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England

Preis für „Versöhnung“: Erzbischöfin ehrte Islamgelehrten, der Todesstrafe für Blasphemie verteidigt

Die Erzbischöfin von Canterbury hatte den pakistanischen Islamgelehrten Tahir Ashrafi für „Versöhnung und interreligiöse Zusammenarbeit“ ausgezeichnet, bevor sie ihn wieder aberkannt hat. Ashrafi verteidigt seit Jahren das Blasphemiegesetz seines Landes.

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Der pakistanische Islamgelehrte Tahir Ashrafi wurde für „Versöhnung und interreligiöse Zusammenarbeit“ ausgezeichnet. (IMAGO/Newscom World)

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Die Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally, hatte am vergangenen Freitag den pakistanischen Islamgelehrten Hafiz Muhammad Tahir Mehmood Ashrafi mit einem Preis für Versöhnung und interreligiöse Zusammenarbeit ausgezeichnet, bevor sie ihm diesen wieder aberkannte, nachdem seine Aussagen über den al-Qaida-Terroristen Osama bin Laden bekannt geworden waren.

Ashrafi hatte 2007 im Streit um die britische Ritterwürde für den Schriftsteller Salman Rushdie angekündigt, Osama bin Laden mit dem islamischen Ehrentitel „Saifullah“, zu Deutsch „Schwert Gottes“, auszuzeichnen. Der damalige Vorsitzende des Pakistan Ulema Council erklärte, damit auf die Ehrung Rushdies reagieren zu wollen.

Ausgerechnet am 11. September 2026, dem 25. Jahrestag der islamistischen Terroranschläge auf die Vereinigten Staaten, hatte Mullally Ashrafi im Lambeth Palace den „Hubert Walter Award for Reconciliation and Interfaith Cooperation“ überreicht. Mit dem Preis werden besondere Verdienste um Versöhnung und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Religionen gewürdigt. Ashrafi war einer von insgesamt 27 Preisträgern.

Am Donnerstag teilte der Lambeth Palace dann mit, den Preis wieder zurückzuziehen. Die Auszeichnung sei ursprünglich für Ashrafis langjährige Unterstützung religiöser Minderheiten in Pakistan, insbesondere der christlichen Gemeinschaft, vergeben worden. Frühere Äußerungen Ashrafis seien jedoch bekannt geworden und hätten zu einer Neubewertung geführt.

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Ashrafi erklärte daraufhin, seine Äußerungen zu bin Laden seien ohne den nötigen Kontext wiedergegeben worden. Seine damalige Aussage sei keine Unterstützung bin Ladens gewesen. Er habe lediglich verdeutlichen wollen, wie die britische Ehrung Rushdies auf viele Muslime gewirkt habe. Der angekündigte Titel sei bin Laden zudem nie tatsächlich verliehen worden.

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Ashrafi tritt jedoch zugleich seit Jahren für den Erhalt der scharfen pakistanischen Blasphemiegesetze ein. Menschen, die andere fälschlich der Blasphemie beschuldigten, wollte Ashrafi ebenfalls mit dem Tod bestrafen lassen. Für sie solle dieselbe Strafe gelten wie für diejenigen, die wegen Blasphemie verurteilt werden.

2023 erklärte er nach Angaben der staatlichen pakistanischen Nachrichtenagentur APP, das Blasphemiegesetz sei in der Geschichte des Landes „noch nie missbraucht“ worden. Die Gesetze müssten auch künftig „um jeden Preis“ geschützt werden.

Menschenrechtsorganisationen widersprechen dieser Darstellung. Human Rights Watch dokumentierte 2.025 Fälle, in denen Blasphemievorwürfe unter anderem für persönliche Fehden, Erpressung und die Aneignung von Grundstücken eingesetzt worden sein sollen. Angehörige religiöser Minderheiten seien davon besonders betroffen.

Ashrafi ist Vorsitzender des Pakistan Ulema Council und derzeit Koordinator des National Paigham-e-Aman Committee. Das Gremium soll nach Angaben pakistanischer Stellen religiöse Toleranz, interreligiöse Verständigung und den Kampf gegen Extremismus fördern.

