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Spiegel-Interview

Gründerinnen: HateAid steht für „unsere europäischen Werte“

Im Spiegel-Interview beteuern die HateAid-Chefinnen, nichts mit Zensur zu tun zu haben – und lassen dabei einiges aus. Schließlich erklären sie, HateAid werde stellvertretend für „unsere europäischen Werte“ angegriffen.

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Josephine Ballon ist Co-Chefin von HateAid: „Unsere Arbeit hat nichts mit Zensur zu tun“ (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon, die Chefinnen der Organisation HateAid, haben sich in einem Interview mit dem Spiegel gegen Vorwürfe gewehrt, ihre Organisation würde Zensur betreiben. Das stimme „selbstverständlich nicht. Mit unserer Arbeit unterstützen wir Menschen, die im Internet angegriffen werden. Sie werden mit dem Tod bedroht, antisemitisch angefeindet oder erhalten Vergewaltigungsandrohungen“, erklärte von Hodenberg im Gespräch mit dem Magazin. „Oftmals handelt es sich hierbei um Straftaten.“

„Unsere Arbeit hat nichts mit Zensur zu tun“, beteuert auch Josephine Ballon. „Im Gegenteil, wir setzen uns dafür ein, dass die geltenden Gesetze im Internet umgesetzt werden und Menschen sich im Rahmen dieser Gesetze frei äußern können. Inhalte entfernen nur die Plattformen, und Strafverfolgung machen Polizei und Staatsanwaltschaft.“

Dass HateAid als „trusted flagger“ zentrales Instrument in einem halbstaatlichen und außergerichtlichen Komplex ist, der im Auftrag der Europäischen Union tatsächlich Zensur betreibt, möchten beide ungern offen sagen – sie seien in Wahrheit für Meinungsfreiheit, die man vor Hass im Netz schützen müsse. Eine Position, die HateAid immer wieder zu vertreten vorgibt.

Die Unternehmerinnen sind sich sicher, „dass wir offenbar mit unserer Arbeit einen Nerv getroffen haben. Es geht hier um mächtige ökonomische Interessen der Plattformen, die die konsequente Umsetzung der EU-Gesetzgebung viel Geld kosten würde. Und eine US-Regierung, die auf das Internet angewiesen ist, um politische Gegner einzuschüchtern. Mit unserer Arbeit für Menschenrechte stellen wir uns dem entgegen und haben auch keine Angst, uns mit den großen Techplattformen anzulegen“, so Anna-Lena von Hodenberg.

Sie sollten „zum Schweigen gebracht werden“, weil sie die US-Regierung kritisieren würden, erklärt Ballon. Sie würden sich auf „das Schlimmste“ vorbereiten, etwa, was weitere Sanktionen der USA angehen würde. Gleichzeitig bekunden sie: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“

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HateAid stehe für viel mehr als nur sich selbst – sondern für ganz Europa, führen die Gründerinnen zum Schluss aus. „Im Kern geht es nicht um uns als Personen, sondern um die europäische Souveränität und unsere europäischen Werte“, meint Anna-Lena von Hodenberg.

mro

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148 Kommentare

  • FRAU Ballon war bei 60 Minutes im Interview und erklärte dass freie Meinungsäußerung beschränkt werden müsste bzw. Eingegrenzt werden müsste. So viel zum Thema freie Meinungsäußerung. Das eigene Gift schmeckt halt nicht immer.

    166
    • Passt zu den Göttingern bei „60 Minutes“…

  • Freiheit generell und besonders die Freiheit der Meinung sind Werte und zwar absolute Werte, die niemals eingeschränkt werden dürfen, auch nicht mit der Ausrede sie seien „Fake“ oder „Hass“. Freiheit ist absolut. Punkt.
    Ist Freiheit ein europäischer Wert? Darüber kann man historisch trefflich streiten, denn freiheitsliebende Menschen sind in den letzten Jahrhunderten nach Amerika ausgewandert, um diesen Wert leben zu können.
    Europäisch scheint mir eher die Gleichmacherei zu sein … und die ist kein Wert, sondern ein Unwert, denn sie führt langfristig zur Unfreiheit … und auch das hat uns die Geschichte immer wieder gelehrt.

    • Die Grenzen setzt das StGB. Und ob es sich um einen Verstoss gegen das StGB handelt, das hat ein Gericht zu entscheiden.

      • So ist es und woher maßen sich irgendwelche Personen an über richtig und falsch zu entscheiden, das ist Sache der Justiz und nicht die Aufgabe von irgendwelchen selbsternannten Sauberfrauen und Saubermännern.

    • völlig richtig, wer lügt und beschließt muss auch die Reaktion Betroffener ertragen können

  • Ich sehe nur das sie für Ihre Werte steht. Kann sie, nur ihre Werte sind nicht meine Werte

  • >> HateAid werde stellvertretend für „unsere europäischen Werte“ angegriffen<<

    Das ist auf dem gleichen Niveau wie die Klage von Brosius-Gersdorf ihre Nichtwahl sei ein Angriff auf die Demokratie.

