Bundespräsidentenwahl
CDU fürchtet Abweichler in der Bundesversammlung – BSW nominiert Constantin Schreiber
Niedersachsens CDU sorgt sich vor Abweichlern in den eigenen Reihen bei der Bundespräsidentenwahl. In Bayern stellen die Grünen durch Losglück einen Wahlmann mehr als die AfD. Constantin Schreiber ist derweil auf Vorschlag des BSW in Sachsen in die Bundesversammlung gewählt worden.
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Am 30. Januar kürt die Bundesversammlung den neuen Bundespräsidenten. Unmittelbar mitbestimmen dürfen dann nicht alle Deutschen, sondern nur die 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso viele Wahlleute der Landtage. Unter diesen befinden sich traditionell nicht nur Politiker, sondern auch Prominente, Wirtschaftsführer, Intellektuelle und andere Personen des öffentlichen Lebens.
Um deren Nominierung ist in der niedersächsischen CDU eine Kontroverse entbrannt: In der Partei fürchtet man, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet, Abweichler, die sich nicht an die offizielle Parteilinie halten könnten. Aufgrund der Nominierungen lässt sich die parteipolitische Zusammensetzung der Bundesversammlung zwar abschätzen; die Wahl erfolgt aber frei und geheim.
In Baden-Württemberg erklärte etwa Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller, die als Wahlfrau von Cem Özdemir und den Grünen ins Rennen geschickt wurde, gegenüber dem SWR, sie fahre nicht „für die Grünen“ nach Berlin und werde ihre Entscheidung nicht von der Parteifarbe abhängig machen. Die CSU-Politikerin Ilse Aigner, die derzeit als Favoritin gehandelt wird und von der schwarz-roten Koalition auf Bundesebene nominiert werden könnte, gilt ihr demnach als eine gute Wahl. 2009 war sie noch von der CDU vorgeschlagen worden.
Ebenfalls nicht mehr für die CDU, sondern jetzt für die Sozialdemokraten soll Michel Friedman an der Bundesversammlung teilnehmen. Er hatte die Union Anfang 2025 aus Protest gegen die Inkaufnahme von Stimmen der AfD verlassen. Ein weiterer bekannter Jude unter den Wahlleuten ist Meron Mendel, der Leiter der Bildungsstätte Anne Frank. Er hatte der israelischen Regierung vorgeworfen, auf eine ethnische Säuberung abzuzielen. Die hessischen Grünen begründen seine Nominierung unter anderem mit seinem Einsatz gegen Antisemitismus.
Eine andere auffällige Personalie kommt aus Sachsen: Der Landtag wählte am Donnerstag den früheren Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber auf Vorschlag der BSW-Fraktion. Fraktionschef Ronny Kupke begründete die Auswahl gegenüber der Nachrichtenagentur DPA mit der Meinungsvielfalt; Schreiber stelle sich gesellschaftlichen Konflikten und kontroversen Debatten. Er steht in einer Reihe mit weniger politischen Prominenten wie Tim Borowski. Der frühere Fußballnationalspieler wurde von der CDU Bremen nominiert.
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich inzwischen auf eine Frau als nächsten Bundespräsidenten festgelegt. Am Montag sprach er von einer „Kandidatin der politischen Mitte“, ohne einen Namen zu nennen (Apollo News berichtete). Die CSU und Markus Söder haben die bayerische Landtagspräsidentin und frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner offensiv ins Spiel gebracht. Sie hat derzeit die besten Chancen auf die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf.
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Über die Nominierung von Constantin Schreiber freue ich mich. Ich verpasse kein YouTube Video von ihm. Noch besser wäre es, ihn als BP zu bekommen 😃
Constantin Schreiber ist ein sehr, sehr guter Vorschlag.
Der Mann besitzt noch einen gesunden Menschenverstand.
Deswegen konnte er es beim ÖRR auch nicht mehr aushalten.
Nachtrag: Herr Schreiber wird allerdings nur die Wahl zwischen Not und Elend haben.
Manchmal macht das BSW wirklich gute Dinge
Eine Frau,nur weil es eine Frau sein muß?
Hat das Amt nicht Kompetenz verdient?
Oder ist es einfach nur ein überbewertetes und vor allem überbezahltes Amt?