>20% Jugend- und Akademikerarbeitslosigkeit hat ?
@Idfis
Also ich hatte beim Vorstellungsgespräch zu meinem ersten Job auf die Frage nach meinem Gehaltswunsch geantwortet, dass ich am liebsten nach Leistung bezahlt werden würde. Haben sie nicht akzeptiert. Es hat dann eine Weile gedauert, bis ich gelernt habe, dass Leistung sich nicht lohnt und dass die Lusche, die vier Mal so lange braucht wie ich oder ohne meine Hilfe erst überhaupt gar keine Lösung findet, dasselbe Gehalt bekommt wie ich. Richtig fett verdienen die narzisstischen Schwätzer, die dem ahnunglosen Chef das blaue vom Himmel versprechen, aber nichts einhalten können. Wenn sie dann irgendwann entlassen werden, weil es für die Firma zu teuer wird, ziehen sie weiter zur nächsten Firma, wo das Spiel von vorne los geht. Daher nur noch Dienst nach Vorschrift und sich mit Aktien ein Vermögen aufbauen, um vorzeitig in Teilzeit zu gehen.
Es ist viel einfacher, es findet einfach eine Auslese statt.
Habe ich Anfang der 90er auch erlebt. Waren gerade mit dem Studium fertig und es gab keine Jobs.
Die, die etwas konnten, die bereit waren erfolgsbasierte variable Gehälter zu akzeptieren haben trotzdem gute anspruchsvolle höchstdotierte Jobs gefunden.
Das natürlich dort wo 35-std Woche, oder sonstige gewerkschaftliche Themen keine Rolle spielten. Für jemanden der sein gesamtes Berufsleben in US Firmen verbracht hat wirkt dieser Artikel befremdlich.
@Idfis
Muss ich zustimmen. Gute Leute finden immer arbeit.
Andere finden Gründe nicht zu arbeiten.
@MINT Elite
Schwarzes Loch in der Vita… ich lach mich tot. Das ist vieleicht für einen Absolventen ein Problem. Vor allem stellt sich die Frage wie kommt das dahin. Man kann immer etwas machen. Sei es Koffer am Flughafen sortieren oder Burger flippen. Weiterbildung gibts auch.
Selbst wenn es Jahr zu Selbstfindung war ist das nicht Nichts.
Wenn man erstmal ein paar Jahre gearbeitet hat interessiert sowas eh keinen mehr. Genau wie die Noten im Studium. Das ist nur für einen Neueinsteiger wichtig. Wenn man Erfahrung hat sind es die Arbeitszeugnisse und Schulungen. Von den 90 bis jetzt sind über 25 Jahre… da hatte man viel Zeit was auf die Reihe zu bekommen.
So sieht die Realität aus.
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„ich habe das Land mit ruiniert für die nachkommenden Generationen“.
Das stimmt, das hast du wirklich. Bist ja links.
Komme nicht so ganz mit. Die Absatzzahlen der deutschen Automobilindustrie brechen ein, Werksschließungen werden offen diskutiert, aber die Leute sollen länger arbeiten, mithin mehr produzieren?
Mir ist auch nicht klar, wie einer an der Taktstrasse eines Autoherstellers schneller als die anderen arbeiten könnte um dadurch mehr zu verdienen. Soll der kehren, Schrauben sortieren, den Schlagschrauber putzen?
Ja, die Leute sollen mehr produzieren! Das nennt sich „Produktivität steigern“. Dann braucht man zwar bei gleichbleibendem Ausstoß weniger Menschen, die Idee ist aber, die relativen Kosten pro Teil (z.B. Auto) zu senken. Und in einer funktionierenden Marktwirtschaft kann das sogar dazu führen, dass mehr gekauft wird; mithin die Leute mehr arbeiten aber auch weiterhin alle oder sogar mehr Leute gebraucht werden. Wie genau das geht, können Sie sich bei erfolgreichen Ländern wie den USA oder China angucken – oder in Ungarn/Rumänien in der EU.
