Der Stern auf dem Holzweg: Wie tief Mercedes wirklich in die Krise gerutscht ist
Bei Mercedes-Benz läuft es seit mehreren Jahren alles andere als rund. Die Stuttgarter hinken bei Schlüsseltechnologien hinterher und schrumpfen, anders als etwa BMW. Nun plant der Autobauer rigide Sparmaßnahmen und Produktionsverlagerungen.
Mercedes-Benz steht unter erheblichem wirtschaftlichem Druck: Die Absatzzahlen sind rückläufig, der Konzern lieferte im Jahr 2025 nur 2,16 Millionen Pkw und Vans aus. Damit erzielte Mercedes-Benz das schwächste Absatzergebnis seit 2014. Im Pkw-Segment sank der Absatz auf 1.800.800 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber 2024 entspricht – rund 182.600 Einheiten weniger als im Vorjahr.
Bei anderen großen deutschen Autobauern stellt sich die Lage stabiler dar. Volkswagen setzte 2025 lediglich rund 0,5 Prozent weniger Fahrzeuge ab als im Vorjahr, BMW konnte seinen Absatz sogar leicht steigern. Der Münchner Autobauer verkaufte 0,5 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr.
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Infolge des Absatzrückgangs gaben bei Mercedes-Benz zuletzt auch Umsatz und Gewinn deutlich nach. Im ersten Halbjahr 2025 sank das Konzernergebnis – also der Nettogewinn – von rund 6,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf etwa 2,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 55,8 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich um rund 55 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2025 liegen bislang noch keine endgültigen Zahlen vor.
Dabei handelt es sich nicht um das erste Krisenjahr für den Autobauer mit dem Stern. Bereits 2024 waren dessen Absatzzahlen um 4 Prozent eingebrochen. Das Konzernergebnis ging im Vergleich zu 2023 um 30,8 Prozent zurück, während das EBIT sogar um 40,5 Prozent einbrach.
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Unter anderem die stagnierenden Verkaufszahlen bei den Elektrofahrzeugen setzen dem Autobauer zu. Ausschlaggebend dafür ist vor allem die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere Hersteller aus Fernost bieten (E-)Autos mit einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis an – nicht nur im Vergleich zu Mercedes-Benz, sondern auch gegenüber den übrigen deutschen Autobauern.
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In Deutschland ist Energie teuer, die Löhne sind – insbesondere in der Automobilindustrie – überdurchschnittlich hoch und Regulierungen sowie Steuern belasten die Hersteller finanziell. Um wirtschaftlich bleiben zu können, müssen Mercedes-Benz und Co. diese Kosten letztlich an die Endkunden weitergeben.
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In der Volksrepublik China ist das Gegenteil der Fall: Die Hersteller profitieren von staatlich gefördertem Zugang zu Rohstoffen, umfangreichen Subventionen sowie insgesamt niedrigeren Produktionskosten. Zudem sind Bürokratie sowie die Steuer- und Abgabenlast für Unternehmen niedrig. Die Folge: Modelle von BYD, Nio, SAIC und Co. werden teils um das Zwei- bis Dreifache günstiger angeboten als entsprechende Modelle von Mercedes.
Auch bei anderen Schlüsseltechnologien, insbesondere beim autonomen Fahren, tut sich Mercedes schwer. Der Hersteller hat die Entwicklung von Systemen für freihändiges Fahren vorerst zurückgefahren. Laut einem Bericht des Handelsblatts soll in der überarbeiteten S-Klasse, deren Vorstellung für Ende Januar geplant ist, auf automatisiertes Fahren nach SAE-Level 3 verzichtet werden.
Stattdessen will sich Mercedes zunächst auf Fahrerassistenzsysteme beschränken, bei denen die Verantwortung weiterhin vollständig beim Fahrer liegt und jederzeitige Aufmerksamkeit erforderlich ist. Auch hierbei spielen die ungünstigen Standortbedingungen eine Rolle: Laut der Zeitung stehen hohe Produktionskosten einer bislang begrenzten Nachfrage gegenüber.
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Um der erheblichen Kostenbelastung am deutschen Standort, die das Geschäft des Konzerns auf mehreren Ebenen ausbremst, entgegenzuwirken, hat Mercedes-Benz zuletzt tiefgreifende Maßnahmen eingeleitet – darunter auch die Verlagerung von Produktionskapazitäten. Im Februar 2025 wurde konzernintern beschlossen, den Fertigungsanteil in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten von derzeit 15 auf künftig 30 Prozent auszuweiten.
Vor diesem Hintergrund wurde bekannt, dass die A-Klasse künftig im ungarischen Kecskemét gefertigt werden soll. Ab dem zweiten Quartal des laufenden Jahres soll die Produktion des Kompaktmodells, die seit 1997 im Werk Rastatt nahe Karlsruhe angesiedelt ist, am ungarischen Standort fortgesetzt werden.
