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Wirtschaftsminister

Wegen schuldenfinanzierten Wachstums frohlockt Klingbeil: „Wir sind zurück“

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil feiert die vom IWF angehobenen Wachstumsprognosen als Beleg, dass die deutsche Wirtschaft nach Jahren der Stagnation wieder in die Erholung findet. „Wir sind zurück“, so meint der Wirtschaftsminister.

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Lars Klingbeil äußert sich wegen dem gestiegenen Wirtschaftswachstum aktuell ausgesprochen optimistisch (IMAGO/Andreas Gora)

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„Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist zurück“, frohlockt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in einem am Donnerstag veröffentlichten Video auf dem Instagram-Account des Bundesfinanzministers. In dem Beitrag möchte er sich offenbar betont volksnah geben und trägt nur ein schlichtes T-Shirt. Die verbesserten Konjunkturaussichten für Deutschland wertet er dabei als Bestätigung des wirtschaftspolitischen Kurses der Bundesregierung und macht insbesondere das Sondervermögen sowie die gestiegene Standortattraktivität für die verbesserten Wirtschaftsaussichten verantwortlich.

Im gleichen Duktus äußerte er sich auch am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok, wie Reuters berichtet. Auch hier erklärte der SPD-Vorsitzende: „Wir sind zurück.“ Der IWF hat seine Prognose für das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr von zuvor 0,7 auf 1,3 Prozent angehoben. Für das kommende Jahr erwartet der Fonds nun ein Plus von 1,1 Prozent – jeweils in etwa auf dem Niveau der Einschätzung der Bundesregierung.

Nach Klingbeils Darstellung stützen vor allem öffentliche Investitionen den Aufschwung. Dazu zählen Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie die gestiegenen Ausgaben für die Modernisierung der Bundeswehr. „Wir geben den Impuls“, sagte der Finanzminister. Zugleich warnte er davor, den Staat als alleinigen Wachstumsträger zu betrachten. Die Prognosen lieferten jedoch Grund für „vorsichtigen Optimismus“.

Die Bundesregierung will dieses Signal nun auch gegenüber der Privatwirtschaft nutzen. Für kommende Woche ist in Berlin eine große Investorenkonferenz geplant. Sie soll private Kapitalgeber für Investitionen in Deutschland gewinnen – ein Bereich, in dem das Land nach Ansicht von Unternehmen und Verbänden seit Jahren zurückliegt. Als Belastungen gelten insbesondere ein hoher Verwaltungsaufwand, Steuerlasten und Energiepreise. Klingbeil kündigte entsprechende Reformen an, die die Regierung nun angehe.

Verteidigt wurde zugleich der finanzpolitische Doppelkurs aus höheren Ausgaben und Haushaltsdisziplin. „Wir machen beides: Wir investieren und konsolidieren“, sagte Klingbeil im ZDF-Morgenmagazin. Er verwies darauf, dass der IWF Deutschland zu zusätzlichen Investitionen aufgerufen habe. Die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz sei deshalb verpflichtet, „das aufzuholen, was über viele Jahrzehnte in Deutschland verschlafen wurde“.

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Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität umfasst 500 Milliarden Euro. Klingbeil räumte ein, dass Ausgaben für die Bundeswehr, Schulen oder marode Brücken nicht nur Geld kosten, sondern wegen der Kreditaufnahme auch „hohe Zinszahlungen“ verursachten. Dennoch hielt er daran fest: „Für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes ist es wichtig, dass wir eine intakte Infrastruktur haben.“

Der Minister beschrieb die aktuelle Entwicklung als Wendepunkt nach einer langen Phase schwacher Konjunktur: „Nach Jahren der wirtschaftlichen Stagnation sind wir jetzt wieder in einer Phase der wirtschaftlichen Erholung.“ Gleichzeitig betonte er, die positive Entwicklung dürfe nicht dazu verleiten, die Haushaltssanierung auszusetzen. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, was die Haushaltskonsolidierung angeht.“

Reformen müssten laut Klingbeil sowohl das Leben der Menschen verbessern als auch die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Frankreichs stärken. Während Deutschland von der Aufwertung seiner Wachstumsaussichten profitiert, bleibt Frankreich finanziell stark belastet: Gemessen an der Wirtschaftsleistung zählt das Land zu den am höchsten verschuldeten Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Der IWF hatte seine Prognosen am Dienstag nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Weltwirtschaft angehoben. Ob der deutsche Aufschwung über die staatlichen Investitionsprogramme hinaus trägt, hängt nun maßgeblich davon ab, ob Unternehmen die verbesserte Stimmung in eigene Investitionen umsetzen.

