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Parteitag im Mai

Kampfkandidatur um den FDP-Vorsitz: NRW-Chef Henning Höne tritt gegen Christian Dürr an

Der FDP-Politiker Henning Höne tritt gegen den Amtsinhaber Christian Dürr um den Vorsitz der FDP an. Nach dem desaströsen Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz war der Vorstand der Bundespartei geschlossen zurückgetreten.

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Henning Höne will die FDP wieder relevanter machen. (IMAGO/Sven Simon)

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Der FDP-Politiker Henning Höne tritt gegen Christian Dürr um den Vorsitz der FDP an. Die Abstimmung soll im Mai stattfinden. Nach dem schlechten Landtagswahlergebnis in Rheinland-Pfalz war der Vorstand der Bundespartei geschlossen zurückgetreten, darunter auch Dürr. Allerdings will dieser erneut als Kandidat für den Vorsitz antreten – genau wie die Generalsekretärin Nicole Büttner.

Höne verkündete seine Kandidatur am Donnerstag. In einem Video, das er auf X veröffentlichte, sagte er in Anspielung auf Guido Westerwelle, dass die Freiheit nicht nur Zentimeter, sondern Meter verloren habe. Er ist zurzeit Vorsitzender des Landesverbands Nordrhein-Westfalen und stellvertretender Bundesvorsitzender.

Die FDP habe Vertrauen verloren, fuhr Höne fort. „Nach der Ampel wurde ein Jahr vertan, um ein neues, modernes Angebot FDP zu etablieren“. Wer glaube, ein Wechsel bei Personen oder im Ton sei ausreichend, habe die Lage nicht verstanden. „Unser Fundament ist in Gefahr. Die FDP wird aktuell nicht vermisst“, stellte er fest. Das will er durch drei Punkte ändern.

Höne fordert zum einen, dass Deutschland international für seine Werte einstehen müsse: „Für die transatlantische Freundschaft und das Existenzrecht Israels und gegen die imperialistischen Träume von Xi und Putin“. Ohne wirtschaftliche Stärke könne Deutschland seine Freiheit nicht verteidigen. Deswegen brauche es Reformen, eine Senkung von Steuern, und Aufstiegschancen müssten verbessert werden.

„Haltung und Werte leiten uns und nicht der Abstand oder die Nähe zu anderen“, sagt Höne weiter. Die FDP brauche eine langfristige Erzählung. „Wir sollten nicht nach links oder nach rechts gucken, auch nicht zurück, sondern nach vorn.“ Man setze auf Eigenverantwortung und nicht auf einen Staat mit immer mehr Vorschriften. Drittens brauche es eine positive Zukunftsversion für Deutschland, wie es in 30 Jahren aussehen solle.

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Von einer gemeinsamen Kandidatur mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann war bei Höne nun keine Rede. Der FDP-Bundesparteitag soll auch darüber abstimmen, ob in der Parteisatzung künftig Doppelspitzen ermöglicht werden. Strack-Zimmermann hatte angeboten, für eine solche Lösung zur Verfügung zu stehen – und Höne als Mitstreiter ins Gespräch gebracht.

Christian Dürr hatte zusammen mit seinem Rücktritt am Montag auch seine erneute Kandidatur angekündigt (mehr dazu hier). Dabei stellt er programmatische Linien für seine künftige Arbeit vor: „Ich habe eine klare Vorstellung vom Kurs der Freien Demokraten. Diesen Kurs werde ich in Verbindung mit meiner Person auch auf dem Bundesparteitag zur Wahl stellen.“

Weil man über Jahrzehnte keine Änderungen angegangen sei, hätten die Menschen das Vertrauen in die Politik verloren. Das wolle Dürr ändern. Bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz war die FDP nur auf 2,1 Prozent und in ihrem Stammland Baden-Württemberg auf 4,4 Prozent gekommen.

mra

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39 Kommentare

  • FDP? Braucht niemand.

    • Aber eine wirklich klassisch liberale Partei, die fehlt in Deutschland schon! Wo ist der deutsche Javier Milei?

      • Die CDU ist nicht konservativ.
        Die FDP nicht liberal
        Und die AfD nicht Rechts sonder konservativ.
        Die Grünen nicht Grün

        Das hat doch alles keinen Wert mehr.

      • Milei ist libertär, das ist ein Unterschied

      • Der Javier wurde erst da gewählt, als Argentinien bereits zum x-ten mal von einer sozialistichen Junta in den Ruin getrieben wurde. Deutschland hat es erst einmal – und auch nur zum Teil – erlebt, wie die Genossen ihr Land zu Grunde gerichtet haben. Dieser Teil hat das bereits verstanden und das ist auch die Antwort auf der große Geraune, das man immer hört, wenn man ratlos ist, weil die AfD im „Osten“ so viel gewählt wird.