Das pakistanische Strafrecht sieht für die Verunglimpfung Mohammeds die Todesstrafe vor. Paragraf 295-C des Strafgesetzbuches bestimmt, dass entsprechende Äußerungen oder Darstellungen mit dem Tod bestraft werden; zusätzlich kann eine Geldstrafe verhängt werden. Bislang wurde in Pakistan zwar niemand wegen Blasphemie hingerichtet, mehrfach wurden jedoch Todesurteile verhängt.

Ashrafi hat sich gleichzeitig wiederholt gegen Lynchjustiz und falsche Blasphemievorwürfe ausgesprochen. Bereits 2013 kritisierte er den Missbrauch des Gesetzes und forderte deshalb harte Strafen auch für falsche Beschuldiger. Später erklärte er erneut, niemand dürfe das Gesetz aus persönlichen oder politischen Motiven missbrauchen.

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61 Kommentare

  • Großbritanniens herrschende Klasse ist brutal auf dem Holzweg. Sehr bald werden sie ihren Irrtum bemerken.

    • Dann ist es aber zu spät. Siehe Schweden.

    • Echt?
      Cicero
      „ Islamismus im politischen Berlin
      – Erst kommt die Unterwanderung, dann die Unterwerfung
      Die größte Bedrohung unserer liberalen und säkularen Gesellschaft ist die schleichende Unterwanderung durch den politischen Islam. Sie erfolgt nicht nur durch radikale Muslime, sondern auch durch ein antiwestliches Weltbild unreligiöser Linker.“

      https://www.cicero.de/kultur/islamogauchisme-berlin-unterwanderung?utm_source=website_startseite&utm_campaign=meistgelesen

    • Ist bei uns nicht anders.
      Und wenn sie es endlich merken sollten, wird trotzdem nicht umgekehrt werden.
      Die werden sich ums Verrecken nicht eingestehen, dass sie einen Fehler gemacht haben. (ist doch in der Angelegenheit Corona sehr gut zu beobachten und nicht anders)
      Eher wird sich unterworfen.

    • Das glaub ich nicht,daß ist so gewollt.

    • Plem plem
      Aber 100%.

  • Madame Mullally muss ziemlich Druck gekriegt haben, um zurückzuziehen.

    • MULLALLY…verwandt oder verschwägert?

  • Die Dame wollte ihre Toleranz und Weltoffenheit zeigen und demonstrierte doch nur ihre ideologische Verblendung.

  • Will man diese „Denkwelt“ näher kennenlernen, sollte man sich „Muhammad. The Messenger of God And the Law of Blasphemy In Islam and the West“, Lahore, Pakistan, 2008, von Muhammad Ismail Qureshy, „Senior Advocate Supreme Court of Pakistan and Chairman, World Association of Muslim Jurists” herunterladen. Der Autor war Hauptantriebskraft der Blasphemiegesetze in Pakistan. „Schutz“ des Islam heißt natürlich reichliche Anwendung der Todesstrafe. Gesetz 295-C, dem gemäß Kritik am Propheten oder Qur’an ein Kapitalverbrechen ist, das mit dem Tode bestraft werden kann, lautet flexibel genug: „Whoever by words, either spoken or written, or by visible representation or by any imputation, innuendo, or insinuation, directly or indirectly, defiles the sacred name of the Holy Prophet Muhammad shall be punished with death, or imprisoned for life, and shall also be liable to fine.“. Selbstverständlich geht es um die Beseitigung jeder Kritik.

    • Fein zusammengefasst und auf den Punkt gebracht – danke!

  • Radikale Islamisten werden geehrt … Leute, einfach mal die Statistiken ansehen!

    Laut dem französischen Thinktank Fondapol in seinem Bericht Islamist terrorist attacks in the world 1979-2024 (Daten bis 12. April 2024):
    Zwischen 1979 und April 2024 wurden weltweit 66.872 islamistische Terroranschläge registriert. Diese forderten den Tod von mindestens 249.941 Menschen.

  • Die Übernahme des Landes ist vollbracht!

  • Submission.

  • Die Briten haben im Krieg ihr Land bis aufs Blut verteidigt … und nun verschenken es die Kinder und Enkel der damaligen Kämpfer billigst an die neuen Eroberer und werfen sich vor ihnen in den Schmutz. Anders kann man es nicht nennen.

    • Erich Zann… Gott sei Dank sind sie weg aus der EU. Hoffentlich never come back.

    • Bravissimo !!!!!!!

