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Statistik

Bundesverwaltung: Je nach Laufbahn bis zu 35 Krankheitstage pro Beschäftigtem im Jahr

Die Bundesverwaltung ist besonders oft krank. Im Jahr 2024 waren die Beschäftigten durchschnittlich 20,51 Arbeitstage krankheitsbedingt abwesend. Damit liegen sie eklatant über dem Durchschnitt. In einer Gruppe sind es sogar 35 Tage.

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Die Bundesverwaltung ist besonders oft krank. (IMAGO/Metodi Popow)

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Die Beschäftigten der Bundesverwaltung sind besonders häufig krankgemeldet. Im Jahr 2024 waren sie durchschnittlich 20,51 Arbeitstage krankheitsbedingt abwesend. Diese Statistik geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Im einfachen Dienst kommen durchschnittlich sogar fast 35 Krankheitstage zusammen.

Damit sind die Mitarbeiter der Bundesverwaltung weitaus häufiger krankgemeldet als der durchschnittliche Arbeitnehmer in Deutschland. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts waren Arbeitnehmer in Deutschland im Jahr 2024 durchschnittlich nur 14,8 Arbeitstage krankgemeldet. Daraus ergibt sich eine Differenz von fast sechs Tagen.

Auch zwischen den Behördenebenen zeigen sich deutliche Unterschiede: In den obersten Bundesbehörden betrug die durchschnittliche Fehlzeit 15,20 Tage. In den nachgeordneten Geschäftsbereichsbehörden lag sie bereits bei 21,09 Tagen. Tarifbeschäftigte fehlten im Schnitt 22,68 Tage. Eine bemerkenswerte Statistik: Beamte sowie Richter kamen auf 20,13 Tage – und lagen damit ebenfalls klar über dem Bundesdurchschnitt.

Innerhalb der Laufbahngruppen zeigen sich nochmals wesentliche Unterschiede. Beamte im einfachen Dienst waren durchschnittlich 34,66 Arbeitstage krankgeschrieben und fehlten damit 20 Tage mehr als der Durchschnittsdeutsche. Mehr als einen Monat lang waren sie also zusätzlich zu den Urlaubstagen nicht bei der Arbeit.

Im mittleren Dienst lag die Zahl immer noch bei 25,45 Tagen und damit ebenfalls deutlich höher als in anderen Bereichen. Im gehobenen Dienst waren die Beamten durchschnittlich 17,63 Tage krank. Im höheren Dienst lag der Wert unter dem Durchschnitt: Hier kamen die Beschäftigten nur auf 10,97 Tage und damit auf weniger als ein Drittel des Wertes im einfachen Dienst.

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Aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Ressorts zeigten sich ebenfalls Unterschiede: Auf den Bundesrat entfielen 25,15 Fehltage je Beschäftigtem, danach folgten der Bereich der Kulturstaatsministerin mit 23,55 Tagen und das Bundesverteidigungsministerium mit 23,33 Tagen. Beim Bundestag fehlten die Beschäftigten im Durchschnitt 22,34 Tage, im Innenministerium 21,00 Tage. Den niedrigsten Wert verzeichnete der Unabhängige Kontrollrat mit 11,65 Tagen.

Trotz der hohen Zahl an Fehltagen seien die Fehlzeiten wieder leicht rückläufig. Nach der Corona-Pandemie waren die Krankheitszeiten eklatant gestiegen. Für das Jahr 2025 liegen noch keine Daten vor. Anfang Juli hatte die Union in einem Papier gefordert, telefonische Krankschreibungen abzuschaffen und Arbeitnehmer dazu zu verpflichten, die Krankschreibung bereits ab dem ersten Krankheitstag vorzulegen.

jw

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77 Kommentare

  • Bei entsprechender Planung bis zu drei Monate zusammenhängender Urlaub.

    49
    • Der ist gut! 😂😂🙏

      15
      • Das war kein Scherz…..

        14
  • Da der Job zu 100% sicher ist, wird das natürlich ausgenützt.

    45
    • 98%. Nichts ist sicher in turbulenten Zeiten. Beamte glauben häufig, das Grundgesetz würde ihr Beamtentum garantieren. Aber es garantiert lediglich das Beamtentum.
      Außerdem sind da die Tücken der elektronischen Datenverarbeitung, wie Berlin sie gerade erlebt. Dann bleibt der Rechtsweg. Aber die Gerichte werden überlastet sein – bei dem Krankenstand.