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60 Kommentare

  • „Wir sind zurück“
    Na endlich, dann kann man doch auch die Steuern senken.

    • Keine Ahnung wer diese Ausländerparteien CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP wählt!

      • Ausländer mit nachgeworfenen dt. Pass.

        Ausländer die den dt. hart über Jahrzehnte erarbeiteten wählen AfD, um sich von erst genannten zu distanzieren, würden manche sagen.

        • AfD wird nicht benötigt und wird niemals regieren!

          7
        • Der AfD Dödel kommt mit „seinen guten Ausländern“ die „hart arbeiten“ was für eine bescheuerte Einstellung.

          2
      • Eben weil du sie „Ausländerparteien“ nennst hast du eben keine Ahnung wer die wählt.
        Geh zu den Polen, Indern und Berufsnegern der AfD.

        • Es geht aufwärts mit Deutschland durch die SPD und CDU. AfD redet alles schlecht, wir lachen über die gesichert rechtsextremen!

          9
  • Im Sozialismus wird auch der Untergang schön geredet…

    • Erinnert mich an den Dachdecker, der vom Kirchturmdach fällt.
      Kommt an der Uhr vorbei und denkt:
      „Oh, wie schön, ist gleich Mittagspause!“

  • Ein Träumer vor dem Herrn….diese Äußerung spricht Bände und zeigt seine Realitätsferne!
    Solche Leute geben Geld aus, was spätere Generationen zurückzahlen sollen und loben sich auch noch dafür…sehr bedenklich und klarer Fall für die zeitnahe Abwahl.

    • Die AfD wird nicht mehr benötigt. Wir brauchten Geduld, jetzt geht es aufwärts!

    • Das Problem wird nur sein, dass kommende Generationen nichts zurück zahlen können, weil nichts mehr da sein wird. Mit der Überschuldung von Frankreich, Deutschland und auch Italien ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann das Kartenhaus zusammen bricht. Und dann noch eine v.d.Leyen, die nur noch Billionen für den EU Haushalt will! Das kann nicht funktionieren. Überschuldungen in diesem Mass, mit solch einer niedrigen Wirtschaftsleistung, dass geht nicht zusammen.

  • Nicht dank Klingbeil sondern eher trotz Klingbeil

    • trotzdem wegen Klingbeil

  • Herr Klingbeil scheint seine Funktion als Obermotivationstrainer der Wirtschaft zu verstehen.

  • Ob der deutsche Aufschwung über die staatlichen Investitionsprogramme hinaus trägt, hängt nun maßgeblich davon ab, ob Unternehmen die verbesserte Stimmung in eigene Investitionen umsetzen.

  • Als Finanzminister völlig ungeeignet und ausser überall Steuern zu erhöhen bringt er nichts auf die Reihe!

    • Doch:
      absolut souverän seine Altersversorgung!

    • Doch! Den Friedrich vor sich, wann immer möglich, herzutreiben…hätte der Friedrich Rückgrat, müßten wir uns nicht mit einem Klingenbeil rumschlagen

      • Solange keine AfD regiert, ist alles gut!

  • „Wegen schuldenfinanzierten Wachstums frohlockt Klingbeil: „Wir sind zurück““

    —

    aua, aua.

    🤦‍♂️🤦‍♂️

  • Wo lebt der Mann? Verlust zehntausender Arbeitsplätze dank Klimaideologie, massenhaft Insolvenzen und Abwanderung ins Ausland. Bisheriges Wachstum ausschließlich durch staatliche Aufträge, die Konjunktur ist gleich Null.
    Aber wir sind ja zurück🫣.

  • Ja nehmt noch mehr Schulden auf. Auswandern muss man aus diesem Land sowieso. Lasst uns fressen und saufen und nach uns die Sintflut.

  • Hahaha und unsere Enkel Kinder noch bezahlen.

    • Kommissionspräsidentin von der Leyen hat dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj weitere Hilfen für den Winter sowie die Perspektive auf eine EU-Mitgliedschaft zugesichert.
      https://www.youtube.com/watch?v=MyUwJny14Ns 2 Min.

  • Und die Zinsen der Sondervermögen,nein sonderschulden ,da wird noch Jahrzehnte lang zu zahlen sein ……

    • Es wird nicht aufgehen.
      Die Zinsen werden zu einem Klotz „am Bein“, der immer größer wird.

  • Erinnert daran, wenn die DDR Führung jeweils ihre neuen Fünf-Jahres-Pläne vorstellte:
    Erst reichlich Eigenlob, wie viel man wieder geschafft habe, und dann kam die Kaffee-Satz-Leserei : Wir werden noch besser..
    Dagegen ist Klingbeil allerdings fast bescheiden:
    Dem genügt eine IWF “ Prognose „, um sich selbst auf die Schulter zu klopfen.

