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Stuttgart

Grüne Jugend drängte Boris Palmer dazu, Özdemirs Wahlparty zu verlassen

Mitglieder der Grünen Jugend sollen Boris Palmer am Sonntag aufgefordert haben, die Wahlparty zu verlassen – niemand wolle ihn dort haben, wurde dem Tübinger Oberbürgermeister gesagt. Die Grüne Jugend fordert, dass er kein Ministeramt bekommen darf.

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Boris Palmer und Cem Özdemir bei einem gemeinsamen Wahlkampfauftritt. (IMAGO/Ulmer II)

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Mitglieder der Grünen Jugend sollen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer dazu gedrängt haben, die Wahlparty zu verlassen. Das teilte der Politiker gegenüber dem Spiegel mit. Er hatte 2023 nach Konflikten wegen Äußerungen die Partei der Grünen verlassen, steht mit Cem Özdemir aber weiter in freundschaftlichem Kontakt. Er begleitete ihn bei Wahlkampfauftritten und traute Özdemir und seine Frau im Februar im Tübinger Rathaus.

Kaum dass er das Foyer der Party betreten habe, sei er von zwei jungen Männern angeraunzt worden, die „ganz klar Grüne Jugend“ angehörten, so Palmer. „Mir wurde gesagt, dass ich Cem schade und wieder gehen soll.“ Er solle verschwinden, weil niemand ihn eingeladen habe. Zu dem Vorfall will sich der Landesverband der Grünen Jugend laut Spiegel nicht äußern. Doch der Sprecher machte auf der Feier ebenfalls kein Geheimnis aus seiner Abneigung. „Wir sehen ihn nicht in der Regierung“, sagte Jaron Immer über einen möglichen Ministerposten Palmers. Darüber bestehe in der Partei Einigkeit. „Außerdem wollen wir jetzt erst mal eine Debatte über Inhalte führen.“

Der Bürgermeister Ryyan Alshebl aus Ostelsheim bekam die Konfrontation zwischen Palmer und der Grünen Jugend mit und verteidigte ihn. „Es war kein freundliches Gespräch“, sagte er, und das habe nicht an Palmer gelegen. „Unglaublich, wie hier ein Gast behandelt wurde.“ Solch ein schlechtes Verhalten habe er zuletzt in der Grundschule erlebt.

Die Grüne Jugend kritisierte zuletzt sowohl den Wahlsieger als auch die Möglichkeit, dass Palmer Mitglied der neuen Landesregierung werden könnte. Nach den letzten Wochen sei er sich nicht sicher, ob bei Cem Özdemir grüne Politik betrieben werde, sagte Luis Bobga, der Co-Vorsitzende der Grünen Jugend, gegenüber n-tv am Sonntag. Wichtig sei auch, dass „Boris Palmer als sein bester Kumpel und Trauzeuge eben keine Rolle spielen darf in der Regierungsbildung, wenn die Grünen Teil der Landesregierung sind.“

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Am Montag legte die Grüne Jugend dann nach und veröffentlichte sechs Forderungen an Özdemir, über die das Handelsblatt berichtete. „Die Haltungen und wiederholten rassistischen Äußerungen des ehemaligen Grünen-Mitglieds Boris Palmer sind mit den Grundwerten unserer Partei unvereinbar“, schreibt der Jugendverband. Daher dürfe er weder einen Ministerposten noch ein Berateramt bekommen. In den Koalitionsvertrag solle aufgenommen werden, dass ein Verbotsverfahren gegen die AfD geprüft werden solle.

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Des weiteren solle Özdemir keine Verschärfung der Migrationspolitik des Bundes mittragen und solle sich „offensiv für eine gerechte Steuerpolitik“ einsetzen. Baden-Württemberg solle bis 2040 klimaneutral werden, und es sollen entsprechende Sofortprogramme aufgesetzt werden, wenn es nach dem Willen der Grünen Jugend geht.

Über eine mögliche Regierungsbeteiligung meinte Boris Palmer selbst gegenüber dem Spiegel: „Wenn Cem Özdemir mich fragt, fange ich an, mir darüber Gedanken zu machen.“ Der Grünen-Politiker wisse, wie man ihn erreiche.

mra

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40 Kommentare

  • Erst mit einem vermeintlich „bürgerlichen“ Kandidaten die Wahl gewinnen und hinterher linksradikale Forderungen stellen. Nicht schlecht, da kann die CDU wieder mal von den Grünen lernen.
    Es ist aber sehr wohltuend, anzusehen, wie die Grünen immer selbst von der Jugend gepiesackt werden, die sie genau so erzogen haben.

    • Und der Manuel Hagel will unter denen mitregieren….

    • Hmm, unterscheidet sich konzeptionell nicht vom Vorgehen von F. Merz, höchstens in den Nuancen, was linksradikal ist.

  • Mao hätte seine Freude bei dieser Jugend…

    • Auch Kretschmann mag das – der ist ja auch bekennender Maoist!

  • Wer aus der Partei geworfen wird und dann für diese Partei Wahlkampf macht, hat es nicht besser verdient.😂🤣😅

    • Egal, warum es zum Bruch Palmers mit den Grüninnen kam – Palmer hat klügere Politik gemacht als alle anderen Grünen zusammen.

      Und so einer muss sich nicht von einem unerzogenen Rotzlöffel vollpöbeln lassen. Schon gar nicht von einem der eher Kommunist als Grüner ist.