Übrigens, in der Automibilindustrie dürfte der weitaus kleinste Teil der Belegschaft an getakteten Bändern arbeiten. Ingenieure, Zuliefererbetriebe usw. haben auch viele andere Arbeitsumgebungen wo man sehr wohl besser und schneller arbeiten kann.
Westdeutsche Luxusprobleme…
Wer im Osten hat eine 35Std. Woche?
Habe selten unter 200h/Monat.🤷♂️
Grüße aus Dresden
Zu wenige. Siehe PEGIDA, Plauen, freie Sachsen. Chronisch unterbeschäftigte Leute die in ihrer Freizeit nur Probleme machen.
Ich finde ihr Verhalten beschämend.
Gott, bist du dämlich!
Don’t feed the troll. Nichtbeachtung wirkt am Besten.
Nee, ein linker bezahlter Troll, der nur Streit sucht und dumme linke Sprüche kloppt.
Wenn „unterbeschäftigte Leute in ihrer Freizeit nur Probleme machen“, dann hätten nicht „Zu wenige“ die 35h Woche, sondern „Zu viele“. Aber Logik ist eben nicht jedermannns Sache.
Moin, @Ruthe Sie meinen wohl die Klientel die nichts tut und in Abrisshäusern und Graffiti beschmierten Vierteln haust und vermummt mit Regenschirmen durchs Land zieht.
Wären sie wirklich Links, würden sie nicht die arbeitende Bevölkerung beleidigen.
Minderwertig mehr nicht.
Freie Sachsen usw. haben Berufe und ARBEITEN. Solche wie sie, Linke. Grüne, NGOs udn Antifa – das sind neben anderendie Schmarotzer. Es mag Sie verwundern, aber je „rechter“, desto mehr arbeitende Menschen.
Schuld ist nicht die 35 Stunde Woche: Schuld sind die hohen Energiepreise, die extremen Lohnnebenkosten und Steuern und die willfährige Befolgung der grünen Ideologie. Und nun sollen wieder die Wertschöpfer darunter leiden.
„…die extremen Lohnnebenkosten“
Man muss es immer wieder wiederholen: Lohnnebenkosten sind Lohnkosten! Und diese müssen vom AN selbst vollständig erwirtschaftet werden.
Bedeutet das im Umkehrschluss, dass man als Bürgergeldempfänger noch weniger arbeiten muss bei keinem Bürgergeldausgleich ?
Mein Vater war Postler. Viele Jahrzehnte war er Mitglied der Deutschen Postgewerkschaft, die dann später mit zu Verdi fusioniert worden ist.
Auch als Pensionär noch. Dann haben die die 35 Stunden Woche gefordert.
Er erklärte dann:
„Jetzt machen die Deutschland kaputt“
und ist ausgetreten.
Mehr als 4 Jahrzehnte später ist es soweit. Sie h a b e n Deutschland kaputt gemacht.
Die Rückkehr der 40 Stunden Woche wird nicht die einzige Veränderung sein, die bevorsteht. Das Wirtschaftswunder ist zuende. Die Armut kehrt zurück.
„Letztlich gilt festzuhalten: In einer freien Marktwirtschaft sollte jeder selbst entscheiden dürfen, wie viel er arbeitet.“ Anmerkung: Funktioniert aber nicht in der Industrieproduktion. Jeder Arbeitsplatz der zur Verfügung gestellt wird (Werkzeug und Platz für den Mitarbeiter) kostet Geld und deswegen kommt ja die Schichtarbeit ins Spiel. Wäre es nicht so dann würde man einfach weitere Gebäude (wo produziert wird) errichten und die Schichtarbeit mit all den Zuschlägen (Spät, Samstag- und Sonntagszuschläge) wäre passe.
@Andreas B
Nein so einfach ist das nicht.
Ein neues Gebäude usw erfordert Investitionen und bindet Kapital. Es ist führ gewöhnlich viel effektiver die Gebäude und Maschinen die man hat, maximal auszulasten bevor man neue beschafft.
