Kerosin wird knapp – Deutschland droht eine große Versorgungskrise
Die Kerosinversorgung am Frankfurter Flughafen ist derzeit eingeschränkt. Während dieser Engpass als unproblematisch eingestuft wird und primär auf Wartungsarbeiten zurückzuführen ist, droht sich an heimischen Flughäfen mittelfristig eine weitaus größere Gefahr abzuzeichnen.
Die Folgen des Kriegs im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran setzen den europäischen Luftverkehr unter starken Druck – die Versorgungssicherheit mit Kerosin ist akut in Gefahr. Der Frankfurter Flughafen ist nun von konkreten Einschränkungen bei der Kerosinversorgung betroffen. Auslöser hierfür ist zwar nur eine eingeschränkte Pipeline-Anbindung; der Fall gibt jedoch einen Vorgeschmack auf die Engpässe, die deutschen und europäischen Flughäfen zum Jahresende infolge der Iran-Krise, und vor dem Hintergrund unzureichender Eigenversorgung drohen.
Der größte Flughafen Deutschlands wird in der Regel per Tankschiff über Rhein und Main beziehungsweise über Pipelines versorgt. Der Treibstoff gelangt zunächst in das Tanklager am Flughafen und von dort über unterirdische Leitungen zu den Flugzeugpositionen. Dieser Versorgungsweg ist derzeit jedoch eingeschränkt. Der Fraport verweist auf eine „turnusgemäße Wartung“ einer Pipeline, Lufthansa auf eine „reduzierte Kapazität der Pipeline-Anbindung“. Einige Medienhäuser machen auch das Rhein-Niedrigwasser dafür verantwortlich. Tankschiffe könnten den Fluss derzeit nur mit eingeschränkter Beladung befahren.
Für große Besorgnis sorgen die aktuellen Einschränkungen am Frankfurter Flughafen allerdings nicht. Die Betreiber halten die Betriebsfähigkeit für „nicht beeinträchtigt“ – die Tanklager am Flughafen reichen laut dem Branchenmagazin aero.de für bis zu 14 Flugtage. Wie lange die Wartung dauert und wann die Kerosinversorgung wieder reibungslos läuft, hat Fraport jedoch bislang nicht geklärt. Wie die Bild berichtet, hat Lufthansa vor diesem Hintergrund „bis auf Weiteres“ Maßnahmen eingeleitet.
So habe die Fluggesellschaft unter dem internen Stichwort „Fuel Shortage in FRA“ ihre Piloten angewiesen, auf ausgewählten Verbindungen bereits am Abflugort mehr Treibstoff zu tanken, als für die Strecke nötig ist. Diese Vorgehensweise, die auch als Tankering bezeichnet wird, soll den Bedarf an zusätzlichem Treibstoff in Frankfurt verringern.
Bei Maschinen der A320-Familie, die auf Kurz- beziehungsweise Mittelstrecken eingesetzt werden, sind es bis zu acht Tonnen zusätzlich. Das Tankering hat aber auch seinen Preis: Jede zusätzliche Tonne an Bord erhöht das Gewicht und den Verbrauch. Die Airline fliegt also teurer, um in Frankfurt weniger nachtanken zu müssen. Flugstreichungen schließt die Lufthansa derzeit aus.
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Der Hintergrund: da Europa nur rund 1,1 Millionen Barrel pro Tag produziert, aber etwa 1,6 Millionen Barrel verbraucht, ist die Versorgung stark von Importen abhängig, vor allem aus dem Nahen Osten. Im vergangenen Jahr kamen knapp 60 Prozent der Kerosinimporte der europäischen OECD-Länder aus dem Nahen Osten. Weitere 27 Prozent stammten aus Asien – aus Ländern wie Indien, Südkorea und China. Diese stehen nun jedoch unter Zugzwang, da sie selbst mit Versorgungsengpässen konfrontiert sind. Exporte aus diesen Regionen könnten daher ebenfalls zunehmend gedrosselt werden.
