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Irreparable Totalschäden – darum explodieren jetzt die Versicherungsprämien bei E-Autos

Die Versicherungskosten für Elektroautos explodieren. Inzwischen sind sie fast anderthalb Mal so hoch wie bei Verbrennern. Hauptursache sind enorme Reparaturkosten – das Urteil lautet häufig Totalschaden. Daher will fast niemand gebrauchte E-Autos kaufen.

Versicherungen für E-Autos werden immer teurer (Symbolbild) (IMAGO/Sven Simon)

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Versicherungen für Elektroautos waren in Deutschland lange günstiger als für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Diese Zeiten sind nun jedoch vorbei. Wie aus einer aktuellen Erhebung des Vergleichsportals Verivox hervorgeht, sind die Versicherungskosten für E-Autos zuletzt so stark gestiegen, dass inzwischen fast die Hälfte (49 Prozent) der verfügbaren Vollkasko-Tarife für Stromer teurer ausfällt als für Verbrennerfahrzeuge.

Lediglich bei 32 Prozent der Angebote ist die Versicherung für E-Autos günstiger. In rund einem Fünftel der Fälle besteht kein Preisunterschied. Darüber hinaus führen die Verfasser der Analyse aus: „Die Versicherungsbeiträge für Elektroautos sind unter sonst gleichen Bedingungen bis zu 44 Prozent teurer als derselbe Tarif für das Pendant mit Verbrennungsmotor.“

Für die Berechnung wertete Verivox mehr als 400 Tarife von rund 70 Versicherern aus. Grundlage war ein fiktives Vergleichsszenario mit einem 45-jährigen Berliner als Beispielkunden, der jährlich 12.000 Kilometer fährt und der Schadenfreiheitsklasse 15 zugeordnet ist. Verglichen wurden jeweils ein Elektrofahrzeug und ein benzinbetriebenes Modell derselben Fahrzeugklasse.

Der Hintergrund dafür, dass Versicherungen für Elektroautos mittlerweile in einem großen Teil der Fälle teurer sind, liegt in erster Linie darin, dass die Reparatur von Elektrofahrzeugen im Schadenfall höhere Kosten verursacht. Aus einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht hervor, dass Schäden an Elektrofahrzeugen im Durchschnitt um 15 bis 20 Prozent teurer ausfallen als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Stromer sind zwar seltener in Unfälle oder andere versicherungsrelevante Schadensfälle verwickelt, kommt es jedoch tatsächlich zu einem Schaden, ist dieser häufig besonders gravierend. Das liegt unter anderem an der empfindlichen Hochvolttechnik, die bei Unfällen oftmals irreparabel beschädigt wird.

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Batterien und Hochvoltkabel, die den Strom von der Batterie zum Motor leiten, müssen vor diesem Hintergrund nicht selten vollständig ausgetauscht werden. Erstere ist das teuerste Bauteil eines Elektroautos und macht 35 bis 40 Prozent der Fahrzeugkosten aus. Ein Austausch kostet in Deutschland durchschnittlich 8.400 Euro, je nach Modell und Kapazität jedoch nicht selten bis zu 20.000 Euro.

Im Gegensatz dazu sind Motoren oder Getriebe bei Verbrennerfahrzeugen günstiger zu ersetzen, da sie mechanisch weniger komplex sind. Auch der Austausch der Hochvoltkabel kann Kosten von bis zu 7.000 Euro verursachen.

Hohe Personalkosten tragen dazu bei, dass die Reparatur eines Elektroautos in einem Großteil der Fälle teurer ist als die eines Verbrenners. Fachkräfte für E-Fahrzeuge müssen speziell geschult sein – etwa im Bereich der Hochvolt-Sicherheit –, was höhere Stundensätze zur Folge hat. Zudem verstärken fehlende Erfahrung in vielen Werkstätten Unsicherheiten sowie längere Standzeiten.

