Werbung:

Werbung:

Verantwortung

Arabischer Antisemitismus vernachlässigt: Gauck kritisiert einseitige Fokussierung auf rechte Täter

Joachim Gauck kritisierte, dass Antisemitismus „aus dem arabischen Raum“ vernachlässigt werde. Für die Vorzüge der Demokratie wie Rechtsstaatlichkeit brauche es Eigenverantwortung.

Von

Joachim Gauck forderte auch, dass die Menschen Eigenverantwortung übernehmen sollen. (IMAGO/Christian Schroedter)

Werbung

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck kritisierte im Interview mit dem Tagesspiegel, dass man sich zu lange nur auf Antisemitismus von rechts konzentriert habe. „Was lange vernachlässigt wurde, ist die Beschäftigung mit Antisemitismus etwa aus dem arabischen Raum, wo es völlig normal sein kann, mit antisemitischen Vorstellungen aufzuwachsen“, sagte er am Samstag. „Manche haben auch Probleme, über linken Antisemitismus in Deutschland zu sprechen.“

Negative Haltungen würden nicht einfach verschwinden, nur weil man „bodenständig sächsisch und thüringisch oder arabisch und türkisch“ sei. Die Bürger müssten sich mit denjenigen auseinandersetzen, die Hass zum Bestandteil ihres Lebens machen würden. Es müsse mehr für den Schutz der Menschenwürde getan werden.

Nach der Rolle des Konservatismus in der Politik befragt, sagte er, dass es eine starke konservative Mitte brauche, damit die Menschen nicht nach rechts außen abwandern würden. Die Vorzüge der Demokratie, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit seien auch durch eigenverantwortliche Bürger entstanden. „Aber es gibt eben immer auch Menschen, die lieber geführt werden, als selber Verantwortung zu übernehmen“, sagte Gauck. So würden einige Menschen nicht einmal wählen gehen.

„Wer nur geführt werden will, versäumt die schönste Form der Freiheit, die Freiheit zu etwas und für etwas. Die autoritären Bewegungen werden dann überall zu Sammelbecken derer, die weniger ihren eigenen Kräften als ‚starken‘ Führern vertrauen.“ Ein Leben, das mit Verantwortung einhergehe, mache zufriedener. Ohne die AfD direkt beim Namen zu nennen, drückte er doch sein Unverständnis darüber aus, dass diese Partei gewählt wird: „Es ist erschreckend, dass ein Teil unserer Wählerschaft Leuten hinterherläuft, die noch nie ihre gestalterischen Qualitäten nachgewiesen haben, noch über ein halbwegs plausibles Zukunftsszenario verfügen.“ Solche Wähler würden Trost suchen, weil sie von anderen Parteien enttäuscht seien.

Auf die Frage, wer zukünftiger Bundespräsident sein könnte, sagte Joachim Gauck, dass es besonders Zeit für eine Bundespräsidentin sei. Hätte sie jüdische Wurzeln, würde ihm das persönlich gefallen. Wichtiger als die Glaubensrichtung sei jedoch, dass die Person das Land liebe. „Wenn wir in eine andere Richtung blicken, könnte beispielsweise eine Persönlichkeit wie Cem Özdemir das auch.“

mra

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

43 Kommentare

  • 2015 und Merkel sprach: „nun sind sie halt da“ und Gauck schwieg 10 Jahre lang. In der Welt steht heute ein Artikel, dass sich 20 Prozent die geheiligte Raute Merkel zurückwünschen.

    • Die CDU ist unwählbar.

    • Das sind genau die von denen der alte weiße Mann da spricht.
      „Muddi“ würde es schon regeln.
      In der Hauptsache natürlich ihre Schwestern im gleichen Alter.
      Die haben noch nie was gecheckt und werden auch nie mehr was checken.

  • Dieser Mann hat schon zu Amtszeiten mehr als genug peinliches und nicht ernstzunehmendes ungefragt geäußert. Daß so einer und einige andere auch ein hohes Amt begleiten durften und dürfen, zeigt den degenerativen Zerfall von Wert Würde und dem Ansehen Deutschlands.

  • Verstand kommt oft mit den Jahren. Oder möchte er sein Comeback vorbereiten?

    • Verstand?
      Bei Gauck?

  • Herr Gauck hat recht! Man möchte das Problem anderen zuschieben, damit man die eigene Ideologie nicht beschädigt. Die klassische Sündenbock Erzählung, die wir aus der Geschichte bereits hinlänglich kennen
    Man müsste endlich einmal zugeben, dass man sich geirrt hat. Aber diese Kraft hat man einfach nicht!

  • Ich will nicht „geführt“ werden. Ich habe schon immer ein Problem mit Autoritäten-oder besser gesagt-die mit mir.
    Ich wähle die AfD weil sie von allen Parteien meinen Ansichten und meiner Meinung am nächsten kommt. Weil sie denen die mich „führen“ wollen die Meinung geigt und widerspricht. Und konservativ ist an diesen „Führern“ aus den Kartellparteien schon mal gar nix. Der Mann redet Unsinn in diesem Punkt.
    Und seine Erkenntnisse über Antisemitismus kommen viel zu spät um mich noch zu beeindrucken-im Gegenteil-eine Schlafmütze würde ihm gut stehen.

