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Frankfurt

„Gewichtung der Themen“: HR berichtet über „Zombiewalk“ – nicht aber über Gedenkveranstaltung für Gewaltopfer

Während der HR am Samstag via Instagram über einen anstehenden „Zombiewalk“ in Frankfurt mit rund 100 erwarteten Teilnehmern berichtete, blieb die Gedenkveranstaltung für Gewaltopfer auf dem Römerberg in der Berichterstattung des Senders unberücksichtigt – obwohl ein Videoreporter vor Ort war.

Der Hessische Rundfunk habe sich in Anbetracht „der zahlreichen Themen“ gegen einen Bericht über den Trauermarsch in Frankfurt entschieden. (IMAGO/epd)

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Am Samstag fand unter großem Zulauf von Angehörigen auf dem Frankfurter Römerberg eine bewegende Gedenkveranstaltung für Menschen statt, die seit 2015 durch Gewalttaten ums Leben gekommen sind. Zu den Initiatoren gehört auch Michael Kyrath. Seine Tochter Ann-Marie und ihr Freund Danny wurden im Januar 2023 in einem Regionalzug bei Brokstedt auf brutale Art und Weise getötet.

Kyrath erklärte, mit der Veranstaltung sollten die Schicksale der Opfer sichtbar gemacht und ihre Angehörigen gehört werden. Klar sei, dass die Toten eben keine „bedauerlichen Einzelfälle“ seien. Gedacht wurde Dutzender Personen aus ganz Deutschland. Erinnert wurde etwa an den 2024 in Mannheim getöteten Polizeihauptkommissar Rouven Laur, der sich einem Gewalttäter am Rande einer Kundgebung entgegenstellte und von dem Afghanen niedergestochen wurde.

Sinnloser Gewalt fiel in Aschaffenburg auch ein Zweijähriger zum Opfer. Auch dieser wurde durch Messerstiche tödlich verletzt, ebenso wie ein 41-Jähriger, der sich dem Angreifer entgegenstellte. Diese Liste dramatischer Schicksale ließe sich lange fortführen. Gedacht wurde in Frankfurt sämtlicher Opfer dieser Gewalt. Den Angehörigen sollte nicht nur Kraft gegeben, sondern auch ihren Anliegen Wirksamkeit verschafft werden.

Als Redner waren der DPolG-Bundesvorsitzende Manuel Ostermann und die Journalistin Julia Ruhs vor Ort. Ostermann sagte: „Die, die wir lieben und die, an die wir uns erinnern, die werden niemals vergessen.“ Im Mittelpunkt stünden Menschen, „die unerwartet und viel zu früh von uns gegangen sind“.

Medial fand die Veranstaltung jedoch nur begrenzt Aufmerksamkeit. Vor Ort war immerhin die Bild, die Interviews mit Angehörigen führte. Im Übrigen blieb es jedoch verhältnismäßig ruhig. Insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk schwieg sich zu der Gedenkveranstaltung aus. Dabei war ein Videoreporter des HR vor Ort, wie auf Anfrage von Apollo News bestätigt wurde. Zur Frage, weshalb man dennoch nicht über das Geschehen vor Ort berichtete, hieß es vonseiten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: „Jede Woche finden zahlreiche Demonstrationen in Hessen statt. Bei jeder dieser Veranstaltungen wägt die Redaktion sorgfältig ab, ob und wie berichtet werden soll“.

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Weiter erklärte man: „In der redaktionellen Zusammenstellung der hessenschau-Sendung hat sich die Redaktion dann in der Gewichtung der zahlreichen Themen gegen eine Meldung zur Veranstaltung auf dem Römerberg entschieden“. Ein entsprechendes Vorgehen sei „übliche redaktionelle Praxis“. Auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete Joana Cotar erklärte, bei der hessenschau nachgefragt zu haben, weshalb über die Kundgebung nicht berichtet wurde. Hierauf habe man unter anderem erklärt: „Die Information, dass die Demonstration in Frankfurt größer war als zuerst angenommen, hat uns erst sehr spät am Abend erreicht“. Da ein Reporter des HR vor Ort war, ist schon hier fraglich, wie glaubwürdig diese Aussage ist.

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Doch selbst wenn dem so sein sollte, wirft die Gewichtung der Themen offenkundig Fragen auf. So veröffentlichte die hessenschau via Instagram an eben jenem Samstag einen Beitrag über einen in Frankfurt anstehenden „Zombiewalk“, zu dem etwa 100 Teilnehmer erwartet werden.

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10 Kommentare

  • Abschalten.

  • „Ein Zombie Walk ist eine aus Nordamerika stammende öffentliche Veranstaltung, bei der sich die Teilnehmer als Zombies verkleiden und schminken. Der erste Zombie Walk fand am 19. August 2001 im US-amerikanischen Sacramento statt.“

    Ist das nicht Kulturaneignung?
    Naja, auf jeden Fall ist es als Ersatz für die Gedenkveranstaltung schon reichlich Geschmacklos.
    Wo ist eigentlich „Die Leine des Grauens“ abgeblieben?
    Hat sie die auch weggeschmissen?

  • Wer interessiert sich denn noch für den ÖRR?

  • Überzeugungen sind an die Bezugsgruppe gebunden – auch beim ÖRR.

    Wenn die Bezugsgruppe beispielsweise Gartenzwerge für Erlöser oder Schlümpfe für eine Bedrohung hält (Gruppendenken), werden vom ÖRR Gartenzwerge hofiert und Schlümpfe verachtet.

    Gruppendenken ist das gemeinschaftliche Ausleben von Überzeugungen, die für die Realität gehalten werden – können auch Illusionen sein.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann weder Gruppendenken noch Illusionen abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • HR muß weg.

  • örR schafft sich ab

  • Das ist die typische Ausrede dieser Linkssender!
    Darüber wird nicht berichtet, da man ja sonst die Migration in Frage stellen müsste.
    Das darf aber nicht sein, da die psychisch kranken ja die Hauptrolle spielen.

  • 100 bei den Zombies. Aber warum nennen Sie nicht die Zahlen vom Römerberg?

  • Der Zombiefunk berichtet eben über Zombiesachen.

  • Der Hässliche Rundfunk ist seit seiner Gründung ein Rotfunk. Verkrustet, verknöchert, Systemfunk, mietmäulig, links-grün-woke durchseucht seit 4 Generationen nur die eine, herrschende Meinung vertretend. In dieser korrupten Versorgungsanstalt arbeiten Ihre Gebühren. Gehen Sie bitte weiter, es gibt nichts….

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