Berlin
„Faschistische Forderungen aus der Hölle“: Widersetzen will Marsch für das Leben „sabotieren“
Das Antifa-Bündnis Widersetzen hat angekündigt, den Marsch für das Leben in Berlin zu "sabotieren". Als Teil des Bündnisses What the Fuck wolle man gegen "faschistische Forderungen aus der Hölle" auf die Straße gehen.
Das Antifa-Bündnis Widersetzen hat zu Protesten gegen den am Samstag stattfindenden „Marsch für das Leben“ in Berlin aufgerufen. Unter der Losung „Marsch für das Leben sabotieren“ mobilisiert Widersetzen Berlin für eine Gegenaktion am Washingtonplatz. Den Teilnehmern der Lebensrechtsdemonstration wirft das Bündnis unter anderem Queerfeindlichkeit sowie den Versuch vor, Schwangerschaftsabbrüche zu verbieten und ein bestimmtes Familienbild durchsetzen zu wollen.
Widersetzen ist nach eigenen Angaben Teil des Bündnisses „What the Fuck“. In seinem Aufruf kündigt der Berliner Ableger an, am Samstag um 11 Uhr am Washingtonplatz auf die Straße zu gehen. Der „Marsch für das Leben“ finde jedes Jahr in Berlin und anderen Städten statt. Aus Sicht von Widersetzen handele es sich dagegen um einen „Marsch für Queerfeindlichkeit, Entmündigung freier Entscheidungen zum Schwangerschaftsabbruch und Vorantreiben eines bestimmten Familienbildes – klassisch Mutter, Vater, Kind eben“.
Das Bündnis begründet seine Teilnahme an den Gegenprotesten auf Instagram mit seinem eigenen politischen Selbstverständnis. Widersetzen stehe „für queerfeministische Kämpfe“ ein und halte die „Instrumentalisierung von weiblichen Körpern und Schwangerschaften für faschistische Narrative“ für „beschämend“. Deshalb werde man sich an den Protesten beteiligen.
Deutlich schärfer fällt die Wortwahl in einem von Widersetzen verbreiteten Beitragsbild aus. Bereits dessen Überschrift lautet: „Marsch für das Leben sabotieren“. Darin heißt es: „Am Samstag wollen christliche FundamentalistInnen, Konservative und extreme Rechte bei dem sogenannten ‚Marsch für das Leben‘ wieder durch Berlin-Mitte laufen.“
Widersetzen stellt dabei auch die Selbstbezeichnung der Veranstalter als Lebensrechtler grundsätzlich infrage. „Für diese Menschen bedeutet ‚Für das Leben sein‘ und ‚Lebensschutz‘: Hass gegen queeres Leben schüren, Schwangerschaftsabbrüche verbieten und vorgeben, was Familie ist“, behauptet das Antifa-Bündnis in dem Aufruf.
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Der Bundesverband Lebensrecht (BVL), der den „Marsch für das Leben“ veranstaltet, beschreibt die Demonstration als eine „friedliche, lebenszugewandte Großveranstaltung für die universale Menschenwürde und das Lebensrecht jedes Menschen von seiner Zeugung bis zum natürlichen Tod“.
Der 2001 gegründete und in Berlin ansässige Verband erklärt, auf Grundlage des „christlichen Menschenbildes“, des Grundgesetzes sowie „auf ethischer und wissenschaftlicher Basis“ zu arbeiten. Er beschäftige sich fachlich mit verschiedenen Bereichen der Bioethik und sei im Lobbyregister des Bundestages eingetragen. Zugleich bezeichnet sich der BVL ausdrücklich als „überparteilich, unabhängig und konfessionell nicht gebunden“. Teilnehmen könne jeder, der die Grundlagen und Ziele des Verbandes vertrete.
Der Gegensatz zwischen Selbst- und Fremdbeschreibung ist damit erheblich: Während Widersetzen von „christlichen FundamentalistInnen, Konservativen und extremen Rechten“ sowie „faschistischen Forderungen aus der Hölle“ spricht, bezeichnet der Veranstalter seine Demonstration als überparteilich und friedlich und stellt das Lebensrecht von der Zeugung bis zum natürlichen Tod in den Mittelpunkt. Die politischen Bewertungen in Widersetzens Aufruf stammen von dem Antifa-Bündnis; aus den vorliegenden Quellen ergibt sich nicht, dass der BVL diese Charakterisierung teilt.
Die Veranstaltung findet in Berlin bereits seit 2002 statt. Zunächst wurde sie alle zwei Jahre organisiert, seit 2008 jährlich. Nach Angaben des BVL handelt es sich in diesem Jahr um den 22. „Marsch für das Leben“ in der Hauptstadt. Seit 2023 gibt es parallel eine jährliche Veranstaltung in Köln. Der Berliner Marsch beginnt auf dem Washingtonplatz am Hauptbahnhof – also an demselben Ort, zu dem auch Widersetzen für den Gegenprotest mobilisiert.
