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Entrückt und überrascht: Die Leihmutterschafts-Affäre zeigt, wie fremd Merz und Spahn ihrer Partei geworden sind

Die Leihmutterschafts-Affäre um Jens Spahn krachte wie ein Tsnunami über der Parteiführung zusammen – und spülte Spahn weg. Wie konnte man das nicht kommen sehen? Es zeigt sich ein Muster: Merz und Spahn sind ihrer Partei fremd geworden.

IMAGO/dts Nachrichtenagentur

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Friedrich Merz war wohl so ungefähr der letzte Mensch, der verstanden hat, wie ernst es für Jens Spahn wird. Das räumt der Kanzler auch ganz offen im ZDF-Sommerinterview ein. „Mir ist das gestern im Laufe des Tages überdeutlich geworden und deswegen haben wir dann auch gehandelt“, erklärte Merz am Sonntag. „In diesem Umfang“ habe er mit der Empörung nicht gerechnet.

Ganze vier Tage, nachdem die Nachricht der Vaterschaft des Ehepaars Spahn/Funke in der Bild und damit in der Welt war, erkennt der Bundeskanzler also die Brisanz des Themas. Guten Morgen! Erst, als die Wellen des Skandals, den er nicht erkannt hat, völlig über ihm brechen, merkt Merz, dass er nass wird.

Und nicht nur er. Auch Jens Spahn, der zu diesem Zeitpunkt schon politisch untergegangen ist, unterschätzte die Brisanz dieses Themas – der Art und Weise, wie er und sein Mann zu Vätern wurden – massiv. Der Glaube, mit einer geradezu schreiend offensichtlich platzierten Gefälligkeits- und Wohlfühlmeldung in der Bild die Debatte kontrollieren und sie vorsorglich von politisch brisanter Leihmutterschaft auf „schönes Familienglück“ drehen zu können, schlug kläglich fehl.

Dabei muss man wahrlich kein „political animal“, kein Berlin-Insider und kein Politik-Nerd sein, um ebenjene Brisanz zu begreifen. Eine Brisanz, die in Berlin-Mitte oder München-Schwabing nicht spürbar ist – umso mehr aber im Umland. Dort, wo die Union noch eine stabile, wertkonservative Wählerbasis hat.

Dort stößt der Fall von Spahns Vaterschaft auf heftigen Widerspruch. Aus vielerlei Gründen. Sicherlich spielt auch Homophobie, das konservative Unbehagen mit schwulen Partnerschaften und schwulen Vaterschaften, eine Rolle. Vor allem aber ist es der eklatante Bruch mit Grundwerten, die die Union doch vertreten soll, der jetzt irritiert hat. Dass Ehe und Familie etwas zwischen Mann und Frau ist, dass Kinder ein Geschenk Gottes und nicht „bestellbar“ sein sollten. Dass die Leihmutterschaft mit einem christlichen Lebens- und Werteverständnis nichts zu tun hat – all das ist Konsens dort, wo noch überwiegend CDU gewählt wird. Und es ist sicher Konsens in den zahlreichen Kreisverbänden der Partei, wo Leute tatsächlich und ganz unglamourös Politik für ihre Überzeugungen, nicht nur für sich selbst machen.

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All das merken und verstehen Merz und Co. in Berlin natürlich nicht – wenn man sich von Grundwerten schon längst verabschiedet hat, entwickelt man diesbezüglich natürlich auch kein Störgefühl. Wobei man sagen muss, dass die Herren ihre Lektion im letzten Jahr eigentlich gelernt haben müssten. Denn die Affäre rund um die Verfassungsrichterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf war für genau diese Dynamik ein Lehrstück.

Auf Betreiben der SPD wollten auch CDU und CSU die Juristin in Karlsruhe als Richterin einsetzen – trotz ihrer sehr liberalen Positionen rund um Schwangerschaftsabbrüche. Brosius-Gersdorf erklärte etwa, dass nach ihrer Ansicht die Menschenwürde vom Thema Lebensschutz völlig entkoppelt sei, und forderte eine Legalisierung von Abtreibungen. All das präsentierte sie stets als zwingende Ableitung aus dem Grundgesetz.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum das für christlich-konservativ eingestellte Menschen ein rotes Tuch ist. Die Führung der Union aber verstand es über Wochen nicht. Friedrich Merz bejahte eine ihm präsentierte Position von Frauke Brosius-Gersdorf („Abtreibung bis fünf Minuten vor der Geburt“) patzig. Er begriff nicht, was er da sagte. Oder es war ihm einfach egal. Wen interessiert schon dieser schnöde Wertkonservatismus?

