Öl-Dilemma: Der Kampf um die Nadelöhre des Welthandels
Den islamistischen Huthi-Rebellen gelingt im jemenitischen Bürgerkrieg der nächste Sieg – und auf einmal sind die Ölexporte der Saudis von zwei Seiten bedroht. Das Dilemma treibt jetzt den Ölpreis erst recht in die Höhe.
Ihr Schlachtruf lautet „Allahu Akbar, Tod Amerika, Tod Israel, Verflucht seien die Juden, Sieg dem Islam“, und sie haben jetzt auf einmal die Kontrolle über einen der wichtigsten Engpässe für Ölexporte rund um die arabische Halbinsel: Die Rede ist von den islamistischen Huthis im Jemen. Sie nahmen in den letzten Tagen die jemenitische Hafenstadt Mokha sowie die vorgelagerte Insel Perim ein – und kommen damit dem gesamten Schiffsverkehr in der Straße von Bab al-Mandab gefährlich nahe.
Das ist der Engpass an der Öffnung des Roten Meeres zum Indischen Ozean. Medial lag der Fokus zuletzt natürlich meist auf der Straße von Hormus, die auf der gegenüberliegenden Seite der arabischen Halbinsel den Eingang zum Persischen Golf darstellt. Dort herrscht Krieg. Iranische Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr hatten in der Straße den Ölexport aus dem Persischen Golf teilweise fast vollständig zum Erliegen gebracht.
In den ersten Tagen des US-Iran-Kriegs verließen laut dem Hormuz Strait Tracker statt der üblichen gut 20 Millionen Barrel Öl pro Tag nur etwa zwei Millionen die Straße – also nur ein Zehntel. Während des Waffenstillstands des „Memorandum of Understanding“ waren es dann in der Spitze zwölf Millionen Barrel pro Tag. Die Verhandlungen aber scheiterten, und seitdem setzen die USA ihre Marine ein, um Tanker durch die Straße zu eskortieren. Laut den Schätzungen des Hormuz Strait Tracker waren das in den letzten Wochen trotz des Krieges damit immerhin ca. acht bis neun Millionen Barrel pro Tag, also fast so viel wie während des Waffenstillstands und etwa die Hälfte des Vorkriegsvolumens.
Der Ölpreis blieb damit sicherlich weiterhin hoch, verließ aber seine schwindelerregenden Höhen von mitunter über 110 US-Dollar pro Barrel in der Hochphase der Kämpfe Ende März und Anfang April, bewegte sich bei 70–80 US-Dollar und lag noch Ende August zumindest bei 83 Dollar. Damit ist jetzt Schluss. Am Montag schoss er wieder auf über 100 Dollar.
Das liegt an der neuen Huthi-Offensive. Attacken auf den Schiffsverkehr im Roten Meer sind für sie nichts Neues. Bereits Jahre vor dem Iran-Krieg nahmen sie den Schiffsverkehr ins Visier und terrorisierten damit einen der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte der globalen Schifffahrt. Mit ihren neuen Siegen gegen die international anerkannte jemenitische Regierung können sie aber den Schiffsverkehr noch einmal in einer ganz anderen Qualität bedrohen.
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Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Spritpreise in Deutschland auf neue Rekordstände. Angriffe auf Ölraffinerien und wichtige Energieanlagen bringen den Öltransport in der Region zunehmend zum Erliegen – mit enormen Folgen für die Preise an deutschen Tankstellen.Denn die Straße von Bab al-Mandab ist nicht nur zusammen mit dem Suezkanal weiter nördlich das Tor Asiens nach Europa, sie war zuletzt wegen des Krieges im Golf auch das Tor für saudisches Öl nach Asien. Um sich gegen eine Blockade der Straße von Hormus abzusichern, hatte Saudi-Arabien daher schon vor langer Zeit die sogenannte Ost-West-Pipeline gebaut, die Öl vom Golf ans Rote Meer befördert. So umgeht man die Straße von Hormus und verschifft die Ölexporte stattdessen nach Norden gen Europa bzw. nach Süden gen Asien. Die meisten saudischen Ölexporte gehen nach Fernost – und sind nun besonders bedroht.