Auch wenn es Zuschläge für bestimmte Zeiten gibt. Das wird alles eingepreist und eigentlich ist es so, dass die zuschlagsfreien Stunde eher schlecht bezahlt werden und erst im Monatsmittel ein guter Lohn rauskommt.
Nur weil es in der Industrieproduktion nicht funktioniert heißt nicht, dass man in einer freien Marktwirtschaft nicht selber entscheiden darf. Man muß den Indsutriejob oder die Schichtarbeit ja nicht annehmen. Machen jetzt auch viele nicht. Man kann sich zB selbständig machen und selber festlegen wann und wieviel man arbeitet. Niemand wird gezwungen.
Wir haben keine „freie“ Marktwirtschaft.
Wir haben noch nicht einmal „Marktwirtschaft“.
In einer echten freien Marktwirtschaft hätten AfD-Fanboys wie Du keine Chance.
in einer freien Marktwirtschaft wäre wirtschaftliches Verständnis die Basis jeglicher Politik. Damit wäre derzeit nur die AfD existent. Bei den Splitterparteien gibt es sicher auch ein paar.
haha, sagt ein bezahlter Internet-Troll, der in seinem ganzen Leben noch keinen Handschlag geleistet hat.
Wer nix kann und nie was wird, der trollt im Internet.
Ich habe ein Problem damit, Arbeitszeit zu erhöhen.
Das wird viele Familien betreffen, denen es eh schon schwerfällt Familie und Arbeit zu vereinbaren.
Die schuften eh schon bis zur Überforderung.
Gerade wenn Kinder krank sind oder Krippe und Kita wegen Krankheit oder Planungen kurzfristig schließt.
Ich kenne Eltern – beide haben Arbeitszeit verkürzt . Finanziell stemmen sie das ohne staatliche Hilfe. Würde die Arbeitszeit erhöht–wäre das nicht machbar. Und wieder würde es arbeitende Eltern treffen, während Bürgergeldempfänger chillig sich zurücklehnen können. Und viele dieser Kinder dann nicht einmal deutsch sprechen können, wenn sie zur Schule kommen–und dann wieder diejenigen Eltern ausgebremst werden, die sich von Geburt an für ihre Kinder –was Bildung betrifft–große Mühe geben.
Dass eine verpflichtende 8-Stunden-Betreuung eingeführt wird–um Kinder ganztags betreuen lassen zu können—das werden viele Eltern (und Kinder)nicht wollen. Sie wollen gemeinsame Zeit-
„eine verpflichtende 8-Stunden-Betreuung eingeführt wird“
Auch so ein realitätsferner Unsinn!
Denn das kann man nur erreichen, wenn man die nötigen Betreuer zwangsverpflichtet.
Wie wichtiger wäre nicht verpflichtende 8 Std betreuung sondern Betreuung während der Schulferien. Was bringen 8 Std wenn an 12 Wochen im Jahr gar keine Betreuung stattfindet man als Arbeitnehmer aber nur 4 Wochen Urlaub hat.
Jeder, der nach „externer Kinderbetreuung* schreit betrachtet den Nachwuchs eh nur als Livestile Attribut zu Befriedigung narzisstischer Bedürfnisse und nicht als das einzige.Lebensprojekt von Bedeutung. Solche Leute sollten gar keine Kinder kriegen. Und wenn die dann zwangsläufig aussterben, ist das kein Problem, sondern die Lösung.
Alle sonstigen „zivilisatorischen“Errungenschaften“ sind dagegen letztlich völlig bedeutungslos. Auch wenn einige davon mein eigenes Leben durchaus deutlich bequemer machen.
„Brudermüller erklärte, länger zu arbeiten, leiste einen Beitrag dazu, auch im hohen Alter gesund und aktiv zu bleiben.“
De facto per Gesetz erzwungene Arbeit als vorbeugender Gesundheitsschutz!