Das sind Politiker, die immer noch glauben: Ein Sieg in der öffentlichen Meinung wird in der Ericusspitze bei der Spiegel-Redaktion, oder in der Axel-Springer-Straße bei Bild erkämpft. Und wer die Medien in der Tasche hat, hat auch die Bevölkerung in der Tasche. Das sind Mechanismen der 80er-Jahre, die vielleicht schon damals nicht so ganz funktioniert haben.

Aber heute funktionieren sie ganz sicher nicht. Eine nette Wohlfühl-Meldung in der Bild über „Familienglück“ mit mitgelieferten Spahn-Zitaten vermag nicht mehr, den Ton der öffentlichen Meinung zu setzen – wenn Menschen in fünf Minuten doch umfangreich erfahren können, was für eine Doppelmoral insbesondere Jens Spahn vertritt. Und welche guten Gründe es gibt, Leihmutterschaft kritisch zu sehen.

In Berlin interessiert das ganze Thema wenige Menschen, das stimmt schon. Aber gewählt, vor allem CDU gewählt, wird vor allem außerhalb von Berlin und anderen liberalen Großstädten. Und da war die Meinung klar. Eine der letzten „roten Linien“, der Union, den sogenannten Lebensschutz jetzt auch noch so zu schleifen – das war einer zu viel.

Wer aber seit Jahren und Jahrzehnten nur noch im Berliner Kosmos existiert, denkt irgendwann auch nur noch in ihm. Das Problem für die CDU ist: Dieser Kosmos, diese berühmt-berüchtigte Blase hat mit der Lebensrealität und dem Milieu ihrer Wähler gar nichts zu tun. Mehr noch, sie ist diesen Milieus und ihren Realitäten oft diametral entgegengesetzt.

Diese Lektion hätte man im Juli 2025 lernen können. Insbesondere Friedrich Merz und Jens Spahn, die unter den Wogen ihrer selbst eingebrockten Kontroverse fast zu ertrinken drohten, sollte das eigentlich noch in den Knochen stecken. Gerade vor dem Hintergrund dieser Erfahrung: Wie kommt es wohl im überzeugt katholischen Münsterland oder an ähnlichen Orten an, wenn ein CDU-Politiker, dazu noch in einer homosexuellen Beziehung, sich einen Kinderwunsch per Leihmutterschaft erfüllt – und dafür sogar noch die Gesetze umgeht, die er und seine Partei vertreten haben? Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort.

Aber in Berlin stellt man sich diese Frage nicht. Maßstab, auch für CDU-Politiker, ist dort immer mehr die veröffentlichte Meinung geworden. Die Frage ist nicht, wie dieses oder jenes in einem Dorf im Münsterland, in Sachsen oder in Franken ankommt – sondern, wie es in meist linken Redaktionsstuben bewertet wird.

Man muss die Medien bei sich haben, dann kann man die Menschen vergessen – die Realität ist diesem Merkel-Mechanismus längst enteilt. Und ausgerechnet Merz und Spahn, die vielleicht zwei bekanntesten „Anti-Merkels“ der Union, haben das offenbar – und ironischerweise – nicht mitbekommen.

Friedrich Merz bewertet das alles bloß als ein Problem der Kommunikation – nicht des Inhalts. Das ist bei einem Politiker, der eigene Inhalte verraten und konsequent hinter sich gelassen hat, nicht überraschend. Aber trotzdem verheerend. Friedrich Merz war mal der Mann der Basis, er ist von den einfachen Mitgliedern gegen den Widerstand einer Kaste von Parteifunktionären zum Vorsitzenden gekürt worden. Jetzt ist er der entrückte Mann in der Berliner Blase. Völlig überrascht werden Merz und Spahn dann von der Erkenntnis, dass zumindest an der Parteibasis Inhalte doch noch zählen.

