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Antisemitismus

Juden von LGBTQ-Parade in Rom ausgeschlossen – „Israelisches Regime verübt Völkermord“

Im Juni findet die Roma-Parade statt. Wer den „Genozid in Gaza“ nicht verurteilt, darf nicht teilnehmen. Das hat zum Ausschluss von jüdischen Teilnehmern geführt – und den Veranstaltern aus verschiedenen Lagern Antisemitismus-Vorwürfe eingebracht.

Von

Teilnehmer einer Pride-Parade in Rom, 2024. (IMAGO/ABACAPRESS)

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Vor der Roma Pride Parade am 20. Juni in Rom haben die Veranstalter die Beteiligung von Festwagen der jüdischen LGBTQ-Organisationen Keshet Italia und Keshet Europa ausgeschlossen. Auf ihrer Facebook-Seite erklärten die Organisatoren, die Teilnahme eines Festwagens setze – unabhängig von sexueller Orientierung, Identität, Religion, ethnischer Zugehörigkeit oder Nationalität – eine „klare und unmissverständliche Verurteilung des vom israelischen Regime verübten Völkermords“ voraus.

Keshet Italia teilte mit, man fühle sich dem palästinensischen Volk verbunden, bitte jedoch um Vorsicht bei der Wortwahl im Zusammenhang mit dem Konflikt. Der Begriff „Völkermord“ sei im Kontext des jüdischen Volkes nicht neutral, sondern erinnere an den Holocaust.

Die Organisation kritisierte zudem den Satz „Das jüdische Volk führt aus, was ihm widerfahren ist“ und warf den Veranstaltern vor, die Pride-Parade zu einem „ideologischen Tribunal“ gemacht zu haben, das Minderheiten ausschließe. Auch die Jüdischen Gemeinden Italiens protestierten gegen den Ausschluss, der im Widerspruch zu den Prinzipien von Pluralismus, Inklusion und Meinungsfreiheit steht.

Die sozialdemokratische Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Pina Picierno, schrieb zu dem Vorfall: Das Problem hat einen klaren Namen: Antisemitismus. Und es muss jederzeit, eindeutig und ohne Doppelmoral bekämpft werden“.

Riccardo Pacifici, der Vize-Chef der Europäischen Jüdischen Vereinigung, fragte: „Wie bringt man es fertig, gegen Diskriminierung und homophobe Angriffe zu demonstrieren, wenn man gleichzeitig Anhänger jener willkommen heißt, die wie die Hamas Schwule foltert, aufhängt und von Dächern wirft? Das ist keine Naivität, sondern Mittäterschaft.“

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Der Ausschluss und die Debatte stehen in Italien im Kontext des ansteigenden Antisemitismus seit dem 7. Oktober 2023. Laut dem Mailänder Dokumentationszentrum für zeitgenössisches Judentum kam es 2025 zu 963 registrierten Vorfällen, darunter über 300 physische Angriffe, während es vor einigen Jahren nur 241 pro Jahr waren.

Shannon Seban, die Direktorin der Organisation „Combat Antisemitism Movement“, forderte den Bürgermeister Roms auf, sich gegen die Entscheidung auszusprechen: „Der Ausschluss der jüdischen LGBTQ+-Gruppen Keshet Italia und Keshet Europe von der Rome Pride Parade ist eine Schande. Wenn Pride Juden ausschließt, verrät sie Pride selbst. Wir fordern die Organisatoren von Rome Pride und den Bürgermeister von Rom auf, diese diskriminierende Entscheidung sofort rückgängig zu machen.“

bb

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90 Kommentare

  • Immer diese absurde Logik. Man muss ja mit der Politik von Israel nicht einverstanden sein. Man kann ja darüber denken wie man will, oder wie es sieht. Nur was hat das mit Juden zu tun? In dieser Logik müssten alle Iraner oder Schiiten von der Demo ausgeschlossen werden. Werden deutsche wegen dem zweiten Weltkrieg auch ausgeschlossen?

    • „Pride“ bedeutet Stolz. Wenn man auf eigene Leistungen oder auf seine Kinder stolz ist, kann das seine Berechtigung haben. Wer aber auf etwas stolz ist, für das er nichts getan hat und nichts zu tun braucht, wie es bei einer homosexuellen Veranlagung der Fall ist, der ist einfach ein Idiot. Erst recht, wenn er in Massenaufmärschen auftritt. Daher wundert mich diese Meldung aus Rom überhaupt nicht.

  • Die Queeren sollten doch mal versuchen in einem arabischen Land zu leben! das würde sie evtl. mal aufwecken.

    • Das wäre das Beste was uns passieren könnte!

      • Wir schwulen und lesbischen „Normalos“ stehen zu den Juden, distanzieren uns klar von diesen Demos (CSD und Pride) und boykottieren sie! 💙🇮🇱💙

    • Auf allem Bildern und Videos dieser Veranstaltungen sind mit großer Mehrheit Frauen oder zumindest weiblich gelesene Menschen zu sehen. Die Pride-Bewegung wurde von linkswoken Feminismus-Extremisten gekapert.
      Normale schwule Männer die nicht wie eine vollkommen überzeichnete Comicfigur wirken und an Jorge, Ricardo Simonetti oder Bill Kaulitz erinnern sind nicht mehr vertreten. Denn die passen sich nicht genug der Ideologie an.

