Keine Trendwende: Ohne bessere Standort-Bedingungen ist auch Mercedes bald weg
Nach einem schwierigen Jahr 2025 steigerte Mercedes-Benz im zweiten Quartal des laufenden Jahres erstmals wieder seinen Gewinn. Allerdings ist trotz intensiver Konsolidierungsbemühungen eine Trendwende noch nicht in Sicht. Der Absatz schrumpft ungebrochen weiter.
Es kommt nicht häufig vor, dass ein Vertreter der deutschen Automobilindustrie zu einer Bilanzpressekonferenz lädt, um eine Verbesserung seines Ergebnisses zu verkünden. Früher war dies Routine. Heute lässt es aufhorchen. Am Dienstag war Mercedes-Benz an der Reihe, einen Strich unter das abgelaufene zweite Quartal 2026 zu ziehen. Von April bis Juni steigerten die Stuttgarter das operative Ergebnis (EBIT) gegenüber dem Vorjahresquartal um 270 Millionen auf rund 1,5 Milliarden Euro. Auch der Gewinn stieg von 957 auf 1.086 Millionen Euro, eine Steigerung von immerhin 13,5 Prozent. So viel zu den guten Nachrichten vom Dienstag.
Die Ergebnissteigerung ist das Resultat intensivster Konsolidierungsmaßnahmen, von Kostensenkungen im Personalbereich und der Verlagerung erheblicher Produktionskapazitäten ins Ausland, beispielsweise nach Ungarn. Mercedes baut seine Produktionskapazitäten im ungarischen Kecskemét weiter aus und nutzt dabei die dort deutlich niedrigeren Faktorkosten.
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Wie die Konkurrenz nahm auch Mercedes tiefe Einschnitte beim Personal vor. Von Ende 2024 bis Ende 2025 sank die Zahl der Beschäftigten im Konzern von 175.264 auf 164.120 – ein Rückgang um mehr als 11.000 Mitarbeiter. Allein in Deutschland ging die Beschäftigtenzahl im selben Zeitraum von 114.741 auf 107.889 zurück. Für die Jahre 2025 bis 2027 hat die Geschäftsleitung zudem ein Personal- und Kostenreduktionsprogramm aufgelegt. Eine konkrete Zahl weiterer geplanter Stellenstreichungen nennt Mercedes bislang allerdings nicht. Ziel ist es, die Fixkosten in diesem Zeitraum um insgesamt zehn Prozent zu senken.
Die Kehrseite des sich aufhellenden EBIT ist der anhaltende Rückgang bei Umsatz und Absatzzahlen. Der Umsatz sank im zweiten Quartal von 33,2 Milliarden Euro im Vorjahr auf 32,1 Milliarden Euro im laufenden Jahr.
Der Blick auf die Absatzzahlen zeigt das Problem. Weltweit verkaufte Mercedes-Benz 417.765 Fahrzeuge im abgelaufenen Quartal. Im Vorjahr waren es noch 453.674 – ein Absatzrückgang von etwa acht Prozent. Auch gegenüber dem ersten Quartal blieb der Trend negativ. Von Januar bis März verkaufte der Konzern noch 419.400 Fahrzeuge. Vor allem das China-Geschäft mit einem regelrechten Verkaufskollaps von 30 Prozent und einem Rückgang des Ergebnisses um 24 Prozent drückt auf die Stimmung im Gesamtkonzern.
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In China spielen die heimischen Anbieter ihren Kostenvorteil und den inzwischen bestehenden technologischen Vorsprung gnadenlos aus. Im US-Geschäft drücken die Zölle auf die Stimmung, und am heimischen Standort sind die Probleme altbekannt: erratische Regulierungspolitik und turmhohe Energiekosten. Am Heimatstandort werden die Schatten lang und länger.
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Ändern sich in Deutschland nicht sehr bald die Rahmenbedingungen, wird es keine nennenswerte Automobilproduktion mehr geben. Das Mercedes-Management spricht wenig darüber, handelt aber konsequent. Bis 2028 soll die globale Produktionskapazität auf rund 2,2 Millionen Fahrzeuge konsolidiert werden. In Deutschland werden dann nur noch rund 900.000 Fahrzeuge gefertigt. Das Kapital des Unternehmens fließt zunehmend dorthin, wo Produktion wettbewerbsfähig möglich ist – unter anderem nach Ungarn.
Dort eröffnete Mercedes am 13. Juli die Erweiterung des Werks in Kecskemét. Rund eine Milliarde Euro investierte der Konzern in den Ausbau, darunter in den Karosseriebau und die Montage sowie in ein zweites Presswerk, eine Lackiererei und eine neue Batteriemontage.
Die Nutznießer der deutschen Energiepolitik sind jene Standorte, die Industrieproduktion zu schätzen wissen: Länder wie Ungarn oder die USA, die mit Hochdruck an der Reindustrialisierung ihrer Ökonomien arbeiten.
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Die deutsche und europäische Politik ist der Garant dafür, dass dies auch gelingen wird. Allein die Bombe, die die Konkurrenz von Volkswagen vor wenigen Tagen zündete, als sie die Pläne zu einer Konzernkonsolidierung präsentierte, die eher einem Teilkollaps des Unternehmens entsprachen, hätte unter normalen Umständen Schockwellen im Land, in der Politik, den Medien und in den Kreisen der Wirtschaftseliten auslösen müssen. In Deutschland hingegen herrschte wenige Tage nach den katastrophalen Plänen eisiges Schweigen.