Einer, der näher am Puls der Partei ist, ist Generalsekretär Carsten Linnemann – der, während der Kanzler und Parteichef seine Partei voll und ganz vergisst, sowas wie geschäftsführender Parteichef ist. Linnemann ist immer noch beliebt in der Union, insbesondere bei jenen, die Merz kritisch sehen. Und er hat das Ohr an der Basis. Geradezu frenetisch telefonierte Linnemann in den Tagen und Stunden vor dem Spahn-Sturz die Kreisverbände ab – um irgendwie den Deckel auf der Sache draufzuhalten. Merz hingegen scherzte zu diesem Zeitpunkt einem Bericht des Sterns zufolge noch über die Situation, dann fuhr er entspannt ins Wochenende ins Sauerland. Währenddessen bügelt er intern ab: Das Ganze werde am Montag im Präsidium besprochen.

Das zeigt: Merz denkt Politik wie ein schwerer Tanker. So ein Tanker braucht lange, bis das Ruder umschlägt und der Kurs geändert wird. In Zeiten von Internet-Diskurs und Breaking News, in denen Politiker eher die Charakteristiken eines Schnellbootes haben müssen, läuft man so nur auf Grund. Und Merz sah bis zuletzt nicht, auf was für eine Untiefe er und Spahn da zuliefen. Erst am Samstag bekam Merz aus den Landesverbänden deutlich gespiegelt, Spahn müsse zurücktreten. Ein Politiker am Puls der Zeit hätte das von Anfang an verstehen, jedenfalls ahnen müssen.

Früher hätte Merz es vielleicht selbst gemerkt – als Kanzler aber hat er den Kontakt zur Basis, zu den Werten seiner Partei und den politischen Realitäten verloren. Das zeigte sich in der Affäre Brosius-Gersdorf, die erst durch das vernagelte Mindset des Kanzlers, der bis zuletzt einen vermeintlichen Routinevorgang einfach abwickeln wollte, zur großen Affäre wurde. Das zeigte sich beim Rentenstreit, wo Merz sich aus bloßem Machtkalkül der SPD-Position unterwarf und dann schroff und patzig jene abkanzelte, die noch mit Überzeugungen argumentierten.

Aus dieser Zeit bleibt ein Merz-Satz besonders in Erinnerung. In einer Fraktionssitzung versuchte der schroffe Kanzler, seine Truppen auf Linie zu bringen und drohte: „Ich sehe genau, wer klatscht!“ Das ist ein autoritärer Sound, den man in der Unionsfraktion allzu gut kennt – zuletzt aus den Merkel-Jahren, in denen der langjährige Fraktionschef Volker Kauder erbarmungslos die Peitsche für die Altkanzlerin schwang.

Vielleicht dachte Merz, dass auch er damit durchkäme. Aber Merz ist nicht Merkel, die machtpolitisch immerhin stets geordnet war – und die Zeiten von heute sind nicht die Zeiten von damals. Die Unionsfraktion ist längst nicht mehr der pure Kadavergehorsam, was gerade Friedrich Merz auch schon erfahren hatte.

Offenbar muss er es immer wieder erfahren, ohne daraus zu lernen. Welche Wucht der politische oder auch persönliche Bruch mit letzten Grundwerten der CDU haben kann – in einer Partei, die doch diesbezüglich schon weitgehend entkernt ist – hat er jetzt wieder erleben müssen. Wahrscheinlich erneut, ohne daraus zu lernen. Der Vorgang zeigt, wie fremd Friedrich Merz die Partei, die er pro forma noch anführt, längst geworden ist – man kennt einander nicht mehr.

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95 Kommentare

  • Die Beiden haben die Suite im Elfenbeinturm.

    • …… und daher sind sie nicht nur ihrer eigenen Partei fremd geworden. Die ganze Partei ist weitgehend der Basis und dem Volk entfremdet.

    • Jensi aber mit fast 25 Jahren ein Dauer-Abo.

      Da muss man echt einmal die geistige und moralische vlt. sogar die finanzielle Verfassung seines Wahlkreises prüfen, die ihn IMMER das Direktmandat übertrugen, sogar mit 40%+ Erststimme obwohl er Gesundheitsminister mit all sein Wirken und GEGEN die Bevölkerung agierten, (Masken-Lockdowns-Krankenkassenplünderung-VILLA usw.).