  • Genau. Es ist alles nur ein großes Missverständnis….

  • Ich kann und will nicht an dieses Wachstum glauben….

    • Habe eine Expertin ( nicht „Unsere Expertin“ ) zu diesem Thema gehört, diese 1,3 Prozent „Wachstum“ kommen AUSSCHLIEßLICH durch das Staatliche Schuldenpaket, die in die Rüstung und sonstige Staatsaufgaben gesteckt werden, der Private Konsum und Ausgaben sind weiter auf Talfahrt! Dieses Staatliche Wachstum ist überhaupt nicht Nachhaltig und daß sagen Richtige Experten!!

      • Dafür muss man / frau kein Experte sein, geusnder Menschenverstand und kleines Ein-mal-Eins reicht.

  • Das Sondervermögen wird zu einem guten teil in Rüstung gesteckt, was völlig unproduktiv ist. Das sind Scheinarbeitsplätze, wenn man die Rüstungsgüter nicht für GELD exportiert. Wenn man die gegen KREDIT ins Ausland schafft oder die gar verschenkt ist das kein Wachstum, sondern eine Verschiebung in der Bilanz.

    • Rüstung führt uns wieder zu gesundem Wirtschaftswachstum!
      Endlich geht es aufwärts!

    • Vor allem muss man die Waffen entweder konstant verkaufen oder selbst benutzen, damit “ Arbeitsplätze “ gesichert sind. Also, in was wird da investiert? In Krieg! Tolle Investitionsplanung.

      • „Kurzlebige Verbrauchsgüter“

  • Wir sind zurück, ja Herr Klingbeil das stimmt, Wir sind ganz , ganz weit zurück 😃

  • boah, noch mehr Staat, der gibt immense Summen aus für Waffen und für noch mehr Beamte, ist das nicht super? Ah Anzeichen für Sozialismus? Ist doch egal

  • Klingbeil sagt es ja selbst, die mikrigen 1,3 Prozent Wachstumsprognose stammen zu größten Teil aus staatlichen Investitionen. Wenn die Prognose um die staatliche Eingriffe etwas bereinigt würde, sind wir in der Rezession.

  • vereinfacht von der schwäbischen Hausfrau…

    Hmmm, also man braucht mehr als 1.000 Mrd. (inkl. Zinseszins) um 0.5-1.5% BIP-wachstum zu schaffen (mal abgesehen von den ganzen staatlichen Mauscheleien).

    Also BIP ca. 4.500 Mrd./Jahr mal optimistisches 1.5%-wachstum sind 67.5 Mrd.

    Nach 15 Jahren wäre man beim Breakeven ABER die Zinsen fressen diesen jährlich auf.

    Jeder der rechnen könnte, (also manch Minister nicht) würde dies nicht machen, würden manche sagen.

    UND das diese Investitionen eher konsumtiv sind UND keine Rendite erwirtschaften macht es noch katastrophaler.

    • Die Korrektur wird schneller kommen als er gucken kann. Wenn er Glück hat zerbricht vorher die Koalition und er kann es seinem Nachfolger in die Schuhe schieben.

      • So ist der Plan immer bei den Politikern.

  • Nehmt ihm die Drogen weg!

  • Nein, das ist mir zu blöd.

    Grüße und gute Erholung für unsere AfD-Fraktion im Deutschen Reichstag.
    Was ihr da aushalten müsst, geht auf keine Kuhhaut.
    NUR AFD….NUR AFD….NUR AFD

  • Antifa, von Wirtschaft und Finanzen keine Ahnung, nichts dazugelernt – aber Minister. Was für ein erbärmliches Schauspiel.

  • Ein Unternehmer, der in einem Deutschland investiert, in welchem Begriffe wie Enteignung, Staatsquote, Mindestlohn Erhöhung, Energiesteuererhöhung konstant die Runde machen, der muss echt nicht mehr dicht sein. Und in was soll er investieren? In jährlich 65.000 Schulabgänger ohne Abschluss, in jährlich mindestens 100.000 neue, kulturfremde Migranten, in konstante Steuererhöhungen die den Verbraucher das Geld zum Konsum nehmen? Oder einfach in Kriegswirtschaft? Auch blöd, wo doch 2029 Putin kommt. Die Unternehmer, die investieren werden, tun es, wenn sie wieder Millionen und Milliardenfach Subventionen von Herrn Klingbeil abgreifen können, damit der Steuerzahler weiterhin ein “ Wachstum “ bezahlt, welches für eine ehemalige Industrienation wie Deutschland, lachhaft ist .

  • An der Behauptung erkennt man seinen Überblick …. 0 ….

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