Mindestens 120.000 Mitarbeiter, beinahe jeden Fünften seiner Belegschaft, muss VW in den kommenden Jahren freistellen, um dem wachsenden Kostendruck zu begegnen. Dieser Kahlschlag wird soziale Wellen schlagen und zu einem regionalen Niedergang in den langsam verblassenden Zentren der deutschen Automobilproduktion führen. Die Reaktion aus der Politik auf dieses Desaster: ein Weiter-so in der Klimapolitik, rhetorische Placebos, die bekannte Phrasendrescherei. Es mangelt am Verständnis für die tatsächliche Tiefe der Krise, die den Wohlstandsmotor des Landes in seine Einzelteile zerlegt.
Aber eines ist klar: Wie bisher kann es nicht weitergehen. Es war einer der größten Fehler, die fundamental wichtige Energiepolitik in die Hände entgrenzter Ideologen zu legen.
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Vor Jahren gab es mal Gedankenspiele bei DaimlerCrysler, den Firmensitz in die USA zu verlegen.
Das würde ich dem Management heute auch wieder empfehlen. Zumal die Qualität sich ja schon amerikanischen ‚Standarts‘ annähert.
Kein sozialistisches Land braucht Mercedes! Da fahren wir lieber Volga!
Wolga! Wieso schreibst Du es mit Pfau?
Das mit der Rechtschreibung ist doch heut wie mit dem Geschlecht, man kann sich aussuchen was man gern möchte!
Apropos Rechtschreibung,die Antifa;Natzis,Wesbe,Eisbeeren…😁
Neue Schreibweise! Bürgergeld wird Grundsicherung! Die Innovation des Jahrzehnts. Und Volga klingt wie Volvo… Die meisten kennen eh nicht den Unterschied ;-)))
Mercedes hat eine EBIT-Story, keine Umsatzstory. Das hat sich schon angekündigt mit dem Verzicht auf die unteren Produktlinien. Nicht mehr Marktanteile sind wichtig, sondern Profitabilität. Betriebswirtschaftlich macht das Sinn. Für das große Ganze trägt Mercedes keine Verantwortung. Der Wegbruch der Gewerbesteuern, die Massen, die nun „wieder dem Markt zur Verfügung gestellt werden“, dank Rot und Grün, und allen voran das Stimmvieh, das sich seinen Metzger selbst gewählt hat. Oh happy day.
Egal.
Haben bald eh keinen Strom mehr.
Wenn man baut was die Politik will und nicht was der Kunde will, dann nützen auch die besten Standortbedingungen nix!
Kein Mercedes, keine Subventionen mehr …. dann sollen die abhauen!
Wir kaufen lieber das teure US-Gas als das billige russische Gas.
Das sagt alles über die Proritäten in diesem Land.
Jetzt in der Sommerpause, wenn keiner hinsieht, werden sie die nächsten Milliarden in die Ukraine verschenken.
das haben die Konzernbosse mit der Politik doch gut ausgekungelt. Beide verdienen gut daran das die Firmen ins Ausland verlegt werden – sozialverträglich, selbstredend.
Dann sind die Produktionskosten wieder niedrig und die Konzerne können sich wieder richtig fett verdienen und die Bosse und Politiker machen sich weiter die Taschen voll.
Get woke, get broke.
mercedes woke ????
eher das gegenteil.
**Mercedes geht eine Kooperation mit dem deutschen Drohnenhersteller Tytan ein
und hat sogar eine Absichtserklärung unterzeichnet. Gegenstand der künftigen gemeinsamen Aktivitäten sind „fahrzeuggestützte Verteidigungssysteme“.
„Wenn das Autogeschäft nicht gut läuft, sollten wir in die Verteidigung gehen. Damit haben wir Erfahrung.“
Und so macht sich jeder Mitarbeiter zumindest zum potenziellen Mörder…**
Mercedes Benz ist eine Ikone der deutschen Kultur.
Diese miesen Typen*immen, die Deutschland vernichten wollen. freuen sich über jeden „brennenden“ Mercedes.
Werden die Gewinnne aus Kecskemét eigentlich in D oder HU versteuert?
Frage für das Sensibelchen, dem ja letztens kaum noch jemand seine Schulden finanzieren wollte.
Als Ersatz wird man im Ländle ,Staatliche Öko -Agrarkonzerne gründen.
NATÜRLICH IN BIO QUALITÄT🐐🐂
Mit Habeck als Landwirtschaftsminister.
Muuuhhhh🐂
Merz darf weiter Kanzler sein. Hurra! Er hat das Amt. Er hat den Weitblick! Nur Mut!!
Bei sinkendem Absatz steigert Mercedes seinen Quartalsgewinn? Um 13.5%?
Magie?
..sind das buchhalterische Daten die einer Revision standhalten oder kommt das aus blumigen Reden für die Aktionäre und der Betrachter muss sich im nächsten Jahr mit eine weitere Hiobsbotschaft auseinander setzen?
Kennen Sie die Begriffe Absatz, Umsatz, Gewinn, Verlust, usw? Ich empfehle eine Volkshochschule Ihrer Wahl. Aber nicht „Timmy“ meine ich damit.
Samweis Schlaumeier reißt die Fresse auf und fährt Volga? ..oder vollgas??? Besoffen?