    • Warum suchen die überhaupt einen Nachfolger? Die sind doch alle weg vom Fenster. Sollten die Gestalten sich nicht auf ihre zukünftigen Gerichtsverfahren vorbereiten?
      Der Laden ist fertig.

      • die ganze partei ist ein einziger joke und gehoert abgeschafft. man sehe nur die eltern des jungen mannes in trier, der von einem merkel-migranten aus afghanistan, der aus der hecke am wegesrand springt mit einem grossen kuechenmesser ins herz gestochen wurde und sofort tot war. beide eltern des studenten waren cdu und wollen jetzt, dass sich was aendert.

        • Ja….jetzt wo sie selber hart getroffen sind,soll etwas geändert werden!
          Die vorherigen Opfer waren da nicht so wichtig!

          10
      • Hallo,
        stimmt leider nicht. Faktisch haben sie (Merz + Sensibel Lars) die Macht und verschulden D. weiter.
        Weil beide Parteien ein ganzes Stück abgerutscht sind wird es nach den nächsten Btw. eine 3 Koalition geben und diese wird (nat.) noch weiter links stehen.
        Die Nazis bzw. die Opportunisten wie Speer und von Braun (+ viele weniger Bekannte) hätten lange eingesperrt gehört.

        In Japan hat man /die USA) sich eine Einheit f. biologische Kriegsführung „gegriffen“ (irgendwas mit 251?) die auch versuche an US Soldaten durchführten.
        Die wurden auch nicht / kaum bestraft weil sie Spezialwissen besaßen.
        Einheit 731.

    • „Suite im Elfenbeinturm“ – gefällt mir sehr gut! 🙂

  • Bei mir ist der letzte CDU-Groschen gefallen als Merz mit seinem großen JA! auf von Storchs Frage antwortete, ob er Fraukes Anliegen vorbehaltlos unterstütze.
    Von da an war klar: Die Unionsvorstand hat alles, aber keine christlichen Werte!
    Dieses JA! hat sich samt Tonart u. Gesichtsausdruck in mein Gedächtnis gebrandt.
    Mir wäre am liebsten, diese Partei würde sang und klanglos verschwinden. Sie hatte ihren Zenit, es reicht jetzt mit all den Affären um unsere „Rechtstaatlichkeit“.
    Dafür darf sie sich auch nochmal ganz besonders bei Merkel bedanken.

    • Stimmt das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.

      • Man vergisst sehr schnell; das erwarten diese Politiker.

  • Ich bin keineswegs überzeugt, dass Merz von der Angelegenheit nicht schon deutlich früher wusste. Es würde durchaus ins Bild passen, wenn er zunächst abwarten wollte, wie Partei, Medien und Öffentlichkeit reagieren. Im Fall von Herrn Streeck hatte sich schließlich ebenfalls gezeigt, dass personelle Entscheidungen dieser Art schnell ausgesessen werden können.
    Unabhängig davon teile ich Lindbloms Einschätzung weitgehend: Bei nicht wenigen CDU-Funktionären und Mandatsträgern entsteht der Eindruck, dass die eigenen Interessen häufig Vorrang vor den Interessen des Landes haben. Anders lässt sich für mich kaum erklären, weshalb Personen wie Herr Bosbach der Partei nach wie vor angehören, obwohl sie die politische Entwicklung ihrer Partei seit Jahren offen kritisieren.
    Mein Eindruck ist, dass Macht, Einfluss und persönliche Vorteile für viele Akteure wichtiger geworden sind als politische Überzeugungen. Das Wohl des Landes wird zwar gerne beschworen, wirkt aber oft wie eine nachrangige Größe.

  • Es gibt normalerweise keine „Leihmütter“. Leihen ist gratis. „Mietmütter“ wäre bei Tarifen von 120.000 Dollar je Schwangerschaft wohl der passendere Ausdruck.