      1
  • Da wurden aber nur gezählt, wer noch arbeitet. Von denen wurden die 35 Fehltage festgestellt, oder? Die länger als ein Jahr krank sind, wurden nicht mehr mitgezählt, da sie das Resultat total versauen würden. Ist das so?

    32
    • @NeuAnfang Die sogenannte „MALLORCA REGEL“ bezeichnet die Möglichkeit für deutsche Regierungs- und Bundesbeamte, bis zu 40 Arbeitstage (etwa 8 Wochen) pro Jahr mobil oder im Homeoffice aus dem europäischen Ausland (auch am Strand) beziehungsweise aus der ganzen Welt zu arbeiten.

      Soll noch einer behaupten das die Deutschen Beamten sich nicht ins Zeug legen und braun gebrannt vom Home Office am Strand heimkommen.

      Das sind richtige Arbeiterviecher!!!

      9
  • So ist das mit den Vorteilen in einer drei Klassen Gesellschaft. Während z.B. chronisch Kranke, in der freien Wirtschaft ihren Job verlieren, wenn sie aufgrund der Krankheit öfter fehlen, können Beamte es sich leisten, öfter krank zu sein. Sie bekommen ihre vollen Bezüge weiter und sind unkündbar. Im öffentlichen Dienst sind die Tarifbeschäftigten nach 15 Jahren mit Vollendung des 40. Lebensjahres (je nach Tarifgebiet) unkündbar. Bei solch großen Unterschieden braucht man sich über diese Statistik nicht zu wundern.

    26
  • Haben die denn alle Corona?

    12
    • Burn Out! Man kann dieses auch „Selbst gemachtes Leiden“ nennen!

      4
    • Long Faulheit.

      43
      • Long Dummschwätz

        -8
        • Joooo….
          die Wahrheit schmerzt….gelle Kallipir

          7
        • Aha, auch ein „Betroffener“!

          0
    • Long corona. Kommt von zu viel Bratwurst

      -4
  • Wäre interessant wenn man die Krankheitstage nach Geschlecht aufdröseln würde. Macht man aus gutem Grund nicht, weil meiner Erfahrung nach eines der beiden Geschlechter deutlich ‚gewinnen‘ würde.

    8
    • Die „Diversen“!

      9
      • nee, die Lesbischen

        2
  • Zur Entschuldigung muss man aber sagen, dass viele Leute keine Lust auf das Arbeitsklima haben.

    0
  • Sehen wir’s positiv: Je mehr sie blaumachen, desto weniger Schaden richten sie an.

    30
    • wohl wahr! ((-;

      5
    • Da ist was dran….

      2
  • Bitte aufdröseln wieviel davon z. B. wg. krankem Kind ist, dafür gibt’s auch eine AU. IIRC gibt’s z. T. auch Pflegezeit. Hatte bei einem Kollegen den Fall, dass der Vater sich quasi von einem Tag auf den anderen um 2-3 Pflegestufen verschlechtert hat und weil die Mutter das nicht packt für ihn ganz schnell ein Pflegeheim gesucht werden musste, was massiv Zeit gefressen hat.

    5
  • Und dann trotz des hohen Krankenstand so hohe Einbürgerungsquoten? Erfolgen deshalb keine großen Prüfungen mehr und man kann alles bequem von der Couch aus über das Internet beantragen?…Respekt wer’s selber macht😃😃😃

    3
  • Bundesbeamte haben neben dem Krankfeiern eine zweite Möglichkeit mehr Freizeit zu erlangen: Home-Office.
    Wer kontroliert die Mitarbeiter während dem Home-Office? Meistens niemand!
    Selbst wenn die Krankeitstage von Bundesbeamten zurückgehen, heißt das nicht dass die Freizeit von Bundesbeamten abnimmt, man jetzt viel einfacher auf Home-Office umschwenken.

    18
  • Das ist Uuuuuurrrrrrrralt
    Schon vor über20 jahren mehr Krankentage als auf dem Bau.

    18
  • Darüber einmal Merz informieren, aber DA kommt wohl nichts mehr an.

    25
    • Apropos Merz,
      vielleicht sind die ja wirklich kank, könnte ich sehr gut verstehen bei so viel direktem oder indirektem Kontakt mit Merz und seiner Regierungstruppe.
      Da könnte ich auch erkranken, hust, hust, geht schon los ……..

      4
  • Wenn man unkündbar in der rundum Versorgung ist ,
    kann sich die Beamtenschaft das easy
    leisten.

    8
  • Ergophobie im Anfangsstadium?