Warum dies der Fall ist, lässt sich einfach erklären: In der heimischen Automobilwirtschaft stehen mehr als ein Jahrhundert Erfahrung mit Verbrennungsmotoren lediglich rund zehn Jahre Praxis mit modernen Elektrofahrzeugen gegenüber. Die hohen Reparaturkosten tragen zudem dazu bei, dass Elektroautos auf dem Gebrauchtwagenmarkt bislang kaum ankommen. Die Nachfrage ist gering.

Eine aktuelle Dekra-Studie zeigt, dass sich 64 Prozent der Befragten die Anschaffung eines gebrauchten Elektroautos „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“ vorstellen können. Damit liegt dieser Wert deutlich über dem Ergebnis der Befragung aus dem Jahr 2023. Damals sprachen sich 59 Prozent gegen den Kauf eines gebrauchten Stromers aus. Im Rahmen der Umfrage gaben lediglich 19 Prozent an, sich „auf jeden Fall“ oder „sehr wahrscheinlich“ für einen gebrauchten Stromer entscheiden zu wollen.

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32 Kommentare

  • Es läuft doch alles so wie von der Politik gewünscht.
    Der normale Bürger soll doch kein privates Auto mehr besitzen.
    Aus gewissen praktischen bzw. finanziellen Gründen will und kann man ein E-Auto nicht kaufen, Die Verbrenner werden verboten u n d …..
    so hat man den gewünschten Effekt, die Masse hat gar kein Auto mehr.

    • Man darf sich aber ein paar mal im Jahr, sofern es die Social Credit Card erlaubt, ein E-Auto mieten, um damit der Enge des 15 min Gefängnisses zu entfliehen. Und dann darf man darüber auch noch glücklich sein.

    • Das ist wohl nicht von der Politik gewünscht, sondern von der Auto-Lobby?
      Wenn man die Reparaturkosten so hoch schraubt, dass eine leere Batterie ein Totalschaden ist (jahaaaa … etwas übertieben), dann kauft der entsetzte (Nichtmehr-)Besitzer sich lieber wieder einen Verbrenner.
      Anstatt die hohen Preise zu bemängeln, müsste man mal objektiv(!) nachkalkulieren, wie diese Preise zustande kommen!
      Möglicherweise sind Die ja gar nicht gerechtfertigt?

      Ich spreche da aus langjähriger Erfahrung im Bereich Hausgeräte-Reparatur. Da wird es genauso gehandhabt, insbesondere bei Markengeräten.

      • Selbst wenn das so ist, ich kaufe nur Verbrenner, sonst hole ich mir Bürgergeld, Arbeitsplätze gibt es sowieso bald fast keine mehr. Chronisch krank bin ich ja sowieso, aber ich arbeite trotzdem – selbständig – und das seit vielen Jahren. Für diese Regierung erarbeite ich dann keine Steuern mehr.

    • Das nennt man DDR2.0. In der DDR1.0 hat aber wenigstens der öffentliche Nahverkehr funktioniert.

    • habe einen text ohne beleidigung, ohne kraftausdruecke und ohne irgendetwas negatibves geschrieben.
      wartet auf freigabe.
      ich bin fasungslos.
      was ist nur in AN gefahren????

      • Passiert mir bei WELT öfter als mir lieb ist, hier zwar auch, aber zum Glück noch nicht so oft.

    • Aber die doofen Wahlschafe merken das nicht … und es ist so offensichtlich – wo soll der Strom herkommen und wo sollen die Ladestellen stehen – vor allen Dingen in den Großstädten und wie soll das die nächsten 10 Jahre gehen. Schon bei Benzinern und Dieseln steht man auf den Autobahnen an der Tankstelle je nach Saison in langen Reihen an und da dauert der Tankvorgang mit Kassenschlange max. 15 Minuten. Wir lange das dauert bei den E-Autos – und vor allen Dingen wie teuer es wird, jetzt sind die Blitzlader an den Autobahnen schon 1,5 Mal teurer als Verbrenner. Ich schätze mit Ladevorgang incl. Wartezeiten und Zahlvorgang – mindestens 1 Stunde, auch wenn das Zahlen direkt an der Säule geht.