Geplant ist zunächst eine 40 bis 60 Minuten dauernde Podiumsveranstaltung mit Fachinformationen, persönlichen Erfahrungen, Projektvorstellungen sowie künstlerischen und musikalischen Beiträgen. Anschließend ziehen die Teilnehmer hinter einem Banner des Bundesverbandes Lebensrecht durch die Stadt. Die Strecke soll rund drei Kilometer lang sein und etwa 90 Minuten dauern. In Berlin endet die Veranstaltung mit einer Andacht und einem Reisesegen.
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Ich hatte den letzten Marsch live durch einen Streamer verfolgt, was man dort gesehen hat glaubt man nicht wenn man es nicht sieht, daher kann ich nur jeden immer empfehlen sich solche „Gegendemos“ mal live vom Sofa anzuschauen.
Ich erinnere mich immernoch gut an eine Gruppe „Gegendemonstranten“ die einge Gruppe der Demonstranten bestehend aus mehreren jungen Eltern mit ihren kleinen Kindern zurief „hätte man euch alle doch lieber abgetrieben!“. Mal abgesehen dass das moralisch vollkommen daneben ist, wie ist das in DE möglich. Art 1 GG schützt die Ehre einer Person. Nichts ist mehr entehrend oder menschenfeindlich als eine nachträgliche Vernichtung noch im Mutterleib zu fordern. Wie kann das straffrei in DE sein?
Daher kann ich auch immer wieder nur sagen: Recht wird in DE selektiv angewandt, je nachdem zu welcher sozialen Gruppe du gehörst.
„… moralisch vollkommen daneben …“: Ja, man fragt sich unwillkürlich, wo der abgrundtiefe Hass dieser Menschen herrührt. Was ist da schiefgelaufen? Wenn man hört, wie die sich auf Familien einschießen, ist es naheliegend anzunehmen, dass sie selbst aus verkorksten Verhältnissen kommen. Aber das erklärt nicht alles. Nicht jeder mit einer schwierigen Kindheit wird zum ethisch und moralisch Verwahrlosten. Es braucht noch einen Hang zur Gewalt, eine Offenheit für linksradikalen Hass und eine Affinität zum … ja, zum Bösen.
@Alluskewitz
Da bekommt ein anderer beliebter Spruch bei der Veranstaltung: „Eure Kinder werden mal so wie wir!“ Noch mal ein ganz anderes Geschmäckle…
Art 1 GG greift hier nicht, da es sich um die Auseinandersetzung zwischen Grundrechtsträgern handelt. Dennoch kann man natürlich sehr schön sehen, wes Geistes Kind die AntiFa ist. Da es nicht der Geist Gottes ist, bleibt nicht mehr viel Auswahl übrig.
PS: der Gulag ist eine linke Erfindung.
@Nie wieder Sozialismus
Danke für den Beitrag. Ich bin kein Jurist und Art. 1 GG ist das was mir bei sowas als erstes in den Sinn kommt. Dennoch: wie kann Pinocchio oder die letzte Eskapade „… ist der Stammbaum rund“ eine ehrverletzende Äußerung sein aber die nachträgliche Vernichtung einer Person zu fordern ist vollkommen legal und freie Meinung? Kann mir vielleicht jemand mit mehr Fachexpertiese erklären…
Der Geist Gottes, was ein Bullshit!
@So ist es und nicht anders
Ich sehe hier nur einen Bullshiter, raten Sie mal wen.
In Sachen Schwangerschaftsabbruch sind sie selbst ihre besten Argumente.
Richtig und diese Gestalten sollten mal darüber nachdenken, wie sie in ihrem Selbsthass die „Konsequenzen“ ziehen könnten. Niemand benötigt diese Satanisten, nichts anderes sind die.
Es geht aber denen nicht wirklich um die Sache als solche !
Es geht um die grundsätzliche Zerstörung von Ethik und Moral in der Gesellschaft ! Man will unser Land über Verwahrlosung Einschüchterung Anarchie und Angst zerstören .
Ähnlich des Gesellschaftlichen Zustandes Mai 1945 .
„Auferstanden aus Ruinen“ ist keine Floskel Sondern der Plan für den Umsturz und der DDR 2.0
nicht meine Hauptstadt!
Keine Frau muss heutzutage ungewollt schwanger werden. Es gibt genügend Mittel um das zu verhindern.
Wenn man natürlich wild durch die Gegend, mit jedem der gerade will, ungeschützt schläft, ist eine Schwangerschaft unvermeidlich.
Für mich ist es Mord eine Schwangerschaft zu beenden, nur weil es gerade unpassend ist.
Gründe die einen Abbruch rechtfertigen wäre, wenn die Gesundheit der Mutter in Gefahr ist, oder nach einer Vergewaltigung.
Jede Frau kann eine ungewollte Schwangerschaft verhindern, und dann ein ausschweifendes Leben führen, ganz wie sie will.
Erzählen Sie doch bitte das dem 14 Jahre alten Mädchen, was gerade vergewaltigt wurde….
Lesen Sie was ich geschrieben habe, nach einer Vergewaltigung ist ein Abbruch moralich vertretbar.