    • Seht euch daher diesen verkommenen Hofstaat an, da wird nun gar mit Menschenseelen und Wiegen wie auf dem Viehmarkt gefeilscht. Die ehrlichen Bürger schuften jahrzehntelang, erziehen unsere Kinder im Schweiße unseres Angesichts und halten Stand und Familie in Ehren. Und wofür? Damit weltfremde Hofschranzen, die den Bezug zur Wirklichkeit ihres eigenen Standes längst verloren haben, das heiligste Gut des Lebens zur Feudalware degradieren, die man sich einfach mit vollen Schatullen beim Gesinde bestellen kann!
      Dahinter steckt nicht Nächstenliebe, sondern die verkommenste Form eitler Anmaßung: Wer meint, mit Hofgroschen und Privilegien Natur und Moral nach belieben beugen zu können, hat jeden Kompass verloren. Dieser entrückte Adel im Parteigewand grollt nicht über die Sorgen des einfachen Volkes – er leidet schlicht an der wahnhaften Einbildung, dass man sich im Palast selbst das Leben und die Nachkommenschaft schamlos käuflich erwerben darf, während das Lehensvolk zu schweigen hat.

      • Welch wohlgefälliger Text. 🙂

    • Jepp, die Leihmütter-Debatte soll lediglich den Preis für die Miete erhöhen. Wenn die dahinter stehende Industrie gross genug ist, wird man das Ganze standardisieren, damit Gebühren und Steuern kassiert werden können.

  • Don Alphonso lästert
    https://archive.vn/hkyHt

    • Danke für den sehr lesenswerten Artikel. Man kann Don nicht oft genug zustimmen

      • Der Don ist neben Harald Martenstein, Jürgen Elsässer und Michael Stürzenberger einer der klügsten Köpfe unseres Volkes

      • So isses – ich versteh die Disklikes hier nicht.
        Die Dinger vom Don sind so herrlich bissig, verweisen immer wieder auf Zusammenhänge, reißen den agierenden Politeusen immer wieder die Masken vom Gesicht.
        Wer hier „Daumen runter“ verteilt, hat entweder den Don-Artikel gar nicht gelesen, oder ist einfach überfordert wegen Länge, Anspielungen, den Links im Artikel.
        Oder auch ein primitiver Don-Hater, womöglich aus der linkisch-grünlichen Ecke. Oder auch aus der Ecke der Merkelisten, Merzelisten, SPDler, €U-Liebhaber – auch denen reißt der Don in seinen Artikeln ja regelmäßig die Masken vom Gesicht.
        Ich find seine Artikel regelmäßig klasse – und heb die auf. Für die Geschichte…

        • @Nee Nee Nee
          21.07.2026 um 22:48 Uhr
          „Schon wieder Kauderwelsch???“
          Schmunzelnd ob der offensichtlichen Blödigkeit Ihres Kommentars.
          Das heb ich mir auf.
          Was es so alles gibt, sogar hier 😉

          4
        • Schon wieder Kauderwelsch???

          -17
    • „Offensichtlich verliert die CDU das Gefühl für Land und Leute: Man kann nicht deutsche Familien weiter belasten und bezahlen lassen, und sich dann ein Luxuskind in den USA bestellen.“

      Der erste Satz ist hart. Sehr hart. Aber er stimmt. Es ist nicht nur Spahn, es sind viele in der CDU die das Gefühl verloren haben.

  • So sehr man Leihmutterschaft auch verurteilen mag, hätte es Herrn Merz besser zu Gesicht gestanden, sich zu jedem, auf offener Straße massakrierten Menschen, zu äußern.

  • Nein. Denn was nicht vorhanden war, kann nicht verloren gehen.

    Das erwartete Störgefühl hat sich nicht entwickelt, deshalb kann es auch nicht verloren gehen. Menschen entwickeln sich in Phasen – auch Politiker. Quelle: Ich-Entwicklung

    Mit Mitte 20 hat sich ungefähr die Wahrnehmung der Realität herausgebildet, die überdurchschnittlich bis zum Lebensende bleibt. Deshalb handeln aktuelle Politiker nach den Mustern vor Jahrzehnten.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann fehlende Entwicklung nicht ersetzen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • Guten Morgen

    ich weiß nicht warum der CDU hier Vorwürfe gemacht werden. Es hat mehr als einmal geklappt die Wähler zu Millionen über den Tisch zu ziehen.
    Siehe Herrn Merz Wahlversprechen.
    Wie viel verlor die CDU an Zustimmung in zeitlicher Nähe?
    Um 10% herum.
    Herr Spahn macht halt eine Posten Pause und ist spätestens 2029 zur Wahl wieder voll da. Als Minister.
    Wetten?
    Vorbild Cem.
    CDU, Grüne + SPD und „klammheimlich“ die Linke dazu wird auch 2029 für die absolute Mehrheit reichen.
    Die AFD könnte auch an die 40% kommen.
    Es würde und wird nicht reichen.
    2 Optionen: Die CDU müßte sich von Merz befreien
    /es wäre DUMM, weil die CDU nicht den Kanzler stellen
    würde. Oder die SPD müßte „dänisch“ werden.
    Reicht erstens nicht, zweitens nicht mit dem sensiblen Lars.
    Tut mir Leid, ich schreibe nur wie es sein wird.
    Ich sehe auch keine Mehrheit in ST für Siegmund.

