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Oktoberfest

Sexismus-Vorwurf: Teufelsradbetreiberin muss „zu freizügige“ Figuren verhüllen lassen

Für die Wiesn 2026 ließ München die jahrzehntealten Pappmaché-Figuren am Teufelsrad wegen angeblich zu freizügiger Darstellungen überarbeiten und stärker bekleiden. Betreiberin Elisabeth Polaczy kritisiert den Eingriff als überzogen.

Teufelsrad auf dem Münchner Oktoberfest (IMAGO/Revierfoto)

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Die traditionsreichen Pappmachéfiguren am Eingang des Münchner Teufelsrads sind für die Wiesn 2026 verändert worden. Auf Wunsch der Stadt wurden mehrere Darstellungen übermalt und stärker bekleidet. Betreiberin Elisabeth Polaczy ließ die Figuren mit längeren Kleidungsstücken und zusätzlichen Stoffelementen versehen.

Über Jahrzehnte hinweg hatten vier Frauenfiguren auf der Drehscheibe über dem Eingang für Aufmerksamkeit gesorgt. Eine von ihnen trägt ein Dirndl, eine weitere Capri-Jeans. Daneben stehen eine Figur im grünen Minikleid sowie eine als Hawaiianerin dargestellte Frau mit gelbem Rock. In diesem Jahr erscheinen die Figuren jedoch deutlich weniger freizügig als bisher.

„Drei Damen haben bei der Stadt Missmut erregt, weil sie zu freizügig waren“, sagt Polaczy gegenüber der TZ. Die Stadt hatte insbesondere den tiefen Ausschnitt einzelner Figuren und die kurzen Röcke beanstandet. In einem Schreiben zur Bewerbung für die Wiesn 2026 regte die Gleichstellungsstelle für Frauen deshalb Änderungen an. Unter anderem wurde vorgeschlagen, die Puppen vielfältiger zu gestalten und eine der weiblichen Figuren als Mann darzustellen.

Die überarbeiteten Figuren sind inzwischen gemeinsam mit dem Fahrgeschäft auf dem Festgelände aufgebaut. Die Trachtenfigur und die Frau im grünen Kleid tragen nun weiße Blusen und lange Unterhosen. Bei der Figur im gelben Rock wurde der Oberkörper zusätzlich bedeckt: Sie trägt jetzt ein Top unter der Blumenkette. Auch die Füße der als Hawaiianerin bezeichneten Figur wurden verändert. „Außerdem mussten wir ihr Schuhe anziehen, weil es laut Gleichstellungsstelle diskriminierend wäre, sie barfuß darzustellen“, sagt Polaczy.

Die Betreiberin beauftragte schließlich eine Firma mit der Umsetzung. Zuvor hatte sie mehrere Angebote eingeholt. Eine Firma verlangte nach ihren Angaben 7500 Euro für die Neugestaltung. Wie hoch die tatsächlichen Kosten ausfallen, steht noch nicht fest. „Ich will einfach nur Frieden und mein Geschäft gut machen.“ Polaczy kritisiert, dass ihr wegen der jahrzehntealten Figuren Sexismus vorgeworfen worden sei.

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„Am Anfang hatte ich Angst, dass ich nicht mehr auf die Wiesn darf, wenn ich nicht übermale“, erklärt Polaczy weiter. Die Veränderungen an den Figuren hält sie für überzogen: „Es gibt wichtigere Dinge. Wir wollen den Leuten mit unserem Fahrgeschäft doch einfach nur eine Freude machen.“

Das Wirtschaftsreferat der Stadt München erklärte auf Anfrage der TZ, man habe sich bei der Bewertung der Darstellungen von der Gleichstellungsstelle für Frauen und der Demokratie-Fachstelle beraten lassen. Bei beanstandeten Motiven an Fahrgeschäften werde jeweils das Gespräch mit den Betreibern gesucht. Die Festleitung stehe „stets im Dialog mit den Beschickern, um praktikable Lösungen zu finden und gemeinsam an der Weiterentwicklung des Festes zu arbeiten“. Im Fall des Teufelsrads würdige das Wirtschaftsreferat die „Bemühungen zur Umsetzung etwaiger Kritikpunkte in besonderem Maße“.

