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Präsidentschaftswahl

Biden verweigert Drogentest vor TV-Duell gegen Trump

Ex-Präsident Donald Trump fordert einen Drogentest vor der ersten Präsidentschaftsdebatte und bezweifelt die Fähigkeit Bidens, ohne leistungssteigernde Substanzen zu debattieren. Bidens Wahlkampfleiterin lehnt das aber ab.

Die Stimmung bei der anstehenden Debatte zwischen Trump und Biden wird wohl ähnlich hitzig wie bei der Debatte in 2020. (Bild aus 2020)

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Vergangenen Montag schlug Ex-Präsident Donald Trump vor, im Vorfeld der ersten Debatte zur anstehenden Präsidentschaftswahl einen Drogentest durchzuführen. Die Debatte findet, nach deutscher Zeit, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag statt. Trump glaube nicht, dass der amtierende Präsident Biden in der Lage sei, eine Debatte ohne leistungssteigernde Substanzen zu führen. Er vermutete, dass Biden während der Debatte „völlig high“ sein würde. Das Wahlkampfteam des amtierenden Präsidenten lehnte diesen Vorschlag jedoch ab. Auf seiner Twitter-ähnlichen Social-Media-Plattform Truth Social erklärte Trump, dass er einem Drogentest „sofort zustimmen“ würde.

Adrienne Elrod, Bidens Wahlkampfleiterin, die bereits für Hillary Clintons Kampagne gearbeitet hatte, wurde von CNN-Moderator Boris Sanchez zu Trumps Vorstoß befragt. Sie deutete seine Forderung als Zeichen der Verzweiflung. „Ich meine, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Ich habe an Hillary Clintons Wahlkampf mitgearbeitet. Sie hatte auch sehr erfolgreich mit ihm debattiert.“ Auch ihr habe Trump vorgeworfen, „Drogen zu nehmen“, erklärte Elrod.

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Trumps Idee wurde von Bidens Helferin als „Albern“ abgestempelt, schließlich hat „Präsident Biden hat Donald Trump in früheren Debatten zweimal besiegt“, führte Elrod weiter aus. Laut Elrod hätte Trump nichts „anderes“, mit „dem er antreten könnte“. Der Ex-Präsident hätte „keinen Plan“, er könne nicht „vorzuweisen, dass er für das amerikanische Volk gekämpft hat“. Trumps Kandidatur sei reine „politische Vergeltung an seinen Feinden“. Daher greife er auf diese Taktik zurück, die „viele Wähler“ abschrecken würde.

Trumps Forderung wird von dem republikanischen Abgeordneten Ronny Jackson aus Texas unterstützt. Jackson war von 2013 bis 2018 Leibarzt der US-Präsidenten und behandelte neben Trump auch seinen Vorgänger Barack Obama. Nun behauptet Jackson, Biden werde mit leistungssteigernden Mitteln behandelt, um seine öffentlichen Auftritte zu verbessern.

Während eines Interviews mit Fox News erklärte Jackson, dass er im „Namen von vielen Millionen besorgter Amerikaner“ Joe Biden auffordere, sich einem „Dopingtest“ zu unterziehen. Speziell soll Biden „auf leistungssteigerende Mittel geprüft“ werden. Der Kongressabgeordnete fügte hinzu: „Denn wir sehen – wir haben es kürzlich in seiner Rede zur Lage der Nation gesehen –, dass da ein Joe Biden herauskam, der überhaupt nicht dem ähnelt, was wir in den letzten 3,5 Jahren tagtäglich erleben.“

Trump begrüßte die Forderung seines ehemaligen Leibarztes. Auf Truth Social erklärte er, dass Jackson ein brillanter Arzt und großartiger Abgeordneter sei. Jackson habe „völlig recht … aber leider wird nichts dagegen unternommen!“

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