Nur etwa 20 Kilometer liegen in der Straße von Bab al-Mandab zwischen der Küste von Dschibuti im Westen und der jetzt von den Huthis kontrollierten Perim-Insel sowie der kurz dahinter liegenden jemenitischen Küste um Mokha im Osten. Durchfahrende Schiffe sind hier ein leichtes Ziel.
Nicht nur saudische Ölexporte nach Asien liegen aber auf dem Präsentierteller, auch die Ost-West-Pipeline selbst gerät jetzt ins Visier. Neue Drohnenangriffe sorgten dafür, dass diese ihren Betrieb zeitweise einstellen musste. Das trifft auch Europa, denn auch wenn die Ölexporte dorthin durch den vergleichsweise sicheren Suezkanal fahren, muss das Öl dafür erst einmal an die saudische Westküste kommen.
Woher kam der neuerliche Angriff nun? Wenn nicht vom Iran selbst, dann vermutlich von pro-iranischen Milizen im Irak. Die hatten bereits im April die Pipeline attackiert. Darauf antworteten die Saudis dann mit Luftschlägen. Diesmal hat sich Saudi-Arabien nach Angaben des dortigen Außenministeriums entschieden, „zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu reagieren und die Bemühungen der irakischen Regierung zu unterstützen“, künftige Angriffe aus dem Irak zu verhindern.
Die Ölexporte aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten insgesamt sind damit einmal mehr gleich von mehreren Seiten aus im Visier: durch die Attacken in der Straße von Hormus im Südosten der arabischen Halbinsel, Attacken auf die Ost-West-Pipeline aus dem Nordosten, aus dem Irak und Iran, und nun auch aus dem Südwesten, wo die islamistischen Huthis immer mehr strategische Zugänge zu den Engpässen rund ums Rote Meer kontrollieren. Damit kommen auch mehrere Konflikte zusammen: Im Jemen kämpfen die Huthis schon seit 2015 gegen die Regierung und konnten entscheidende Teile des Landes unter ihre Kontrolle bringen, während der Iran-Konflikt erst im Frühjahr dieses Jahres so richtig offen eskalierte.
Die Akteure hängen aber alle zusammen: Die Huthis im Jemen, die pro-iranischen Milizen im Irak und Teheran selbst – sie alle sind Teil der „Achse des Widerstands“, die das iranische Regime seit Jahren pflegt. Nur so dürften die, abseits erbeuteter Waffen, ideologisch wie technologisch eigentlich recht mittelalterlich ausgestatteten Huthis überhaupt etwa an ballistische Raketen gekommen sein, die sie in den letzten Jahren immer wieder gerne wahlweise auf vorbeifahrende Schiffe und in Richtung Israel feuerten.
Auf der anderen Seite stehen dann die Golfstaaten um Saudi-Arabien, die im Iran schon lange eine Bedrohung sehen und dabei auf die Zusammenarbeit mit den USA und Israel setzen – sich am aktuellen Kampf gegen den Iran aber ausdrücklich nicht beteiligen. Das schützt sie vor den Attacken dieser Akteure aber nicht. Überhaupt gilt das für jeden: Aus welchem Land die Schiffe kommen, die der Iran in der Straße von Hormus oder die Huthis in der Straße von Bab al-Mandab bedrohen, das spielt für die Angreifer keine Rolle.
Und so ist im Nahen Osten nur eines sicher: dass keiner sicher ist. Und das Dilemma, wie man das Öl der Region ans andere Ende der Welt bringt, bleibt.
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Der „glückliche“ Jackpot für Merz und Co, der so die leeren Kassen mit Steuern füllen kann.