Unter dieser Prämisse könnte man die Rente ganz abschaffen. Win-Win Situation nennt man das wohl. Der AG spart viel Geld und die Alten bleiben länger gesund und sind bis an ihr Ende aktiv.
Ich schreibe jetzt lieber nicht wie sich das anhört.
Hey, für die Energiewende sollte es uns das Wert sein.
Erst wenn die Funktionäre kein Geld mehr bekommen, wird sich etwas ändern.
Die Gewerkschaftsfunktionäre bekommen immer, von irgendwem Geld.
Wie wird die Nummer ausgehen? Da die linken Gewerkschaften nicht nur zu viel Macht haben, sondern auch aus der Politik uneingeschränkt Unterstützung bekommen, wird die Arbeitszeit auf 32 Stunden reduziert (natürlich bei vollem Lohnausgleich) und die Unternehmen appellieren an die Politik, den Fehlbetrag durch Subventionen und/oder Steuererleichterungen auszugleichen, da sonst der Standort gefährdet sei (der ohnehin bald abgebaut wird, weil der Strom zu teuer wird)…
Als freiheitlich denkender Mensch verstehe ich die Diskussion nicht: Die Arbeitnehmer haben Koalitionsfreiheit, das Recht sich zu organisieren, genauso wie die Arbeitgeber. Bei den einen heißt es Gewerkschaft, bei den anderen sind es Arbeitgeberverbände.
Die müssen dann verhandeln, und?
Größere Organisationen können leider verkrusten, extrem zu sehen bei den Gewerkschaften, die die fatale Wirtschaftspolitik mitgemacht haben.
Und nicht immer vergessen: Dass Arbeitszeitgesetz geht von sechs Arbeitstagen aus. Es sind also in Kombination de facto 48 Stunden dauerhaft möglich. Auch mittels vieler 10-Stunden-Tage, weil der Durchschnitt dann erfüllt ist. Wo ist also das Problem?
Ich glaube da müssen viele erst noch mal nachlesen. Von den Ausnahmen für Bereitschaft in Krankenhaus und Polizei mal ganz abgesehen.
Mit Pausen, vorgeschrieben oder besser tatsächlich, sind es deutlich über 50 Stunden. Und wenn einer pendelt, kommt er schnell auf gegen 60h unterwegs.
Wer hat da wirklich das Problem, nicht genug arbeiten zu dürfen? In abhängiger Beschäftigung wohlgemerkt, sonst interessiert es normal eh keinen.
Ist gelaufen. Alles. Im freien Fall spürt man den Aufschlag nicht. Noch.
Länger arbeiten OHNE Lohnausgleich.
Und wer kauft dann wovon die zusätzlich produzierten Produkte?
Ach so ja, das Ausland!
Womit bezahlt das Ausland, dass ja in Summe mehr importiert als exportiert diese Produkte? Mit Kredit.
Was ist ein Kredit? Das Versprechen einer Leistung in der Zukunft.
Bin mal gespannt, wenn wir dieses Leistungsversprechen, allein gegenüber der USA in Höhe von ~1,3 Billionen Dollar, endlich einfordern.
Einen Kredit (der wie Sie richtig erkannt.haben), ein Versprechen einer zukünftigen ist, wird nur dann „zurückgezahlt“, wenn man entweder eine sozial enge Beziehung zu der Kreditnehmer hat (was nur in kleinen sozialen Gruppen funktioniert) oder indem man über ausreichende und notfalls beliebig robuste Machtmittel verfügt. Weshalb sie über Jahrzehnte aufgehäuften Außenhandelsüberschüsse der depperten Deutschen ja auch weitgehend verloren sind..Auch Japan lernt das gerade sehr schmerzhaft. Aber die Kreditnehmer haben sich darüber natürlich sehr gefreut.
Das Hauptproblem ist: Der deutschen Bevölkerung wurde seit der €-Umstellung komplett die Eigenverantwortung aberzogen und die meisten Wähler wollen das auch so damit die Regenten damit durchkommen. Wo sich Leistung nicht mehr lohnt streben auch immer weniger nach Leistung. Das ist für die Gesellschaft schlecht, für wenige Menschen aber sehr lukrativ.