  • Weis den der Edle Herr Gauck von was er redet?

    • Ich würde mal vermuten…….nein…..

  • Schlaues Kerlchen, dieser Gauck. Der merkt aber auch alles.

  • Sorry, aber der Mann ist so falsch wie ein Sieben-Euro-Schein. Ein linker Klerikalist.

  • Er ist an der Hetze im Land seit Jahren beteiligt.

  • „Es ist erschreckend, dass ein Teil unserer Wählerschaft Leuten hinterherläuft, die noch nie ihre gestalterischen Qualitäten nachgewiesen haben, noch über ein halbwegs plausibles Zukunftsszenario verfügen.“

    Das kann man nur als Kritik an der Bundesregierung verstehen. Womöglich sogar als verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates.

  • So ein Quatsch. Nichts beim Namen nennen, relativieren ohne politische Ursachen und Fehler zu nennen. Und dann noch den Grünen Özdemir als BP andenken. Nur noch Kopfschütteln!

    • Gilt aber nicht bei der AfD; da darf man feste draufhauen.

  • Pastor Gauck ist jetzt alt.
    (* 24. Januar 1940 in Rostock)
    Noch rechtzeitig Reue zeigen, bevor
    seine Seele auf die Waage kommt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Seelenwaage

    • Laut Bibel werden verlogene Pastoren viel Strenger verurteilt, als Zöllner oder einfache Sünder….
      Zurecht!

      • Wenn’s wahr wäre, würde dort, wo sie schon auf ihn warten, gerade frisch angefeuert…..

  • Ihr Kommentar ist sehr wichtig. Zudem sind nur ca. 10% der Israelis semitische Juden. Der große Rest sind sephardische Juden.

  • O Wunder Gottes, der Herr Pastor und ‚Ehrensöldner‘ geruhen endlich aufzuwachen: Immer wenn’s ‚fünf nach zwölf‘ ist, laufen diese Bäffchenträger zu Hochform auf…
    Als es seinerzeit galt, dubiose ‚Vergangenheiten‘ abzustreifen und auf’s Trittbrett zu hüpfen, war man doch deutlich flinker…

  • Unseren Ex BP kann man auch nicht mehr ernst nehmen.
    Vor gefühlt 10 Jahren hat er uns einen muslimischen Bundeskanzler empfohlen.
    Wer es nicht glaubt kann googeln!

  • Schön, Herr Gauck, das Sie das jetzt auch schon bermerken. Mann, haben Sie vielleicht eine lange Leitung.

  • Bei manchen hat man den Eindruck, uns wäre schon geholfen, wenn sie in der medialen Versenkung vetschwinden und sich auch nicht mehr zu Wort melden würden…

  • „… dass man sich zu lange nur auf Antisemitismus von rechts konzentriert habe.“
    Wo soll der aktuelle rechte Antisemitismus sein, welche Beispiele hat er parat?
    Ich sehe gerade nur den massiven linken und islamischen Antisemitismus.

  • Ach echt jetzt wirklich neh doch? „Den muslimischen Antisemitismus vernachlässig“. Was will man von jemanden erwarten, der Millionen von deutschen Staatsbürgern als Bekloppte tituliert, nur weil sie einer medizinischen Zwangsbehandlung gegenüber skeptisch sind.

  • Lieber Herr Gauck, auh jetzt sind diese Rechten die sie wohl meinen immer noch die Bürger Deutschlands, die Ihren Unterhalt zahlen und von ihren Politischen Kollegen für deren Lügen abgestraft werden sollen! Wenn sie die Augen öffnen, sehen sie keine Deutschen Straftäter sondern Personen mit mehr als einer Zugehörigkeit.

  • Konservativismus ist rechts. Liberalismus ist rechts. Individualismus ist Rechts.
    Rechts erkennt Realitäten an.
    Links ist das Gemeinwohl. Die Menschen sollen sich dem Gemeinwohl unterordnen, denn das steht je nach Radikalität im Vordergrund. Das fängt innerparteilich mit der Anrede Genosse und Du an.
    Links akzeptiert keine abweichende Meinungen und braucht Ideologien und Lügen um zu überleben.
    Antisemitismus war immer links in Deutschland.

  • Gelaber, mehr nicht.

  • Herr Scheinpastor und Bundesgauckler, haben Sie die Stasi-Akte von Mutti noch?
    Warum stellen Sie diese nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung?

  • Gauck ist so ziemlich der Letzte, dem ich diese Aussage als glaubwürdig abnehmen könnte. Seine Bemerkungen über „Dunkeldeutschland“ sind mir da viel mehr in Erinnerung geblieben. Für mich ist er ein Heuchler von der sclimmsten Sorte.

  • Pfaffengewäsch.
    Seine Zeit ist vorbei. Er soll jetzt sein monatliches stattliches Salär einstreichen und nach Hause gehen
    Die Jahreszeit ist günstig: dort kann er die Heizung abstellen, Türen und Fenster öffnen und ein bisschen für den Frieden frieren.

Werbung