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186 Kommentare

  • Bitte diesen Maßstab auch beim CSD verwenden!

    241
    • Und im Bundestag auch.

    • Früher waren Linksgrüne nicht so prüde.
      In diesen Kreisen konnte man seine sexuellen Präferenzen für Minderjährige noch offen ansprechen.

      • Woher wollen Sie wissen, dass das heute anders ist? Ich frage für einen Freund

    • und bitte auch für die Lesbischen

    • Wir integrieren uns…. Mal schauen wann die Scharia kommt.

    • nee, da muß alles provokativ raushängen, schrankenlose Geilheit ist das Motto. Die ganz kranken bellen und wuffen noch mit entsprechender Fressenfassade“ und rutschen auf den Knien oder allen vieren! Alles zur Freude von den großen und kleinen Sexmonster in bunter Einigkeit!

  • Rot/Grüne Regierung….
    Wie gewählt, so geliefert

    165
  • Eine Muslima in Vollverschleierung fehlt.

    142
    • Muslimin

    • Der nächste Schritt, vorauseilender Gehorsam! Die Bautänzerinnen im Orient tragen übrigens einen schmucken „Bikini“! Finde den Fehler! In Marokko war ich in einer Bar, dort waren auch marrokanische Familien mit ihren Kindern und haben sich alle am Bautanz erfreut!

      • Auf welchen Baustellen wird denn der Bautanz aufgeführt? Dürfen dort auch dünne Männer den sogenannten „Bautanz“ machen?

        • Kein Bautanz ohne Maurerdekolleté!

          0
    • Handschuhe nicht vergessen; die sündigen Blicke richten sich auch gegen Hände! ^^

      • Auch wenn`s ein Gag sein soll: Dieses Muslima-Geschwätz ist eine Erfindung linksgrüner Islamversteherinnen und Musliminnen, die vorgaukeln wollen, im Islam hätte die Frau eine besonders hervorgehobene Rolle. Ein weiblicher Moslem ist eine Muslimin wie ein weiblicher Christ eine Christin usw.. Ende!

        -26
        • a oder in, Hauptsache nicht in Deutschland!

          12
        • So ist es. Einige hier scheinen das aber auch nicht zu begreifen

          -7
  • Das blüht auch bald den Besucherinnen, die „zu knapp“ bekleidet sind.
    Danach dann allen Damen.

    • Dann ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch antike, nackte Statuen bekleidet werden müssen. In München könnte man gleich weiter machen mit Aphrodite von Knidos im Museum für klassische Bildwerke und/oder den Barberinischen Faun in der Glyptothek München. Gilt das eigentlich nur für „Damens“ oder auch Misandrie, Männer betreffend? Ich stelle mir das gerade bildlich vor: Aphrodite im Dirndl und Apollo in Lederhosen .. Deutschland ist auf dem besten Weg, eine einzige Klapsbude zu werden.

    • Der nächste Schritt müsste folgerichtig sein, die Dirndl der Damen beim Oktoberfest einer kritischen Musterung zu unterziehen. Deren Ausschnitte sind sehr oft sehr freizügig ….

  • Eine Hawaiianerin im Top und mit Schuhen. Ist das nicht kulturelle Aneignung?

    • Und die Arme muss jetzt bei 30 grad im Schatten mit Schuhen am Strand herumlaufen

      • Crazy, unglaublich. Was dort für Menschen in diesen Behörden arbeiten macht einem richtig Angst! Wie kann man als Chef sowas zulassen?

  • Schade, daß Sie nicht standhaft geblieben ist…

    • Die Betreiberin hätte einfach queere Pappmaché-Figuren nehmen sollen, wie sie auf einer CSD rumlaufen, dann hätte niemand von den Moralaposteln Anstoß nehmen dürfen.

    • Sie hat Verantwortung. Da muss man sich beugen.

      • Und wahrscheinlich hat sie die Angewohnheit, täglich zwei- oder dreimal essen zu wollen. Dafür braucht man Geld.

