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„Generation Deutschland“

Gießen: Großproteste gegen Neugründung von AfD-Jugendorganisation – Ein Polizist verletzt

In Gießen werden am Samstag rund 50.000 Personen zu Protesten gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugendorganisation erwartet. Die Polizei berichtet von Angriffen auf Einsatzkräfte und einem verletzten Beamten, nachdem eine Gruppe eine Absperrung durchbrechen wollte.

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Bereits in den frühen Samstagmorgenstunden zogen erste Gruppen durch Gießen. (IMAGO/HEN-FOTO)

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Am Samstag kommt es in Gießen zu einem Großaufgebot von Demonstrationen und Protesten gegen die geplante Neugründung der Jugendorganisation der Alternative für Deutschland. Zehntausende wollen in der mittelhessischen Stadt gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugendorganisation demonstrieren. Bereits am frühen Morgen trafen erste Gegendemonstranten ein. Laut Polizei bewegten sich einzelne Gruppen schon durch das Stadtgebiet. Die Anreise könne zu Verkehrsbehinderungen führen, hieß es im Vorfeld.

Einsatzleiter Jürgen Fehler erwartet mit Blick auf die Größenordnung der verschiedenen Protestaktionen nicht weniger als die „größte Mobilisierung“ von Veranstaltungsgegnern für Blockademaßnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik. Für die erwartete große Zahl an Reisebussen wurden zahlreiche Stellflächen in der Ringallee eingerichtet. Nachdem die ersten Protestaktionen friedlich verliefen, soll sich die Lage kurz vor 09:00 Uhr anspannen. Die Polizei Gießen berichtet bereits von mehreren Zusammenstößen mit Demonstranten.

Eine größere Gruppe soll versucht haben, eine Polizeiabsperrung an einem Umspannwerk nahe Gießen zu überwinden. Die Einsatzkräfte stoppten das weitere Vordringen, wobei ein Beamter leicht verletzt wurde. Auf X berichtet die Polizei Mittelhessen über die derzeitige Situation. Laut ihren Angaben sind bereits mehrere Notrufe eingegangen. Wiederholt sollen Autos und Straßenlaternen beschädigt worden sein, zudem kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte.

Offiziell sind 23 Veranstaltungen verschiedenster Gruppen und Organisationen angemeldet – geplant sind Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen. Rund 50.000 Teilnehmer werden erwartet. Durchgeführt werden die Aktionen von verschiedenen Organisationen und Bündnissen, darunter der Deutsche Gewerkschaftsbund, Die Linke, Attac, die Jusos, die Grüne Jugend sowie Omas gegen Rechts.

Das Bündnis „Widersetzen“ hatte schon im Vorfeld angekündigt, Zufahrtswege zur Gründungsversammlung der Partei blockieren zu wollen. Hessens Innenminister Roman Poseck zeigte sich mit Blick auf entsprechende Gewaltaufrufe besorgt und betonte, Blockaden seien nicht rechtmäßig. Er sprach von einer „herausfordernden Großlage“, für die rund 6.000 Polizeikräfte aus Hessen und weiteren Bundesländern bereitstehen.

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Die neue Jugendorganisation soll „Generation Deutschland“ heißen. Sie soll die Nachfolge der im Frühjahr aufgelösten Jungen Alternative antreten, die nach der Trennung von der AfD ihre Arbeit eingestellt hatte. Für das Gründungstreffen in der Hessenhalle werden nun rund 1.200 Teilnehmer erwartet.

In Gießen spitzt sich die Lage rund um die massiven Proteste gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugendorganisation zu, nachdem es zu ersten Zusammenstößen und Sachbeschädigungen kam. Die Polizei berichtet von mehreren Notrufen, Angriffen auf Einsatzkräfte und einem verletzten Beamten nach dem Versuch einer größeren Gruppe, eine Absperrung zu durchbrechen.

ha

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35 Kommentare

  • Die Polizei schaut zu statt aufzuräumen – unfassbar.