    Zwei Dinge sollte man nie unterschätzen.
    1. Dickfelligkeit von Politikern.
    2. Die Gleichgültigkeit der Wähler. Falls sie wählen.

    • Das trifft es auf den Punkt!
      Die Wähler tragen eine große Mitschuld!

  • Sämtliche „Emotionen“ sind perfekt geschauspielert. Das die Bevölkerung derartige Aufführungen für normal hält, liegt daran, daß Psychologie und Psychiatrie Fachrichtungen sind, deren Basiswissen im Bildungsystem bewußt rausgehalten wird. Das hat natürlich Auswirkungen auf Bewertungen in allen Bereichen. So gelingt es selbst in einem demokratischen Rechtsstaat das tiefe Erkennen komplexer Zusammenhänge zu verhindern. Teil 2 des Schauspiels unserer Demokratie ist Kandidaten nur durch die Siebung der Parteien dem Wähler vorzusetzen. So ist es ein leichtes über mediale Berichterstattung gezielt Kandidaten zu installieren, die ausschließlich Gönnern im Hintergrund dienen. Das WEF kommuniziert es sogar, wie Sie „arbeiten“. Die Mehrheit nimmt es klaglos hin. Dort ist das Wissen o.g. Disziplinen und alles über Massenpsychologie gebündelt. Man ist in der Lage massenhafte Empörung und Bewunderung zu steuern. Wer hinterfragt, ist Verschwörungstheoretiker. Automatische Empörung, Absturz.

    • Sie bringen mich auf Gedanken, dass wir an das Parteiensystem ran müssen. Dort sollen die größten Reformen und Veränderungen zum Schutz der Demokratie ansetzen.

      Es wäre z.B. ein Fortschritt, wenn alle Abgeordneten im Bundestag direkt gewählt werden müssten. Also nicht über Listen der Parteien ins Parlament kommen.

      Zudem müsste es nach zwei Jahren eine Überprüfung der Regierungspolitik geben und der Wähler sollte dann entscheiden dürfen, ob diese Regierung weiter im Amt bleibt oder, ob eine neue gebildet werden muss.

      Das sind jetzt nur mal so Gedanken. Ein „Brainstorming“ quasi. Alles und noch viel mehr müsste natürlich gut durchdacht und ausgefeilt werden.

      Wichtig wäre zusätzlich sicher auch noch das Element weitreichender Volksabstimmungen.

      Zielsetzung dieser Reformen müsste sein, dass das Verhältnis Angestellter (Politiker) und Arbeitgeber (Souverän) auf eine solch vernünftige Grundlage gestellt wird, dass, volkstümlich gesagt „der Schwanz nicht mehr mit dem Hund wedelt“.

      • Danke für die positive Resonanz. Ich mache mich schon lange für Volksabstimmungen etc. stark. Wenn Politik jedem tatsächlich gleichermaßen nützen soll, ist es absolut von Nöten auch mal systemisch Lösungen zu erarbeiten, die natürlich von systematisch Begünstigten abgelehnt werden. Klappt aber nicht immer, siehe französische Revolution.

  • Das sind die letzten Zuckungen eines sterbenden Systems.

  • Holt sie endlich aus der Blase. Die Eltern bei NIUS. Achim Reichert: es geht um unser Kinder und es wartet schon das nächste Kind. Man kann den alternativen Medien nur dankbar sein dass sie nicht schweigen. und der ältere Kollege spricht es an was Politik und Medien hinter psychischen Problemen verstecken: es ist die Religion. Es ist der Islam

    https://www.youtube.com/watch?v=-MTMCvRMCIA

    Danke NIUS und die sozialen Medien. Es muss aufhören. wir können nicht weiter uns von der Politik einlullen lassen. Ein Anruf Herr merz , wahrscheinlich von der pressestelle geraten, reicht nicht! erinnern sie sich an der Worte aus Aschaffenburg?

