Prozess gegen Deutschland
„Das Ende der Demokratie“: Martenstein zerlegt linke AfD-Verbotspläne
Der Publizist Harald Martenstein hat die Forderung nach einem AfD-Verbot mit einer bemerkenswerten Rede beim Bühnenformat „Prozess gegen Deutschland“ kritisiert. „Wir reden über das Ende der Demokratie und ihre Ersetzung durch etwas anderes“, sagte er.
Der Publizist Harald Martenstein hat am Freitagabend mit einer scharfen und pointierten Rede den Auftakt von Milo Raus Theaterprojekt „Prozess gegen Deutschland“ am Hamburger Thalia Theater geprägt. Bei dem Bühnenformat handelt es sich um ein fiktives Gerichtsverfahren gegen die AfD, bei dem Experten, Juristen und weitere prominente Stimmen aus dem gesamten politischen Spektrum öffentlich über ein mögliches AfD-Verbot debattieren. Die Beiträge sind nicht geskriptet, sondern werden von den Beteiligten selbst formuliert.
Martenstein stellte gleich zu Beginn der Rede klar, dass das Verbot einer Partei, die derart hohe Zustimmungswerte wie die AfD verzeichnet, einem „Ende der Demokratie und ihrer Ersetzung durch etwas anderes“ gleichkäme. „Wie soll das neue System eigentlich heißen? Gelenkte Demokratie? Unsere Demokratie? Bestimmt fällt Ihnen ein schönerer Name ein“, sagte Martenstein weiter.
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Zwar wäre es aus seiner Sicht sinnvoll gewesen, die NSDAP zu verbieten. Umso wichtiger sei es aber, die AfD nicht pauschal in eine Traditionslinie mit den Nationalsozialisten zu stellen. Dabei zielte er auf eine entsprechende Äußerung des Grünen-Vorsitzenden Felix Banaszak, den er dafür rügte: „Das Gleiche würde er vielleicht auch über Strauß sagen, über Boris Palmer oder über den Weihnachtsmann.“ Entscheidend sei die Unterscheidung: Nicht alles, was rechts ist, sei auch rechtsradikal.
Martenstein verwies darauf, dass viele konservative Politiker der alten Schule – etwa Charles de Gaulle, Winston Churchill und Konrad Adenauer – eindeutig „rechts“ gewesen seien, ohne dass daraus je eine Verbotsforderung gegen ihre Parteien entstanden wäre. Die von Befürwortern eines AfD-Verbots vertretene These, die neue Spielart des Rechten, der Rechtspopulismus, ziele zwangsläufig auf die Abschaffung der Demokratie und sei deshalb besonders gefährlich, hält er für konstruiert.
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Für ein Verbotsverfahren reiche es aus seiner Sicht nicht aus, dass einzelne AfD-Politiker „rechtsextremen Bullshit von sich geben“. Zur Untermauerung verwies er auf „skandalöse Zitate“ des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß – ohne dass dies damals zu einem Parteiverbotsbegehren gegen die Unionsparteien geführt hatte.
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Die insgesamt 16-minütige Rede Martensteins stieß im Publikum auf gemischte Reaktionen. Über weite Strecken blieb es zwar ruhig, doch an einigen Stellen waren deutliches Raunen und vereinzelt Buh-Rufe zu hören. Besonders spürbar kippte die Stimmung, als Martenstein die inflationäre Verwendung des Begriffs „Nazi“ kritisierte: „Es ist inzwischen völlig klar, dass Nazi ein moderner Sammelbegriff für alle ist, die nicht an den Sieg des Sozialismus glauben oder an die Wokeness.“ Auch die Aussage, AfD-Wähler wollten keinen neuen Hitler, sondern lediglich einen neuen Helmut Schmidt, stieß deutlich auf Ablehnung.
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Martenstein zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten deutschen Kolumnisten. Seit diesem Monat veröffentlicht er mit „Mail von Martenstein“ eine Kolumne in der Bild und tritt damit die Nachfolge des verstorbenen Kolumnisten Franz Josef Wagner an. In der Vergangenheit war Martenstein bereits mehrfach zu Gast bei Apollo News (unter anderem hier).
Freund werden
Freund von Apollo News werden
es war eine brillante Rede, die sollte zu denken geben
Fast noch besser waren die erstarrten Gesichter der Linken im Publikum. Diesen selbst ernannten Bessermenschen ist alles eingefroren.