    • Dort gibt es sowas nicht. Dieser Level an Gestörtheit bleibt der EU und Amerika vorbehalten.

      • Könnten Sie „so etwas“ und „Level an Gestörtheit“ präzisieren, Herr Oberlehrer?

        • Erwarten Sie eine Erklärung für die Unterscheidung der Menschen nach männlich und weiblich?

          2
        • @Wolfgang Hebold
          Ich fragte den Oberlehrer.
          Ein Bezugspunkt „männlich“ oder „weiblich“ kann es nicht sein, da auf so etwas in den Vorposts nicht eigegangen wird.
          Er könnte natürlich „Queere“ meinen.

          Aber warten wir doch einfach ab, was der Oberlehrer schreibt. Das wird sicherlich fundiert sein. Immerhin ist er ja Oberlehrer.
          Und wenn er dann auch noch „Level an Gestörtheit“ präzisiert hat, werden wir mehr wissen.

          7
        • @Oberlehrer
          ‚Wer das nicht versteht, ist geistig nicht genug erleuchtet.‘

          Ein echter Lehrer würde so einen ‚hach, ich fasele nur mal ein bisschen‘ Wibbel-Wabbelpudding-Mist niemals schreiben, sondern eine präzise Antwort geben.
          Leg‘ deinen Titel ab!
          Du bist seiner nicht würdig.

          7
        • Nalik, bist du der Oberlehrer?

          3
        • Dieser krankhafte Drang, anderen ihre sexualitat ständig aufzudrängen und als etwas gaaaaaaanz besonderes und erstrebenswertes darzustellen. Und das sage ich als Schwuler dem dieses Getue tierisch auf die Nerven geht!!!
          Zudem sind Antisemiten per Definition Nazis! An sich schon krank!!!

          6
        • Wer das nicht versteht, ist geistig nicht genug erleuchtet.

          -8
  • Es gibt also keine Queeren Juden? Oder sind Queere nur Queer, wenn sie richtig Queer sind?

  • Der Knall kommt schneller als gedacht!?

    • Ich verstehe die Juden nicht.
      Warum wollen die sich unbedingt auf solche Perversitäten einlassen?
      Mehr Stolz wäre angesagter.

      • Das Entscheidende ist wohl mal wieder das Empoertsein ob einer „ungerechten“ Behandlung. Es sind ja auch mal wieder Organisationen und Politiker, die hier vor allem empoert sind – dem Alltagsjuden ist das vermutlich sowas von schnuppe…

  • So tolerant. Ist ja nicht so, dass es in Deutschland anders wäre…

  • Die Identitätsfixierung der Linken schließt am Ende immer aus.

  • „Queers for Palestine“ – Idiotie in einem Slogan!

    • Ja! Der bekloppteste Slogan aus dieser ganzen judenhassenden Gemeinde!

  • LGBTQ steht doch für Vielfalt ?
    Scheinbar wird vorgeschrieben, wer zur Vielfalt zählt, und wer nicht !

  • Tja: Die Revolution frisst ihre Kinder. Identitätspolitik war und ist totalitär.

  • Menschen entwickeln sich in Phasen – weltweit. Nach der Pubertät folgt die Konformität. Quelle: Ich-Entwicklung

    In der Konformität bestimmt das Gefühl Zugehörigkeit den Selbstwert. Dazu wird kontinuierlich die in- und out-group als ‚wir‘ und ‚die Anderen‘ definiert.

    Wenn ‚die Anderen‘ ausgeschlossen werden, stabilisiert es den eigenen Selbstwert.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Verknüpfung von Zugehörigkeit und Selbstwert nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • ›Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Nein, er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.‹

  • Bravo

  • Dieses queeere antisemitische und israelhassende Lautsprecher-Gehabe erweist dem eigentlichen Zweck einen Bärendienst.

    Die beiden Schwulen und das lesbische Paar in unserer Freundes-Clique wird den Münchner CSD in diesem Jahr aus demselben Grund boykottieren. Der Rest der Clique hat deshalb auch den Tisch für die jährliche Party mit unseren Freunden im Glockenbachviertel storniert. Aus Solidarität mit unseren israelischen Münchnern.

  • Willkommen in Wokistan.
    Bin aber sicher, dass das nicht einmal der letzte und größte Irrsinn ist. Die Schraube wird bestimmt noch ein paar mal fester angezogen. Und nach fest kommt ab. 😀

  • Igitt, pfui, ich bin schwul, seit meiner Jugend ein Freund Israels und stolz darauf, dass ich nie zur (für mich durchideologisierten) LGBTQ-Gemeinschaft und dem „Regenbogen“ gehört habe. Auf den Unsinn kann ich verzichten.

    Am Israel Chai
    עם ישראל חי
    Das Volk Israels lebt

    💙🤍🇮🇱
    🖤❤️💛🇩🇪

    • Pfui Teufel!

