Werbung:

Werbung:

Plagiatsaffäre

Doch keine „Einstimmigkeit“: Zwei BSW-Abgeordnete stellen sich gegen Voigt – Brombeerkoalition wackelt

Die Abstimmung der Thüringer BSW-Fraktion, hinter der Brombeerkoalition zu stehen, war nur einstimmig, weil die zwei Abgeordneten Wirsing und Küntzel fehlten. Die beiden tragen Voigt nicht mehr, wie sie in einer persönlichen Erklärung mitteilten.

Von

Anke Wirsing und Sven Küntzel im März 2025 im Landtag von Thüringen. Beide unterstützen Ministerpräsidenten Maio Voigt nicht mehr. (IMAGO/Funke Foto Services)

Werbung

Die beiden Thüringer BSW-Abgeordneten Anke Wirsing und Sven Küntzel tragen den thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt nicht mehr mit. Dies erklärten die beiden in einer persönlichen Erklärung. Auch der Darstellung, dass der gefasste Beschluss der BSW-Fraktion, in der Brombeerkoalition zu bleiben, einstimmig gewesen sei, widersprachen die beiden. „Hätten beide Mitglieder die Möglichkeit gehabt, an der Abstimmung teilzunehmen, läge kein einstimmiges Ergebnis von 13 von 15 Abgeordneten vor, sondern ein Votum von 15 Abgeordneten mit zwei klaren Gegenstimmen“, heißt es in der Erklärung.

Wirsing teilte bereits am Donnerstag vergangener Woche mit, dass sie an der Fraktionssitzung nicht teilnehmen könne. Küntzel konnte zwar an der Fraktionssitzung teilnehmen, musste diese aber vorzeitig verlassen und konnte deswegen an der Abstimmung nicht mehr teilnehmen. In der Debatte hat sich Küntzel nach eigenen Aussagen auf die Seite des BSW-Bundesvorstandes gestellt, der fordert, Ministerpräsident Voigt wegen seiner Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit das Vertrauen zu entziehen.

Ohne die beiden BSW-Abgeordneten hat die Brombeerkoalition nur noch 42 von 88 Stimmen im Thüringer Landtag. Gab es vorher im Parlament ein Patt zwischen der Opposition aus AfD und Linkspartei, hat Voigt jetzt eine echte Minderheitsregierung.

Die BSW-Bundesspitze fordert von ihren Parteifreunden in Thüringen, dass sie Voigt stürzen. Statt Voigt soll es einen überparteilichen Ministerpräsidenten geben. Dieser soll dann mit wechselnden Mehrheiten arbeiten können. Unterstützt wird die Idee eines überparteilichen Ministerpräsidenten für Thüringen auch vom Thüringer AfD-Chef Björn Höcke. AfD und BSW kommen im Parlament mit 47 Stimmen auf eine Mehrheit. Dass aber in der BSW-Fraktion die notwendige Anzahl an Abgeordneten mitzieht, gilt als unwahrscheinlich.

Nach der Beschlussfassung der Fraktion, in der Koalition zu bleiben, haben zudem fünf Kreisverbände des BSW einen Sonderparteitag gefordert. Das notwendige Quorum wurde damit erreicht. Auf dem Parteitag soll darüber debattiert werden, ob Mario Voigt gestürzt werden soll. Die Einladungsfrist für den Parteitag beträgt drei Wochen. Der Parteitag wird also im September stattfinden.

ww

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

24 Kommentare

  • Zwei mit Eier. Bravo!

  • Soll die Linke einspringen. Da wächst dann endlich zusammen was zusammen gehört und die Union zerstört sich endlich selbst.

  • Na also, geht doch.

  • Spannend! Die Brandmauer bröckelt an beiden Seiten. Erinnert mich an 89, als Menschen von beiden Seiten mit Hammer und Meißel in das betonierte Fanal der Unmenschlichkeit hackten, bevor die richtigen Maschinen kamen.

  • Er könnte neue Mettbrötchen entwickeln…

    • Er könnte auch als erste Mett-Mondrakete Söders Weltraum-Pläne und Mondmission erfüllen.

    • Er würde eher wegen eines Verstoßes gegen die Hackfleischverordnung (Gammelfleisch) belangt werden.

  • Respekt!

  • Es wird Zeit, dass der Abschreiber Voigt zurücktritt. Spätestens morgen.

  • Die Popularität von Trump unter US-Bürgern ist auf 33 % gesunken, was der niedrigste Wert seit seinem Amtsantritt ist. Dies geht aus den Ergebnissen einer Umfrage hervor, die von Reuters und Ipsos durchgeführt wurde.
    https://t.me/tass_world/63266

  • Die werden doch für solche Sitzungen bezahlt, dafür kriegen die ihr Geld. Wo mussten die denn hin? Zum Zahnarzt?

  • Einstimmigkeit heißt bei Katja Wolf vom BSW in Thüringen, nur ihre Stimme zählt. Wolf ist das „Schaukelpferd“ vom Mett-Mario.

  • Der Drops ist bereits gelutscht, bzw. die Abstimmung durch. Dr. ex plag. Voigt hat sich erst einmal noch ein paar Monate im Amt gesichert. Vermutlich gibt es eine Ziellinie (Ansprüche auf Altersversorgung/ Übergangsgelder) welches es unbedingt zu halten gibt. 😕

  • Die Arroganz, die Voigt an den Tag legt, wird die CDU bitterst zu spüren bekommen.

  • Mett-Man braucht alle – und eigentlich noch 1 mehr.
    Das könnte es gewesen sein.

    Höcke als MP braucht allerdings alle außer 2. Wird also noch nicht.

    Neuwahlen liegen in der Luft. Es bleibt „interessant“ für Pinocchio und Sensibeil.

  • Das Todesurteil des BSW.
    Linke wählen die doch nicht, damit die CDU mit dem Hackbrötchen regiert.

  • Vielleicht hat Dr. Mett Plaque doch noch ein Fünkchen Ehre und er tritt zurück. Aber bitte, er soll keine Verantwortung übernehmen mit seinem Rücktritt.. Das Amt ist schon beschädigt genug. Komisch, er erinnert mich immer an die Führungsriege bei „Animal Farm“.

  • Dr. Met. Wurst ist angezählt und wackelt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann er abgekocht ist….

  • Mett-Mario, der schneller Betrügen und hochstapeln kann, als sein Schatten!

  • Der Betrüger und Hochstapler Voigt frisst uns das Mett von den Kopf!

  • Erbärmlich… BSW MUSS WEG

Werbung