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Rettungsdienst überlastet

Glatteiskrise in Berlin: Mehr als doppelt so viele Sturzunfälle wie normalerweise

Durch den anhaltenden Frost hat sich die Zahl der sturzbedingten Rettungseinsätze in Berlin mehr als verdoppelt. Nach einer Gerichtsentscheidung wurde der Streusalzeinsatz auf Gehwegen wieder verboten.

Aufgrund der Witterungsbedingungen bleibt die Einsatzlage der Berliner Rettungskräfte angespannt (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Die anhaltende Glätte in Berlin sorgt weiterhin für eine außergewöhnliche Belastung der Rettungskräfte. Allein in der letzten Januarwoche verzeichnete die Feuerwehr rund 3.000 Einsätze aufgrund sturzbedingter Unfälle, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr Apollo News mitteilte.

Zwar lasse sich in der offiziellen Statistik nicht eindeutig ausweisen, welche Fälle unmittelbar auf die Glatteislage zurückzuführen sind. Ein Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum verdeutlicht jedoch die besondere Situation: Üblicherweise werden in diesem Zeitraum rund 1.400 vergleichbare Einsätze registriert – die Fallzahl hat sich damit mehr als verdoppelt.

Auch die allgemeine Auslastung der Rettungskräfte bleibt enorm hoch. In der vergangenen Woche rief die Feuerwehrleitstelle bereits mehrfach die vormals als „Ausnahmezustand“ bezeichnete Auslastungsstufe 3 aus – sie greift, wenn zeitgleich nur noch zehn oder weniger Rettungswagen ohne Einsatz sind (Apollo News berichtete). Zwischendurch entspannte sich die Lage kurzzeitig, inzwischen haben die Einsätze jedoch wieder deutlich zugenommen. Nach Angaben der Feuerwehr musste in den vergangenen Tagen erneut die Auslastungsstufe 3 ausgerufen werden, zuletzt am Freitagmorgen.

In einem internen Dankschreiben, das der Berliner Zeitung vorliegt, spricht Feuerwehrchef Karsten Homrighausen von insgesamt 51.259 Einsätzen im Januar – „der einsatzreichste Monat in der Geschichte der Berliner Feuerwehr“. Neben der Glättelage dürfte dabei jedoch auch der mehrtägige Stromausfall im Berliner Südwesten Anfang des Monats eine Rolle gespielt haben. Im Vorjahreszeitraum sei es lediglich zu rund 48.000 Einsätzen gekommen, so ein Feuerwehrsprecher gegenüber Apollo News.

Hintergrund des anhaltenden Winterchaos in Berlin ist auch die politische und rechtliche Lage rund um den Streusalzeinsatz. So darf Streusalz in Berlin grundsätzlich nur von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) und nur auf wichtigen Hauptstraßen eingesetzt werden. In der Praxis führt das dazu, dass Nebenstraßen und Gehwege vielerorts spiegelglatt und teils kaum passierbar sind.

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Zwischenzeitlich versuchte der Senat, das Streusalzverbot per Allgemeinverfügung vorübergehend auszusetzen. Nach einer Klage des Naturschutzbundes wurde diese Regelung jedoch Anfang dieser Woche wieder aufgehoben – seither spitzt sich die Situation erneut zu (Apollo News berichtete).

Mittlerweile hat sich die Koalition auf ein Gesetz geeinigt, das eine Aufhebung des Streusalzverbots in Ausnahmefällen ermöglichen soll. Da die Abstimmung jedoch erst in etwa drei Wochen erwartet wird und die Wetterlage angespannt bleibt, ist kurzfristig kaum mit Entlastung zu rechnen (Apollo News berichtete).

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41 Kommentare

  • Hauptsache die Bäume und die Blattläuse sind gerettet !

    • NABU und Naturschutz ist ohnehin mittlerweile eher eine schizophrene Verbindung. Wenn es dem NABU nutzt oder er Geld damit verdienen kann, dann ist ihm der Schutz der Natur vollkommen egal. Ich habe es noch nicht erlebt, dass der NABU Massen gegen Windräder auf die Straße gebracht hat. Dabei sind die Schäden durch deren Bau weitaus größer als durch etwas Streusalz auf vereisten Flächen in Wohngebieten.

    • Die von einer kurzfristigen „Streusalz-Aktion“ eh nur rudimentär betroffen wären….

  • Geht lieber Tennis spielen, -der Boden ist in der Halle extra geheizt.

    • mit klimaneutralem hertransportierten us lng ( segelschiff )

  • Ob der NABU wohl nächstes Jahr noch mehr Mitgliedsbeiträge von den Berlinern bekommt, oder der Steuerzahler noch bissl tiefer ins Portmonaie greifen darf? Und wird Kai Wegner Wimbledon gewinnen? Es bleibt spannend. 🙂 🙂 🙂

    • Wahrscheinlich nicht. Die Omas sind einfach nur ausgerutscht und sehen da keine Verbindung zum NABU, und der Wegner kam nicht zum Tennisplatz um mit seiner Lebensgefährtin zu üben, welche sicherlich ein guter Trainingspartner ist.