Deutschland ist besonders stark betroffen. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen ist die Abhängigkeit von Einfuhren nämlich in der Bundesrepublik noch deutlich größer. Der Jahresverbrauch an Flugkraftstoff liegt bei rund neun Millionen Tonnen.
Die acht inländischen Raffinerien, die Kerosin herstellen, produzieren laut dem Institut der deutschen Wirtschaft etwa 4,8 Millionen Tonnen – also nur gut die Hälfte. Weil davon jedoch wiederum ein Teil exportiert wird, bezifferte Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands en2x, den Importbedarf im April im Gespräch mit dem Branchenmedium aerotelegraph.com auf rund zwei Drittel des Verbrauchs. Diese Importe kommen nicht nur zu großen Teilen, sondern vor allem aus dem Nahen Osten.
Wie sich die andauernde Hormus-Blockade in konkreten Lieferausfällen niederschlägt, hatte Reuters zuletzt berichtet. Demnach sei seit Kriegsbeginn Ende Februar rund die Hälfte der europäischen Kerosinimporte weggefallen. Die Lagerbestände im Raffineriezentrum Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen sanken im September auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren.
Neben dem drohenden Kerosinmangel zeichnet sich infolge der Nahost-Krise auch beim Diesel eine Knappheit ab. Die Internationale Energieagentur (IEA) stuft die Lage an den Dieselmärkten in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht als „extrem angespannt“ ein (mehr dazu hier)
Bezüglich der Kerosinversorgung hatte die IEA bereits im April vor einer beginnenden Knappheit gewarnt. „Mehrere europäische Länder könnten in den kommenden sechs Wochen einer beginnenden Knappheit von Kerosin gegenüberstehen“, verkündete die in Paris ansässige Agentur damals.
Auch wenn dieses Extremszenario nicht genau so eintrat – Wirtschaftsministerin Katherina Reiche versicherte Mitte April nach einem Branchentreffen: „Die Versorgung mit Kerosin in Deutschland ist aktuell gesichert, Versorgungsengpässe bestehen nicht“ –, bemängeln Kritiker, dass diese Warnungen nur unzureichend beachtet worden seien. Zwar hatte sich die Bundesregierung nach alternativen Importquellen, unter anderem in den USA und Israel, umgeschaut, ein konkreter Notfallplan wurde jedoch nicht auf die Beine gestellt. Wegen dieser Nachlässigkeit drohen nun zum Jahresende hin große Herausforderungen mit Blick auf die Versorgungssicherheit.
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Die Grünen möchten eben nicht, dass die Menschen mit dem Flugzeug fliegen. Und die links-grünen Altparteien machen munter mit. Es heißt Agenda 2030, Green Deal. Wie gewählt, so wird geliefert.
Wer Altparteien wählt, dem gefällt es offensichtlich, die Einmischung in das Leben durch Uschi.
hekagro: Ich erinnere mich z.B. noch an grüne Youngster, die am Flughafen Plakate schwenkten “ Attacke, Attacke, fliegen ist kacke.“
Ich bin überzeugt, die alle verzichteten später in den Schulferien darauf, mit Mama und Papa auf die Malediven zu fliegen. Statt dessen gemeinsamer Wander- und Fahrrad-Urlaub in der Lüneburger Heide …….
… mit Messerstecher im Gebüsch.
lieber Einmischung von der Uschi als vom Duftonkel Siggi
Gott wird hier gelogen 🙂 . Unser Kanzler sagt doch immer ungefragt, dass dieses Land so toll ist.
Wer muss denn wirklich fliegen? Wenn das unser größtes Problem ist, ja dann
geht es uns wirklich(zu) gut.
Ich musste mal früher wg. 3 Tadel und einem Verweis von einer Schule fliegen, ohne das ich gebucht hätte, noch bekam ich Ticket zurück.
Wie solltest du ein Ticket zurück erhalten, wenn du nichts gebucht hast?
@Ralf.Michael
Evtl als Gift, Kulanz, Zugabe……?
Alfred44445: Privat kann man sich – vielleicht- zurück halten.
