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Die Straße von Hormus ist nicht das einzige Nadelöhr – bricht bald die globale Luftfahrt zusammen?

Irans Marine ist dezimiert, Raketenangriffe werden weniger – dennoch trauen sich bisher nur wenige Tanker durch die Straße von Hormus. Zugleich wird der Korridor für den Flugverkehr gen Asien immer enger.

US-amerikanischer U-Boot-Angriff auf das iranische Kriegsschiff Iris Dena

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Etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl wird per Schiff über die Straße von Hormus, die Meerenge zum Persischen Golf, abgewickelt. Normalerweise. Aktuell stauen sich die Tanker auf beiden Seiten des Golfeingangs.

Der Krieg im Iran hat den dortigen Schiffsverkehr vorübergehend fast vollkommen zum Erliegen gebracht. Dabei gibt es aktuell gar keine richtige Seeblockade. US-Streitkräfte konnten bereits große Teile der iranischen Marine ausschalten. Nicht nur in den Gewässern des Persischen Golfs, auch auf hoher See – zuletzt vermeldete das Pentagon die erste US-Versenkung per Torpedo seit dem Zweiten Weltkrieg. Ein amerikanisches U-Boot hatte das iranische Kriegsschiff Iris Dena im Indischen Ozean bei der Rückkehr von einem Militärmanöver gen Iran versenkt.

Stattdessen drehen sich die Befürchtungen vieler Reedereien aktuell eher um willkürliche Attacken aus der Luft, nicht von der Marine. Eine von der iranischen Marine durchgesetzte Seeblockade gibt es damit aktuell gar nicht wirklich. Vielmehr geht es um das Sicherheitsrisiko, dass iranische Drohnen und Raketen Tanker bei der Durchfahrt durch die Straße treffen könnten.

US-Präsident Trump hat daher bereits US-Militäreskorten für zivile Schiffe in der Meerenge angekündigt. Deren Luftabwehrsysteme könnten iranische Angriffe abwehren. Zugleich kündigte er an, dass die staatliche US International Development Finance Corporation die Versicherung entsprechender Schiffe anbieten werde. Die US-Staatsfirma erklärte in einem Statement, man werde „Charterern von Handelsschiffen, Reedern und wichtigen Anbietern von Seeversicherungen Unterstützung anbieten, um Marktstörungen zu minimieren und den freien Waren- und Kapitalverkehr zu gewährleisten.“

Nach massiven US-Luftschlägen gegen das iranische Militär geht derweil zudem die Intensität der iranischen Raketenangriffe deutlich zurück. So verschoss der Iran am ersten Tag des Konflikts noch circa 350 Raketen, am zweiten Tag 150, an Tag drei 120 und am vierten Tag nur noch 50 Raketen. Den Golfstaaten gelingt es inzwischen zudem, die Mehrheit der Raketen abzufangen.

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Mit einem weiteren Rückgang der iranischen Raketenangriffe und US-Unterstützung für die Reedereien könnte es dann zu einem vorsichtigen Wiederanlaufen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz kommen. Eine Rolle spielen dabei aber natürlich nicht nur rein militärische Gesichtspunkte, sondern auch die Risikoabschätzungen der Reedereien und ihrer Versicherer.

Zugleich bedrohen iranische Drohnenattacken nun ein weiteres Transportmittel: den zivilen Luftverkehr nach Asien von Europa. Denn dort bildet sich nun immer mehr ein Nadelöhr. Bisher lief der Großteil der europäischen Flüge nach Asien über den Golf, ist dort nun wegen des Iran-Kriegs und iranischer Luftangriffe auf wichtige Dreh- und Angelpunkte wie die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar aber fast vollständig zum Erliegen gekommen.

Stattdessen wich man bisher auf einen engen Korridor nördlich des Irans und südlich des wegen des Ukraine-Kriegs ebenfalls gemiedenen Russlands aus: den Kaukasus. Viele Flüge gehen über Armenien, Georgien und dann weiter östlich über Aserbaidschan und Zentralasien.

