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EU-Gipfel

„Keine Russen mehr im Raum“, freut sich Tusk, dann lässt er sich mit Syrien-Machthaber al-Scharaa ablichten

„Es sind keine Russen mehr im Raum“, spottete Polen-Premier Donald Tusk bezüglich Viktor Orbáns Abwesenheit auf einem EU-Gipfel. Teilnehmer am Gipfel war gleichzeitig aber der syrische Machthaber al-Scharaa – seiner Regierung werden Kriegsverbrechen an Minderheiten vorgeworfen.

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Donald Tusk zeigt sich erleichtert, dass Amtskollege Orbán abgewählt wurde (IMAGO/ZUMA Press Wire)

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Polens Premierminister Donald Tusk äußerte sich am Freitag beim inoffiziellen EU-Gipfel in Zypern sichtlich erleichtert darüber, dass Ungarns scheidender Regierungschef Viktor Orbán aufgrund seiner Abwahl nicht mehr anwesend ist. „Zum ersten Mal seit Jahren sind keine Russen mehr im Raum, wenn Sie wissen, was ich meine“, scherzte Tusk, womit er eindeutig auf die Wahlniederlage Orbáns anspielte.

Parallel beteiligte sich jedoch der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa an dem Kongress in Nikosia, um über eine engere Zusammenarbeit mit der EU zu verhandeln. al-Scharaa regiert seit dem Sturz des syrischen Präsidenten Assads das Land autokratisch – Kritiker seiner Regierung werfen ihm vor, nichts gegen wiederholte Massaker an Minderheiten in Syrien, die von seinen Unterstützern verübt werden, zu unternehmen.

Der Machtwechsel in Ungarn würde zeigen, dass „Demokraten keine Verliertypen“ im Schlagabtausch mit Autokraten seien, betonte Tusk und zielte dabei offensichtlich auf Viktor Orbán ab. Unter den Teilnehmern soll von einer „großen Erleichterung“ die Rede gewesen sein.

Europäische Staats- und Regierungschefs trafen sich in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia von Donnerstag bis Freitag, um über die strategische Ausrichtung der EU angesichts der instabilen Weltlage zu beraten. Auch Nichteuropäer wie Syriens Machthaber Ahmed al-Scharaa oder Libanons Präsident Joseph Aoun waren dazu eingeladen.

Die EU erwägt nämlich, alternative Energierouten im Nahen Osten zu erschließen, um Knotenpunkte wie die Straße von Hormus – die anfällig für Krisen sind – zu umgehen. „Die Ereignisse des vergangenen Monats haben uns eine bittere Lektion erteilt“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Konferenz.

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Während sich die Gespräche über solche alternativen Routen vor allem mit Ländern des Persischen Golfs abspielen, bemüht sich der zypriotische Präsident Nikos Christodoulides um eine Annäherung der EU an Länder des Nahen Ostens wie Libanon oder Syrien. Primär soll dies auf wirtschaftlicher und verteidigungspolitischer Ebene geschehen, wie die Associated Press berichtet.

Diese Annäherung folgt den Plänen der EU-Kommission, die laut einem Bericht von Reuters beabsichtigt, das Kooperationsabkommen mit Syrien aus dem Jahr 1978 vollständig wieder aufzunehmen. Gegen Syrien wurden die meisten Sanktionen westlicher Länder bis Ende letzten Jahres aufgehoben. Nun strebt das Land den nächsten Schritt an, um sich stärker in den Westen zu integrieren.

Dennoch gibt es im Westen Bedenken, denn al-Scharaa regiert das Land seit seiner Machtübernahme mit Unterstützung islamistischer Militärgruppen, die ihn an die Spitze der Macht brachten und auf deren Unterstützung er weiterhin angewiesen ist. Immer wieder gibt es Berichte über Kriegsverbrechen, vor allem gegen die Minderheiten des Landes.

Auch die Bundesregierung öffnete sich zuletzt gegenüber dem Land. Bundeskanzler Friedrich Merz empfing al-Scharaa zu einem Staatsbesuch in Berlin. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonte der CDU-Politiker eine stärkere Zusammenarbeit, besonders mit Blick auf die Rückführung Hunderttausender syrischer Migranten, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind.

rs

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24 Kommentare

  • Syrer noch Polen! Dann passen die Maßstäbe wieder.

    • Millionen Syren nach Polen. Sonst merken die nichts und haben immer noch eine große Klappe.

  • Polens Premier Donald Tusk feiert sich auf Zypern selbst. Endlich sei der Raum „russenfrei“, spottet er über das Fehlen von Viktor Orban. Doch während Tusk seinen Witz genießt, sitzt die wahre Provokation direkt am Tisch: Der syrische Machthaber al-Scharaa.

