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IW-Studie

Deutschlands Wirtschaft wächst nur noch dank des Staates – private Investitionen brechen ein

Die deutsche Wirtschaft wächst nur noch dank der Investitionen und Konsumausgaben des Staates. Während die privaten Investitionen im Inland einbrechen, investieren deutsche Unternehmen weiterhin Milliarden im Ausland.

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Höhere Staatsausgaben der Regierung von Friedrich Merz führen auch in diesem Jahr voraussichtlich zu Wirtschaftswachstum. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Die deutsche Wirtschaft ist seit 2020 nur durch steigende Staatsausgaben gewachsen. Ohne die zusätzlichen Ausgaben des Staates wäre das Bruttoinlandsprodukt in den vergangenen sechs Jahren geschrumpft. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor.

Zwischen 2020 und 2025 wuchs die deutsche Wirtschaft demnach im Durchschnitt lediglich um 0,2 Prozent pro Jahr. Der private Sektor verringerte das Wachstum jährlich um 0,5 Prozentpunkte – er schrumpfte. Staatskonsum und öffentliche Investitionen lieferten dagegen einen positiven Beitrag von durchschnittlich 0,6 Prozentpunkten.

In den vorherigen Jahrzehnten hatte die Privatwirtschaft noch erheblich zum Wachstum beigetragen. In den 2010er Jahren lag ihr jährlicher Beitrag bei durchschnittlich 1,4 Prozentpunkten. Selbst in den von Strukturproblemen und der Finanzkrise geprägten 2000er Jahren steuerte der private Sektor noch 0,2 Prozentpunkte bei.

Das liegt dem IW zufolge primär am starken Rückgang privater Investitionen. Ihr negativer Wachstumsbeitrag ist in den 2020er Jahren mehr als viermal so groß wie noch in den 2000er Jahren. Damit fällt der Rückgang der privaten Investitionen so stark ins Gewicht wie in keinem Jahrzehnt zuvor.

Wie stark die staatlich beförderte Wirtschaft und die Privatwirtschaft mittlerweile auseinanderliegen, sieht man, wenn man sie mit der Zeit vor der Corona-Pandemie vergleicht. Die realen öffentlichen Investitionen übertrafen den Jahresdurchschnitt von 2019 zuletzt um gut 20 Prozent. Die privatwirtschaftlichen Investitionen lagen im zweiten Quartal 2026 dagegen weiterhin mehr als zehn Prozent darunter.

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Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich beim Konsum. Seit 2019 erhöhte der Staat seine realen Konsumausgaben um mehr als 16 Prozent. Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen im gleichen Zeitraum lediglich um 4,5 Prozent.

Das IW verweist zwar auf die Folgen der Corona-Pandemie, des Energiepreisschocks und der geopolitischen Krisen. Dauerhaft könne eine Marktwirtschaft jedoch nicht allein von staatlichen Ausgaben leben – zumal diese zunehmend über neue Schulden finanziert würden.

IW-Konjunkturchef Michael Grömling zieht daraus ein düsteres Fazit: „Die deutsche Wirtschaft kommt aus eigener Kraft nicht mehr vom Fleck.“ Was an Wachstum übrig bleibe, stamme aus staatlichen Impulsen oder Sondereffekten. Für die Unternehmen stünden die Produktivität des Standorts und die hohen Kosten für Arbeit, Energie und Bürokratie inzwischen in keinem angemessenen Verhältnis mehr.

Die höheren Investitionen des Staates begrüßt Grömling hingegen grundsätzlich. Das Sondervermögen sei jedoch „nur zu rechtfertigen, wenn es Hand in Hand mit Strukturreformen geht“. Genau daran mangele es bislang: „Da bleibt die Bundesregierung vieles schuldig.“

Der Eindruck, deutsche Unternehmen würden grundsätzlich nicht mehr investieren, wäre allerdings falsch. Allein 2025 flossen rund 86 Milliarden Euro deutscher Direktinvestitionen ins Ausland. Besonders China bleibt ein wichtiges Ziel: Dort investierten deutsche Unternehmen 2025 rund sieben Milliarden Euro, im ersten Halbjahr 2026 kamen weitere 5,6 Milliarden Euro hinzu. In die USA flossen im ersten Halbjahr trotz eines deutlichen Rückgangs noch 4,3 Milliarden Euro. Die Investitionsschwäche ist damit vor allem ein Problem des Standorts Deutschland.

rs

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29 Kommentare

  • Wer hätte das gedacht: Außer Kontrolle geratener Wohlfahrtsstaat blockiert Wirtschaft.

    • Die ohne Not künstlich erhöhten Energiepreise bitte nicht vergessen.

  • Ich hätte da ein paar Ideen wie man dutzende Milliarden einsparen könnte und das jährlich!
    Würde auch die Krankenkassen massivst entlasten.

  • Das wird auch so bleiben, solange nicht einmal eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung gewährleistet ist und immer mehr Sozialismus einkehrt. Dann zieht das Kapital weiter z.B. nach Lateinamerika, wo man diesen Irrweg zum Glück gerade hinter sich lässt. Den vielen hervorragenden Unternehmern hierzulande wird diese Politik nicht gerecht.