Deren Gehirne waren schon vorher eingefroren…
Hutzag0n… ouviu falar em liberdade de expressão?
Deren Gehirne kommen aus ihrer Blase nicht mehr raus!!
Der Grüne, Banaszak muss jetzt schon im „Häschen Blatt“ ein Interview über den links-grünen woken Mann geben um noch ein paar interessante Grüne zu finden?
Aber alle Linken/Roten/Grünen und woken CDU’ler tun so als wären sie 1930 dabei gewesen.
Por que no te callas?
Der Martenstein hat recht.
Aber Sie sollten sich nicht täuschen: der Milo Rau hat auf einer ähnlichen Veranstaltung in Wien letztes oder vorletztes Jahr den Poschardt reden lassen, der sinngemäß etwas ähnliches gesagt hat; jetzt halt den Martenstein.
In beiden Fällen gab es versteinerte Gesichter. Mehr aber auch nicht.
Neuerdings laden die halt auf ihre steuersubventionierten „Festwochen“, oder wie das dann halt gerade so heißt, einen ein, der den konservativen Klassenclown spielen soll, quasi für das eigene gute Gewissen, dass man ja doch ziemlich tolerant sei. Also in etwa so tolerant wie das Publikum hier.
Opa träumt vom Sportpalast
Die beste Rede, die ich seit Jahrzehnten gehört habe. Einfach grandios!
Auch die Rede von Joana Cotar war großartig. Sie hat den versammelten Sozialisten und Altparteienwählern ebenso den Spiegel vorgehalten, nur feinsinniger.
Deine Jahrzehnte müssen bitter gewesen sein Opa
Brav Apollo !
Por que no te callas¿
Warum hältst du nicht deine Klappe?
Hutzag0n….könntest du irgendwo anders spielen und uns hier in Ruhe lassen oder besser noch, sprich Dich bei Deinem Therapeuten aus.
Diese Rede sollte wirklich jeder kennen, da hat Martenstein wirklich mal einen rausgehauen!
Martensteins Rede wird vielleicht einmal in deutschen Geschichtsbüchern stehen.
Als abschreckendes Beispiel für den gleichen Popelismus wie 100 Jahre vorher
Nichts begriffen – NULL !
Sind Sie Zeitzeuge um so einen Kommentar zu schreiben ?
Por que no te callas?
Martenstein, sehr gut.
Leider hat er den falschen Arbeitgeber, denn die BILD hat heute morgen gleich wieder ganz groß gegen die AfD geschossen.
Vielleicht hat Bild genau wegen dieser Rede gegen die AFD geschossen! Ich weiß nicht was an diesem Vorgang in Sachen Anhalt von der AFD so verwerflich, so Korrupt sein soll!? Macht jede Partei, gibt es in jeder Firma! Bin selbständig und auch mir arbeiten Familienmitglieder mit, ein ganz normaler Vorgang!!
Bei Graichen zum Beispiel
Ja, ja, die verschiedenen Maßstäbe. Jetzt ist es plötzlich ganz normal, Verwandte über Kreuz anzustellen, für 92.000 €. 😇
Wer den Mut hat, sich aus guten Gründen unbeliebt zu machen, der gehört nicht zur Herde, nicht zur Masse, der sticht heraus und hat sich Verdienste erworben.
Glückwunsch, Herr Martenstein.
Das beste was ich seit langem gehört habe, wie Martenstein der LinksGrünen Blase den Spiegel vorhält!
Selbst falls sie es schaffen sollten, mal in den Spiegel zu schauen, werden sie es in ihrer Ideologiezerfressenheit nicht verstehen.
Der wird NIE WIEDER eingeladen….;-))
Wir können schon froh sein, wenn er das überlebt.
aber in Zukunft die Klappe hält
Dein Spiegel ist auch verdreckt bis zum geht nicht mehr.
Eine famose Rede die keinen Demokraten unberührt lassen kann.
Für so manchen Linken muss es sich anfühlen, als sei er/sie aus dem Schlafwandeln gerissen worden.
So eine Rede sollte eigentlich von einem Bundespräsidenten kommen.
Respekt für solche eine wahre Rede !
Eine sehr gute Rede!
Herr Martenstein ist ein sehr guter Publizist.
Fairer Analyst und das in allen Belangen .
Genau ! Ein Helmut Schmidt fehlt im Bundestag !
Ein Macher, mit Charisma, Charakter, guter Erziehung und Mut !