      • Schwachsinnigen Regeln muss und darf man sich nicht beugen. Oder fahren Sie auf der Schnurgeraden Landstraße Tempo 50 nur weil da ein Schild steht? Wir müssen Wiederstand leisten !!!!

    • Man hat ihr gesagt, dass man um die Mädels besorgt ist, wenn Nachts das Fest geschlossen hat, da ihnen etwas „zustoßen“ könnte was keiner wirklich will. Dann besteht auch die Gefahr, dass Schandmäuler rufen: „Die sind doch selber Schuld und haben das mit ihrer Kleidung provoziert.“

  • Das kann nur der erste Schritt sein – als nächstes muss noch Alkohol und Schweinefleisch auf der Wies’n verboten werden! Warum bewegen wir uns zurück ins Mittelalter?

    • Das Mittelalter war der Beginn von Wissenschaft im Westen, Scholastik als Vorläufer des Standardmodells der Physik. Denken im Glauben.

      Das Mittelalter begann zwar schon um 500 (Ende Westrom 476), hat aber mit dem HIER angesprochenen, 622, genau nichts zu tun. Islam ist Barbarei, wissensavers, roh. Nicht einmal Sparta gegen Athen paßt; wenn überhaupt, dann Attila – ein Turkvolk in Hunngarn.

      • Zustimmung. Ich darf nachtragen:

        Frank Rexroth, Fröhliche Scholastik. Die Wissenschaftsrevolution des Mittelalters, München 2018.
        Kurt Flasch, Udo Reinhold Jeck, Das Licht der Vernunft. Die Anfänge der Aufklärung im Mittelalter, München 1997.
        Edward Grant, The Foundation of Modern Sciences in the Middle Ages. Their Religious, Institutional, and Intellectual Contexts, Cambridge 1996.
        Edward Grant, A History of Natural Philosophy. From the Ancient World to the Nineteenth Century, Cambridge 2007.
        Michael Mitterauer, Warum Europa? Mittelalterliche Grundlagen eines Sonderwegs, München 2003.

        Bei Grant gibt es auch vieles zum Islam, seiner Entwicklung und Abwendung von Philosophie und Naturwissenschaft.

    • Warum bewegen wir uns zurück ins Mittelalter?
      Weil das Mittelalter seit über 10 Jahren millionenfach bei uns einwandert !

  • Hoffentlich setzt sich dies auch im Frauensport und in den Medien durch.

  • Es wird Zeit für 40 Tage Regen

  • “ Unter anderem wurde vorgeschlagen, die Puppen vielfältiger zu gestalten und eine der weiblichen Figuren als Mann darzustellen.“

    Das sind eindeutig zwei Frauen und zwei Männer (am Puppenstandesamt eingetragen).

    • Da sind eindeutig 2 Trans-Frauen dabei, der Vielfalt ist damit gedient. Die durch die falsche Anrede diskriminierten Trans-Frauen sollten die Stadt auf Schmerzensgeld verklagen.

  • Totalitäre Regime zeichnen sich immer auch durch Spiessigkeit und Prüderie aus.

  • Na, da wäre ich jetzt für einen CSD über die Wies’n

    • kann das Weidel doch mal anleiern

  • Die beteiligten Dienststellen können von mir aus gerne eingespart werden. Kein Wunder brauchen wir immer noch mehr Beamte.

  • Da ist richtig was los. Bei soviel Berufenen muss doch was gefunden werden:

    „Die Kommission tagt monatlich. 11 Stadträt*innen und 12 Vertreterinnen von Münchner Verbänden, Einrichtungen und Projekten sitzen in diesem Gremium.“

  • Die Münchener haben genau das gewählt und deshalb ist das ok. Ich vermute allerdings das sie ein wenig überrascht sind von ihrem Volksvertreter.

  • Vielleicht ein alternatives Oktoberfest etablieren, natürlich nicht in München.

  • Wie viel Peitschenhiebe gibt es dafür? Noch hoffe ich das es keine sind.

  • „man habe sich bei der Bewertung der Darstellungen von der Gleichstellungsstelle für Frauen und der Demokratie-Fachstelle beraten lassen.“

    Kann mir denken was das für Fachleute sind.