@Hera
Diesen Menschen geht es nicht um Inhalte oder Diskussionsbereiche. Sie sind gegen Schwangerschaftsabbrüche also müssen sie für Vergewaltigungen sein, eine radikale Rechte, Fundamentalistin, [hier weitere Buzzwords einfügen], …
Das es sich bei einer Schwangerschaft um eine Reihe von Konsequenzen aus nicht oder, in diesem Sinne, falsch getroffenen Entscheidungen handelt (wie Sie es angesprochen haben, nicht verhütet) ist egal, da der Sinn der ganzen Sache ja einfach nur Konsequenzvermeidung ist.
Interessant finde ich ja auch immer der Feminismus dabei. Im Standardfall hat Frau selbstbestimmt mehrere Entscheidungen bis zu diesen Punkt getroffen, diese sind aber nun egal? Interessant…
@So ist es und nicht anders: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
Der Anteil von Schwangerschaftsabbrüchen wegen kriminologischer Indikation liegt bei 0,1 % (rund 85 von 100.000 im Jahre 2025).
@So ist es und nicht anders
Für solche und andere Fälle haben wir bereits alle denkbar möglichen Ausnahmeregelungen. Wenn Dumme mitdiskutieren, wird es echt eine Qual.
Ich weiß, es ist schwer bis unmöglich, aber versucht doch mal, irgendetwas Positives über die gefallene Stadt zu bringen – und sei es noch so klitzeklein…
Vielleicht: auch für Berlin geht morgens die Sonne auf!?
„Ich ess ein Berliner“
Diese Antifabündnisse sind exakt dieselben Leute, mit denen die Kirchenfunktionäre im Kampf gegen die AfD zusammenarbeiten.
Ob die jemals verstehen werden, wer ihre wirklichen Feinde sind? Was sagen Sie dazu Msgr Feige?
Ich glaube Sie haben da was missverstanden. Kirchfunktionäre und Antifa sind eher so was wie Kumpels.
Ob die Teilnehmer von „What the Fuck“ wohl alle glauben Wunschkinder gewesen zu sein?
Typisch Kommunisten: Verfälschung von Sachverhalten. Es wird so getan, als ob die Forderung für (!) die Erhaltung des Lebens das Gegenteil für andere wäre. Das ist logisch absurd. Genausogut könnte man behaupten, daß jemand der den Genuß von Rotwein propagiere („für“) automatisch damit Weißwein diskrimieren würde („gegen“). Das ist absurd. Eine Unterstellung, eine Behauptung. Nichts weiter.
„Aus der Hölle?“ Das scheint mir auf mir eher auf die linken Schläger der Antifa zuzutreffen. Das das töten von Babys in dieser Form überhaupt möglich sein soll. ist ein Verbrechen.
Jetzt noch B- und C- Promis aktivieren, die in ihren Bretterbuden schon sehnsüchtig auf neue Einnahmequellen warten.
„Aus der Hölle“? Da kommen wohl eher die linksextremen Forderungen nach vorgeburtlicher Kindstötung und Euthanasie her.
Immerhin.
Sie halten ihr Level.
„Faschist“ oder „faschistisch“ in mindestens jedem zweiten Satz.
„Repetitio compulsiva faschisticus“
Die Kommentarspalte ist hier wie Taubenschach!
Ich bin 62 Jahre alt und habe die Abtreibungsversuche meiner Mutter mit Stricknadeln und in Rotwein baden überlebt! Kinder haben ein Recht auf Leben! Abtreibung sollte nur in Ausnahmefällen erlaubt sein.
Wer finanziert die linksextremen Freaks von „Widersetzen“ eigentlich, die mit faschistoidem Methoden angebliche Faschisten „bekämpfen“?
Da „Widersetzen“ ein loses Aktionsbündnis und kein eingetragener Verein ist, läuft die finanzielle Verwaltung über etablierte Organisationen. (taz)
Laut Eigenauskunft Spenden.
Wenn nackte Perverse in Windeln in Berlin vor Kindern tanzen, „widersetzt“ sich dieses völlig nutzlose Antifa-Bündnis nicht. In der Schule war die Anweisung bei diesem Bündnis vom Lehrer immer: „wieder setzen“, dann die Karrieren als Klimakleber oder Beschmierer von Kunstgemälden und Randalierer bei AFD-Veranstaltungen.. Jedenfalls alles unnütze Protestaktionen mit teils strafbaren Handlungen. Wenn da nicht die Milde der Richter wäre…
Die brauchen sehhhhhhhhr viele Tabletten.
Widersetzen ist eine Terroristen Bande..
Und so muss der Abschaum auch behandelt werden..
Naja, mal ausnahmsweise ein Punkt, wo die Antifa richtig liegt!
Erst überlegen dann schreiben!
Warum? Sind christliche Fundamentalisten nicht etwa genauso uberflüssig wie Islamisten?
Vergleichen Sie bitte mal die Anzahl von Anschlägen auf „Ungläubige“ durch christliche Fundamentalisten einerseits und Islamisten andererseits.
@So ist es und nicht anders
Interessant: Für das Leben ist christlicher Fundamentalismus und damit so überflüssig wie Christen-mordende Islamisten.
Da würde ich an deiner Stelle noch mal scharf drüber nachdenken.
… also falls dein Intellekt da mitmacht.