Die Staaten im Kaukasus haben sich bisher nicht am Konflikt beteiligt, dennoch verschärft sich dort jetzt die Lage nach iranischen Angriffen auf die südwestlich des armenischen Staatsgebiets gelegene und von Aserbaidschan kontrollierte Region Nachitschewan. Denn am örtlichen Flughafen schlugen iranische Drohnen ein.

Bereits jetzt fliegen die allermeisten Maschinen deshalb deutlich weiter nördlich entlang der georgischen, armenischen sowie aserbaidschanischen Grenze zu Russland. Der enge Korridor, in dem aktuell eigentlich die Waffen schweigen, wird damit noch enger.

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All das unterstreicht einmal mehr die kritische Bedeutung der bisher fragilen Region für den gesamten Welthandel und -verkehr. Man hat es dort mit einem ganzen Band unsicherer Länder zu tun:

Im Norden Russland, das durch seine Invasion der Ukraine auch in seinen eigenen kaukasischen Regionen ukrainischen Luftangriffen ausgesetzt ist. Dann Aserbaidschan, eine Diktatur, die in den letzten Jahren bereits mehrfach Krieg gegen ihre armenischen Nachbarn führte; südlich davon der weite iranische Luftraum, kontrolliert vom Mullah-Regime, und dann der Golf mit der Straße von Hormuz, der nun ebenfalls iranischen Angriffen ausgesetzt ist.

Südlich davon folgt dann unter anderem der Jemen, von dem aus die islamistischen pro-iranischen Huthis in den letzten Jahren wieder Schiffe im Arabischen Meer attackierten, auch wenn diese nach US-Interventionen 2025 zuletzt zurückgingen.

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19 Kommentare

  • ui ui ui, jetzt wird wieder nachträglich zensiert..

    • Naja, Thorsten Kraemer, als dubioser, öffentlich kaum bekannter Investor mit 15 Prozent Anteil an Apollo versteht kein Spaß. Der muss liefern. Was eigentlich?

  • Die Aussage „erster Torpedoangriff seit dem 2. WK“ ist falsch! Bereits 1982 im Rahmen des Falklandkrieges versenkte das britische Atom-Unterseeboot „HMS Conqueror“ den argentinischen Kreuzer „General Belgrano“ mit mehreren Torpedos!

    • Nicht nur in den Gewässern des Persischen Golfs, auch auf hoher See – zuletzt vermeldete das Pentagon die erste US-Versenkung per Torpedo seit dem Zweiten Weltkrieg

      Die Aussage von Apollo News istg korrekt. Da steht nämlich US-Versenkung. Da spielt der Falklandkrieg keine Rolle.

  • Eilmeldung:
    Russische Armee ist am Ende, sie haben keine Munition und keine langen Unterhosen mehr.

  • Kleinbritannien hat erklärt das die Drohnen die auf dem Stützpunkt auf Zypern eingeschlagen sind NICHT aus dem Iran stammen. Jetzt dürfen wir alle fünfeinhalb mal raten von wo und von wem diese Drohnen stammen… .

    • Aus dem Iran. Das Kalifat Kleinbritannien erzählt dummes Zeug. Oder was wollen Sie mit Ihrem fehlerstrotzenden Geraune andeuten?

      • „Es soll sich um ein ähnliches Modell wie eine iranische Shahed-Drohne handeln, die von Teheran intensiv eingesetzt wurde, um Israel und den weiteren Nahen Osten zu bombardieren. Die Kamikaze-Drohne verursachte leichte Schäden und soll nicht aus dem Iran gestartet worden sein. „Aufgrund des Typs der Drohne sowie ihrer Reichweite und Leistungsfähigkeit kann der militärische Nachrichtendienst bestätigen, dass diese Drohne nicht aus dem Iran gestartet wurde“, sagte eine Quelle am Mittwoch.“

        https://www.merkur.de/politik/grossbritannien-setzt-elitedrohnenjaeger-im-nahen-osten-ein-zr-94200248.html