    • Keine Sorge, das ist Hessen und nicht Berlin. Da wird es heute noch einiges zu sehen geben!

    • „Unsere Demokratie “ hat dazu ihre Anweisungen gegeben.

  • Dumm nur, dass die Polizeibehörden ebenso weisungsgebunden sind, wie die Staatsanwaltschaften. Aber wenn die es eskalieren lassen, sollte endlich jeder Bürger im Lande verstehen, von wem hier die Gefahr ausgeht.

    • Na von der AfD! Würden die sich nicht versammeln, gäbe es keine Gegenproteste! SO wird man es dem Bürger vermitteln. Wetten?

    • selbst der weihnachtsmarkt musste fuer den tag geschlossen werden, trotz merkel-boeller drumrum. und diesmal muss man ihn vor deutschen (inklusive omas) schuetzen !

  • Undemokratischer Aufmarsch. Eine Schande, zumal dies alles steuerfinanziert ist. Unfassbar.

    • und die steuern dafuer zahlen auch die haendler, die an diesem tag in giessen keinen umsatz machen koennen, weil ihre geschaefte geschlossen und gegen schaden verbarrikadiert bleiben muessen.

  • ah, ich sehe im artikel, die omas gegen rechts sind auch wieder dabei in giessen…
    hat eigentlich schon mal jemand den wirtschaftlichen schaden errechnet, den diese veranstaltung anrichtet. die geschaefte in der giessener innenstadt sind ja nun alle geschlossen fuer den tag mit verbarrikadierten fenstern – ein umsatzstarker samstag wird einfach durch linksextreme aus der ganzen brd kaputtgemacht. und dann auch noch omas dabei.

    • Man müsste Opas gegen Links gründen!

      • 👍Diese Idee hatte ich auch schon. Bin leider noch etwas zu jung dafür.

        4
      • Gibt es bereits.

        5
  • Hass und Hetze durch die Lügen Propaganda unserer “ Gut Mensch Medien “

    „Was da an Millionen an Steuergeldern verfeuert werden, weil man uns daran hindert, unsere demokratischen Rechte auszuüben, das ist eigentlich ein Skandal.“
    Die AfD-Bundessprecherin forderte die Journalisten auf, sich ein umgekehrtes Szenario vorzustellen: Tausende „vermummte Rechtsextreme“ würden zu einem Parteitag der linken Jugend reisen und zu Gewalt aufrufen. „Was da in der Bundesrepublik und medial los wäre … und hier herrscht einfach nur Schweigen“, so Weidel.

    Diese “ Medien “ tragen die Hauptschuld dieser Hetzjagd !

    • Wer zahlt eigentlich die nachträgliche Säuberungsaktion in der Stadt ?

      • Heidi Reichinek

        6
  • Die Junge Freiheit berichtet:

    „In Gießen eskalieren die Proteste gegen die Gründung einer AfD-Jugendorganisation. Die Polizei verliert die Kontrolle. Einen Schutz für anreisende AfD-Mitglieder gibt es nicht mehr“

    Soviel zum Rechtsstaat.

  • Keine Wasserwerfer, kein Tränengas, keine Polizeikessel, keine Festnahmen…Meine Prognose, man lässt sie den Parteitag verhindern. Es ist von oben so gewollt.

    • Abwarten!
      Ich denke die wollen einfach nicht schon morgens eskalieren.

      • An AfD-Stelle würde ich die Teilnehmer mit Hubschraubern zum Messegelände bringen lassen und die Kosten dafür der Stadt in Rechnung stellen.
        Immerhin stellt die ja auch alles bereit, was so ein „Aktivist“ zum überleben braucht.

        2
  • „ Für die erwartete große Zahl an Reisebussen wurden zahlreiche Stellflächen in der Ringallee eingerichtet“

    Das sagt doch wieder alles….!

    • Die Eskalation ist eindeutig gewollt.
      Man könnte ansonsten viel früher abfangen.