    0
  • Nun ja, würde/müsste ich da arbeiten, ich würde mir vielleicht auch regemäßig einige Krankheitstage gönnen, um überhaupt durchhalten zu können ……….. Und: Man hat ja einen vergleichsweise sicheren Job, da kann man sich das erlauben.

    5
  • Mein Nachbar hatte immer 3-4 Wochen vor dem Campingurlaub Rücken. Er war dann immer bis zum Urlaub krankgeschrieben und konnte seinen Camper auf Vordermann bringen, schwere Dinge tragen ging auch. Nach dem Urlaub ging es zum Physio. Und das jedes Jahr. Nun ist er in frühpension wegen seinem kaputten Rücken🤷‍♂️

    -1
  • Mal ehrlich, irgendetwas anderes erwartet??

    10
  • Nun, die spannende Frage wäre ja, bei wem sich der Kanzler oder die Bundesminister „krank melden“ müssten.

    Davon jedoch abgesehen.

    Schon länger wundere ich mich über die schroffen Reaktionen des Kanzlers auf – berechtigte – Kritik, seine vermeintlichen „Lügen“, seine mitunter „sprunghaft-widersprüchlichen“ Äußerungen je nach Auditorium, sein Streben nach „Größe“ neben weinerlicher Klage über die Last des Amtes, sein Bemühen um „Regierung“, das sich in „Moderation“ erschöpft, sein anscheinend selbstkritikfreies Aufmauern der „Brandmauer“ incl. der Auslieferung an die sozialistischen Verrücktheiten des „Koalitionspartners“, seine „Nero-Befehle“ an die CDU usw. usf.

    Da stellt sich mir – ernsthaft – die Frage, ob wir es tatsächlich mit einem physisch wie psychisch Gesunden zu tun haben. Zumal auch bei dem anderen „bundespolitischen Sauerländer“ – Heinrich Lübke – die Demenz ab dem 70. Lebensjahre rasant und erkennbar fortschritt …

    13
  • kann mir mal jemand erklären wie die gesamte Bundesverwaltung DURCHSCHNITTLICH auf 20 bzw. 35 Krankheitstage kommt. Für jeden gesunden Beamten muss es ja jemanden geben, der doppelt soviel krank ist…
    klar jeder ist mal krank aber 35 Tage im Durchschnitt, was geht bei denen?

    4
  • Fritze hat ja gesagt die Bevölkerung ist faul und macht zu oft krank
    Wenn ich jetzt schreiben würde was ich zu gerne möchte , muss ich mir noch schnell einen Bademantel kaufen

    7
  • Statistisch gesehen sind Beamte ja auch von „Long COVID“ besonders betroffen.

    Ein Nonsense-Job mit Beschäftigungsgarantie dessen Aufgaben für die Woche am Montag in zwei Stunden erledigt sind bei einem Arbeitgeber, der nie pleite gehen kann, für einen Chef, der einen nur eingestellt hat, damit er eine größere Anzahl an Untergebenen vorweisen kann als der Chef der Nachbar-Abteilung – da würde ich auch sagen: Juckt doch eh keinen, ob ich nun da bin oder nicht.

    2
  • Kein Wunder bei der knüppelharten Arbeit. Die Armen.

    2
  • Da kommen dann noch die 6 Wochen beach office dazu!

    17
  • Es ist äußerst unfair von AN, den einfachen Dienst anzuprangern. Hierbei handelt es sich um Menschen, die hauptsächlich körperliche Arbeit leisten und bspw. in Berlin knapp über Sozialhilfeniveau bezahlt wurden. Außerdem ist diese Laufbahngruppe ein Auslaufmodell und extrem stark überaltert (deutlich über 50 bis 55 Jahre). Ich habe Zahlen zur gesetzlichen KV, also ohne Beamte:
    DAK: 19,5 Fehltage. AOK: 23,3 Fehltage.
    Dagegen gehobener Dienst mit nur 17,63 Fehltagen, trotz Bundespolizisten, die im Dienst häufig verletzt werden und durch Schichtdienst überdurchschnittlich belastet sind.
    Wenn es gegen Beamte geht, dann sind sich alle einig, egal ob BILD, Spiegel, Nius, AN, die Privatwirtschaft, deren Arbeitnehmer sich als die Helden der Arbeit fühlen, SPD-Migrantenpartei und sogar die AfD. Vom typisch deutschen Neidhammel ganz zu schweigen.
    Dann werdet doch Polizist oder Betriebsprüfer. Dann werdet ihr sehen, was da verlangt und geleistet werden muss, falls ihr überhaupt bis
    dahin kommt.

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