Krypto-Meldepflicht: Frankreich arbeitet an einer Blaupause für das EU-Vermögensregister
Frankreichs Nationalversammlung diskutiert über eine Meldepflicht für Kryptoeigentümer – und könnte damit die Blaupause für das hochumstrittene EU-Vermögensregister liefern.
Wie viel Vermögenstransparenz verträgt eine Bürgergesellschaft? Verbiegt zu viel staatliche Durchleuchtung sie am Ende in eine Scheindemokratie mit feudalistischem Grundrauschen? In Frankreich scheint sich die Classe politique darin einig zu sein, dass Privatvermögen in erster Linie als fiskalischer Steinbruch und nicht als finanzielle Schutzhülle freier Bürger zu dienen hat.
Zur Bestätigung dieser Vermutung diskutierte die Nationalversammlung in der vergangenen Woche über ein Gesetzesvorhaben, das Kryptobestände in Eigenverwahrung der Bürger regulieren soll. Konkret sollen Inhaber von Bitcoin, Ethereum oder anderen digitalen Vermögenswerten per Gesetz dazu verpflichtet werden, die Vermögensbestände ihrer privaten Wallets den Steuerbehörden zu melden, sollten diese zum Jahresende einen Grenzwert von 100.000 Euro überschreiten. Bemessungsgrundlage wäre das Gesamtvermögen an Krypto-Vermögenswerten, nicht die Einzelbewertung unterschiedlicher Wallets. Bei Verstößen sieht das bislang noch nicht verabschiedete Steuergesetz Bußgelder von bis zu 10.000 Euro vor.
Betroffen wären vor allem Hardware-Wallets, aber auch sogenannte Hot Wallets auf dem Handy und andere Formen der Selbstverwahrung, bei denen der Inhaber der Vermögenswerte deren private Schlüssel selbst kontrolliert. Frankreichs Gesetzgeber zielt präzise auf das Ethos von Bitcoin ab: „Not your keys, not your coins“ – so lautet das Schlagwort der Bitcoin-Gemeinde, die ihre Philosophie zuallererst auf dem Prinzip individueller Souveränität begründet hat. Diese umschließt nun einmal die volle Verfügungsgewalt über das eigene Finanzvermögen.
Frankreichs steuerpolitischer Schachzug gegen die Krypto-Community sollte in einem größeren Zusammenhang interpretiert werden. Zunächst einmal zielt er auf jene Anleger, die in freier Entscheidung digitale Vermögenswerte außerhalb des klassischen Finanzsystems verwahren. Das ist der Bankenlobby ein Dorn im Auge, da jeder verlorene Kunde die eigene Kapitalbasis schwächt. Man kann es als eine Art Ausweichmanöver, als einen Ausstieg aus der Umklammerung des Fiat-Geldsystems verstehen. In einer Finanzmarktkrise wäre die Ansteckungsgefahr groß, sodass eine wachsende Zahl von Bankkunden die Flucht ins Krypto-Ökosystem, insbesondere ins Bitcoin-Ökosystem, suchen könnte. Dem versucht der Staat nun einen Riegel vorzuschieben. Zudem gilt: Wer seine Coins bei einer regulierten Börse verwahrt, unterliegt ohnehin der MiCA-Regulierung, die ein umfangreiches Know-Your-Customer-(KYC)-Meldeverfahren obligatorisch verlangt.
Die Nationalversammlung stimmte der Regelung mit 150 zu 44 Stimmen bei acht Enthaltungen zu. Allerdings kam es anschließend zur Ablehnung des Einnahmenabschnitts des Haushaltsgesetzes 2027, sodass auch die geplante Krypto-Regelung zunächst wieder aus dem Gesetzestext gestrichen wurde.
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In den Medien will man von den Plünderungen ablenken und den friedlichen Demonstranten zuhören. Aber haben die uns überhaupt etwas zu sagen?Und dennoch: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Gerade in Frankreich prüft der Gesetzgeber mögliche finanzielle Schlupflöcher im System, die im Falle einer heraufziehenden schweren Schuldenkrise zu Kapitalabflüssen führen könnten. Am 20. November beginnen im Senat die Haushaltsberatungen. Dann steht auch die Kryptoregulierung wieder auf dem Programm.
Dass sich für eine solche Regelung in Frankreich parlamentarische Mehrheiten finden, steht außer Frage. Bei einem Haushaltsdefizit von 5,7 Prozent im laufenden Jahr und einer Gesamtverschuldung, die in diesem Jahr die Marke von 122 Prozent des BIP erreichen wird, greift die Politik nach jedem sich bietenden fiskalischen Strohhalm.
Frankreichs Schuldenproblem ist ein EU-weites Problem. Der Staatenbund ist zu einem Schuldenklub mutiert – und alle eint die Jagd auf den europäischen Steuerzahler. Das Argument, das die Befürworter des Kryptoregisters vorschieben, ist ein altbekanntes: Es gehe um die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Doch handelt es sich hierbei um Scheinargumente.
In Wahrheit köcheln allerorten die Debatten über die Erhöhung von Erbschafts- und Vermögensabgaben. Zudem schwebt seit einiger Zeit über allem das absolute Schreckgespenst für die bürgerliche Freiheit: das EU-Vermögensregister.
Im Grunde ist dieses Register ein alter Hut. Vor zwei Jahren veröffentlichte die EU-Kommission eine Machbarkeitsstudie, die prüfte, wie sich die jeweiligen Vermögenswerte der EU-Bürger in einem zentralen Register zuordnen ließen. Alles soll erfasst werden: von Immobilienbesitz über Bargeldbestände, Gold in Eigenverwahrung, Kraftfahrzeuge, Aktienportfolios und Kunstgegenstände bis hin zu digitalen Vermögenswerten. Letztere sind die Vermögensgruppe, die neben Gold in Eigenverwahrung wohl am schwersten von staatlicher Seite zu kontrollieren sein dürfte.
Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein zentraler Zugang zu nationalen Vermögensdaten technisch prinzipiell möglich wäre. Ein verbindliches EU-Vermögensregister existiert allerdings bislang nicht. Die Kommission prüft derzeit die technischen und rechtlichen Aspekte dieser Zentralisierung. In der Realität bestehen längst Teilsysteme in den europäischen Staaten. In Deutschland kennen wir das Grundbuch und das Immobilienkataster. Es existieren Register für Kraftfahrzeuge sowie Melde- und Steuerdaten. Brüssel müsste im Grunde diese Informationsinseln nur noch miteinander vernetzen und zu individuellen Vermögensprofilen zusammenführen – im digitalen Zeitalter eigentlich kein Problem.
Droht uns bald der ganz große fiskalische Hammer? Derzeit stehen andere Themen auf dem Programm der Brüsseler Kommission: Der Ukrainekrieg wirft Finanzierungsfragen auf, die große NextGenerationEU-Anleihe muss in etwas mehr als einem Jahr refinanziert werden – zudem steht das Zwei-Billionen-Budget von Ursula von der Leyen zur Diskussion.
Aber es ist Vorsicht geboten: Denn ein EU-Vermögensregister wäre ein schwerer Schlag gegen die bürgerliche Kultur und Souveränität unserer Gesellschaft. Der Staat würde sich zum allwissenden Vermögensverwalter und Kontrolleur aufschwingen. Die letzten Schutzsphären des Einzelnen würden sich buchstäblich auflösen.
Es ist Zeit, sich an eine eherne Regel zu erinnern: Individuelle Freiheit endet dort, wo der Staat sich anmaßt, die Privatsphäre zum öffentlichen Gut zu erklären.
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so ein vermögensregister ist ganz praktisch.
2 billionen schulden?
kein problem, wir machen da mal eben eine umbuchung …
Vor allem macht das ja richtig Sinn, dass man sein Geld von Fiat in Richtung Krypto bewegt, um es vor dem Zugriff durch die Sozialisten zu schützen – nur um den Sozialisten dann mitzuteilen, wo sie was holen können…
Es gibt hier wieder die üblichen 2 Menschen. Der eine, der brav alles an den ach-so-lieben und gut wirtschaftenden Staat meldet und der es richtig gut findet, wenn dieser Staat ihm mit den roten Griffeln in den Hosentaschen hängt. Und eben den anderen, der nicht staatsgläubig ist und am Ende mehr vom Kuchen hat.
Natürlich wollen die mit der Wahrheit nicht herausrücken, sonst hieße Ukraine-Soli.
Gold! 1/10 oz Münzen!
In Deutschland geht anonymes Tafelgeschäft mit Bargeld nur noch bis 2000€.
In Österreich gilt immer noch die, früher auch in Deutschland gültige, Höchstgrenze von 10.000€.
Kauft Gold! Der Euro ist schon gescheitert.
es geht NICHT primär um Transparenz sondern Schaffung von ZUGRIFFS-Möglichkeiten auf das Vermögen, die Lebensleistung von Menschen.
Die Transparenz ist nur der Vorläufer, zu wissen wo UND wann man zuschlagen soll.
Denn hat man erst einmal ein Gesetz zur Transparenz, kommt dann eben nur noch irgendwann ein Satz oder Absatz als Novelle hinzu (OHNE Mehrheitsabstimmung), eben die bewährte Salami-Taktik oder wie es Juncker einst formulierte
https://www.spiegel.de/politik/die-bruesseler-republik-a-3d75c854-0002-0001-0000-000015317086
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“
Leute, kauft bitte nicht auf regulierten Börsen. Besser sind P2P Börsen:
bisq.network für BTC und
retoswap.com für Monero.
Retoswap verbindet über Tor und Monero ist sozusagen der Goldstandart für anonyme und private Kyptowährungen.
Bei den P2P Börsen handeln man direkt mit einem anderen Trader. Daten über den Trade besitzen nur der Käufer und jeweilige Verkäufer. Es gibt keine Identitätsprüfung, Steuernummer oder KYC.
Monero z.B. kann dort mit Cash, IBAN Überweisung, Revolut, etc und natürlich anderen Kryptos gekauft und verkauft werden.
Ich empfehle jedem Kypto-Interessierten eine Internetrechere zu diesem Thema zu machen und die Börsen auszuprobieren!
Mit Einführung eines solchen Registers vernichten sie massiv Werte. Problem: erst legal, dann räubern …. Allerdings auch viel verstecktes Vermögen, warum auch immer. Theoretisch von versteuerter Währung erworben.
Die EU muss sterben, damit Europa leben kann
Krypto ist ein Geschenk für die Terroristen. Hamas hat sehr viel Geld so erhalten.
In Paris hat man Angst , das Geld geht aus.
Was geht das diese dreckigen linken Wegelagerer an was man sich hinter einer Crypto Wall für ein privates Vermögen aufbaut.
Wer sowas meldet, ist selber schuld. Kommt doch auch kein gesund denkender Mensch auf die Idee, wenn er physisches Gold lagert, das an den Staat zu melden.
Kryptos kauft man (seit Mica) außerhalb der EU und verschiebt diese dann auf eigene Wallets. Idealerweise bei jedem Kauf auf eine eigene Adresse, damit kein Zusammenhang besteht.
Und kommt die Zeit, dass man eine 6-7-stellige Wertentwicklung drin hat, zieht der normal denkende Mensch eben aus der EU weg und sobald er damit nichts mehr am Hut hat, wandelt er die Kryptos am neuen Ort in Fiat und macht sich ein schönes Leben.