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Ministerpräsidentin?

„Kein Wanderpokal“: Wagenknecht weist Höckes Angebot zurück – und fordert ihn zum Duell auf

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht weist Björn Höckes Angebot zurück, sie mit AfD-Stimmen zur Thüringer Ministerpräsidentin zu wählen. „Das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten ist kein Wanderpokal“, erklärte sie.

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BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht weist das Angebot von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke zurück. (IMAGO/Christian Schroedter)

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BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat den Vorschlag des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke zurückgewiesen, sie mit Stimmen seiner Fraktion zur Ministerpräsidentin Thüringens zu wählen. „Das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten ist kein Wanderpokal, den Herr Höcke nach Belieben vergeben kann“, sagte Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur. „Richtig ist, dass Mario Voigt als Ministerpräsident das Vertrauen verloren hat und das BSW Thüringen ihm die Unterstützung entziehen muss. Aber Höckes Angebot ist weder ehrlich noch seriös.“

Höcke wisse, dass „die Mehrheit derer, die auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag sitzen, in Opposition zum Bundesvorstand stehen und mich nicht wählen würden“, sagte sie. Dieser hatte Wagenknecht zuvor in einem auf X veröffentlichten Video aufgefordert, Ministerpräsidentin in Thüringen zu werden. „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen“, sagte der AfD-Landeschef. Seine Fraktion würde ihr dafür die notwendigen Stimmen geben.

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September wirbt das BSW für einen überparteilichen Ministerpräsidenten und will die sogenannte Brandmauer zur AfD aufbrechen. Wagenknecht hatte zudem in Aussicht gestellt, dass sich das BSW in einem entscheidenden Wahlgang enthalten könnte, sollte sein Modell scheitern. Höcke forderte sie daraufhin auf, noch vor der Wahl in Thüringen zu zeigen, wie ernst es ihr damit sei.

Rechnerisch verfügen AfD und BSW mit zusammen 47 der 88 Sitze im Thüringer Landtag über eine Mehrheit. Für ein erfolgreiches konstruktives Misstrauensvotum wären 45 Stimmen notwendig. Nach Wagenknechts eigener Einschätzung würde ihr allerdings die Mehrheit der 15 BSW-Abgeordneten die Stimme verweigern. Ein Landtagsmandat müsste Wagenknecht für eine Wahl zur Ministerpräsidentin nicht besitzen. Als Lösung fordert die BSW-Gründerin weiterhin einen überparteilichen Regierungschef, der in Thüringen lebt und dort politisch verankert ist. Sie selbst habe lediglich ihre Kindheit im Freistaat verbracht.

Nun fordert Wagenknecht den AfD-Politiker stattdessen zu einer öffentlichen Debatte heraus. Zuvor hatte sie AfD-Chefin Alice Weidel ein solches Gespräch angeboten. „Ich fordere Herrn Höcke auf, dieses Duell anstelle von Alice Weidel mit mir zu führen. Auf neutralem Boden und mit einem unparteiischen Moderator“, sagte Wagenknecht gegenüber Bild. Dabei wolle sie über „Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen BSW und AfD“ diskutieren.

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Infrastrukturminister Steffen Schütz hatte die Bundesspitze zuletzt scharf kritisiert. Man habe das BSW nicht gegründet, „um Höcke, Weidel & Co. an die Macht zu helfen“. Wagenknecht und weitere Mitglieder der Bundesführung überschritten mit ihrem Kurs „Grenzen, die ich nicht länger bereit bin zu tolerieren“.

Auch BSW-Vorstandsmitglied Klaus Ernst wies Höckes Angebot zurück. Gegenüber der Augsburger Allgemeinen sprach er von „absolutem Quatsch“ und einem „billigen PR-Gag Höckes“. Eine gemeinsame Regierung von BSW und AfD sei ausgeschlossen.

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46 Kommentare

  • Soweit ich das mitbekommen habe,hat er das BSW nur aufgefordet,
    auch mal vor der Wahl Farbe zu bekennen.
    Man könnte z.B. das Mettbrötchen abfrühstücken.

  • Wer sich Sachsen Anhalt anschaut, sieht eine Spaltung von BSW schon vor den Wahlen.

    Taktisch schlau isser ja, der Höcke. Wenn das BSW dort rausfliegt, steigt die Wahrscheinlichkeit einer blauen Alleinregierung.

    Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass funktioniert auch bei Wagenknecht nicht.

    • ..übrigens: der Import von feinen russischen Fellwaren in die EU ist weiterhin gestattet.