  • Das Kabinett des Schreckens.

    • Eine Studie der Universität Lausanne nennt das die Merkmale der „Dunklen Triade“.
      Eine Kombination aus Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie.

      https://www.snf.ch/de/U5IntoA12HuPVvhN/news/wenn-charakterzuege-von-politikern-und-politikerinnen-die-demokratie-gefaehrden

      Das Endstadium einer solchen Fassadendemokratie ist die Aushöhlung der Institutionen, die am Ende in eine heimliche Autokratie führt. Wir sind gespickt von solchen Persönlichkeiten in der nationalen und internationalen Politik. Das ist kein gutes Zeichen.

      • Und alles andere als Zufall! In Augsburg bestens zu bewundern, wie ein Grundstock des Kapitals der Fugger Jahrhunderte überlebt hat. Es mischt immer noch beim zusammenrühren von Welt und Geschichte ein wenig mit. Es gibt viele so alter Kapitalbestände, die Nachfahren des frühen Geldadels im verborgenen wohlhabend und mächtig halten. Für Oberitalien ist dies sogar Inhalt einer wirtschaftswissenschaftlichen Studie. Für mich evidente Ergebnisse. Böse, ganz böse!

    • Geisterbahn Ensemble.

      • Weidel und Chruppala sind hier nicht Thema.

        -28
  • Ich weiss auch nicht was er im Interview meinte, man hätte drüber reden können. Meint er, wie sie es dem Wähler oder der Partei am besten verkaufen. Mich beschleicht der verdacht, dass Merz Leihmutterschaft bei Spahn hätte schlucken können. Bei Streeck hat es ja auch geklappt

  • Die CDU ist doch jedem normal denkenden Menschen fremd geworden.Hoch lebe die AfD!!!!

    • Nicht nur die CDU!

    • Sie lebe HOCH.

  • Denken und Nachdenken ist in der CDU/CSU Spitze ein Fremdwort.

    • … und Sie haben mittlerweile soviel Pech dabei, wie zu Ekel Alfred Zeiten die “ Sozis“….

  • MERZ ist ein BlackRock Soldat. Wenn man das verstanden hat wird alles plötzlich sonnenklar.

    • Und wenn man sich anschaut, wer Black Rock leitet wird einem noch viel mehr klar. Das sind ganz mächtige und gnadenlose Kreise und sie wollen Deutschland vernichten.

    • So ist es wohl. Das ist die einzige logische Erklärung warum er sich so verhält und warum er an der Brandmauer festhält.

    • Auch WEF! Für mich macht es wenig Unterschied, ob jemand von Konzernzentrale oder Tochtergesellschaft eingestellt wurde. Ganz oben ist ganz oben, egal von welchem Startpunkt die Tour begonnen wurde.

    • Und das Blackrock einem Juden gehört. Larry „wir erzwingen Veränderungen“ Fink.

      • Eben. Es ist immer wieder das gleiche bekannte Muster.

  • Die alle haben doch rein gar keinen direkten Bezug zu den Bürgern und den tatsächlichen Lebensrealitäten mehr!
    Da tuen sich keine Abgründe auf.
    Sondern Erkenntnis-Welten.

    Sie kriegen die „stories“ und Schlagzeilen, sowie die Abgründe in diesem Land moderat und gefiltert…von irgendwelchen Partei-Handlangern geliefert, die auch nur ihren hoch dotierten Job retten wollen.

    Leben in einer Blase…während die Gewalt und der Irrsein auf den Straßen tobt.

    Und der normale, arbeitende Bürger am Verzweifeln ist.

  • Und wie fremd sie erst dem Land geworden sind. Vielleicht sollte unsere gesamte Regierung in die Ukraine auswandern und sich da unnützlich machen

  • Kann ich NICHT nachvollziehen. Wie kann man sich einer Partei entfremden, die programmatisch-inhaltlich völlig belanglos ist? Und mit Macht und Moneten, den einzigen Triebfedern der heutigen CDU, kennen sich Merz & Spahn aus.