  • Frankreich hat die vorübergehende Präsenz von US-Flugzeugen auf bestimmten Stützpunkten im Land genehmigt.
    Angesichts der Lage habe Frankreich jedoch zur Bedingung gemacht, dass die betreffenden Ressourcen in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt werden, teilt ein Vertreter des französischen Generalstabs mit.
    Sie sollten ausschließlich zur Unterstützung der Verteidigung von Frankreichs Partnern in der Region dienen.
    Das Bundesverteidigungsministerium hat keine Pläne, vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ein zusätzliches Schiff ins Mittelmeer zu beordern. „Wir planen keine Entsendung einer Luftverteidigungsfregatte“, teilte ein Sprecher des Ministeriums auf AFP-Anfrage mit.
    Generell plane Deutschland „derzeit keine zusätzlichen deutschen militärischen Fähigkeiten, die über die Beiträge zu den laufenden Einsätzen“ hinausgingen.

  • Aha, soso, sehr interessant. Und was sagt Ihre Glaskugel zu den Lottozahlen am Samstag?
    Die USA haben jetzt verkündet sie rechnen mit einer Einsatzdauer bis September.
    Ich in etwa auch. Dezember 2034.

    Das mit dem Regime Change klappst anscheinend nicht und durch reine Luftschläge kann man kein Land erobern. Das sollten die Amis in Vietnam eigentlich gelernt haben.

    • Die USA haben mindestens 113 Soldaten in Iran verloren
      Nach Angaben türkischer Quellen haben iranische Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten mindestens 113 amerikanischen Soldaten das Leben gekostet und etwa 200 verletzt.
      Auf die hohe Zahl der Todesopfer weisen nicht nur die Medien hin, sondern auch die Tatsache, dass der Pentagon-Auftragnehmer Joint Technology Solution dringend „Spezialisten für persönliche Gegenstände” auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover einstellt.

    • was auch immer sich ereignen wird, fuer die EU sind diese zustaende die perfekte steilvorlage, um die letzten zuege des great reset ohne grosse widerstaende zu implementieren.

      *erneuerbare* energien, e-mobilitaet.
      angesichts der preise fuer fossile berennstoffe sind mehr menschen als zuvor bereit, umzudenken und sich auf EU-linie zu begeben.
      inzwischen denkt putin auch schon ueber einen gasstopp in die EU nach, um lieber laender asiens, die durch den krieg lieferausfaelle erleiden, als kunden zu gewinnen.

      damit auch alle anderen laender in den genuss *unsererdemokratie* gelangen, hat die EU-kommission noch schnell das *neue Europäische Zentrum für demokratische Resilienz* auf den weg gebracht.
      eine gefaehrliche angelegenheit, um zukuenftig alle laender in den gleichschritt zu bringen.
      https://uncutnews.ch/eu-startet-still-und-leise-zentrum-fuer-demokratische-resilienz-scharfe-kritik-aus-dem-europaparlament/

  • das gras ist grün

  • Apollo wie immer bestens informiert. Direkt wieder von der Front mit der absoluten Wahrheit. Oder doch wieder nur überall abgeschrieben, was so gemunkelt wird? Oder Auftragsarbeit? Hat sich Max Mannhart eigentlich wieder erholt? Apollo-nius kam ja nicht gut weg. Augen auf bei der Investorenwahl 😉

  • Es muss einfach mal geklärt werden. Der beste Tag dazu ist heute.

    • gegen einen Klaren nach dem Essen ist nichts einzuwenden.

  • in den USA leben 2.5 Millionen Kinder in Armut.
    Die werden sehr erfreut sein dass man dutzende Milliarden investiert um ein Massaker an Schuldmödchen im Iran anzurichten. Aber der Deutsche Dodo sorgt sich natürlich vor allem darum dass es noch Klohpapier im Lidl hat.

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