Bundesbeamte haben schon seit 22 Jahren die 41-Stunden-Woche, außerdem seit zig Jahren kein Weihnachtsgeld und kein Urlaubsgeld mehr. Natürlich wurde die Arbeitszeit einfach so ohne Lohnausgleich erhöht und das, obwohl jahrelang auf einen Teil der Erhöhung verzichtet wurde, weil man ja auf die 35-Stundenwoche hinarbeitete. Aber die nicht geleisteten Erhöhungen hat man dennoch nicht nachgezahlt. Dazu fehlte wohl das Geld. IG-Metall hat wohl die 35-Stundenwoche und 14 Gehälter, wie mir eine Kollegin schon für über 10 Jahren erzählte, deren Schwager in dem Bereich arbeitet.
Aber wenn den IG-Metallern das nicht passt: wärt Ihr halt Bundesbeamte geworden, dann hättet Ihr jetzt schon lange die 41-Stundenwoche. Hat das eigentlich mal jemand thematisiert? Nö, nicht mal VER.DI hat sich dazu herabgelassen, nicht mal, als sie wegen der 39-Stundenwoche für Angestellte im ÖD streikten.
Das war auch unvernünftig. Bei guten Arbeitsbedingungen ist eine 40h-Woche doch für jeden gut machbar. Die hätten mal lieber mehr Geld ausgehandelt. Das Geld gut angelegt und etliche die jetzt streiken wollen, wären schon längst im Ruhestand.
Es mag ja sein das eine (ehemalig) große Industrienation sich eine 35-Stundenwoche nicht leisten kann.
Aber wie kann sie sich zeitgleich leisten, Millonen von Menschen dauerhaft leistungslos in einer 0-Stundenwoche zu alimentieren?
Vielleicht sollte man das Pferd einfach nicht wovon Schwanz aufziehen….
Das wäre ja mal ein ganz neues angehen an die Probleme! Faszinierend!
Die 35 Stundenwoche existiert doch nur auf dem Papier! Seit es monatliche Entgeltgruppen gibt und keinen reinen Stundenlohn mehr!
Die 35h werden doch nur erreicht da man die Pausen nicht mehr bezahlt!
In den 90zigern gab es 45 Minuten bezahlte Pausenzeiten und die hat man abgeschafft um auf 35 h zu kommen!
In Deutschland geht’s abwärts, in den östlichen EU Ländern aufwärts. War gerade in CZ, da schnackelt man mit den Ohren, wenn man dort die Straßen, die Städte und die einheimischen Autos herumfahren sieht und das mit dem CZ vor 30 Jahren und dem heutigen Deutschland vergleicht. Nur der Deutsche versteht das in seiner Lethargie nicht.
Die Deutschen haben halt „Haltung“; und in naher Ferne Hunger.
Die 35-h-Woche mit dem Streik von 1984 war ein in jeder Beziehung dummes und nicht zu rechtfertigendes Projekt der Gewerkschaften. Vor allem war klar (den Gewerkschaftsfunktionären war es egal), daß ein dummer move eines Tages zurückpendeln wird.
Und die 35-h-Woche hatte gleich von Beginn an Auswirkungen: Ratio-Maßnahmen haben sich damals überschlagen, weil deren Wirtschaftlichkeit ja schlagartig besser war.
Mehr arbeiten für weniger Geld, um mehr Produkte herzustellen die auf den Markt nicht konkurenzfähig sind. Macht Sinn.
Was die Bosse wirklich meinen: Wir machen hier den Laden dicht, nennen es Öko-Degrowth und produzieren billiger im Ausland.
Quasi Stellenabbau-Greenwashing.
wichtig iat nicht wie lange du (hart) arbeitest, sondern wie viel du verkaufst. hast du keinen Einkommen und die Produktion geht auf Lager, arbeitest du umsonst, egal ob 20, 30, 50 Stunden pro Woche