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„Extreme Gefahr“

Plötzliche Warnmeldung sorgt für Verunsicherung bei Wiederanschaltung des Stromnetzes

Millionen Berliner erhielten am Mittwoch eine Warnmeldung, die auf vielen Smartphones als „Extreme Gefahr“ angezeigt wurde und vor einem Stromausfall warnte. Tatsächlich informierte die Innenverwaltung damit über die schrittweise Wiederversorgung.

Screenshot der offiziellen Warnmeldung

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Am Mittwoch erhielten Millionen Berliner eine staatliche Warnmeldung auf ihr Mobiltelefon, die den Eindruck einer akuten Bedrohungslage vermittelte. In der Benachrichtigung stand oben in großen Buchstaben „Extreme Gefahr“, verbunden mit dem Hinweis: „Achtung. Warnung Stromausfall für Berlin.“

Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres teilte in ihrer Warnmeldung mit, dass im Laufe des Tages die Wiederversorgung der vom Stromausfall betroffenen Gebiete beginne. Bürger wurden zugleich aufgefordert, bestimmte Hinweise zu beachten. So heißt es in der Mitteilung: „Bis 10:30 Uhr: Privat betriebene Notstromaggregate MÜSSEN vom Netz getrennt werden, um Schäden zu vermeiden.“ Außerdem warnte die Behörde, dass es im Verlauf der Arbeiten zu „kurzen Stromunterbrechungen“ kommen könne.

Die Berliner Innenverwaltung verbreitete entsprechende Hinweise zusätzlich öffentlich über ihren offiziellen Kanal auf X. Dort wurde ebenfalls erklärt, dass die Wiederzuschaltung des Netzes laufe und die genannten Maßnahmen notwendig seien, um den Prozess technisch sicher durchzuführen.

Die Berliner Innenverwaltung verbreitete entsprechende Hinweise zusätzlich öffentlich über ihren offiziellen Kanal auf X. Dort wurde ebenfalls erklärt, dass die Wiederzuschaltung des Netzes laufe und private Aggregate vom Netz getrennt sein müssten, „um Schäden zu vermeiden“. Nach der Wiederherstellung der Versorgung wurden die Bürger zudem aufgefordert, das Stromnetz nicht zusätzlich zu belasten. In der Mitteilung heißt es: „Verzichten Sie auf starke Stromverbraucher (z. B. Waschmaschinen, Trockner, Wasserkocher, Heizlüfter, E-Auto-Ladestationen).“

Für Irritation sorgte die drastische Erscheinung der Nachricht auf vielen Smartphones. Dem Tagesspiegel erklärte die Innenverwaltung, die Formulierung hänge mit der technischen Architektur des bundesweiten Warnsystems zusammen. Bestimmte Warnstufen seien mit festen Textbausteinen hinterlegt und könnten nicht individuell angepasst werden. Da man eine hohe Reichweite sicherstellen wollte, sei eine solche Stufe gewählt worden.

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Kritiker sprechen von einer missbräuchlichen Nutzung der Funktion, über die der Staat praktisch alle Mobiltelefone unmittelbar erreicht. Wenn eine Warnung nötig gewesen sein sollte, dann wohl eher am Wochenende unmittelbar nach dem Ausfall. Zu diesem Zeitpunkt war das Mobilfunknetz in den betroffenen Gebieten jedoch ebenfalls nur eingeschränkt erreichbar. Eine Mitteilung hätte wohl nicht einmal gesendet werden können.

Am Mittwochabend um 22 Uhr folgte eine weitere Handymitteilung: die offizielle Entwarnung, die nach jeder „Extremen Gefahr“ erteilt werden muss. Schon Stunden zuvor war die Stromversorgung bei fast allen Betroffenen wiederhergestellt. Zuverlässig war die Versorgung nach Berichten von Anwohnern jedoch auch nach der Entwarnung nicht, Notstromaggregate sowie Kräfte von THW, Feuerwehr und Polizei sind weiterhin im Einsatz.

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20 Kommentare

  • Politik und Verwaltung in Berlin können nur noch als Chaoten wahrgenommen werden.

