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Berlin

„Death to the IDF“: Linke gerät nach Antisemitismus-Eklat in Erklärungsnot

Mit Zeilen wie „Death to the IDF“ hat der Rapper Dahabflex für einen Antisemitismus-Eklat bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken gesorgt. Jetzt zeigt sich die Linke schockiert – dabei ist der Mann gerade für seine Radikalität und Gewaltaffinität bekannt.

Rapper und Israelhasser: Dahabflex (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Bei einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Berlin-Neukölln ist ein Auftritt des Rappers Dahabflex wegen mehrerer antisemitischer und gewaltbezogener Textzeilen zum politischen Streitfall geworden. Dahabflex trat am Samstagabend bei der Veranstaltung „Wütend auf den Kapitalismus“ auf dem Herrfurthplatz auf. Wie der Tagesspiegel berichtet, präsentierte er kurz vor dem Ende der Kundgebung den Song „Stop the Genocide“. Darin kamen unter anderem die Zeilen „Yalla Yalla Intifada – Westbank, Palästina, Gaza“ sowie „Death to the IDF“ („Tod der israelischen Armee“) vor.

Das Publikum reagierte während des Auftritts nicht etwa mit Protest. Zahlreiche, überwiegend jüngere Besucher tanzten und sangen stattdessen den Liedtext mit, während eine Palästinenserflagge geschwenkt wurde und sich einzelne Besucher vermummten. Die anwesenden Linken-Politiker intervenierten nicht und reagierten auch sonst nicht unmittelbar auf die offen antisemitischen Ausfälle von der Bühne. Noch während des Auftritts betrat Hermann Nehls, Co-Vorsitzender der Neuköllner Linken, kurzzeitig die Bühne und machte Fotos.

Die verwendete Parole „Yalla Yalla Intifada“ ist historisch eng mit gewaltsamen Konflikten zwischen Palästinensern und Israel verbunden. Der Begriff bezeichnet insbesondere die erste und zweite Intifada von 1987 bis 1993 beziehungsweise 2000 bis 2005, bei denen infolge palästinensischer Aufstände, Anschläge und Attacken mehr als tausend Israelis getötet wurden. In Kombination mit „Yalla“, also „Los“ oder „Los geht’s“, ist die Parole als direkter Aufruf zur Gewalt zu verstehen.

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Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat sich inzwischen von dem Auftritt distanziert. „Wie meine Parteivorsitzende Kerstin Wolter verurteile ich den Auftritt in Neukölln aufs Schärfste. Aufrufe zur Gewalt und zur Tötung von Menschen sind absolut inakzeptabel“, teilte Eralp der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie fügte hinzu: „Ich bin entsetzt, die Verantwortlichen hätten sofort intervenieren müssen.“

„Der Bezirksverband Neukölln hat den Sänger eingeladen“, erklärte sie. Sie erwarte deshalb, dass innerhalb des Bezirksverbandes aufgeklärt werde, wie es zu einer solchen „Grenzüberschreitung“ habe kommen können und dass daraus „Konsequenzen“ gezogen würden. Zugleich betonte sie, „klar für den Schutz von jüdischem Leben und gegen jede Form von Antisemitismus“ einzustehen.

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Auch Landeschefin Kerstin Wolter hatte den Auftritt scharf kritisiert. Sie erklärte, sie sei „stinksauer über den Liedtext, der dort offenbar gesungen wurde“. Ein Aufruf zur Tötung von Zivilisten und Soldaten „geht gar nicht“, sagte Wolter. Sie forderte vom Neuköllner Bezirksverband Aufklärung und „Konsequenzen“.

Der Neuköllner Linken-Vorsitzende Hermann Nehls bemühte sich anschließend um eine Abgrenzung von dem Auftritt. Der Song habe nicht zum zuvor mit der Partei abgesprochenen Programm gehört und sei am Ende der Veranstaltung „spontan aufgeführt“ worden. Zugleich erklärte Nehls: „Es ist völlig klar, dass Aufrufe zu Gewalt gegen Personen nicht gehen – weder in Liedtexten noch in anderer Form.“ Die Linke Neukölln werde den Abend „nun intern aufarbeiten“.

Dahabflex ist allerdings nicht erst seit dem Auftritt in Neukölln politisch einschlägig bekannt. In verschiedenen Songs feiert er unter anderem die palästinensische Terrororganisation PFLP, ruft zur Tötung von AfD-Politikern auf und glorifiziert die gewaltbereite Antifa-Hammerbande. In der Vergangenheit ist der Rapper zudem dadurch aufgefallen, dass er zusammen mit dem Neuköllner Linken-MdB Ferat Koçak gewaltverherrlichende Videos vor dem Bundestag drehte.