  • Hallo Max Roland, Sie schreiben:

    „Friedrich Merz war wohl so ungefähr der letzte Mensch, der verstanden hat, wie ernst es für Jens Spahn wird.“

    Oder auch nicht: Das war möglicherweise eine sehr elegante Methode, den gefährlichen Konkurrenten loszuwerden.

  • Naja ich hab mir den Artikel nicht ganz durchgelesen aber ich widerspreche. Die rot grüne Politik der Genossen der cdu und csu sowie das abräumen nahezu sämtlicher wahlversprechen, das ändern des Grundgesetzes mit dem abgewählten Parlament und das durchregieren einer rot grünen Minderheit gegen eine Mehrheit sowie der seit über 10 Jahren anhaltende Verfassungsbruch der Politiker hinsichtlich der illegale. Migration beweist genau das. Die cdu und deren ehemaligen Werte existieren nicht mehr. Man kann komplett Täter Opfer Umkehr betreiben und eine kleine aber laute gut organisiert rot grüne Minderheit kann solange die cdu spitze erfolgreich mit deren Anhängern besetzt ist die Demokratie in Deutschland Stück für Stück abschaffen und dabei noch die anderen als die bösen darstellen.
    Es funktioniert sonst würde niemand mehr die cdu wählen und die Menschen so lange auf die Straßen gehen bis wirkliche Konsequenzen folgen. Genosse Spanns maskenafaire egal. Wie viel verdient er als Abgeordnet?

    • Für mich ist der Spahn nur ein I-Tüpfelchen.
      Auch die Masken sind mir egal. Er hatte welche zu besorgen, egal was es kostet, also hat er es getan. Auch seine Leihmutter – geschenkt.
      Aber was Merkel und Merz aus meiner Heimat und meinem Volk machten, dafür gibt es kaum noch Worte.

      • Besorgt zum verbrennen? Welche Masken wurden den an die Bürger kostenlos verteilt? Kaum welche, es ging nur um Geld und Macht. Möge er lange in der Hölle schmoren…

        • Der Markt war leergefegt. Er hatte sich den Bedingungen der Anbieter zu beugen. Abnahmemengen und Preise waren kaum verhandelbar.
          Wie hoch ist die Verlustsumme?
          Peanuts im Vergleich zu anderen regelmäßigen Ausgaben für Gott und die Welt.

          -1
  • Jetzt wird’s aber einigermaßen bunt hier. Max Roland schrieb:

    „Eine Brisanz, die in Berlin-Mitte oder München-Schwabing nicht spürbar ist – umso mehr aber im Umland. Dort, wo die Union noch eine stabile, wertkonservative Wählerbasis hat.“

    Also wirklich. Im Münchner Stadtrat sitzen schon seit langer Zeit 80 Nasen. Seit in der letzten Stichwahl der Grüne Wasserfreak Krause an die Macht kam, stammen 23 dieser Nasen von den Grünen und 19 Nasen von der CSU! Macht zusammen 42 Nasen und damit die Mehrheit im Stadtrat.

    Die CSU hat im Vergleich zur vorigen Wahl um 0,2 % zugelegt, wogegen die Krause-Grünen um 2,6 Prozentpunkte abgeschmiert sind.

    Seit der Wasserfreak seine Verordnung über die Stadt stülpte (14.07.2026), hat es in München übrigens 35,3 Liter pro qm geregnet. Würde man das hochrechnen auf das ganze Jahr, kämen wir aufgerundet auf 1893 Liter pro Quadratmeter pro Jahr. Ist das tatsächlich Wassermangel?

    • „Wasserfreak“ ist gut. Wie wär`s mit Plumpaquatsch?

      • Auch gut……. 🙂

  • Wieder einmal wird hier auf A. N. die Union schön geschrieben und der publizistische Versuch unternommen, diese Mutter aller Probleme von der Intensivstation zu schieben. Was in der Union noch konservativ war, ist längst bei den Blauen.

  • Eine gelungene Analyse, Herr Roland!!
    Ohne unnötige Polemik. Danke dafür!
    Nur, selbst wenn Merz diese lesen würde, er würde es nicht verstehen.

    • Man sollte schon verstehen, dass die Autoren von A.N. immer wieder auf oberflächliche Weise Kritik an führenden Figuren der Union üben, aber dann erklären, dass diese Partei im Kern noch intakt sei. Unbedingt Erwähnung findet dann jedesmal der tapfere Linnemann…

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