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Bei Maischberger

„Kann er sich sonst wohin stecken“: Gauck kritisiert Rubios christliches Selbstverständnis

Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hat US-Außenminister Marco Rubio heftig kritisiert. Dessen positiven Bezug auf das Christentum könne er „sich mal sonst wohin stecken“.

Joachim Gauck bei Sandra Maischberger am Mittwochabend (IMAGO/Future Image)

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Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hat am Mittwochabend mit einer derben Formulierung auf die Rede des US-Außenministers Marco Rubio bei der Münchner Sicherheitskonferenz reagiert. Im Gespräch mit Sandra Maischberger in der ARD kritisierte er Rubios positiven Bezug auf das Christentum und sagte: „Das kann er sich mal sonst wohin stecken“.

Rubio hatte in seiner Rede die von Amerika und Europa geteilten westlichen Werte betont – und dabei den christlichen Glauben als kulturellen Bezugspunkt des „Abendlands“ hervorgehoben. Als Maischberger Gauck darauf ansprach, sagte er, ihn störe das als Pfarrer besonders, weil er das Wirken Donald Trumps und dessen Regierung nicht als christlich betrachten könne.

„Das Christentum steht ja erst einmal für Nächstenliebe“, sagte Gauck. Aus dem christlichen Konzept der Barmherzigkeit, so Gauck, sei die politische Idee der Solidarität erwachsen. Daraus folge der Gedanke, dass jeder Mensch autonom sei und Rechte habe – und dass diese Rechte auch politisch durchgesetzt werden müssten. Rubio hingegen folge einer anderen Philosophie.

Gauck zeichnete dabei ein grundsätzliches Gegenbild: In den USA sei das Ich vielfach das „heilige Element“, die gesellschaftliche Bezogenheit auf andere trete dahinter zurück. Das zeige sich aus seiner Sicht auch bei Tech-Eliten wie Elon Musk, die laut ihm danach strebten, unabhängig von staatlichen Strukturen und gesellschaftlichen Regeln zu agieren. Ein derartiges Elitenbewusstsein sei „eben weit weg von jeder Art von christlichem Gesellschaftsverständnis. Das kann er sich mal sonst wohin stecken“, sagte Gauck weiter.

Gauck stellte dabei eine unmittelbare Nähe der US-Regierung zu ultralibertären Grundüberzeugungen her, wie Gauck sie Elon Musk zuschreibt – obwohl Musk und Trump in der Vergangenheit wiederholt aneinandergerieten, unter anderem wegen Trumps Schuldenpolitik und der von ihm verhängten Zölle. Zugleich behauptete Gauck, Rubio sei nicht an der Durchsetzung individueller Rechte interessiert.

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Rubio betonte jedoch in seiner Rede, dass lediglich internationale Institutionen wie die UN ungeeignet seien, solche Rechte wirksam durchzusetzen. In einer perfekten Welt würden Menschenrechtsverstöße und internationale Konflikte „von Diplomaten und streng formulierten Resolutionen gelöst“. „Aber wir leben nicht in einer perfekten Welt“, sagte Rubio wörtlich.

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124 Kommentare

  • Er lebt von den Alimenten die er hinten reingeschoben bekommt wie die Made im Speck die ihm der Deutsche Staat seit vielen Jahren bezahlt.
    Sozusagen Leistungsloses Einkommen für dummes Gequatsche.

    150
    • Gut erkannt und von solchen Alimentierten mit Megaeinkommen hat De. viel zuviele.

    • Hat er zu DDR-Zeiten auch schon und seine Familie samt Frau immer gut versorgt.
      Für mich war das damals ein falsches Zeichen, den zum Bundespräse zu machen.
      Apropos: Das hat Rubio verstanden, was der über ihn gesagt hat und bin mal auf die Reaktion gespannt, denn über Wasser laufen kann Gauck nicht.

      • Nur wenn die Spree wieder zufriert….

    • Ein gleisnerischer Pfaffe der übelsten Sorte, stets obenauf schwimmend wie das, was Bauer Bunke früher so u.a. in seiner ‚Ahlkuhle‘ (wie der Niederdeutsche sagen würde) aufzufangen pflegte: Aber so sind sie, die Scheinchristen, denen nix Besseres einfällt, als sich ungefragt und dabei schäumend vor Wut im Ton zu vergreifen! Meine selige Großmutter pflegte in solchen Fällen zu sagen: „Da offenbart sich die Kinderstube!“ – und aus dem halb-bigamistischen Hosenbein schaut derweil ganz ungeniert der Pferdefuß des selbsternannten DDR-Oppositionellen namens ‚IM Larve‘ heraus…
      @DerHusumer findet genau die passenden Worte!
      Ansonsten gilt für diesen ruchlosen Menschen der Schluss der Bergpredigt Matthäus 7,22-23: „Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!“.