Dass die Linke in Neukölln sich nun wundert, wie es zu so einem „entsetzlichen“ Eklat kommen konnte, und vermeintlich nicht wusste, worauf sie sich mit dem Rapper einließ, ist daher wenig glaubwürdig. Die langjährige Bundestagsabgeordnete und frühere stellvertretende Bundesvorsitzende der Linken, Marina Renner, hatte schon vor einem Jahr auf die problematischen Inhalte der Texte des Rappers hingewiesen. „Das wusste auch die Partei“, erklärte Renner gegenüber Tagesspiegel Checkpoint.

Der Vorfall löste auch heftige Reaktionen bei den politischen Konkurrenten der Linken aus. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers erklärte: „Antisemitismus ist bei der Berliner Linkspartei längst kein Ausrutscher mehr, sondern Teil ihres politischen Systems. Elif Eralp spielt dabei das Feigenblatt.“ Er forderte Grüne und SPD auf, eine Zusammenarbeit mit der Linken auszuschließen.

Der Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf erklärte: „Aufrufe zur Gewalt und die Infragestellung des Existenzrechts Israels sind niemals akzeptabel.“ Die Linken-Spitze um Eralp müsse unmissverständlich deutlich machen, dass sie solche Aussagen nicht hinnehme, „schon gar nicht als Teil des Linken-Wahlkampfes“. Alles andere lasse daran zweifeln, „ob diese Linke in Berlin überhaupt regieren kann und will“ (Apollo News berichtete).

Auch SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach griff die Linke an. „Ich finde es unerträglich, dass die Linke auf ihrer Wahlkampfveranstaltung Israelhass eine Bühne geboten hat“, erklärte er. Er erwarte nun nicht nur Worte, sondern entschlossenes Handeln.

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38 Kommentare

  • Das Problem mit der Öffentlichkeit ist, fast JEDER hat ne Kamera mit Video UND Zugang zum Internet am Mann.

    Man kann eben den gewohnten Stil, die übliche Einstellung der Parteien NICHT mehr insgeheim ausleben und/oder später abstreiten.

    Auch nicht wenn man behauptet nichts vorher gewusst zu haben, oder gar mit u.a. Aussagen kommt…“man wäre nur Privatperson“ etc..

    • Das bedeutet auch, dass israelische Soldaten sich selbst bei Kriegsverbrechen filmen und das auf TikTok hochladen. Was glaubst du hat mehr Einfluss? Kriegsverbrechen durch die IDF, oder Parolen gegen die IDF?

  • hat sich Frau Knobloch schon zu Wort gemeldet?

    • Deren ausschließliches Anliegen ist die Hetze gegen die AfD …
      Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern missbraucht Gedenkstunde im Landtag – Wertkonservative Süd-West https://share.google/lvglLM69d7v6zMEqo

  • Wundert mich bei der Alt-SED in keinster Weise, laut Netzt:

    https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/r

    Staatlicher Druck: Anfang der 1950er-Jahre wurden jüdische Funktionäre aus ihren Ämtern gedrängt oder verhaftet. Bekanntestes Beispiel ist der SED-Politbüro-Politiker Paul Merker, der als „Judenknecht“ verurteilt und jahrelang inhaftiert wurde, weil er sich für Entschädigungen und das Existenzrecht Israels einsetzte.

    Verdrängung der Opfer: Jüdische NS-Opfer wurden in der Gedenkkultur kaum gewürdigt. Der Fokus lag stattdessen auf dem kommunistischen Widerstand.

    Antisemitismus „von unten“: Geschändete jüdische Friedhöfe oder antisemitische Parolen von Jugendlichen wurden von der SED oft als unpolitisches „Rowdytum“ abgetan und nicht konsequent verfolgt.

    Feindliche Israel-Propaganda: Vor allem nach dem Sechstagekrieg 1967 hetzten staatliche Medien wie das „Neue Deutschland“ scharf gegen Israel und bedienten dabei judenfeindliche Muster unter dem Deckmantel des „Antizionismus“.

  • Perfektes Channel-Marketing: Gewinne neue Wähler im Internet, wo das groß diskutiert wird. Verliere keine Wähler im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wo das nicht mal angesprochen wird.

  • Alles ein hohles Geschwätz.
    „Business as usual“ wird einfach weitergehen.
    Und nicht vergessen, „die größte Gefahr kommt von rechts“!

    • bester weltlicher kommentar
      die macht des faktischen

    • ……haben sie dazu auch Fakten ?

    • ‚Und nicht vergessen, „die größte Gefahr kommt von rechts“!‘

      Linke, Islamisten und AfD gehören alle in denselben Sack.

      • Erklären sie mir mal wie LINKE und Islamisten zur Afd passen ? Die AfD soll doch rechtsradikal sien , dann kann ihre Darstellung ja gar nicht stimmen …oder begreifen sie nur die Zusammenhänge und Unterschiede nicht und haben eine grundsätzliches Bildungslücke ??? …wäre eine Erklärung !