Aber das alle schnell verderblichen Waren, Medizin- und Pharmaprodukte, umgehend benötigte Teile für die Industrie, etc., etc. per Flieger importiert werden, das wissen sie schon?
Und da in dem Artikel weiter auch von möglicherweise fehlendem Diesel (Schweröl) die Rede ist: 80 über 90 % des weltweiten wird über See transportiert.
Jetzt sind Sie wieder dran, uns zu erzählen, dass das alles kein Problem sei …
Da sind wir ja bald beim Standardsatz der „DDR“ :
.
Ham wa nich.
„Guten Tag, ist das hier der Laden, in dem es keine Schuhe gibt?“
Verkäuferin: „Nein, das ist der Laden, wo es keine Hemden gibt, der Laden, in dem es keine Schuhe gibt, ist zwei Häuser weiter.“
so etwa ?
.
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&hs=zDUB&sca_esv=e8b19434261761b5&sxsrf=APpeQnurwCBH_yRA8cJoG1qM4pJTsyBIgA:1792086148570&udm=2&fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9IZ-OcP6xq64A4yNP8lBdpbTupudBqidne2pweOCd3nKYUC1dsYufcMzPZP1QtBU-HEt75r-0aiGhqngflpDyM0npV3MPAmIGxgUe4C7ZWXSwupRy3j_u4idXhWEgYXf0y4idJX_MDGabB12JBg6zPY0wymo&q=warteschlangen+ddr&sa=X&ved=2ahUKEwjpi6uSybyXAxW9VPEDHaO3KeoQtKgLegQIGBAB&biw=1318&bih=706&dpr=1.25
Wir sind doch Vorbild und Vorreiter im fossilfreien Fliegen.
Was? Wir fliegen nicht mit Akkupower?
Ich lasse öfter mal einen Fliegen – ganz ohne Akku!
Das ist nah an Cuba. Dort konnten zeitweise Flieger nicht landen, weil Cuba kein Kerosin zum Auftanken hatte und sie nicht mehr weggekommen wären. Mit dem angekündigten Klimawandel, haben wir in Deutschland bald Cuba-Feeling. Dazu eine leckere Zigarre vom Schwarzmarkt und ein 50jähriger Mercedes Diesel, betankt mit Frittenöl.
Wie geil wäre das denn!
Bloß gut, dass das Kriegsgerät alles mit Solartechnik funktioniert. Satire aus.
Bloß gut, dass es ‚Pazifisten‘ wie Sie gibt.
Nun, dazu vielleicht eine interessante Ergänzung:
Einige Fluglinien haben bereits erwogen, selbst Kerosin im Ausland deutlich günstiger zu kaufen und für ihren Bedarf zu deutschen Flughäfen transportieren zu lassen.
Hierzu hat das Bundesverkehrsministerium aber jüngst klargestellt, daß im Ausland erworbene Mineralölprodukte erst durch den Tankvorgang zu Treibstoffen werden, weshalb dadurch darauf auch die inländischen Steuern anfallen …
Dystopische Energiepolitik……
So what?
Kerosin ist stark umwelt- und klimaschädlich.
Ähnlich wie das Schweröl für die Schifffahrt.
Aber wir haben doch en masse „Windmühlen“ , es sollte uns also ein Leichtes sein, auch wieder auf Segelschiffe umzusteigen.
Und statt Diesel für Lkw und Busse wieder Pferdefuhrwerke.
Waren nicht vor allem die Grünen für Entschleunigung???
Marie Antoinette Habeck: Sollen sie halt mit Strom fliegen
Penultimo: Ach wo, Segelflieger….
Und wenn es auch an Diesel (Schweröl) fehlt: Segelschiffe.
genau, ich habe ein schöne große Solaranlage mit Speicher
Kerosin-Engpass?