    • Vor Allem haben sie deutsche Städte bis aufs Blut zerstört. Mit Millionen unschuldiger ziviler Opfer und ohne militärischen Nutzen. Mit Polen als Blödmannsgehilfen.

  • Der Anglikanismus unterscheidet sich vom Katholizismus fast nur durch die Ehescheidungsmöglichkeit. Totalitäre Machtgier, Kriege, Kolonialismus und Doppelzüngigkeit sind allzu ähnlich.

  • „Menschenrechtsorganisationen widersprechen dieser Darstellung. Human Rights Watch dokumentierte 2.025 Fälle, in denen Blasphemievorwürfe unter anderem für persönliche Fehden, Erpressung und die Aneignung von Grundstücken eingesetzt worden sein sollen.“

    Das klingt so, als seien diese Menschenrechtsorganisationen nicht grundsätzlich gegen die Todesstrafe wegen Blasphemie. Oder ist es einfach nur schlecht forumliert?

  • Es wäre klasse, wenn etwas erfunden werden würde, am besten ein Medium, welches überall auf der Welt zugänglich wäre, welches eine Suchfunktion usw. enthalten würde und in welchem man sich über nahezu alles informieren könnte.

    Man könnte so etwas z.B. Internet nennen.

    Dann wäre es möglich, dass man sich vorab über Personen und Institutionen informiert.
    Leider bin ich kein absoluter IT-Spezialist, sonst würde ich mich gerne an eine solche Aufgabe stürzen. Vielleicht ist aber einer der Leser hier in der Lage, so etwas technisch zu beginnen.

    Schade, dass es in so vielen Ländern und Institutionen noch absolutes Neuland ist, über solche Möglichkeiten auch nur ansatzweise nachzudenken

    • Mit sowas wäre die Dame Mullally geborene Browser(!) aus Woking(!) (alles nach wikidingens) inklusive ihrer Entourage doch völlig überfordert! Aber ‚Ehrendompredigerin am Dom zu Berlin‘ (ernsthaft!) – was ja auch passt zum ‚Flüchtilanten-Stäblein‘ wie der sprichwörtliche Deckel zum Pott…

  • Die spinnen doch die Briten….

  • Ich bin entsetzt!
    Die Britin ist den deutschen Kirchenfürsten bei der Auszeichnung eines Andersgläubigen mit der Affinität zu Terror, Mord und Totschlag außerhalb seines Staatsgebietes, zuvorgekommen. Wo kommen wir denn da hin, wenn die Engländer die ersten sind welche um den heiligen Woke und dessen Pfanne tanzen.
    Jetzt aber ran Herr H. Wilmer (Katholiken) und Frau A. Kurschus (Protestanten), da wollen sie doch nicht nachstehen. Gehen Sie am 19.09.2026 zur Trauerwache nach Frankfurt. Dort sehen sie genug Bilder von Todesopfern der elitären & kirchlichen Heiligsprechung der unbegrenzten Zuwanderung.

  • Die englische protestantische Travestiekirche im Monty Phyton-Modus.

  • Die Naivität vieler Kirchenleiter ist einfach grotesk.

    Und – Überraschung – es war mal wieder eine Frau. Wer wissen will, warum weiblich dominierte Strukturen oft untergehen: voilà. (Mathematisch: weil Frauen das System vom Nash-Gleichgewicht wegtreiben.)

  • Diese arme, bis zur Unkenntlichkeit verschleierte Frau. Wie kann man einem anderen Menschen so etwas antun? Das ist ja die totale Auslöschung einer Persönlichkeit. Und so einer bekommt auch noch einen Preis? Diese Erzbischöfin müsste doch neben dieser total verunstalteten Frau vor Scham im Boden versinken. Großbritannien wird immer verrückter.

  • Die Religion des Friedens mit Todestrafe… Sarah findets geil!!!

  • Wenn ich schon „Islam-Gele(e)hrter lese, Religion ist keine Wissenschaft, schon gar nicht diese Sekte!

    Und was die Erzbischöfin angeht, ob sie auch noch so urteilen würde, wenn ihr klar wäre, das ihre Religion in den Augen diese Typen auch als Blasphemie angesehen wird?

    Die sägen sich alle den eigenen Ast ab auf dem sie sitzen!

    • Und sie alle werden – so Brecht – nach ihrer fleißigen Sägerei – „krachend in die Tiefe fahren“!