    • Die Antif…. an der Positionen der Macht.

    • Wichtig ist wir müssen KRIEGSTÜCHTIG werden, sonst gar nichts, liebe Russen kommt jetzt, bevor die Spinner alles in Waffen infestiert haben.

  • Die Meldung ist Schwachsinn. Wer einen Generator betreiben will, um seinen Haushalt mit Strom zu versorgen, muß zuvor zwingend sein Hausnetz vom Stromnetz des Versorgers getrennt haben, da sonst sein Generator dort einspeisen und umgehend überlastet würde. Üblicherweise werden nur einzelne Geräte damit betrieben oder eventuell Akkus damit geladen.

    • Ja stimmt, aber man könnte auf die Idee kommen die Hauptsicherung bei laufendem Generator wieder hochzudrücken. Das kann den Generator möglicherweise ruinieren.

  • Nach 4 Tagen ohne Lademöglichkeit dürften doch die meisten Smartphones wohl gar nicht mehr nutzbar gewesen sein?

  • Herr Wegner sagte doch: „Berlin kann Krise.“ Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen.

    • Hat nichts von Bewältigung gesagt.

  • Soweit mir bekannt, war es das Ziel dieser Meldung mögliche Gefahrenlagen durch die unbeaufsichtigte Wiederinbetriebnahme von Elektrogeräten zu minimieren. Zum Beispiel Herde, die wieder anspringen, Lötkolben, die wieder losglühen, Heizstrahler, die unachtsam abgedeckt worden waren und nun zum Brandherd werden können, etc. – da ist sehr vieles möglich woran man gar nicht denkt. Offensichtlich muss es hier Verbesserungen geben. Trotzdem: Lieber nur einen Wohnungsbrand verhindert und dabei Empörungen in Kauf genommen, als eine Existenz vernichtet.

  • Überall ausgesuchtes „Personal“.

    • Also wenn die Bedienung dieser Notfall Sytheme nicht auf Arabisch und so sind,
      dann geht es halt schief.

  • Kann man bei solchen Sonderfällen etwa nicht regulieren, wie viel Strom pro Haushalt zur Verfügung gestellt wird? Damit die E-Autos gar nicht erst angesteuert werden, z.B.

    Dass man nicht erwarten darf, tausende Haushalte hätten ihre Abnehmer vorher vom Netz genommen, ist klar – aber E-Ladestationen lassen sich doch hoffentlich ausklammern.

  • Die Warnung kommt ja ziemlich früh… Jetzt wo der Strom wieder da ist.🤦🏻‍♂️

  • An Unsinn nicht zu überbieten
    – Extreme Gefahr – Warnung mittel
    – Router ohne Strom,informieren sie sich auf der Internetseite blablabla
    – Mobilfunk ausgefallen
    – wer kennt Warnmedien?

  • Habe die Hype von vor wenigen Jahren noch in den Ohren: . Prepper sind geisteskrank.
    Heute ist jeder, der in diesem Land auf korrekte Versorgung vertraut, –im längeren Black Out Krisenfall- am ………..! Notstromaggrgat, Benzin Kanister, 6 Wochen Lebensmittel Reserven, Wasserkanister und Porters Potti etc., ist das unsere Zukunft? Und ab der 7.Woche? Werden wir dann Langzeit-Prepper? Was ist dann auf unseren Strassen los?
    Fehlt nur noch der Luftschutzbunker. Satire

  • Besoffen zum Dienst kommen ist nicht so gut.

    Dann komt sowas raus. Oder Bekifft oder ……

  • Also ich hab mich kurz richtig erschrocken, meine 1. Reaktion:
    „Schei** jetzt der nächste Anschlag“
    Ansonsten würde ich sagen vor 5 Tagen wäre diese SMS deutlich sinnvoller gewesen…

  • AN fällt ohne Recherche auf jeden Mist rein.Sensation,Sensation,Sensation.

  • AN hat jetzt in jedem zweiten Artikel einen Sprung in der Platte.

    -19
    • Boris Sie haben den Schuß nicht gehört.

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