  • Als Christ, der auch predigt, widerspreche ich Herrn Gauck. Er mag sich zwar als Pfarrer bezeichnen dürfen, aber dies bedeutet nicht das Herr Gauck die Bibel umfänglich verstanden hat.
    Aber schon Jesus wies die damaligen Schriftgelehrten zurecht die sich auf das alte Testament beriefen aber nichts verstanden hatte.
    Jesus nannte sie sogar „blinde Blindenleiter.“
    Matthäus 15 ,Lasst sie; sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, werden beide in eine Grube fallen“ (Vers 14).
    Mir ist der Gläubige Rubio lieber als diejenigen, die die Bibel nur zitieren weil es ihrer politischen Agenda dienlich ist.

    124
    • Danke für diese klaren Worte

  • Ob er das auch über den Islam sagt?
    Gratismut eben.

    118
    • Der sich mal Pfarrer nannte, zeigt mit so einer Aussage sein wahres Gesicht, die Maske ist gefallen…Beschämend was gerade in solchen Kirchenkreisen abgeht. Der Islam wird geradezu angebetet, warum konvertieren die nicht gleich, das wäre wenigstens ehrlich.

      • „Ehrlich“ kennen diese Systemlinge nicht.

    • Wahrscheinlich Talar voll…

  • Mal ganz abgesehen von den Inhalten würde man sich von einem ehemaligen Bundespräsidenten doch eine gewisse Sprach- und Umgangskultur wünschen.

    • An deren Sprache sollt ihr sie erkennen.

    • Ist schon sehr primitiv, dieser Typ.

  • Der Ostpfarrer darf natürlich nicht fehlen, wenn es gegen das Establishment geht.

    • Wot? Hat unser Wohlfrisierter nicht anno dunne zum Besten gegeben, dass die Eliten nicht das Problem sind, sondern die Bevölkerung? Na egal, jedesmal wenn ich J.G. sehe, dann muss ich immer an das Filmzitat mit dem „säuerlichen Weinfurz im Auto“ denken.

      • Der Scheinpastor als Erfinder von Hell- und Dunkeldeutschland.
        Den hat das Volk schon immer gestört….

  • ——–

  • Mein Gott, ein ehemaliger Bundespräsident. Da brauchen wir keine „Sozialen Medien“ mehr, um „Haß und Hetze“ zu verbreiten. Man mag vieles, meinetwegen alles, was aus den USA kommt, kritisieren. Aber mit Gründen und Argumenten, nicht mit Kraftausdrücken.

    Ansonsten: „Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst“, heißt es; da steht das „Ich“, sachlich jedenfalls, an erster Stelle. Was natürlich kein Plädoyer für einen „Neoliberalismus“ sein soll.

    Daneben sollte man sich Gedanken darüber machen, was „Nächstenliebe“ bedeutet. Vor allem sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man sie staatlich verordnen kann und ob das dann auch noch im Geiste Jesu wäre. Gerade wenn es um Kernpunkte einer Religion geht, ist fraglich, ob man diese staatlich verordnen kann und soll. Und was heißt „Solidarität“? Wer will diese aufkündigen? Immer wieder: Wenn Gauck so lebt wie Eugen Drewermann, dann kann er mir etwas zu „Solidarität“ erzählen, ansonsten soll er sich das, na ja, das weiß er selbst am besten.

    • Völlig richtig. Staatlich verordnete sogenannte Nächstenliebe und Barmherzigkeit sind eben keine Nächstenliebe und keine Barmherzigkeit. Denn beides geht nur aus freien Stücken.

  • Ist dies das Niveau eines ehemaligen Staatsoberhauptes?

    • Eine Unverschämtheit, was er so unfähig von duch gibt. ER ist nicht christlich….

    • Die Masken fallen.

  • Anderen das christlich Sein abzusprechen hat etwas durch und durch diabolisches.

    • nur *unserchristentum* in *unsererdemokratie* ist wahres christentum.
      alles andere gilt nicht.

  • Wer einst das höchste Amt im Staat bekleidet hat und sich gern als moralische Instanz der Republik versteht, sollte auch im Ruhestand ein Mindestmaß an Würde und sprachlicher Souveränität wahren. Niveau zeigt sich bekanntlich gerade dann, wenn man anderer Meinung ist!

  • Die Reduktion des Christentums auf die Nächstenliebe hat mich schon immer abgestoßen. Das ist nämlich theologisch und biblisch völlig unhaltbar. Stattdessen ist das höchste christliche Gebot das Dreifachgebot der Liebe: Gott lieben und den Nächsten (Superlativ von nah!) wie sich selbst (Referenzwert!).

    • Das kommt ja bei sehr, sehr vielen hin … wg. Referenzwert 😉
      Die „Nächsten“ waren zu der Zeit übrigens v.a. die Urchristen – und heute ganz sicher NICHT Muslime.

  • Na und Herr Gauck muss es wissen, der Experte für Glaubensfragen.