      • Muß ja auch, so wie den Altparteien die Felle wegschicken…

  • „Gegenüber der Augsburger Allgemeinen sprach er [Klaus Ernst] von „absolutem Quatsch“ und einem „billigen PR-Gag Höckes“.“
    —————————–

    Billig? Genial!

    • Herr Höcke ist in der Tat einer der genialsten und klügsten Menschen hierzulande.

      • Da haben Sie uneingeschränkt Recht, auch wenn die Meßlatte geradezu obszön niedrig liegt.

    • Ich nehme an, dass der kluge Björn auch dieses Szenario einkalkuliert hat.
      Ob das mit Frau Weidel besprochen ist?
      Egal wie, Kompliment.

      • https://philosophia-perennis.com/2026/08/13/hoeckes-falle-schnappt-zu-wagenknecht-entlarvt-das-bsw-als-mogelpackung/

        Lesenswert!

        “ … Denn über die Brandmauer lässt sich lange reden. Interessant wird es erst dort, wo ihre Überwindung Folgen hat. Genau an diesem Punkt zeigt sich das Glaubwürdigkeitsproblem des BSW. Wagenknecht kann auf Bundesebene gegen die Brandmauer, gegen die Migrationspolitik der etablierten Parteien und gegen die außenpolitische Linie der Bundesregierung auftreten. In Thüringen dagegen trägt das BSW gemeinsam mit CDU und SPD die sogenannte Brombeer-Koalition. Und selbst nachdem Wagenknecht ihrem Ministerpräsidenten öffentlich das Vertrauen entzogen hat, bleibt diese Konstruktion bestehen. Das BSW befindet sich damit in der kuriosen Lage, gegen eine Politik zu opponieren, die es selbst ermöglicht ….“

  • „Ich fordere Herrn Höcke auf, dieses Duell anstelle von Alice Weidel mit mir zu führen. Auf neutralem Boden und mit einem unparteiischen Moderator“… Also scheidet der ÖRR komplett aus. Bliebe vieleicht noch „AUF1“ oder „Nius“ übrig, aber die Reichweite der beiden Plattformen ist leider sehr beschränkt.

    • Wagenknecht kündigt die Stimmenenthaltung im 3. WAHLGANG Sachsen Anhalt an und damit die Tolerierung eines AfD Ministerpräsidenten. Nach dem HöckeAngebot verweist sie auf den fehlenden Einfluß der BundesBSW auf die Landtagsfraktion in Thüringen. Das ist doch in Magdeburg nicht anders. Wagenknecht ist nur noch die Galionsfigur des BSW. Am Ruder stehen Andere. Sie macht sich nur lächerlich, ihre politische Macht in BSW ist gleich Null.

  • Traue niemals einer dunkelroten Linken.

    • Richtig. Aber einem Faschisten wie Höcke darf man noch weniger trauen. Aber Du Maulheld rennst ja den AfD-Vorturnern blind hinterher.

      • Na Sie sind ja grad der Richtige!
        Agitiert hier als NGO-Agent provocateur auf dem Yossarian Ticket,
        nice

        Lustig finde ich auch wie die NGO-Sklaven hier Benutzernamen durch Fake-Registrationen blockieren,
        sweet,
        herzallerliebst.

  • Wenn ich mich in meinem Dort umhöre, habe ich nicht das Gefühl, daß die Menschen auf ein Duell warten. Aber das braucht man offenbar, wenn man Politik zur Selbstinszenierung betreibt.

  • Spanien braucht mehr Stiere. Auf dem schnellsten Wege.

  • Das letzte „Gespräch“ zwischen Weidel und Wagenknecht (ich glaube das war vor der letzten BTW) habe ich mir angehört – seitens Weidel sachlich, aber Wagenknecht hat mich sehr enttäuscht, weil sie die übliche “ wie stehen sie zu Höckes blablabla“ ritt und auch sonst sehr unsachlich und ad personam auftrat. Seither steht die Dame bei mir nicht mehr sonderlich hoch im Kurs.

    Zum BSW kann ich mich nur wiederholen: Eine Wundertüte; wer will, dass sich was ändert muss AfD wählen. Ich hoffe, dass die Wähler aus den Enttäuschungen nach den letzten Landtagswahlen im Osten was gelernt haben.

  • Haltet dagegen!

  • Kickeriki

  • Na Frau Wagenknecht, das war ein echter Schuss ins Knie.

  • Somit ist das BSW gestorben. Die 5% in SA können sich nun AfD und SED teilen. Damit bekommt Siegmund die absolute Mehrheit.