  • Wer bei diesen Veranstaltungen mitmacht, bekennt sich zum Judenhass und die Vernichtung jüdischen Leben weltweit.

    • Unsinn. Kritik an unserer Regierung ist auch kein Christenhass…

      • Tja, zwar ein Daumen hoch von mir, aber Kritik an Israel und oder dem Judentum ist immer „Antisemitismus“! Man stelle sich nur mal vor, man wuerde die islamkritischen oder gar islamhassenden Kommentare hier auf AN entsprechend an Israel/Juden gerichtet umformulieren. Die absolute Hoelle waere los und das nicht nur im Kommentarbereich, sondern in ganz Deutschland, Europa, der halben Welt bis nach Israel…
        … abgesehen von der Frage wieviel unsere Regierung noch mit Christentum zu tun hat…

  • Der Wokismus, diese sozialistische Krake mit lauter getarnten Fangarmen hat alles, wofür Schwule über Jahrzehnte berechtigt gekämpft haben, geentert und zerstört damit alles Erreichte!

    • Der Hohn war ja schon damals, als die Feministen die Befreiung der Schwulen (die schon immer mehr verfolgt wurden als Lesben, nur so nebenbei) für sich reklamiert haben.
      1. Schwule wurden verfolgt und gegängelt
      2. Schwule kämpfen dagegen an und erreichen Rechte.
      3. Feminazis fälschen die Geschichte und reklamieren die Errungenschaften für sich.
      4. Die Transideologie (als logische Fortsetzung des Feminismus) marginalisiert die Schwulis, weil sie jetzt zu Transfrauen gemacht werden sollen.
      5. Schwulis merken langsam, dass sie vera. werden.

      Jetzt stelle dir vor, du bist ein schwuler Jude, der bisher Glück hatte, nicht von einem Dach gestossen zu sein.

  • Ich (gay) distanziere mich scharf von diesen absurd gewordenen Demos (Pride & CSD) und der pervertierten Regenbogenflagge. Es ist nicht ok, für Toleranz und gegen Ausgrenzung zu demonstrieren und Juden auszugrenzen. Israel ist der einzige demokratische Staat im Nahen Osten, in dem Schwule und Lesben vom Gesetz geschützt werden und frei leben können. (Ausnahme: in den uktraorthodoxen Vierteln in Jerusalem) Ich hoffe die Nicht-Gays unterscheiden die schwulen/lesbischen „Normalos“ von jenen „Queeren“ (…). Und ich habe jüdische Freunde und war schon oft in Israel. Sollten die Queeren mal einen CSD in Gaza organisieren?!

  • Wenn hier erstmal die Kohle komplett alle ist, werden die mit Sicherheit ganz leise werden.
    Das können die natürlich nicht wissen, ist ja ihre erste DDR.
    Lasst das Geschrei einfach laufen… Irgendwann wird sich auch der Gutwilligste angewidert abwenden. Nur Geduld. Die reden sich selbsterklärend selber um Kopf und Kragen.

  • Die Google KI spricht von 71.000 Toten im Gazastreifen nach den Ereignissen des 07.10.

  • LGBTQ – ist das auch ein Statement für Judenhass?

    Die am lautesten für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit schreien, machen am Ende immer genau das Gegenteil. So die Geschichte lehrt.
    Weil sie dieses Pferd nur reiten, um schneller ans Ziel zu kommen. Ihr Engagement gilt heute nämlich dem Hass auf die eigene Herkunft und Kultur. Das Judentum ist Teil der westlichen Zivilisation.

    Egal, ob Klimaaktivisten, Juden- und Israelhasser, Flüchtlingsunterstützer, Kampf gegen Rechts, LGBTQ, Trumphetzer etc… – es sind fast immer die gleichen Protagonisten….
    In der Regel sind es Leute, die in die Hand beißen, die sie füttert…

  • Ja, aber nicht jeder Jude ist Zionist also nicht jeder unterstützt Israels vorgehen oder den Staat.

  • Seht ihr… So ist es weltweit. Es gibt nur wenige Israelis/Juden und wir Israel Unterstützer sind auch nicht gerade viele. Alle anderen sind man muss es einfach immer wieder sagen: Antisemiten. Leider kenne auch ich keine Antwort darauf. Außer zu sagen, es tut mir sehr leid das es so ist. Obwohl es nach dem 8 Mai 1945 eben nicht mehr so sein sollte.😬 Aber… Es hat auch etwas gutes 😆 ich mag zwar die Pride Fahne nicht… Aber in Verbindung mit einem Davidstern 🤠 das bringt die Deppen von der Antifa so richtig schön auf die Palme… Wie wir im vorherigen Jahr gesehen haben. Und nur das ist der Grund weshalb ich diese spezielle Fahne mag obwohl ich damit gar nicht’s anfangen kann.🤣

  • Warum Juden? Warum nicht Israelis??

    • Anscheinend soll der Unterschied von Juden und Zionisten nicht weiter bekannt werden. Zensur, nur zu!

  • Völkermord! Es ist einfach so schrecklich, was haben die Leute heute im Kopf. Viel kann es nicht sein.

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