  • Gibt es Zeitfenster für bestimmte Vereine oder NGOs–ähnlich wie im Berliner Schwimmbad– , die vorab einen Oktoberfest-Besuch buchen konnten?–Denen man einen solchen Anblick nicht zumuten will?

  • Das ist halt das Problem. Bei uns gibt es keinen ausgeprägten Rassismus, Sexismus, Nationalismus etc., also müssen die diversen Beauftragten danach suchen und ihn in Belanglosigkeiten finden, „Mikroaggressionen“, „Frauenfiguren mit tiefem Ausschnitt“, „Fähnchenschwenker“.

    Irgendwie mag ich hier nicht mehr leben. Und zwar nicht, weil ich ein Freund von Rassismus, Sexismus oder Nationalismus wäre, sondern weil ich etwas dagegen habe, daß derlei Idiotismen wie hier die Medien beherrschen, daß es Leute gibt, die sich offiziell und letztlich auch in meinem Namen um derlei Albernheiten und Belanglosigkeiten mit tiefem Ernst und einem verbitterten Moralismus kümmern. Allzumal das Land in allen relevanten Bereichen den Bach hinuntergeht.

    Und Filme kann man sich auch kaum mehr anschauen. In allen wimmelt es nur so von Vertretern „marginalisierter Gruppen“ – so sehr, daß die eigentliche Geschichte zur Nebensache wird, um die sich eigentlich keiner mehr richtig kümmert.

    • Ist doch in der Werbung genau das gleiche.
      Ich als Native German fühle mich da zum Teil gar nicht mehr angesprochen.

      • zu viele schwarze,das paßt nicht hierher.

      • ja, wir haben viel blaue naive Germans

    • „Irgendwie mag ich hier nicht mehr leben.“

      Geht mir ebenso.
      Nur, wohin?

      • z. B. Thailand, Süd-Korea oder Vietnam 😉

      • Beijing

      • Nirvana ?

    • Sie sprechen mir aus der Seele.

  • Grüne Puritaner am Werk

    • Links-Grün-Woke Jakobiner!

    • Ich warte nur noch darauf, dass der Ausschnitt der Dirndlbluse zensiert wird, so dass nicht mehr so viel „Holz vor der Hüttn“ zu sehen ist. Die Puritaner hatten damals den Frauen die Brüste einschnüren lassen, weil die weibliche Anatomie wohl zu aufreizend war.

  • Gibt’s ne Ausschnittkontrolle für Gäste?

  • Ich hätte alle drei entkleidet, dann knallgrün und knallrot angestrichen und ein Schild drunter gehängt: „Bitte sehr, Stadt München“. Dann wäre „Kunst“ gewesen, das hätte niemand beanstanden können. ^^

  • Nun, mit Cromwell hatten die Puritaner im Bürgerkrieg gegen ihren legitimen Souverän gesiegt, und nach dessen Enthauptung brach dann das ganze calvinistische Elend über England herein: Theateraufführungen – insbesondere Komödien – wurden verboten ebenso öffentliche Konzerte, Wanderzirkusse, Artisten, Volksfeste, Straßenbelustigungen. „Freizügige“ Gemälde und Darstellungen – auch aus Kronbesitz – wurden verbrannt (Rubens, Raffael, Rembrandt) oder zerstört. Prostitution – obwohl von der puritanischen „New Model Army“ gerne genutzt – wurde unter Strafe gestellt, aber nur für die Anbieter*innen, nicht für die Freier.

    Über die heiter-unbeschwerte Ära der Stuart-Rennaissance legte sich das bleierne Leichentuch der „woken“ Eiferer, was darin gipfelte, daß man Nachbarn ausspähte, wenn in deren Haus gefeiert oder musiziert wurde, was zu einer Anzeige bei den „Commissioners for Public Morality“ führen konnte.

    Und in ihrer moralischen Hybris fühlen sich die neuen „woken“ Puritaner als „Kommissare der öffentlichen Moral“ – ebenso selbstberufen wie selbstlegitimiert – berufen, die bürgerlichen Freiheiten auf das Maß ihrer eigenen intellektuellen Inferiorität zu reduzieren.

    Exempla docent.

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