Während mit dem Abzug der A-Klasse-Produktion der deutschen Automobilindustrie erneut Wertschöpfung verloren geht, gibt es für die 6.000 Beschäftigten im Rastatter Werk vorläufig positive Nachrichten. Nach Angaben der Stuttgarter Nachrichten sind keine Stellenstreichungen geplant. Die Fertigung anderer Modelle wie die des CLA, des Kompakt-SUV GLA sowie des EQA soll weiterhin vor Ort erfolgen.
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Neben der Verlagerung der A-Klasse-Produktion nach Ungarn hat Mercedes-Benz im Zuge der Unternehmenskrise zuletzt weitere Einschnitte vorgenommen. So wurde im letzten Oktober bekannt, dass die Produktion des Elektro-SUVs EQB eingestellt werden soll. Die Nachfrage nach diesem Modell war einfach viel zu gering ausgefallen (Apollo News berichtete). Nun stellt sich die Frage: Kann Mercedes in Zukunft wieder mit seinen Autos überzeugen?
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Muss jeden Tag an einer Muckibude parken, dort parken immer sehr viele große aufgemotzte Mercedes Limousinen in schwarz. Wenn ich mir das Klientel ansehe was heute diese Fahrzeuge fährt, zu denen möchte ich mich nicht mehr zuzählig fühlen.
Dafür ist Mercedes auf Wokeismus Kurs und warnt ständig vor dem Klimawandel und setzt auf die Energiewende. Da spielt der wirtschaftliche Druck und die Absatzzahlen nur och eine untergeordnete Rolle. Mit dem Verbrenner-Aus können sie sich dann auf das neue Kerngeschäft von Lastenfahrrädern und Luxus-Rikschas konzentrieren. So wird die „große“ Transformation doch noch zum Erfolgsmodell für ein ehemalige Vorzeige-Unternehmen aus Germany.
Transformation als Erfolgsmodell.
Und die Bundesregierung?
Es geht weiter in Richtung abwärts.
Dabei ist die Industrie schon im freien Fall.
Ach ja: Die Abbruchkante liegt schon etliche Kilometer weiter oben.
„Um wirtschaftlich bleiben zu können, müssen Mercedes-Benz und Co. diese Kosten letztlich an die Endkunden weitergeben.“
Es sind doch auch diese Endkunden. die bei jeder Gelegenheit und Wahl für diese Desasterpolitik stimmen ! So schließt sich der Kreis.
Fahren denn alle Führungskräfte und Mitarbeiter bei Mercedes elektrisch, um Kunden von der „bezahlbaren Alltagstauglichkeit“ zu überzeugen? Ich bin selbst mit 2 Mercedes (GLA) im „Firmenangehörigengeschäft“ dabei, ohne bei Mercedes zu arbeiten (Konstellation aus der Vergangenheit – Autos immer nur für 12 Monate mietbar). Hab diese Woche Mails von Mercedes bekommen, ich möge mit meinen Folgebestellungen doch auf E-Autos umsteigen :-). Meine Antwort war … Da gehe ich lieber zu Fuß …
Nicht nur der Stern aus dem Schwaben Land ist am sinken auch der von ganz Deutschland.
Hände klatschend und singend in den kollektiven Untergang dafür den Endsieg für die Klimaneutralität gewonnen.
Xpeng bereitet den Börsengang seiner Flugautosparte vor.
Bis 2035 – Verbrennerverbot – gehts Jahr für Jahr weiter abwärts. Danach wird abgewickelt.
Genau 80 Millionen Menschen sind der wichtigste Markt für ein internationales Unternehmen. Da kann man den lächerlichen Markt von 1,2 Milliarden Menschen wie in China vernachlässigen und nicht bedienen.
Oder Mercedes? Kann dann mal weg!
Wenn man von Corona bis hausgemachte Wirtschaftskrise immer schön auf Linie ist, muss man sich nicht wundern wenn’s irgendwann knallt. Aber immer schön dem Mainstream nach. Weiter so Mercedes. Hab mein Leben lang MB gefahren. Jetzt nicht mehr !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Tja, „woke“ Hirnfäule statt unternehmerischer Grundkompetenz und Franzosenschrott mit vier Zylindern zum „Premium“-Preis sind eben ein Patentrezept für wirtschaftlichen Erfolg. Vor allem dann, wenn die Zielgruppe sowieso nur aus Rentnern und Talahons besteht.
In der Chefetage bei M B sitzen wie bei den anderen deutschen Herstellern nur E dioten und Brüssel hoerige Voll Versager….