Die Huthis machen nun den Laden dicht. Wer nun das rote Meer zum Suez-Kanal hin befahren will, muss Tribut zahlen. Das verteuert den Welthandel enorm. Die Zeche zahlen wir alle mit sehr hohen Preisen für Produkte des täglichen Lebens. Nicht nur für Öl. Die Europäer schauen tatenlos zu und hoffen, dass die Amerikaner die Kohlen aus dem Feuer holen werden. Europa zeigt damit wieder einmal die große Schwäche seiner selbst. Innenpolitisch gelähmt durch massive Einwanderung in die Sozialsysteme bis hin zum gesellschaftlichen Kipppunkt. Linke Politik und zunehmende Population Zugewanderter bei gleichzeitiger Abnahme der einheimischen Population, lassen Europa immer wehrloser werden. Die zunehmende, fremde Population bestimmt auch zunehmend den Kurs Europas und der richtet sich nicht nach dem Westen aus, sondern nach den Herkunftsländern der fremden Population. Wir erleben gerade die letzten Atemzüge des freien Westens.
Meine neuen Nachbarn stellen sich vor. 😂
Klingbeil freut sich, denn durch Energie-, CO2- und Mehrwertsteuer sprudeln die Steuereinnahmen wie noch nie. Misthaufen in Togo, Entwicklungshilfe für China, Gender positivity in Afrika … für alles ist Geld da. Und Merz hat es bei Miosga etwa 7 mal innerhalb von 3 Minuten gesagt: die ReGIERung will, daß alles teuer wird. Sie wollen den Souverän erziehen! Und der macht brav mit…
Deutschland schaut wie gewohnt tatenlos zu, während islamistische Huthis wichtige Nadelöhre des Welthandels blockieren. Hauptsache, wir finanzieren hierzulande die eigene Abschaffung durch unkontrollierte Migration in die Sozialsysteme. Ein Schelm, wer glaubt, dass die explodierenden Ölpreise unser kleinstes Problem sind. Aber hey, wozu eine wehrhafte Politik, wenn man sich im linksgrünen Wolkenkuckucksheim so schön selbst zerstören kann?
Demnächst:
„Was wollt ihr noch? Beim jedem Italiener gibt es Öl zum Essen umsonst.“
Lösung des Problems: alle Huthis nach Deutschland importieren, bei voller Versorgung der Großfamilie bis zum St. Nimmerleinstag…und sobald sie hier sind ändert sich sofort ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Westen…
gut, wenn man so gute freunde hat..
und nein, natürlich war europa nicht als kollateral schaden eingeplant und addressiert..auf gar keinen fall, nich, niemals..
da gibts kein roten faden nirgends, nordstream hat sich selbst erhängt und palantir will nur zugucken
*mit die griechische werbe akzent, die so schön geprickelt in meine bauchnabel* ..für meine gute freunde
Der Islam ist die Bleikugel am Fuß der Erde und mit einer Bleikugel am Fuß lässt sich nun mal nicht vorwärts kommen! Oder anders, die Bleikugel muss weg!
Islam und Sozialismus/Kommunismus sind der Zwillingstumor am Gesäß der Menschheit. Deswegen verstehen sie sich so gut.
Sie wissen das wir wegen des ukrainischen Verteidigungskrieges auf muselmanisches Öl angewiesen sind.
Hamas, Huthis und Hisbollah werden mit dem Mullah-Regime untergehen. Es sei denn die Esel stampfen nach ihrem Sieg in den Midterms den Krieg ein. Dann werden die USA offizieller Verbündeter der Mullahs, sanktionieren Israel und leisten Reparationen.
Ist das jetzt auch die Schuld von Herrn Merz?
Nein, die von Trump.
Die tragen Waffen aus der 1. Welt (ja ich zähle Russland dazu), dass ist doch kulturelle Aneignung, die müssten doch mit Steinschleudern antreten…