        • Ich muss alle drei nicht ideologisch differenzieren. Totalitäre sind Totalitäre, egal, ob sie Marx/Lenin, den Koran oder den Kubitschek zur Begründung hernehmen. Alle drei machen sie das Land kaputt, wie die das tun, ist mir im Einzelnen vollkommen wurscht.
          Hinaus mit diesen Leuten!

          0
  • Mir ist ganz klar wo Frau Elif Eralp zum Zeitpunkt des Vorfalls war.

  • Es gibt nur einen Antisemitismus und der ist immer Links! Diesen ganzen Links-extremistischen „Künstlern“, Auftrittsverbot erteilen. Wird mit rechten Politikern und Künstlern genauso verfahren, von den linken Brüdern und Schwestern. Siehe Campact; siehe Roth; usw…

  • Was für ein unerträgliches Betroffenheits- Gelaber!

  • Alles hohle Phrasen, die an Scholzes Mitgefühlsbekundungen erinnern. Einfach nur ein zur Routine gewordenes runterrasseln der „Buzzword“ Checkliste.
    „Ich bin stinksauer“, „ich bin entsetzt“, „(…)absolut inakzeptabel“, „(…) geht gar nicht“, usw. usf.
    Vor der Presse harte Worte gegen die eigenen Leute und im Kreisbüro hinter verschlossenen Türen wird gelacht und abgeklatscht.
    Übrigens kein Phänomen nur auf linker Seite.

  • 1979 fand die wichtige Polenreise des Papstes statt. Zudem gewannen die evangelikale Bewegung, die islamistische Bewegung und die Öko-Bewegung, unabhängig voneinander, stark an Einfluss. Dies hatte große (positive und negative) Auswirkungen bis ins 21. Jahrhundert.
    Die AfD sollte mit Evangelikalen zusammenarbeiten.
    Die Linke muss durch DieBasis ersetzt werden.
    https://cna343.wordpress.com

    • Sektenkasper!

    • Deine Sekte ist am Ende der Reise angekommen.

  • Das erinnert mich an einen Pitbull Besitzer (Verhalten der Linken), der heulend in der 1.Hilfe sitzt, weil der Hund ihm das halbe Gesicht zerfetzt hat und sagt: Das konnte ich doch nicht ahnen.

    • es wird weitergehen
      sie haben „ziemlich gute leute“ überall

      • Gute Ideen wären mir lieber.

  • Sowas kommt ständig in meiner Stadt vor und sehr viele schweigen und viele Jubeln.
    So eine Sauerei gehört bei den Altparteien und in der „Deutschen Kulturlandschaft“ inwischen zum guten Ton.

  • Die Mütze ist ja schlimmer als die Tasse vom Tillschneider 😂

    • Die Linke und Rechten, die Gute und Schlechten, alles dieselben Deppen.

  • Warum nur sind solche Idioten in unseren Land
    und werden auch noch hofiert ?

  • Und was sagt nun Ronzheimer zu dieser Mütze?

  • Mit was für Typen man sich im Mauerschützen-Milieu doch so abgibt.

    Wann laden die Koreas Kim als Starhast ein?

  • Warum rappt er nicht im Gaza?

  • Marius Marx hat einen Bachelor in Politikwissenschaft und Geschichte und studiert Jura in Niedersachsen. Er war regelmäßiger Autor bei Tichys Einblick, u.a. mit Rezensionen zur Sendung „Hart aber fair“. Er beschäftigt sich mit sozialen Bewegungen sowie der Ideologie und Protestkultur der linken Szene.
    ———————————————————————————–
    LOL !

    • LOL ! Wie alt sind Sie? Zwölf?

  • Selbst wenn es gegen uniformierte Soldaten geht schreit man hier vom „Antisemitismus“ und wundert sich dann, dass nicht nur Israel, sondern das Judentum immer unbeliebter wird.
    Oder vielleicht wundert man sich auch gar nicht. Vielleicht ist Apollo genau so Teil der Agenda wie die Linke.

  • „Raus mit die Viecher!“

  • Lustig natürlich, dass er einen Hammer und Sichel roten Stern trägt, aber man lieber rumheult wegen der Israeli Defence Force als ob das unschuldige Babys wären, während man an den Kommunismus kein Wort verliert, egal wie viele der ermordet hat, weil dessen intellektuelle Führer der Gruppe angehörten, die man so fetischisiert.

  • Lustig natürlich auch, dass Apollo mit der Hetze gegen Randgruppen hier Geld verdienen will und dann glaubt, dass höre dann irgendwie bei Israel und ihnen selbst auf.
    Nein tut es nicht. Ihr seid selbst eine unbeliebte Randgruppe.

    • Schnauze, Dödel.

  • Das Linke an sich befindet sich in Erklärungsnot, seit Marx seinen parasitärverlogenen Hirnriß in die Welt gegöbelt hat.

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