    Daß die EU einen gewählten Partner wie Orbán vom Hof jagd, nur um zeitgleich einem Mann mit dschihadistischer Terror-Vergangenheit den roten Teppich auszurollen, ist an Doppelmoral nicht zu überbieten. Wer den „Russen“ aus der Tür wirft und dem Dschihadisten den Platz reserviert, hat jede moralische Autorität verspielt. Dieser „russenfreie“ Raum ist kein Sieg der Demokratie, sondern die totale Bankrotterklärung der EU!

    • Sehr gut beschrieben, danke.

    • @Gleichheit… – Ausgezeichneter Kommentar! Tusk ist eine 100%EU Marionette und somit ein Islamisierungs-Förderer.
      Aber eine Islamisierung findet natürlich nicht statt. Gar nicht. Überhaupt nicht. Niemand hat die Absicht eine Mauer….äh die Islamisierung voran zu treiben.

  • Ein Antidemokrat, wie es im Buch steht…

    • Der angebliche Autokrat Oran hat sich widerspruchslos abwählen lassen.
      In Deutschland soll die aktuell stärkste Partei von jeder Mitwirkung ausgeschlossen werden. Nennt sich „unsere Demokratie“.

  • Was kann man da über so einen Mann sagen. Einfach nur bekloppt.
    Er kann sich neben den Mann stellen, der zwei abgeschlagene Köpfe den Medien zeigte.

  • Ja, das Gruppenbild mit islamistischem Kopfabschneider illustrierte vortrefflich die charakterliche Verfasstheit der da versammelten Musterdemokraten. Das Bild illustrierte ALLES zur EU , was man wissen muss.

  • Kann jemand mal den Tusk beiseite nehmen und ihm mal zuflüstern, dass es ohne die Russen Polen gar nicht mehr gäbe?

  • ..Hauptsache einem Schlächter wird gehuldigt..Ehre, wem Ehre gebürd…🤢

  • „Pragmatische Annäherung: Obwohl Russland jahrelang der engste Verbündete von Baschar al-Assad war und al-Scharaa als Kopf der islamistischen HTS-Rebellenallianz dessen Sturz herbeiführte, haben beide Seiten schnell den Dialog aufgenommen. Putin empfing al-Scharaa erstmals im Oktober 2025 offiziell im Kreml.
    Neuausrichtung der Kooperation: Al-Scharaa betonte bei seinen Besuchen in Moskau den Wunsch, die Beziehungen zu Russland auf eine „neue Weise“ wiederherzustellen und eine gesunde Partnerschaft zu etablieren. Im Januar 2026 erklärte Putin nach einem weiteren Treffen, dass die Beziehungen zur syrischen Führung deutlich verbessert und „zwischenstaatliche Beziehungen wiederhergestellt“ seien.“

    Orban-Putin schlecht – Al Scharaa-Putin gut?
    Soviel zu „kein Russe mehr im Raum“.
    Orban hat die 90 Mrd. der EU an die Ukraine blockiert. Das ist der wahre Grund für seine Unbeliebtheit.
    Solange wir Geld nach Syrien pumpen, bleibt uns Al Scharaa gewogen, aber wehe wenn nicht.

  • Was für ein Unsympath. Damit erweist er dem Ansehen seines Landes keinen Dienst.

  • Wenn keine Europäer mehr im Raum sind , dann ist es recht ..
    Dreckskloake Brüssel…

  • Die sollen erst mal ihre Landsleute zurücknehmen. Davor haben die auf einem EU Gipfel nichts zu suchen. Da freut sich Tusk, dass Orban nicht mehr da ist und dann laden die Moslems ein, deren Landsleute Europa zerstören und wohl auch noch übernehmen wollen. Wie dumm kann man eigentlich sein? Der einzige aufrichtige Politiker in dieser verdummten EU war Orban.

    • Die EU träumt offenbar davon, das Imperium Romanum wiederherzustellen. Dessen Schicksal ist hinlänglich bekannt.

  • Diese Typ ist auch nur so ein Wendehals
    Halt ihn ein Päckchen 100 Doller Noten hin
    und warte was passiert.

  • In dieser Form ein überflüssiger Haufen, der aufgelöst gehört.

  • So ein „mustergültiger Demokrat“ der „Herr“ Tusk. 🤮
    Passt aber gut zur Zensursula.

  • Es ist müßig darüber zu philosophieren, ob der syrische Machthaber oder Putin nun der größere Kriegsverbrecher ist, beide gehören vor ein Kriegsverbrecher Tribunal.

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