  • Bei diesem Duell muss Höcke aber beide Hände in der Hosentasche lassen.

    • Die braucht er dafür auch nicht, das kann er ganz cool und locker angehen.

    • Dann unterstellt man ihm Hosentaschenbillard.

  • War doch klar, dass sie kneift. Kartell bleibt Kartell.

  • versucht sie jetzt noch einen weiteren Os(c)kar zu gewinnen…!

  • Der „ernste“ Klaus, das U-Boot schlechthin und dann noch der Boxer Muhammed Ali und wer spielt Cat Stevens aka Yusuf?

    „My Lady Lady D’Arbanville“..plink plink, plinkplink plink…
    Why do you sleep so still?
    I’ll wake you tomorrow
    And you will be my fill, yes, you will be my fill

    „Sahra, Du kleiner Maulwurf!“ ..plink plink..

    Unser Björn, dieser Schlingel… ..und natürlich ist der MP nur ein Wanderpokal in UnsereDemokratie… nur noch vorzügliches Bonzenfutter bei fürstlichem Salär

    Klaus-Rüdiger Mai | TichysEinblick’s „Einblick“

    „Höcke bietet Wagenknecht Thüringen an und stellt das BSW vor die Existenzfrage“

    Björn Höcke bietet Sahra Wagenknecht das Amt der Thüringer Ministerpräsidentin an – und zwingt das BSW damit aus seinem bequemen Dazwischen. Vor der Sachsen-Anhalt-Wahl muss Wagenknecht zugeben, dass ihre Kritik an der Brandmauer Politik nur folgenloses Gerede bleibt – ihr Wahlverein folgt ihr nicht.

    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/thueringen-hoecke-wagenknecht-bsw/

    • Was für ein dummes Gewäsch. Unterlassen Sie es gefälligst, Herrn Dr. Höcke zu beleidigen. Dieser Mann ist eine gottgleiche Lichtgestalt.

      • ..und jetzt noch der NGO-Agent Provocateur und NGO-Sklave als FakeAngelique…
        Also eines seit ihr bestimmt: lustig, und hebt hier die Laune!!

  • Aber Höckes Angebot ist weder ehrlich noch seriös.“ Das sagt die Richtige, die sämtlicher Wähler und die AfD belügt und betrügt. Sahrah, damit hast Du die letzte Chance, Anstand, Moral, Rechstaatlichkeit und Demokratische Verhaltensweise zu zeigen vertan und wirst mit den Kartell-Parteien untergehen!
    „die Mehrheit derer, die auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag sitzen, in Opposition zum Bundesvorstand stehen und mich nicht wählen würden“… Selbst in der eigenen Partei hat sie die Mehrheit gegen sich !

  • Wozu soll die größte und stärkste Partei sich mit einer kommunistischen Sekte die im 3-4% Sumpf dümpelt, treffen?

    • Du hast das Höcke-Angebot nicht verstanden. AfD und BSW hätten gemeinsam in Thüringen die Mehrheit ! Würde das BSW die Koalition platzen lassen, wäre sie zur Ministerpräsidentin geworden und die AfD würde regieren!

      • Voigt ist in Thüringen auch MP und regieren tun die Anderen.

  • Sie kneift und das Duell hat sie verloren, bevor es beginnt.
    Zahnloses Entchen.

  • bsw braucht kein Mensch

    • afd braucht jeder mensch

  • mwahahahaha war doch klar, alles nur heiße luft

    die hat ihren laden nicht im griff und ist nun nackt ob ihres billigen versuchs für stimmenfang

    da hat höcke sie schön auflaufen lassen -bravo!

  • Mir wäre es lieber, Wagenknecht und Weidel würden mal gemeinsam in einer Talkshow mit Merz, Klingbeil und noch irgendeinem grünen Chaoten sitzen.

  • Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, Thüringen wieder flott zu bekommen: Herr Dr. Höcke muss sofort übernehmen. Alles andere ist Unfug.

  • Ach je, Frau Wagenknecht, wie armselig. Da hätte ich jetzt mehr von Ihnen erwartet. So haben doch jene Recht, welche Sie als Schaumschlägerin eingeschätzt haben. Schade.
    Na ja, Ihre linke Laus im Pelz wird`s diebisch freuen daß Sie schon einknicken bevor Sie sich überhaupt grade gemacht haben.

  • Ein genialer Schachzug von Höcke. Gleich zweimal das BSW entlarvt.
    Respekt.

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