  • Es sind immer Frauen – Linke Frauen….. Kommen wir doch nochmal auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich Frauen um 1900 zu sprechen ?

    Gehirn und Intelligenz: Unterschiede in Gehirngewicht und Gehirnstruktur wurden untersucht und teilweise als Begründung für angeblich geringere intellektuelle Fähigkeiten von Frauen herangezogen…..Nur so zum wissenschaftlichen Bezug 😉

    • Frauen haben auch evolutionsbedingt Schwierigkeiten insbesondere beim Erkennen von Feinden, weil sie kaum bis nie Feindkontakt hatten. Das war Jahrtausende lang Männersache.
      Es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen:

      https://www.tiktok.com/@protschkasposition/video/7686583983928364321

      • Ja, genau des ist das evolutionäre und genetische Problem, Frauen erkennen mehrheitlich ihre Feinde nicht, das kann man täglich beobachten wenn man sieht, mit welchen Typen sich Frauen einlassen.

    • Du findest das also gut, was diese Frau macht.
      Warum erstaunt mich das nicht?

      • Der Troll – vermutlich KI-generiert – gehört zum Apollo Team mit der Aufgabe, Klicks und Kommentarzahlen zu boostern und Reaktionen zu provozieren.
        Erkennt man daran, dass er
        1. nie zum Thema schreibt, sondern nur auf Kommentare reagiert und
        2. offensichtlich Narrenfreiheit genießt, wo andere Kommentartoren sich ihre Worte dreimal überlegen müssen. Sonst wäre er längst gesperrt.
        Einfach nicht beachten. Spart wertvolle Lebenszeit.

    • Nicht jede Frau lässt sich von Emotionen leiten und nicht jeder Mann kann seinen Emotionen Einhalt gebieten. Wenn ich den durchschnittlichen Prenzlauer Berger Soja-Sören mit der eisernen Lady, Margaret Thatcher, etwa vergleiche, relativiert sich das ganze ein gutes Stück. Ich denke, Pauschalaussagen dieser Art sind ebenso „Scheißdreck“, wie Sie sagten. Mehr Meritokratie wagen- das wäre mein bescheidener Vorschlag.

    • Sie verkennen das Thema. Es sind nicht „die Frauen“, die unsere Zivilisation aufgeben, sondern es ist die Schwäche des Westens, dessen führende Kreise sich vom politischen Islam blenden lassen.

      • @ Aufgeklärt
        Natürlich nicht ! Sie haben vollkommen recht Es sind gerade Frauen, welche immer wieder „die Wissenschaft“ bemühen…. gescheiterte Rechtsgelehrte inkl.

    • Klar doch, Trump, Putin, Selenski, Mao,
      Marx, Stalin, Adolf, Honecker, Merz usw. –
      Diktatoren u. Nieten: immer Frauen. ;-(

      • @ Peter Paul Rubens
        🤓Missverstehen Sie mich richtig … 👍

  • Hierzu fällt mir nur „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq ein. Es ist nicht traurig. Es ist erbärmlich, was unsere Granden (Politik und Klerus) die letzten Jahre abliefern.

  • Satire! (Satire: „noch möglich in Deutschland“ Free Speech)
    Man sieht schon am Foto, wie toll sich der Islam in eine Gesellschaft integriert!

    • Da sollten Sie erstmal das entsprechende Titelfoto bei TE sehen: Wenn da ein gewisser Herr seine Arme ausstreckt, reichen sie nur knapp über den ‚Spitzkühler‘ hinaus! Pro Mahlzeit drei Kilo Reis in Zuckersirup-Butter-Mischung und dazu ein halber Hammel: Wie meine selige Großmutter sagte, ’steht kein leerer Sack an der Wand auf’…

  • Der Fehler liegt wohl in dem „in“!

  • Gott schuf als ersten Menschen Adam und machte aus einer seiner Rippen die Frau.

  • Im Warschauer Ghetto gab es Juden die sich als Handlanger der Nazis an der Vernichtung des eigenen Volkes beteiligt haben um den eigenen Hals zu retten Und nun haben wir“Christen“ die sich zu Handlangern von Leuten machen die das Christentum ausrotten wollen

  • In öffentlichen Ämtern und NGOs sind anscheinend europaweit nur noch Schnorrer und Stümper unterwegs 🧐

    • Und Moslems.

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