    • und das alles so geschickt eingefaedelt und verklausuliert, dass der normale buerger die boese absicht dahinter einfach nicht durchschaut.

      er glaubt weiterhin an die unfaehigkeit seiner regenten, und daran, dass eine andere person derselben partei es nach der wahl ganz bestimmt alles viel besser macht.

      ein uebles dilemma.
      wie bei corona laesst sich die masse der glaeubigen nicht eines besseren belehren.
      sie verharren in ihrem glauben, wollen mit schwurblern nichts zu tun haben.
      dann sei es so!

      die anderen muessen schauen, dass sie sich selber aus dem sumpf ziehen, und das weite suchen.

  • 2020, Genossin Merkel:
    Wie versöhnt man diejenigen, die an den Klimawandel einfach nicht glauben wollen und die so tun, als wäre das eine Glaubensfrage?

    Ich bin überzeugt, daß der Preis des Nichthandelns sehr viel höher als der des Handelns wäre. Wir setzen auf Innovation, auf Forschung. Wir glauben, daß die Industrieländer dabei eine Bringschuld haben.

    Die gute Platzierung ist … wesentlich darauf zurückführen, daß sich unsere Automobilindustrie, die ja ein Kernbereich der deutschen Wirtschaft ist, in einer Transformationsphase mit sehr hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung befindet.

    Unser größter und schwierigster Bereich der Transformation ist, wie es im Augenblick aussieht, die Mobilität.

    Es gibt zum Beispiel einen Aufschlag auf den Strompreis. Wir haben mit den höchsten Strompreis in Europa, weil wir die erneuerbaren Energien fördern und das auf den Strompreis umlegen…
    bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/rede-von-bundeskanzlerin…

    • Weg mit diesem grünen Scheiß. Das Klima hat sich schon immer geändert und das wird es auch weiter tun. Jetzt wird es halt wärmer und das ist schön. Später gibt es dann wieder eine Eiszeit. Die Evolution funktioniert nur so, dass man sich anpasst zum Beispiel höhere Deiche baut, die Flüsse begradigt, die Windräder abbaut, mehr Bäume und Pflanzen pflanzt, weil diese Co2 binden, dass müsste selbst dem dümmsten Schlafschaf klar sein, das Pflanzen co2 binden und dadurch hervorragend wachsen, was für unsere Ernährung und Nutztierhaltung wichtig ist. UND VOR ALLEN DINGEN BRAUCHEN WIR KERNKRADTWERKE. WEG MIT DIESER KLIMARELIGION, die meiner Meinung zum Ausbeuten der Steuersklaven erfunden wurde. Geld für alles und jeden, für die Ukraine und für die Welt, aber nicht für unsere deutschen Steuerzahler. Wir werden ausgebeutet und sollen noch mehr arbeiten – und in 15Minuten-StadtKnästen leben und nur zur Arbeit rausdürfen. Wählt weiter so ihr Schlafschafe.

  • Ich empfehle jedem die Doku „Umweltsünder E-Auto“.

  • Dort wo Versicherungen noch die gleichen Beiträge anbieten können liegt es tatsächlich an den geringeren Zulasssungszahlen der E-Autos. Daher ist die Schadenshöhe in dieser Kategorie noch im Rahmen. Genau genommen zahlen wir Verbrennerfahrer dafür, da die Versicherungen die Beiträge generell angehoben haben, wodurch die höheren Schadenskosten bei E-Autos über die Masse ausgeglichen werden. Sollten die Zulassungszahlen nun durch Steuergeschenke steigen, werde die Versicherungen entsprechend reagieren.