      • „Schon gar nicht von einem der eher Kommunist als Grüner ist.“ Klingt, als wären „Kommunist“ und „Grüner“ ziemlich verschiedene Dinge. Finde ich nicht, ist im Wesentlichen dasselbe.

  • Die (gewollte ) Radikalisierung der Jugend schreitet weiter voran. Gilt für beide Seiten. Ein gespaltenes Volk lässt sich nun mal leichter regieren.

  • Als manchmal denkender Mensch gehört er dort auch einfach nicht hin.

  • Hat der Verfassungsschutz die Grüne Jugend eigentlich schon als linksextremistischen Beobachtungsfall eingestuft?

  • Braune Jugend muss es richtig heißen..

  • Wurde auch darauf geachtet das die Jugendlichen um 24.00 Uhr die Veranstaltung verlassen haben?
    Wurde auf die verbotene Abgabe von Alkohol oder Alkohol-Pops an diesen Personenkreis geachtet?

    Gesetz zum Schutz der Jugend.

  • Er ist „Rääääächts-äääääks-treeeeeem“!

    Fast würde ich sagen wollen: „Boris, willkommen bei uns!“.

    • Die Frage ist, ob Boris jetzt merkt, was für „Freunde“ er hatte, oder versucht, noch irgendwie Anschluss bei der Sekte zu finden.

    • Nee, die AfD kann Choleriker nicht brauchen ( „Gespräch“ zw. ihm und Frohnmaier – legendär)!

  • Ja Herr Palmer, da ist wohl bei der Erziehung des grünen Nachwuchses Einiges schief gelaufen.

    • Erziehung,bei den Grünschnäbeln???
      Kann nicht sein.

  • Jetzt wird der Özdemir
    Ministerpräsident im Ländle
    unter der Gnade der Grünen Jungend.

  • Die Grüne Jugend ist unbeschreiblich.
    Mao hätte seine helle Freude an ihr gehabt.

  • Hoffe, Unionswahlkämpfer wissen , dass sie diesen Vorfall für den nächsten Wahlkampf verwenden könnten.
    Wird Zeit, dass die Union sich abgewöhnt, linke Parteien als „sensible Schmuseparteien“
    zu behandeln — .

  • Mao wär so stolz gewesen…

  • „Außerdem wollen wir jetzt erst mal eine Debatte über Inhalte führen.“

    Danke, heute doch noch einen Lacher gehabt……

  • Es tut mir leid, aber das scheinen mir – wirklich – zum größten Teil keine normalen Menschen mehr zu sein. Das hat mit dem Einsatz für eine für richtig erkannte Sache nichts mehr zu tun. Das ist blindwütiger Fanatismus und nur schwach sublimierter Drang, Steine oder schlimmeres zu werfen oder anders, als nur mit Worten, auf andere Menschen loszugehen.

  • Merke: Der Feind liebt den Verrat, nicht den Verräter!

    Die Extremisten beherrschen das besonders gut. Müsste Palmer wissen und nicht heulen.

    Er sollte jetzt der CDU eine Koalition mit der AfD nahelegen.

  • Die Grüne Jugend/der Grüne Kindergarten wird Özdemir auch noch zu anderen Dingen motivieren. Das kommt davon, wenn man das link(sradikal)e Potenzial der eigenen Partei verdrängt.

  • Das die linksextremen der Grünen rabiat werden, hat man schon in der Gelbhaar Affaire mitbekommen.

  • Fitna unter den Grünenden, das werden spannende 5 Jahre für die Bonusmeilen.

  • Wo kämen die Grünen denn auch hin, wenn jetzt plötzlich ein grüner Politiker anfinge, selbst zu denken. Das wäre doch eine Katastrophe. Herrje, was für ein Saftladen.

  • Wenn jemand denken sollte es könnte nach den Grünen nicht NOCH schlimmer kommen, der sollte sich nur die grüne Jugend anschauen. Dann wird klar es geht noch viel schlimmer.

  • Da sieht man auch schon, welcher Wind Özdemir aus den eigenen Reihen entgegen wehen wird, wenn er eine wirtschaftsfreundliche Politik machen will. Auf der anderen Seite könnte die CDU jetzt einen auf „SPD in der Bundesregierung“ machen: „Özi, wenn Du Ministerpräsident werden willst, dann kriech uns erst einmal schön hinten rein.“ Özdemir müsste dann zwischen Skylla und Charybdis hindurchsegeln. Aber wahrscheinlich sind sie bei der CDU zu dumm dazu.

  • Ja, wenn Grünschnäbel eine Stimme bekommen die ihnen nicht zusteht, dann artet es so aus. Diese „Schnösel“ könnten von Bürgermeister Ryyan Alshebl lernen, vorausgesetzt sie haben den Verstand dazu. Palmer ist gut beraten parteilos zu bleiben. Mir ist schleierhaft wie man die Grünen wählen kann, nach der Ampel und all den gravierenden Fehlentscheidungen.

  • Die Retter der Vielfalt halten nichtmal einen normalen Bürger wie Herrn Palmer aus. Diese kleinen Clowns checken ihre eigenen Widersprüchlichkeiten nicht. Nur noch traurig und zeitgleich denkt man – oh Gott, wenn die in 10 Jahren auch dort oben angekommen…. Dann gute Nacht Realität!

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