        Die übrigen müssen es aber noch lernen, dass sie der doppelzüngigen Propaganda, die ein „Ossi“ 3 Kilometer gegen den Wind erkennt, nicht vertrauen sollten. Dafür werden sie sich zuverlässig als zu dämlich erweisen und glauben bis dahin, sie wären die tollsten Bürger des besten Deutschlands, das es jemals gab.

        Also kommt der deutsche Milei erst, wenn Deutschland restlos ruiniert ist und die Menschen es dann einfach mal wieder mit normaler, ehrlicher Arbeit und demokratischen, kapitalistisch geordneten Verhältnissen versuchen wollen.

      • Als ehemaliger FDP-Wähler (ist schon eine Weile her) sehe ich das auch so. Eine liberale Partei fehlt in Deutschland. Mit der alten FDP wird das aber nichts mehr. Wenn sich Illiberale wie Frau Strack-Zimmermann oder der Selbstbestimmungs-Buschmann als Liberale geben, ist das, wie wenn der Antichrist Papst wird.
        Ich denke, es müßte eine liberale Neugründung geben, keine Fortsetzung der alten FDP. In dieser dürften auch ehemalige FDP-Mitglieder mitmachen, sofern sie sich nicht in den letzten zwanzig Jahren kompromittiert haben.

    • FDP nicht. Aber eine Partei der Freiheit!

  • Wen interessiert die Splitterpartei denn noch?

  • Da ist ja jede Klassensprecherwahl relevanter …

  • Wählt die FDP ihre Nachlassverwalter?

  • Macht die FDP wieder zu einer Partei, die Liberalen ein Angebot macht. Eine Partei, die die Finanzen im Blick hat und vor allem Reformen. Eine Partei, die Gesetze und Verbote streicht und Bürokratie abbaut. Eine Partei der arbeitenden Mitte mit kritischer Distanz zur EU, die Deutschland modernisiert und nicht verarmen lässt wie es z.Zt. der Fall ist. Eine Partei, die westliche Werte verkörpert und die Islamisierung Deutschlands bekämpft und die Migrationswende endlich einläutet. Ich schlage Linda Teuteberg vor.

    • Für die FDP ist es zu spät. Die Positionen, welche sie hier aufzählen, sind längst wieder besetzt. Es gibt für alles eine Alternative.

  • Die EINZIGE Frage, die man der FDP stellen wird:
    Mit der AfD oder mit Unseredemokratie?

    Im zweiten Fall weiterhin volllkommen überflüssig, im ersten gefährlich, solange sie unter 5% sind.

  • Frau Strack-Zimmermann ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Eine Politikerin, die die Bürger am laufenden Band beschimpft und beleidigt, selbst aber wegen jeder noch so kleinen Spitze eingeschnappt ist und Polizei und Staatsanwalt auf die Menschen hetzt. Den Herrn Höne kenne ich nicht. Wer aber glaubt, mit Frau Strack-Zimmermann gemeinsame Sache machen zu können, bekommt auch von dem Unangenehmen, das sie ausströmt, ab. Lösungen sehen anders aus.

    • Sie wurde im Handelsblatt gestern ernsthaft als progressiv bewertet.
      Hab gleich n Leserbrief geschrieben und mich ausgeschüttet vor Lachen.
      Und darum gebeten in einer der nächsten Ausgaben oder mir mitzuteilen wo das HB das progressive sieht.
      😉 Werd wohl umsonst warten.
      Als “ running Gag“ unterschrieben mit Klarnamen

  • Wie gehts dem Wal? Live vom Strand [ > ] [ || ]

    >>>>>>>>>> BÜLD Ticker >>>>>>>>>>>>>>>
    +++Jetzt heiße Phase im eiskalten Meer
    +++“Der Wal hat richtig Angst“
    +++Wie konnte der Wal sich so sehr verirren
    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
    .

  • Treten zwei aus derselben Partei an, spricht die Presse von einer Kampfkandidatur – tritt nur einer an, dann spricht man von einer Wahl. 🫩 (Spruch stibitzt von Volker P.)