  • Nach und nach zeigt sich bei der e Auto Revolution die Praxistauglichkeit. Extreme Reichweiteneinbußen im Winter. Trotz fehlenden Ölwechsel hohe Wartungskosten. Ladeinfrastruktur entwickelt sich nicht weiter. Alle grüne Märchen landen hart in der Realität.

    • Zum Glück geht es jetzt durch die Praxisuntauglichkeit der fahrenden Batterien an den Geldbeutel. Das wird gemerkt.

  • Ah verstanden – deshalb die sogenannte „Kaufprämie“

    Damit der ‚glückliche‘ Käufer seine KfZ-Versicherung bezahlen kann.

    Immerhin – die Regierung fördert die Wirtschaft oder?

  • Das E-Auto ist nur eine Übergangslösung.
    Endziel ist das Fahrrad für Alle.

  • Det sind keene Vabrenna!
    Das sind Brennkraftmaschinen (für Petroleum, Benzin, Diesel-KS, H2, Propan usw.).
    „Verbrannt“ wird schließlich auch für elektrische Antriebsarten: Nämlich in den Kraftwerken bzw. bei der Herstellung von Wind- und Solarkraftanlagen etc.

  • Ooooo, wie ist das schööööön…, sogar ohne Karneval.

  • Das muß es doch den Weltverbesserern wert sein.

  • Ein Verbrenner ist preiswerter zu reparieren, da er komplexer ist, d.h. Mehr Einzelteile, die man gezielt austauschen kann. Bei einer Taschenlampe auf Rädern nicht

  • Wieder mal so ein Versprechen, das in der Realität als genaues Gegenteil angekommen ist.

  • E-Autos sind nur Ablenkung u.
    Trostpfästerchen für linke Lehrer.
    Ziel: null Individualverkehr!

    • wir wissen doch:

      **autofahren ist kein menschenrecht.**

      von grossen guru selbst so ausgesprochen.

      es lohnt sich, in zukunft mal ein auge auf die c40 staedte, von denen es in D ja auch etliche gibt, zu werfen, und zu beobachten, ob und wie sie allmaehlich zu 15 min. staedten umgewandelt werden.

  • Das E-Auto hat so viele Nachteile und ständig kommen neue hinzu. Die Ökobilanz ist manipuliert und niemand sollte aus Oko Gründen einen Strommer fahren. Subventionen sind eine Frechheit, denn die armen zahlen dann den Reichen einen Zuschuss.

    • Subventionen sind Sozialismus pur und beweisen nur das eine Sache auf dem normalen Markt keine Chance hat!

  • Ich möchte niemandem etwas unterstellen, aber es kam früher durchaus vor, dass Unfälle fingiert wurden. Und wenn so ein Akku langsam zu Ende geht,…….

  • Es lebe der Verbrennermotor! Dieser ganze e Schrott wird sich nicht durchsetzen.
    Wer noch selber denken kann, weiss das.

  • „Die Versicherungskosten für Elektroautos explodieren.“

    Politische Linientreue gibt nun mal eben nicht umsonst.

  • Den Herstellern ist es natürlich lieber, daß E-Autos schneller kaputt gehen und sich kaum reparieren lassen, dann muß man nämlich alle paar Jahre ein neues (natürlich vom Steuerzahler subventioniert) kaufen. Einen Verbrenner kann man dagegen lebenslang fahren. Deshalb wird so ein wirtschaftsschädliches Verhalten demnächst ja auch verboten.

  • Dumm , wenn man koruppten Systemen vertraut ……….

  • Wo wollen diese gutgenährten „Politiker“ mit steuerfinanziertem hohen Lebensstandard und gepanzerten Dieselfahrzeugen bleiben, wenn sie abgewählt werden? Davor haben sie Angst und sind deshalb so aggressiv und panisch. Sie wissen dann auch nicht wo sie hinsollen. Amerika zum Beispiel will diese linken grünen Menschen bestimmt auch nicht haben.

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