      Aber die Härte des Gesetztes gilt offenbar nur für Menschen, die friedlich dastehend, das Grundgesetz vorlesen, danach auf ihr Rad steigen und dann von der Polizei auf brutalste Art und Weise rücklings vom Rad gerissen wurden, so dass sie zu Tode hätten kommen können.
      (Geschehen bei einer Coronademonstration gegen die ungerechtfertigten Grundrechtseinschränkungen)

  • wilde Horden ziehen durch das Land War alles schon mal da….

  • ich wünschte sie würden sich mal so zahlreich zu einer demonstration für frieden, freiheit und demokratie zusammen finden. die werden uns nämlich immer mehr aberkannt. und das nicht durch die afd. arme irre.

  • Unfassbar für mich. „die ‚größte Mobilisierung‘ von Veranstaltungsgegnern für Blockademaßnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik“. Und das, weil sich eine kleine Jugendorganisation gründet? Und die hehren Jusos, Grüne Jugend und linksjugend protestieren gern mit. Ebenso viele Unions-Unterstützer, die nicht erkennen können, dass Links-Grün ihnen auch nicht wohlgesonnen ist? Immerhin nannte Widersetzen (Anfang des Jahres) „Friedrich Merz und die CDU … Steigbügelhalter der Faschisten“, na macht ja nichts, man hat die Union bestimmt trotzdem ganz lieb, solange sie gegen die AfD ist.

  • Wer kennt den Film „trainspotting“? Vor Jahren mal gesehen. Ich erinnere mich dunkel. Englische Industriestadt, Fußballclubs, und Fangruppen, die sich als „Firma“ verstehen, die ihre erbärmliche Existenz mit einer Scheinlegitimität aus Kampf, Treue und auf der richtigen Seite stehen ummänteln.

    Der Film zeigt nicht, wiediese Firmen mit Staatsknete gepämpert werden. Da greift dieser Vergleich zu kurz.

  • Wo verrichten die eigentlich ihre Notdurft?

  • Es beunruhig, mit welcher Brutalität der totalitäre Anspruch eine radikalen Minderheit durchgesetzt wird, dabei sich zugleich diese brutale Minderheit im totalen Recht und auf der Seite des Guten wähnt, und die klammheimliche Begeisterung der politischen und medialen „Elite“ der BRD für solchen Radikalismus.

  • „Wurden Stellflächen für Busse eingerichtet“
    Kannte man früher auch nicht, da musste jeder zusehen wie er zur Demo kam.
    Betreutes Demonstrieren macht lasch. Kein Wunder dass sich diese „Aktivisten“ nicht ins Ausland an wichtige Themen wagen. Dort gibts kein Schuttle-Servie, keine Fressbuden, keine Klohäuschen … dort kann dich beim Sch….. der Blitz treffen. Das ist unseren Wonneproppen nicht geheuer !

  • Wer jetzt noch im DGB ist, beteiligt sich an den Gewalttätigkeiten die da kommen werden! Ich bin da schon lange raus, seit 20 Jahren nur antidemokratisches Verhalten durch die „Mainstreamgewerkschaften“!

  • Moin, wer mit leid tut ,sind die Busfahrer die diese Chaoten fahren müssen. Und hinterher sehen die Innenräume der Busse aus wie Schlachtfelder. Abartig……

  • Auch für Gießen Bürgermeister ist nicht die Gewalt bereite Antifa, die alles kurz und klein schlägt, Autos und Bushaltestellen ansteckt das Problem, sondern eine friedliche Demokratische Jugendpartei!

  • Da sieht man wieder! Diese Leute haben keine Arbeit und nur Langeweile! Die Polizei schaut nur zu! Bei den Corona Demos wurde ganz anders vorgegangen!

  • Die Jugendorganisationen der Parteien kann man sich sparen. Die sind noch viel zu unreif und richten nur Schaden an. Und das gilt für alle Parteien.

    -15
    • Dann könnte man sich auch alle Fußballvereine sparen, nur die Bundesliga reicht doch.. wofür braucht man schon Nachwuchsförderung?!

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