    214
    • Es ist vor allem völlig unkonkret. So funktioniert das Narrativ nämlich.

      • Eben, einfach nur BlaBla und jeder kann dann seine „Werte“ da einsetzen, damit es auch schön für viele Zielgrupppen funktioniert, die Propaganda. Hirnlose danken dann, dass man ihre Werte damit meint.

        • Unsere Werte?
          Nein, Eure Werte.
          Sprecht nicht für Andere.

          Immerhin gibt’s noch keine morgendlichen Hausbesuche.
          Also, heult leise.

          38
    • Ganz genau!!!

    • Wer sich anmaßt Werte im Besitz zu haben, zeigt deutlich wie unpassend jene sind.

      „UNSERE“ Werte definieren nicht eine Handvoll
      unsere Werte verteidigen nicht eine Handvoll
      unsere Demokratie gehört nicht eine Handvoll
      usw.

      Was regen sich diese selbsternannten „Welten- und Menschenverbesserer“ überhaupt auf, wenn man nicht mehr in ein Land einreisen darf, was man mehrfach verachtenswert selbst einstufte?

      Auch die Anmaßung (inkl. politische Deckung und Finanzierung) überhaupt Meinungen zu analysieren und auf rechtskonform zu prüfen und ggf. juristisch einzuklagen, zeigt doch das sie gar nicht mehr wissen was Zensur ist.

      Oder sie wissen es genau und erkannten ein unterdrückendes aber lukratives Geschäftsmodell.

      Letzteres ist wohl wahrscheinlicher.

    • Ist ja auch derselbe Mennschenschlag.

    • Mit „Werte“ meint sie natürlich, unsere nie versickernte Fleischtöpfe!

    • „ihre“ europäischen Werte eben. Das hat nicht unbedingt etwas mit der FDGO zu tun. Zu „ihren“ Werten gehören Zensur und Denunziation. Die Stasi 2.0 gibt sich eben nicht nicht nur das Attribut „antifaschistisch“ („Wer „Faschist“ ist, bestimmen wir!“), sodern missbraucht und vereinnahmt eben auch die Begriffe „demokratisch“ und „europäisch“…

    • Und dazu noch den geistigen Durchfall vom Steingeier!
      Wir haben fertig!

    • Hilfe für Hass auf Andersdenkende.

  • Nein, für meine Werte stehen die nicht.
    Meine Werte sind Freiheit und die Freiheit der offenen Rede!

  • „Unser“ als besitzanzeigendes Pronomen.

    Deren „Unser“ ist nicht meines.

  • Trump scheint einen Nerv getroffen zu haben. Ich hoffe das noch weitere Maßnahmen folgen werden.

  • „Ganz Europa“ schließt ja geografisch auch Teile Russlands ein.

  • Public Media + Public Markets stehen für rechtskonforme Digitalisierung und das europäisch vielfältige Wirtschafts- und Kulturmodell! Es sieht aus wie eine digitale Lokalzeitung, ist aber eine freiheitlich kuratierte offene Medienebene, die „Publizieren & Sichtbar werden für Alle“ ermöglicht!

    Hier gibt es auch Hilfe bei Wut & Frust: nennt sich „Rage-Aid“ und holt Menschen dort ab,, wo sie stehen und eröffnet neue Inspirationen & Zukunftspfade:

    Rage Aid: Wut verstehen und handeln!
    https://www.berlin-mitte-zeitung.de/rage-aid-wut-verstehen-und-handeln/

    Jede Lokalredaktion in der EU lkann es übernehmen per CC BY-SA 4.0!

    Vor allem kann jede Lokalpresse-Redaktion wieder zur 4. Gewalt werden:

    Public Media: Compliance & Honorare & Tarife
    https://www.berlin-mitte-zeitung.de/public-media-compliance-honorare-tarife/

    Politiker müssen sich daran gewöhnen, Lokaljournalismus und dauerbeobachtenden Journalismus direkt zu finanzieren, genau wie Rechtsanwälte & PR-Agenturen!

  • Ich lebe nach deutschen Werten, europäische Werte kenne ich nicht!

    • Geh mal zum Italiener ne Pizza essen, der erklärt Dir das 😉

      -45
      • Der Italiener lebt eventuell auch in erster Linie nach italienischen Werten ? Was dann ?

        • Godzilla , Du langweilst mit Deinem ‚Alles und Nichts Gesagtem‘ hier. Und Deinen … 😉🙂😉🙂😉

          11
        • Ne, das sind dann immer noch italienische Werte und nennt sich Parallelwelt. Godzilla lebte ja auch nach seinen Werten in Japan.
          Kaum jemand würde aber behaupten, dass Godzilla japanische Werte wie Bescheidenheit und Demut vertritt.
          @ Redaktion. Ernsthaft? Parallelwelt steht auf dem Index? Oder doch eher Demut? Oder Godzilla?
          Lächerlich. Sorry, keine Spenden für euch, so lange ihr eure hirnverbrannte KI Überprüfung nicht anpasst.