  • Sofort Neuwahlen.

  • Es wird Zeit für Neuwahlen. Mit dieser Regierung unter Merz ist jeder weitere Tag ein schlechter Tag für unser Land.

  • Deshalb führen wir jetzt ja auch noch die Zucker- und vor allem die Plastiksteuer mit ein!
    Wenn das keinen Wirtschaftsantriebsturbo anwerfen wird, was dann?

    • Irgendwoher muss das Geld für Lars kommen, der damit mehrere tausend Beamtenstellen für seine Gefolgschaft schafft.

  • Was hat das hier mit Deutschland oder deutsch zu tun? Kann mir das einer mal erklären? 😀

  • Die Regierungszeit wurde mit dem „Sondervermögen“ gekauft.

    • Michel mal wieder hinter die Fichte geführt.

  • Einfach noch ein paar Steuern oben draufklatschen, 3.000 neue Beamte einstellen und schon läuft der Laden wieder.

  • Währenddessen schafft der Staat über tausend Stellen für die Eintreibung der Zuckersteuer und zweihundertfünfzig Stellen für die Eintreibung der Verpackungssteuer
    Nutzen für den Steuerzahler gleich Null, lediglich weiteres sinnloses und kostenintensives Aufblähen des Staatsapparates.

  • Sozialistische Wirtschaft in Reinkultur!

    Das Aushängeschild der Regierung SchwarzRot unter dem vermeintlichen „großen“ Vorsitzenden Merz….

    Trabbis nach 10 Jahren für alle!

  • Staatliche Ausgaben für Konsum führen zwangläufig zu noch höheren Kosten.
    Ein Panzer produziert nichts. Er muß aber getankt, aufmunitioniert repariert und gewartet werden. Auch immer mehr Beamte erbringen keine Wirtschaftsleistung, siehe Lieferkettengesetz usw.
    Frag doch mal jemand den sensiblen Lars nach dem Nettoinlandsprodukt zu Faktorkosten…

    • Nachhaltige Wirtschaftsleistung (Netto-Betrachtung): Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) blendet den Verschleiß von Maschinen und Gebäuden aus. Das Nettoinlandsprodukt zu Faktorkosten zieht diese Abschreibungen ab. Es sagt also aus, was eine Wirtschaft leistet, nachdem sie ihren Substanzverlust ausgeglichen hat.

  • Welcher Unternehmer soll denn noch in Deutschland investieren, wenn ihm bei einer Mangellage mitten in der Produktion mit kurzer Vorlaufzeit der Strom abgestellt wird? Inzwischen kann man nicht einmal mehr sagen, dass der Letzte hier das Licht ausmacht. Der Letzte tastet sich sich jetzt im Dunklen zur Tür.

  • Danke Fritze, tausend Dank!

  • Stimmt doch gar nicht! Ich bin Privat und habe meinen Leo II bestellt!

  • In Deutschland fehlt dringend ein Politiker wie Xavier Milei.

  • Diese angeblich demokratischen Alt-Kartellparteien unternehmen nichts für Deutschland und seine Bürger.
    Im Gegenteil es gibt nur noch Steuererhöhungen, Autokratie Bestrebungen, Unterdrückung der Meinungsfreiheit und die Elite lebt in Saus und Braus!
    Da kann ich nur noch sagen „weg damit! „

  • 1000 neue Arbeitsplätze für die Eintreiber der Kunsnstoffsteuer! Ist das etwa nichts?

  • Na das ist doch was! Jetzt muss der Staat nur noch gut wirtschaften, dann geht’s wieder aufwärts. Und wenn der Staat die Auslagen bezahlt werden, kosten sie ja auch nix.

  • Für den Lars ist ganz klar, wir benötigen noch eine Turnschuh, Herd, Kühlschrank und Fahrradsteuer! Jeder Demokrat aus der selbsternannten Mitte der dagegen ist wünscht sich 1933 zurück.

  • Ach was, ich vertraue unserem SAntifaKlingbeil voll und ganz.
    😵‍💫🤥🤮

  • Das letzte freue Gesindel wird noch schnell mit Posten versorgt und als Wirtschaftswachstum verkauft.

    Der Merz und seine Mittäter werden immer lächerlicher.

    Noch vor Weihnachten wissen wir den Namen der neuen Kanzlerin.

  • Deutschland schrumpft dank bodenlos dummer Politiker und einem skrupellosen Kanzlerdarsteller zweiter Wahl mit vermutlich psychosozialer Dissonanz.
    Nur eine schnelle Bundestagswahl kann diesen Verfall aufhalten. Die Rückkehr zu wirtschaftlicher Sicherheit wird allerdings schmerzhaft und dauert. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

  • Sie schmeissen mit Fiat Geld um sich und loben dabei den Herrn. So wie immer. Sperrt sie alle weg und schmeisst den Schlüssel weg.

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