  • Menschen haben Rechte und PFLICHTEN! Dies wird in der heutigen Zeit oft vergessen.

    • Arbeiten gehört nicht zu deinen Pflichten ?

  • Soweit ich das verstanden habe, hat Marco Rubio auf die Gefahr kultureller Selbstauslöschung durch Massenmigration vorzugsweise aus muslimischen Staaten hingewiesen? Bemerkenswert an der Einlassung der Bundespräsidenten empfinde ich, dass er auf eine Gleichsetzung antwortet, die gar nicht von Rubio vorgenommen wurde und die ich vielmehr bei Linken verorten würde: dass die Politik nach der Bergpredigt verfahren müsse??? Aber die Bergpredigt richtete sich ja nicht an die Allgemeinheit sondern nur an den Jüngerkreis, war also als Regel für die Jünger:innen gedacht.

  • Vielleicht erklärt ihm mal jemand daß E. Honnegger nicht mehr Präsi. der DDR ist.

    • Es gibt schon genug Propaganda!

      (Für alle, die einen Denkanstoß benötigen: es gab in den 80ern eine Gruppe namens „Propaganda“ mit dem Song „Dr. Mabuse“.)

  • Da hat er sich eh ganz gut geoutet.

  • „sonstwohin“ ist strukturlinguistisch (tokenization-mäßig) ein einziges Wort. One can put it anywhere.

  • Linke Backe, rechte Backe wird in der Sackgasse enden.
    Herrn Gaucks Insel der Seligen-Haltung ist Wunschdenken aus fernen Zeiten.

  • Na, sein Spruch „Wir können auch mal frieren, für unsere Freiheit “ hat sich für mich bewahrheitet. Meine Heizkosten haben sich in kurzer Zeit verdreifacht und damit bin ich Einer von über 5 Millionen (Quelle,Stat. Bundesamt) Menschen in Deutschland, der seine Wohnung nicht mehr angemessen heizen kann im Winter. Aber, wenn es der Freiheit dient. Ich bedanke mich dafür. P.S.: Bekommen Bürgergeldempfänger eigentlich Alle Heizkosten erstattet? Dann bin ich ja blöd, das ich für wenig Geld arbeiten gehe?

  • Als Maischberger Gauck darauf ansprach, sagte er, ihn störe das als Pfarrer besonders, weil er das Wirken Donald Trumps und dessen Regierung nicht als christlich betrachten könne.

    …………..tja Herr Gauck, wo sie recht haben, haben sie recht.

    Hätte ich ja nicht gedacht, dass ich diesem Menschen mal zustimmen muss.

    -35
    • „…diesem Menschen mal zustimmen muss. “
      Wieso „müssen“ Sie diesem Menschen zustimmen? Und wieso müssen Sie Uns das mitteilen?

      • Bullenhaie fresse auch Blauhaie, schon gewusst ?

        • Sicher. Bin selbsternannter Haiexperte.

          4
    • Ach, und Hr. Gauck ist die höchste christliche Instanz in diesem Land, oder was?

      Der Mann war, ist und bleibt ein Heuchler.

      • #Lindblom

        ………..habe mit der Kirche nichts am Hut, aber was er gesagt hat stimmt.

  • Mit unseren Bundespräsidenten haben wir auch schon eine länger laufende Pechserie….

    • Sie entstammen eben auch aus dem bis ins Mark verkommenen Altparteiensystem.

  • Hat was von einem Wiedergänger.

  • Was wird Gott mit so einen machen, wenn die Zeit gekommen ist? Darauf darf er sich schon freuen, für die Ewigkeit!

  • Der Gaukler hat wieder was zum Besten gegeben 😄

  • Der ehemalige Bundespräsident verwechselt wohl da was. Elon Musk ist Marktwirtschaftler (Kapitalist) und Kapital strebt schon immer nach Unabhängigkeit von staatlichen Strukturen. Deshalb muss der Staat diesen Drang, der dem Marktwirtschaftler quasi innewohnt, durch soziale Maßnahmen und andere Gesetze (wie z.B. Kartellgesetz) begrenzen. Das nennt sich soziale Marktwirtschaft. Und wenn das Kapital angegriffen wird, durch z.B. Ökosozialismus, dann wehrt sich ein normal denkender Mensch. Und Trump und Elon Musk haben schon sehr viel für die Ukraine getan, was für mich ein hohes Maß an christlichem Selbstverständnis beweist. Ob man das sehen will oder nicht. Und was das christliche Selbstverständnis betrifft, könnte er ja auch dabei helfen, die Rechte der rechten Liberalen und der rechten Konservativen politisch durchzusetzen. Oder liebt Gott nur die Linken und Grünen (die beide neuerdings für Krieg sind)? Was ist aus „Schwertern zu Pflugscharen“ geworden? Wer ohne Sünde, der werfe…

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