  • Die sollten die Partei libertär ausrichten, so eine Stimme fehlt komplett (hatte aber auch nie Erfolg im staatsgläubigen Deutschland oder Europa) auch wenn ich selbst nicht libertär bin. Aber so mit diesem neumodischen „linksliberal“ wird das niemals was werden. Die einzig Gute in der FDP das letzte Jahrzehnt war Linda Teutteberg. Selbstverständlich wurde die schnell wegkomplimentiert

  • Oh wir Platz 9 auch noch ausgespielt?

  • Na ja .. .wenn sich endlich FDP, Bündnis Deutschland, Werte Union, Zentrum, wir Bürger an einen Tisch setzen würden und eine auẞerparlementarische Opposition bilden würden .
    Gemeinsam Listen bei kommunalen Wahlen, Aufteilung auf Länderebene, gemeinsame Statement usw usw
    Dann könnte das mit der liberalen Politik was werden. Und klare Positionen
    – Abschaffung aller Subventionen über 10 Jahre
    – Abschaffung Parteienfinanzierung Gesetz
    – Abschaffung Bonn – Berlin Regelungen
    Abschaffung CO2 Besteuerung
    – Abschaffung NGO Förderung
    Etc.etc.
    Zusammen mit Bund der Steuerzahler aggressiv die Regierung kritisch begleiten

    Aber was weiß ich alter Mann schon…noch dazu weiß und aus dem Osten

  • Kampfkandidatur um den Posten des FDP-Bestatters.

  • Zu Herrn Höne und seinen Aussagen: Klingt mal wieder alles wachsweich. Ob genügend Deutsche erneut auf diese widerliche FDP hereinfallen werden, so dass sie dann wieder den Steigbügelhalter für links-grüne Politik machen kann?

  • FDP… FDP… hmmm, wer war das doch gleich? Ach so, das ist dieser kleine, gelbe Balken in den Wahlprognosen und/oder Ergebnissen, der eigentlich unter „sonstige bzw. andere“ laufen müsste.

    FDP, Ihr seid fertig und das absolut verdient! Löst die Partei auf, geht in andere Parteien oder (noch besser) sucht euch mal richtige Arbeit!

  • Lasst bitte Frau Strack-Zimmermann die neue Vorsitzende der FDP werden … dass wäre dann der endgültige Pflock durchs Herz dieser Partei.

  • Immerhin kommt der frisurtechnisch nicht so akkurat-aggressiv rüber wie MASZ.

  • Diejenigen, die weitermachen wollen, sind offensichtlich genauso besinnungslos wie die, die wegen ihrer Jugendsprache abgewählt worden sind.

  • Gehen AN die Schlagzeilen aus?
    Ich hab gehört, dass es auch beim Kegelclub „Fall um!“ eine Kampfkandidatur um den Posten des Schatzmeisters gibt. Da zeichnet sich ein medial viel spannenderes Drama ab, zumal der Herausvorderer bekennender Kampftrinker ist.

  • Vielleicht haben die nicht bemerkt, dass Strack-Zimmermann auf dem abgetakelten Dampfer FDP die Seeventile geöffnet hat, bevor sie nach Brüssel verschwand, um dort den Ruf Deutschlands weiter zu schädigen.

    Die FDP kann jetzt als Beispiel dienen, wie nur ein paar wenige korrupte Leute eine ganze Partei in den Abgrund reißen können. Bei der CDU war es sogar nur eine einzige, wobei sie dort von Ihrem Untergang noch nichts zu wissen scheinen.

  • Die reden schon wieder, als hötten sie 4,2 Promille … Keinen Mut reale Probleme anzusprechen. Wie die FDP sich bisher gab, ist unwichtig. Neue Leute braucht sie, und den Spiegel der Realitäten mit entsprechenden verbindlichen Ansagen. Transatlantisches Geschwätz ist vorbei.

  • FDP ist für mich als eine glaubwürdige Partei, die alles für die Bürger diese Landes tut , diese FDP ist für mich eine Partei die ihre Seele verkauft hat um mitregieren zu können . Eine Partei mit Leuten die Kriegstreiber sind, die die Justiz nutzt um Transgender Ideologie gesetzlich zu verankern, mit Leuten die die kritischen Bürger verhöhnen und sogar vor Gericht ziehen weil sie die FDP kritisiert haben und daraus sogar ein Geschäft machen– unwählbar, unglaubwürdig. Genauso wie viele anderen Parteien.

    • Soll heissen– FDP ist für mich als keine glaubwürdige Partei, die alles für die Bürger …
      Fehlerteufel wieder —

  • Nicht Frau asz.? Die ist doch so gut und veliebt

  • Wer sind diese Leute? Kennt die jemand und warum ist das eine Meldung wert?

  • Die letzten Zuckungen einer Mumie.

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