Da wird im Falle des Falles für gewisse Herrschaften die Flucht nach Südamerika problematisch… 😒
Der verträumte deutsche Michel hat noch nicht realisiert, dass die Möglichkeit besteht, dass es in absehbarer Zeit gar kein Kerosin oder Diesel mehr geben könnte bzw, die knappen Bestände nicht zum öffentlichen Verkauf zur Verfügung stehen. Noch viel weniger dürften sie gemerkt haben, dass sie selbst „fest an der Seite der Ukraine“ diesen Notstand mit verursacht haben.
wie, was ? haben die Ukrainer etwa die Straße von Hormus gesperrt ?
die hamse gesprengt
Wieder einer der „Denkspezialist*innen“. Durch die Straße von Hormus kommt Rohöl. Diesel oder Kerosin wird daraus in Raffinerien. Wenn durch Deutschland maßgeblich unterstützte Drohnenangriffe diese Raffinerien in Russland (mit erhebliche Kapazitäten) zerstört werden, dann fehlt das dort hergestellte Diesel auf dem Weltmarkt. Gleichzeitig tritt Russland als stärkerer Nachfrager auf. Rohöl ist nicht gleich Rohöl. Selbst wenn man Ersatz von irgendwo her beschaffen kann, muss die Sorte auch zur einer Raffinerie passen. Dieses komplexe System, das im Laufe der Jahrzehnte entstanden ist, wird nun durch ungeplante Ausfälle destabilisiert. Der Neubau von Raffinerien und Neuaufbau von Kapazitäten dauert Jahre. Also fehlen auf absehbare Zeit große Mengen verarbeiteter Endprodukte. Nachdem die Reserven aufgebraucht sind, fallen die ersten Kandidaten hinten runter. Da Deutschland am dämlichsten agiert, werden wir auf jeden Fall dabei sein.
Solche Fragen sollten Sie nicht auf AN stelllen.
Das ist schlecht, jetzt können die grünen Fachkräfte nicht nach Hause .
Das ist eine Opportunität! Viva das Klima!
Neinneineinein, das stimmt alles gar nicht, alles Flacherde-Schwurbler und Aluhüte….
Quasi eine kollektive Massenpsychose.
PS: ich meine was dazu bis gestern in den ÖRR seit Monaten dazu gemeldet wurde…😉
was wurde gemeldet, Feuer, Rauch, Hochwasser ?
Z.B. das u.a. Du nicht lesen kannst insbesondere zwischen den Zeilen…
Und wieder wird eine Verschwörungstheorie wahr…
Arm und glücklich, aber das Volk wählt ihre Schlächter trotzdem noch weiter.
Die Pipiline zum Fraport wir gerade gewartet – FRA wuste das und hat es versäumt entsprechend mehr zu ordern und einzulagern.
Daraus wird jetzt die Kerosinkrise gemacht. Wokenladen auf Linie eben.
Russland lieferte über die Raffinerie Schwedt zuletzt 2021 300 000 Tonnen. Tja, Rot, Grün, Schwarz schießt in sämtliche Kniee und gleich noch in den eigenen Sack. Der Totalschaden durch die Ukrainepolitik und durch die von Merz als Willkommen gepriesene „Drecksarbeit“ der Amis und Israelis im Nahen Osten wird immer deutlicher. Merz ist ein intellektueller Tieflieger, Jurist und auch sonst von mäßigen Verstand. Kurz: Ein Hasardeur im Spitzenamt. Gute Nacht
Hoffentlich fliegt dieser Nichtskönner Regierung der Laden ordentlich um die Ohren und die Wähler wachen endlich mal auf.
die Wähler sind vom leckeren Duft von Siggi eingelullt
Da kann doch gar nichts passieren, die Grünen haben doch überall gute leute reingebracht. Bald bringen die in Berlin noch mehr gute Leute rein, solche Leute, die sich dann eben nehmen, was sie wollen: hey bruda von die linkspartei, gibst du geld für meine Leute wegen die Rassismus, wenn Du nix hast machst Du Koalition mit de grünen, diese auch gute Leute…
Bitte verschone uns mit deinem „hey bruda“. Das mag dein Umgangston sein, hier mögen wir das nicht!
Der Alfred hat halt einen sehr begrenzten Wortschatz…
nix gudd deitsch, biste Muräne oder Kukoslawe ?