Zum Glück kann man sich auf YouTube einige seiner Interviews und Reden noch anschauen.
Mit Ihrer Rede haben Sie eindrucksvoll gezeigt, wie viel Mut und Aufrichtigkeit es braucht, einen einfachen Satz wie ‚Das Problem liegt bei Ihnen‘ auszusprechen. Danke, Herr Martenstein.
Herr Martenstein sollte an Schulen und Universitäten öfters solche Vorträge halten, vielleicht würde dann der eine oder andere endlich ,,aufwachen“.
Das ist ja eine ganz famose Idee! Warum ist er da bloß noch nicht selbst drauf gekommen?
Nichts für ungut für meinen Sarkasmus, Sie meinen’s bestimmt gut. Wann haben Sie zuletzt von den Zuständen an „unseren“ Universitäten Kenntnis genommen?
Ja wirklich brillant und gnadenlos ehrlich. So etwas bekommt man in den sogenannten Qualitätsmedien nicht zu sehen. Die Reaktionen aus dem Publikum sprechen Bände.
Die Gesichter und die Reaktion des Publikums spricht ganze Bände, mit was für gemeingefährlichen Mitmenschen wir es hier zu tun haben. Respekt an Herrn Martenstein, in der Höhle des Löwen diese großartige Rede zu halten.
Eine der besten Reden, die ich je gehört habe, Chapeau!
Interessant ist auch, dass diejenigen, die tatsächlich unseren Staat und die Demokratie offen abschaffen wollen, also die extreme Linke und Islamisten, in unseren Medien kaum ein Thema sind-
Gestern abend las ich die gesamte Rede bei Wallasch: Ausgezeichnet!!!
Ein großer Dank geht hinaus zu Harald Martenstein!
Sie reißen sich an jedem einzelnen Tag ihre Maske selbst vom Gesicht, es wird doch für jeden Bürger immer offensichtlicher, wer Demokrat ist und welches Denken nach aussen trägt und bereits praktiziert und und wer nicht.
Deswegen: Bitte weiterhin friedlich bleiben! So können auch die Gerichte weiterhin arbeiten.
Psst, das ist Delegitimierung von Unseredemoktatie.
Vielleicht sollte die neue Form „Transfeministische Klimademokratie“ heißen…
Das könnte noch ganz andere Wellen schlagen.
Die herschende Elite ist dermassen nervös, und hypersensibilisiert, dass sie möglicherweise hier ein Exempel statuieren werden, da es sich um einen Prominenten Journalisten handelt, und es doch einige mediale Aufmerksamkeit auslösen dürfte…
An den Tag an dem der Wähler versteht, dass wir uns in einem Zweiparteiensytem befinden, wird die AfD die absolute Mehrheit bekommen. Der Osten hat es kapiert, es geht um Establishment gegen Anti-Establishment.
Wahrlich : Ein Brett von einer Rede !!
… leider auch Perlen vor die Säue !
Die von von Martenstein genannte „Machtergreifung von 1933“ war nur durch Hindenburg und der SPD möglich. Das haben wohl viele vergessen. Ich habe mir die Rede angeschaut. Der Kameraschwenk zeigte eindeutig wo und wie Hamburg politisch steht. Auch die Reaktionen einzelner auf zitierte Tatsachen zeigt sehr deutlich um den
Un-Wissensstand des Publikums.
Einfach nur großes Kino.
„Wie soll das neue System eigentlich heißen? Gelenkte Demokratie? Unsere Demokratie? Bestimmt fällt Ihnen ein schönerer Name ein“
„Pseudodemokratie“ ist der Begriff den ich dafür verwende.
Genau so wie damals in der Deutschen „Demokratischen“ Republik.
In der DDR gab es ja auch Wahlen. Der Trick war halt: Gewählt werden durften nur die Parteien, die hinreichend ’sozialistisch‘ waren. Den sozialistischen Persilschein erhielt man wenn man Mitglied des sozialistischen Einheitsblocks war, und alle diese Parteien wurden in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (kurz: „SED“, heute: „Die Linke“) zusammen gefasst.
Es war also so, dass es zwar dem Namen nach demokratische Wahlen gab, man aber grundsätzlich nur Die Linke wählen konnte.
Und da wollen die halt wieder hin.
Ist doch de facto schon längst wieder so. Ich erinnere an die bekannte Warnung von Bärbel Bohley.