    • Was wohl passiert, wenn die OMAS GEGEN RÄÄCHTS sich wegen linksradikaler Politik die Knochen brechen?

      • Am besten wäre es doch, wenn die Omas jetzt gegen General Winter demonstrieren würden, dann wäre allen geholfen. Möchte dann gerne mit Sofakissen am Fenster beim Purzeln zuschauen.

  • Und da fragt man sich ernsthaft warum in Berlin immer weniger Touristen „aufschlagen“. Hoppla, schlechte Wortwahl…. vorbeischauen 😉

  • Ich hoffe, die Gestürzten erfreuen sich an der Gesundheit der Straßenbäume!!

  • Nebenbei
    Großeinsatz aktuell in Sonthofen (Allgäu)
    SEK eingetroffen – Anwohner sollen in ihren Wohnungen bleiben
    In Sonthofen ist die Polizei zu einem größeren Einsatz in die Hirschstraße ausgerückt. Der Hintergrund ist eine Bedrohungslage, Gefahr für die Bevölkerung bestehe aber keine…
    Die Rechtsmedizin hat es bestätigt:
    Rechtsmedizin hat es bestätigt: Der 14-jährige Yosef (Dormagen) wurde Opfer eines Mordes. Er starb an mehreren Stich- und Schnittverletzungen.
    Aus Gründen des Persönlichkeits- und Jugendschutzes gaben Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst keine weiteren Informationen bekannt.
    Nach dpa-Informationen handelt es sich um einen zwölf Jahre alten Jungen mit deutscher Nationalität.

  • Zitat:Glatteiskrise in Berlin: Mehr als doppelt so viele Sturzunfälle wie normalerweise…

    Antwort:…Dafür stehe ich mit Meinem Namen!

    gez.K.Wegener

  • Wenn man länger auf den Rettungswagen wartet, kann man über seine politische Orientierung und sein zukünftiges Wahlverhalten sinnieren.

  • Schilda lässt grüssen

  • Interessiert es noch jemanden? Sollen die doch gerade machen was sie wollen in Berlin, denn sicher werden die wieder gewählt!

  • hm,die Abgeordneten einberufen und eine Notsitzung sofort durchzuführen,wäre wahrscheinlich Verfassungswidrig,oder?
    Abgeordnetenteilzeit oder Urlaubsplanung zählt warscheinlich höher in Berlin 🙂

  • Die Wahrscheinlichkeit in Berlin über die Regenbogenbrücke zu gehen ist so schon exorbitant hoch.

  • gelöscht

  • Nun ist´s aber genug liebe Redaktion, gibt es keine anderen wichtige Themen mehr, als das Glatteis in Berlin.

  • Politik, vor allem im Reichshauptslum, ist mittlerweile eine Kreuzung aus Till Eulenspiegel und Idiocrazy. Noch vor 20 Jahren hätte man Drehbücher mit so einem Inhalt als unrealistischen Unfug abgetan.

  • Das Bild ist aus Hamburg- man Eure Fauxpas werden auch immer schräger!

  • Läuft gut in Berlin. Wählt weiter Linke!🤮

  • vorm Bundestag ist wohl Fußbodenheizung….weil noch keiner von den Obrigkeiten einen Bruch erlebt hat?

  • einmauern wie vor 89 dieses kalkutta 2.0 .

  • Nun streuen die dummen Berliner tonnenweise Sand.
    Die Kanalisation dankt es umgehend.
    Ich höre schon das Fluchen bei stärkeren Regenfällen…

    • Genau, Knochenbrüche sind da viel besser.

    • Bessere Lösung des Problems:

      Eine Absperrung vom Gehweg mittels Absperrband im Bereich des privaten Grundstücks mit je einem Hinweisschild an den Kopfenden: „Kein Winterdienst im abgesperrten Bereich. Betreten auf eigene Gefahr.“

  • Sicher hat sich der NABU-Naturschutzbund bereiterklärt, für die Sturzunfälle haftbar gemacht werden zu können. Darauf haben die Berliner Nullen ja wohl bestanden, als Gegenleistung. Wenn der NABU für die Sicherheit der Bürger verantwortlich ist, sich darüber stellt und sich die Berliner Pfeifen das gefallen lassen, dann dient das nur einem höheren Ziel, dem Naturschutz. Also immer weiter so: Rettet das Eis vor den Menschen. (Satire aus).

  • Die Betroffenen sollten direkt Anzeige erstatten gegen Wegner, das Land Berlin und vor allem gegen die DUH, Greenpeace, NABU und wie sie sich alle schimpfen wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung.

  • so wie das hier aussieht,sind b amte gegen verstands entscheidungen,die frage,gilt meiner meinung ,vermutlich hier klappe halten und pension retten,bzw 4 jahre verbeamtung rumbekommen um pensionsansprüche zu bekommen,erschreckend ,diese einstellung,wir sind kein volk,sehe ich auch an den pensions ansprüchen nach 4 jahren beamten tätigkeit,eine schweinerei

  • Ich hoffe die gestürzten waren alles Grünen Wähler.

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