          0
        • Als Italiener mit Pizzeria in Deutschland soll er sehr gern seine Italienischen Werte leben.
          Genau das ist dann eben europäisch 🙂

          -2
      • Wüsste nicht was an Pizza italienisch sein soll!

  • „unsere Demokratie“, „unser Grundgesetz“, „unsere europäischen Werte“ usw.

    • Es geht nicht mehr um Dich oder Mich es geht nur noch um „unser“, alles wird der Pluralität unterworfen und das singuläre Individuum soll vernichtet werden. Merkt Ihr was?

  • HateAide, Hass-Hilfe, erlaubt zwei gegensätzliche Lesarten, und daher ist der doofe Name nicht falsch gewählt.

  • Europäische Werte? Was soll das sein?

    • Ein Phantasie-Narrativ genauso wie „Hasskriminalität“.

  • „unsere europäischen Werte“

    Aber wer gehört denn jetzt alles zu „uns“?🤔

    • Die weißen, konservativen, kritischen Steuer-Abgaben-BioDeutschen auf jeden Fall nicht!

  • Bei Achgut.com gibt es auch einen guten Beitrag. „Die Sanktionen der anderen“

  • Interessant ist ja die Konfiguration der vermeintlichen Werte. Lediglich die politische Strömung ist ausschlaggebend. Herabsetzung anderer Menschen erscheint geduldet, sogar erwünscht.

  • Diese Personen leben alle in ihrer ganz eigenen Blase – die glauben das wahrscheinlich was sie hier zum Besten geben

    • Das Problem mit den Blasen ist halt, wenn die genug Leute da mit reinziehen können… was immer öfter passiert, dann haben wir ein echtes Problem.
      Siehe Klima, Geschlechter, Genderschwachsinn usw.

    • Nö, das glauben sie nicht. Merkt man bereits an der Winkeladvokatie ihrer Sprache. Um so zu formulieren, muss man schonmal gedanklich die Gegenargumente durchgespielt haben. Wenn man das hat, weis man, dass man versucht mit sprachlichen Taschenspielertricks zu überzeugen.

      (schon alleine das besitzanzeigende Fürwort „unsere“ spricht hier Bände).

    • Vielleicht können sie nichts anderes?
      Das ist ja heute eine beliebte Vorgangsweise im rotgrünen Milieu: „Gründe einen Verein und werde selbst Geschäftsführer“. Dann noch etwas Vitamin „B“ und der staatliche Rubel rollt.

      Derlei überflüssige Organisationen gibt es zu viele. Dafür darf der Staat prinzipiell kein Geld ausgeben.

  • Die Werte von Zensursular, das mag schon sein.

  • Ist das Zufall, dass die Hodenberg und Ballon heissen? 🤔

    • Genau so ein Zufall wie der Name Olga Machslochoff .

  • Ist HateAid nicht eine Art Aneignung fremder Kulturen? Dazu gehören nicht nur Rasterlocken, sondern auch die Sprachen, oder?

  • Mir kommen gleich die Tränen, was versteht diese Frau eigentlich unter freier Meinungsäußerung?

  • Diese Aussagen, dass diese Leute für „unsere europäischen Werte“ stehen, darf man nicht mehr gelten lassen. Die stehen absolut nicht für MEINE Werte, sondern nur für die Ideologie einer Minderheit. Europäische Werte sind z. B der Common Sense und andere und davon spürt und sieht man nichts bei diese woken, im Gegenteil, was sie tun wiederspricht den wirklichen europäischen Werten.

    • Sie stehen für „unsere europäischen Werte“ wie Politiker, mit einer totalitären Neigung für „unsere Demokratie“.

    • die Werte einer verbrecherischer Bande mit Nestbeschmutzern und Volksverhetzern

  • Zensur steht jetzt für die europäischen Werte?

  • Zwar forderte der spätere Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, noch im Jahr 2003, „selbst tragende Strukturen“ von Menschenhand herzustellen. Angesichts dessen, dass die unendlich vielen Ausdehnungen der Welt stets „durch einander“, wie der Soziologe Georg Simmel spätestens vor weit über einem Jahrhundert anmerkt, von Anfang an bereits einen tragenden Zusammenhang bilden, finanziert die öffentliche Hand heutzutage damit nichts weiter als das, was in der einschlägigen Literatur dadurch längst als Pseudoaktivität kritisiert ist. Wenn man so will, könnte daraus geschlussfolgert werden, dass nicht zuletzt an eine Organisation wie HateAid in Wirklichkeit zuhauf Steuergeld für bloße Nicht-Arbeit ausgezahlt wird. Fraglich wäre dann, warum von Staats wegen das Begehen des insofern offenkundigen und wissenschaftlich als solchem auch künftig inkriminierten „Anfängerfehlers“ zulasten der Allgemeinheit fortwährend eine materiell überaus üppige Förderung erfährt?

  • Es heißt doch immer dass keine Zensur stattfindet. Jeder darf alles sagen, nur muss er mit Konsequenzen rechnen. Nun bei HateAid ist es genau das was sie propagieren. HateAid darf weiterhin Tun und Lassen was sie wollen, sie müssen nur mit Konsequenzen rechnen.

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